9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die wichtigsten Anspruchsgruppen wurden folgendermaßen identifiziert:
Die Kundinnen bzw. Kunden und Stakeholder der IB.SH werden in erster Linie durch den Förderauftrag des Landes und die Gestaltung der Förderrahmenbedingungen definiert. Zu den wichtigsten Stakeholdern gehören das Land selbst als Träger und Eigentümer der IB.SH, Kommunen sowie kommunale Aufgabenträger, Vermittler für Immobilienfinanzierungen und die Hausbanken der Kundinnen und Kunden in Schleswig-Holstein. Weitere Stakeholder sind die Wirtschaftsfördergesellschaften, Kammern, Verbände und andere Multiplikatoren, z.B. Branchen-Cluster und wissenschaftliche Kompetenznetzwerke. Mit diesen Stakeholdern finden regelmäßig Austausche zur Verbesserung der Zusammenarbeit statt.

Die IB.SH ist seit November 2014 durch die Begebung von Inhaberschuldverschreibungen auf dem Kapitalmarkt aktiv, daher gewinnt auch der Dialog mit Investoren an Bedeutung. Deswegen nimmt die IB.SH regelmäßig an passenden Investorenformaten teil, um die IB.SH als nachhaltigen Emittenten weiter bekanntzumachen.

Daneben ist die Bank Mitglied und Partner in verschiedenen Verbänden und Zusammenschlüssen, z. B. dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB e.V. in denen auch Nachhaltigkeitsthemen behandelt werden.
Mit der IB.SH Energieagentur hat die IB.SH unter Finanzinstituten/Förderbanken eine Besonderheit und ist als wichtiger Gesprächspartner in den Netzwerken engagiert und geschätzt.

Anspruchsgruppen Austausch / Themen
Kundinnen/Kunden Kundenfeedback, Zufriedenheit, Beschwerden
Shareholder Eigentümer und Auftraggeber ist das Land Schleswig-Holstein. Themen: Alle Förderbereiche der IB.SH
(Projekt-)PartnerInnen Gemeinnützige Projekte im Rahmen der Spendenplattform
Verbände z.B. Energienetzwerk Schleswig-Holstein, Unternehmensfrühstück zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR), Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU).
MitarbeiterInnen Mitarbeiterbefragungen; Feedback zu den Themen Führungsverhalten, Unternehmenskultur und psychische Gefährdung
Zukünftige MitarbeiterInnen Informationen zur IB.SH als Arbeitgeber und Feedback zum Auswahlverfahren über XING und Kununu.
Kommunen Regelmäßiger Austausch zu Förderbedarf und aktuellen Entwicklungen (z.B. Breitbandausbau, Sanierung Wasserwirtschaft oder bezahlbarer Wohnraum)
Investorinnen/Investoren Die IB.SH begibt zur Refinanzierung ihrer Förderung Inhaberschuldverschreibungen am Kapitalmarkt und steht dazu im Austausch mit Investoren.


Als Arbeitgeber ist es der IB.SH wichtig, dass ein regelmäßiges Feedback der Beschäftigten zu unterschiedlichen Aspekten wie Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitgeberattraktivität, Gesundheit und Führungskultur eingeholt wird, um sich als attraktiver Arbeitgeber stetig weiterentwickeln zu können. In der IB.SH wurden dazu in den vergangenen Jahren verschiedene Mitarbeiterbefragungen durchgeführt (z.B. Great place to work®, 270°-Feedback für Führungskräfte). Die Inhalte all dieser Befragungen sind insgesamt nicht überschneidungsfrei, und die Befragungen wurden bisher nicht in regelmäßigen, aufeinander abgestimmten Rhythmen durchgeführt. Zukünftig sollen mit einer Mitarbeiterbefragung im 2-Jahres-Turnus in der IB.SH Feedback der Beschäftigten zu folgenden Aspekten eingeholt werden:
1. 270°-Feedback zum Führungsverhalten
2. Unternehmenskultur
3. Psychische Gefährdung

Ergänzt werden die Befragungen weiterhin durch die Möglichkeit für alle Beschäftigten und Bewerber/innen, die IB.SH jederzeit als Arbeitgeber auf kununu.com zu bewerten und Feedback zum Arbeitgeberangebot, zur Arbeitsatmosphäre, zu Entwicklungsmöglichkeiten und zur Unternehmens- und Führungskultur zu geben. Die IB.SH fördert zudem die Qualifizierung und berufliche Einstiegsmöglichkeiten in Schleswig-Holstein durch ein kontinuierliches Ausbildungsangebot.