8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Anreizsystem zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen
Den Mitgliedern des Vorstands sowie Führungskräften und Mitarbeitern auf Schlüsselpositionen wird üblicherweise neben dem Grundgehalt ein variabler Gehaltsbestandteil gezahlt, um ihren überdurchschnittlichen Einsatz zu honorieren. Der variable Bestandteil orientiert sich an der Unternehmensentwicklung, an betriebswirtschaftlichen Ergebniskennzahlen und am Beitrag des Mitarbeiters zur Realisierung vereinbarter Ziele. Zu diesen Zielen zählen mitunter auch Nachhaltigkeitsziele, z. B. Compliance-gerechtes Verhalten. Ein darüber hinausgehendes Anreiz- oder Evaluationssystem zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen existiert nicht.

Kontrolle der vereinbarten Ziele
Um die Erreichung der vereinbarten Ziele zu kontrollieren, führen wir mit unseren Mitarbeitern jährliche Gespräche nach einem konzernweit einheitlichen Konzept. Diese Gespräche dienen dazu, sich ausführlich über die Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr auszutauschen sowie gemeinsame Ziele für das kommende Jahr festzulegen. Wichtiger Bestandteil der Mitarbeitergespräche ist die Erörterung von Compliance-Regeln und eine Analyse von Compliance-Risiken, die sich aus der Funktion und Position des Mitarbeiters ergeben.

Evaluation von Nachhaltigkeitszielen
Eine Evaluation der Nachhaltigkeitsziele erfolgt durch die für Bilfinger gesetzlich verpflichtende Abgabe einer nichtfinanziellen Konzernerklärung. Diese wird – wie vom Gesetz verlangt – durch den Aufsichtsrat geprüft. Ein individueller Leistungsfaktor (IPF), welcher in die Vergütung des Vorstandes durch den Short Term Incentive (STI) einfließt, umfasst nicht-finanzielle Aspekte wie Strategieumsetzung, Führung, Innovation, Markterfolgsfaktoren, Unternehmenskultur und eine ESG-Komponente.