9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die BARMER steht mit ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anspruchsgruppen in einem kontinuierlichen und systematisch gesteuerten Dialog. Grundsätzlich werden alle Personen und Organisationen mit direktem oder indirektem Einfluss auf die BARMER oder Interesse an dem Unternehmen als Stakeholder angesehen.

In Zusammenarbeit mit einem externen Institut wurden die theoretischen Grundlagen der Stakeholderanalyse erarbeitet. Neben Versicherten, potenziellen Versicherten und Beschäftigten gehören zu den Stakeholdern der BARMER danach Leistungserbringer und Lieferanten, politische Vertreter, Branchenverbände, Wettbewerber, der GKV-Spitzenverband, der Gemeinsame Bundesausschuss sowie das Bundesamt für Soziale Sicherung.

Die Interessen und Bedürfnisse unserer Versicherten werden durch den Verwaltungsrat vertreten. Dieser besteht aus 27 von Versicherten gewählten Vertreterinnen und Vertretern und 3 Arbeitergebervertretern. Der Verwaltungsrat beschließt die Satzung der BARMER und entscheidet damit auch über die freiwilligen Versicherungsleistungen.

Die Zufriedenheit unserer Versicherten mit Service und Leistungen wird regelmäßig überprüft. Im Rahmen unserer Kundenreisen befragen wir regelmäßig Beteiligte ganz konkret nach ihren Wünschen und Problemen und entwickeln Lösungsstrategien. Auch das systematische Beschwerdemanagement wird im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit den Anliegen unserer Versicherten genutzt.

Der kontinuierliche Dialog mit unseren Beschäftigten als weitere wichtige Anspruchsgruppe wird auf unterschiedlichsten Kommunikationskanälen gefördert. Als Maßnahme einer nachhaltigen Personalpolitik wurde bereits im Jahr 2016 eine regelmäßige Mitarbeiterbefragung eingeführt. Zudem sind viele unterschiedliche Austauschmöglichkeiten im Unternehmen etabliert. Dazu gehören Dialogformate mit dem Vorstand und Fokusgruppen zu aktuellen Themen. 2021 wurden Kulturreisen zu den Themen Zusammenarbeit, Vereinbarkeit, digitale Prozesse und Führungskultur durchgeführt.