8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Aufgrund der Tarifbindung der Kindernothilfe an BAT-KF gibt es keine Vergütungen für das Erreichen von Zielen (und damit auch von Nachhaltigkeitszielen) weder für Vorstände noch für Führungskräfte und Mitarbeitende.Beim BAT-KF handelt es sich um einen Tarifvertrag, den die evangelische Kirche unter anderem für Arbeitnehmer*innen nutzt, die im Rheinland, in Westfalen und den dazugehörigen Diakonischen Werken tätig sind. Der Inhalt des BAT-KF ähnelt dem eines säkularen Tarifvertrags. Darin enthalten sind beispielsweise Vorgaben zur Arbeitszeit, zum Entgelt, zur Urlaubsregelung und zu den Ausschlussfristen. Betriebsräte sind in kirchlichen Einrichtungen nicht vorhanden. Stattdessen sorgen Mitarbeitervertretungen dafür, dass Angestellte ein Mitentscheidungsrecht erlangen. Auch außertarifliche Regelungen beinhalten keine Anreizsysteme. Die Vergütungen der Vorstände werden im Jahresbericht veröffentlicht. Im April 2019 wurde ein Verfahren zu Zielverabredungen mit strategischen, wirtschaftlichen, programmatischen und führungsbezogenen Zielsetzungen vom Verwaltungsrat der Kindernothilfe verabschiedet. Erste konkrete Vorschläge werden derzeit vom Vorstand erarbeitet. Es werden Zielsetzungen zu den SDG, zu Compliance und zu nachhaltiger Geldanlage enthalten sein. 2019 hat ein erstes Gespräch zwischen Verwaltungsrat und Vorstand der Kindernothilfe zu den Zielverabredungen stattgefunden.