8. Anreizsysteme

Die Hochschule legt dar, inwiefern ihre leitenden Organisationseinheiten Nachhaltigkeitsprozesse materiell und immateriell durch Zuweisung von projektgebundenen oder etatisierten Ressourcen sowie Legitimation und Unterstützung auf allen (Entscheidungs-) Ebenen fördern und anregen. Es wird dargelegt, inwiefern die Hochschulleitung derartige Anreizsysteme auf ihre Wirkung hin überprüft.

Die Hochschulleitung setzt bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele primär auf den intrinsischen Antrieb der Beteiligten; zur Vermeidung des Korrumpierungseffekts (Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Belohnung) wird der Einsatz materieller Anreize mit Bedacht gewählt. Dennoch ergänzen variable Anteile die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche an individuelle Zielvereinbarungen gekoppelt sind und dementsprechend besondere Leistungen für das Erreichen betrieblicher Nachhaltigkeitsziele im Einzelfall miteinschließen können.
Zur Beurteilung der Zielerreichung können sich Vorgesetzte an den im Qualitätsmanagement oder Umweltmanagement orientieren Daten orientieren.

Die Beurteilung, inwieweit Zielvereinbarungen erfüllt wurden, obliegt dem Vorgesetzten im Dialog mit dem jeweiligen Mitarbeitenden. Die Wirkung des auf Zielvereinbarungen beruhenden Anreizsystems wird von der Hochschulleitung in regelmäßigen Abständen überdacht. Wird dabei ein Änderungsbedarf erkannt, beruft die Hochschulleitung wie zuletzt 2018 eine Arbeitsgruppe, die Vorschläge hierzu entwickelt. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe liegen noch nicht vor.

Die Honorierung studentischen Engagements für Nachhaltigkeit und wohltätige Zwecke findet insbesondere in der Würdigung durch die Hochschulleitung und in der Auszeichnung mit Social Credits seinen Ausdruck sowie im Angebot, entsprechende Projekte im Wahlpflichtfach Nachhaltigkeitsmanagement wissenschaftlich zu fundieren und zu reflektieren.