8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Mit einem Lebensversicherer als Muttergesellschaft und den damit verbundenen langfristigen Verpflichtungen liegt nachhaltiges Wirtschaften im Sinne von rechtzeitiger Lokalisierung von Risiken seit je her im Interesse des Konzerns. Dass die Bayerische seit mehr als 160 Jahren erfolgreich im Markt agiert, belegt den hohen Grad an Resilienz und Innovation durch richtige strategische Managemententscheidungen. In dieser Tradition hat die Bayerische bereits 2014 bei der variablen Vergütung von Führungskräften den bisher sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor eingeführt. Damit soll insbesondere die langfristig positive Wertschöpfung der Bayerischen gestärkt werden. Um kurzfristige Fehlanreize gänzlich zu vermeiden, wurde 2017 auch die variable Vergütung für Vorstände abgeschafft. Statt kurzfristiger Boni nutzt der Aufsichtsrat eine attraktive betriebliche Altersversorgung als geeigneteres Mittel, den Vorstand in seinem Bestreben zum im wirtschaftlichen Sinne nachhaltigen Management zu stärken.

Im Berichtszeitraum gab es bei der Bayerischen kein Vergütungssystem oder ein anderes, nicht-monetäres Anreizsystem für Mitarbeitende und Führungskräfte, in dem Nachhaltigkeitsziele im Sinne der DNK-Berichterstattung integriert waren. In der Zukunft soll das Nachhaltigkeitsmanagement beraten und entscheiden, ob und inwieweit ESG-Kriterien und -Ziele intensiver in einem Anreizsystem für die Mitarbeitenden berücksichtigt werden sollen. Die Entscheidungsfindung wird auch berücksichtigen, wie und durch welche Gremien die Erreichung der mit den Mitarbeitenden und Geschäftsleitung vereinbarten Ziele kontrolliert werden.