9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Folgende Anspruchsgruppen stehen im regelmäßigen Austausch mit den Concordia-Vorständen: Die aus Nachhaltigkeitssicht gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Stakeholder der Concordia werden zukünftig vom ESG-Board diskutiert und identifiziert. Berücksichtigt werden primär Stakeholder, die wesentlich vom Kerngeschäft betroffen sind oder eine Nähe dazu aufweisen und Einfluss auf Nachhaltigkeitsaspekte haben. Dabei haben wir entlang der Wertschöpfungskette und den wesentlichen Handlungsfeldern (siehe Kriterium 4) gedacht. Zudem wurden die Stakeholder entsprechend ihrer Wirkungsgröße auf und durch die Concordia qualitativ bewertet. Die folgenden Stakeholdergruppen wurden identifiziert: Für die Sicherstellung eines strategischen 360-Grad-Blicks auf Nachhaltigkeitsthemen wurde 2021 ein ESG-Board installiert.

Zukünftig soll das Nachhaltigkeitsnetzwerk der Concordia weiter aus- und aufgebaut werden, damit Nachhaltigkeitsbelange allumfassend berücksichtigt werden.

Wir berichten regelmäßig intern und extern transparent über den Stand der Nachhaltigkeit im Unternehmen. Dies bezieht sich auf erzielte Fortschritte, Herausforderungen und Ziele sowie die dazu erforderlichen Maßnahmen. Intern werden dafür die Vielzahl der vorhandenen Kommunikationskanäle (Intranet, Mitarbeitendenaktionen, Dialoge, Ausstellungen, Versammlungen, etc.) genutzt. Alle Führungskräfte werden für das Thema Nachhaltigkeit (z.B. in Führungsrunden) sensibilisiert. Ergebnisse aus Feedbackgesprächen, Mitarbeitendenbefragungen und Gremiensitzungen werden in den Nachhaltigkeitsprozess einbezogen. Der Aufsichtsrat übernimmt eine Prüffunktion. Um die direkte Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften zu fördern, wurden unterschiedliche Instrumente etabliert (u.a. Team­/Abteilungsrunden, Feedbackgespräche etc.). Extern erfolgt die Kommunikation über das Internet, Veranstaltungen und Fachmedien sowie die Mitarbeit in Verbänden und den Vertrieb. Speziell in Nachhaltigkeitsfragen ist ein direkter Austausch mit der Nachhaltigkeitsbeauftragten möglich.

Das betriebliche Vorschlagswesen der Concordia bietet den Mitarbeitenden des Innen­- und Außenvertriebes die Möglichkeit, aktiv an der Optimierung der Arbeitsabläufe oder gestalterisch mitzuwirken.

Im Jahr 2021 wurde ein interner Visions-Wettbewerb gestartet, bei dem explizit innovative Zukunftsideen gefördert werden. Im Jahr 2020 wurden im Rahmen der Visions-­ und Missionsfindung Mitarbeitende, Kunden, Experten und Partner durch Workshops, Dialoge und Interviews in den Leitbildprozess mit einbezogen. Im diesem Zusammenhang fand u.a. die Lernreise „Kunde wird König“ statt, bei der in einer Umfrage rund 380 Kunden zu ihrer Zufriedenheit mit den Leistungen der Concordia befragt wurden.

Politik, Verbände und Medien stehen nicht in einer direkten wirtschaftlichen Beziehung zur Concordia, haben aber ein starkes Interesse an ihrer Geschäftstätigkeit. Wir sind zum offenen Dialog mit allen für die Unternehmung gesellschaftlich bedeutsamen Gruppen bereit. Den Medien werden nachhaltigkeitsrelevante Informationen zur Verfügung gestellt. Mit Behörden, Verbänden und anderen Institutionen besteht eine Zusammenarbeit. Die Concordia ist in einer Vielzahl von Vereinen, Verbänden und Gremien engagiert. Unter anderem besteht ein hohes Engagement in dem Kooperationsprojekt Ökoprofit Hannover (siehe Kriterium 7).

Wir vertreten eine offene Informationspolitik und stehen in einem partnerschaftlichen Dialog mit unseren Kunden, Partnern, Lieferanten und der Öffentlichkeit. Im Jahr 2022 sind wir in einen intensiven Austausch mit Partnern und Lieferanten gestartet, um gemeinsamen Nachhaltigkeitsansätze und -lösungen für zukünftige Herausforderungen zu erarbeiten.

Bei der COL werden der externe Nachhaltigkeits-­Beirat und externe Asset Manager in den Auswahl­-und Überwachungsprozess der Kapitalanlagen einbezogen. Grundsätzlich steht die COL im stetigen Austausch mit allen genannten Stakeholdergruppen, insbesondere mit unseren Kunden, dem Vertrieb, Partnergesellschaften und dem Nachhaltigkeits­-Beirat.

Des Weiteren findet ein regelmäßiger Austausch über verschiedene Gremien, Verbände und Organisationen statt (siehe Kriterium 19). In der User Group Nachhaltigkeit der Versicherungsforen tauschen wir uns insbesondere mit Kollegen aus der Versicherungsbranche zu diesem Themenschwerpunkt aus und nehmen Stellung zu aktuellen Entwicklungen.