8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Ein Anreizsystem, das sich unmittelbar an Nachhaltigkeitszielen orientiert, existierte beim AZV Südholstein im Berichtszeitraum nicht. 

Eine Dienstvereinbarung „Sonderprämie“ regelt im Allgemeinen das Verfahren, nachdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Sonderprämie erhalten können. Dieses System dient der Sicherung und Steigerung des wirtschaftlichen Erfolges des AZV Südholstein durch zusätzliche finanzielle Anreize an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch ihre individuelle Leistung eine Sonderprämie von bis zu 1.500 Euro über das tarifliche Entgelt hinaus erhalten können. Die besondere Prämienwürdigkeit der Leistung oder des persönlichen Verhaltens ist zu beschreiben und zu begründen.
Die Dienstvereinbarung „Verbesserungsvorschläge“ regelt das Verfahren zur Aufnahme, Bewertung und Honorierung von Vorschlägen, die Kreativität, Wissen und Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzbar machen, um die Gesamtleistung des AZV Südholstein im Sinne der Gemeinschaft der Gebührenzahler, der Mitarbeiter und der Umwelt stetig zu steigern oder zumindest zu erhalten. Vorschläge im Sinne der nachhaltigen Entwicklung des Betriebes und der Region werden hier durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingebracht und angemessen honoriert um einen Innovationszyklus zu starten und im stetigen Fluss zu halten.
 
Eine paritätisch besetzte Betriebliche Kommission ist das geeignete Gremium für die Bewertung und Honorierung der Vorschläge für besondere Leistungen und Verbesserungen. Sie besteht aus sechs Mitgliedern, je drei Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreterinnen. Letztere werden von dem Personalrat benannt.

Im kommenden Berichtszeitraum wird untersucht, inwieweit Nachhaltigkeitsaspekte bislang bereits Bestandteil dieser Anreizsysteme waren bzw. welche Möglichkeiten es gibt, diese systematisch an Nachhaltigkeitszielen auszurichten. Dabei wirkt die Betriebliche Kommission mit.

Als nicht-monetärer Anreiz ist die integrierte Schulung des Nachhaltigkeitsteams im Zuge des DNK-Prozesses zu nennen.