8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Vergütung der Mitarbeitenden der Sparkasse Essen richtet sich im Wesentlichen nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes - Besonderer Teil Sparkassen (TVöD-S) sowie die im Tarifvertrag vorgesehene Sparkassensonderzahlung (SSZ). Dienstkräfte, die ab der zweiten Führungsebene oder höher tätig sind (Bereichsleitende und Vorstände) werden außertariflich vergütet. Bei allen Mitarbeitenden setzt sich die Jahresvergütung aus einer Grundvergütung und einem variablen Teil zusammen. Die variablen Bestandteile des Gehaltes richten sich zum einen am Erfolg des Gesamthauses (Abhängigkeit vom Betriebsergebnis) und zum anderen an der persönlichen Leistung aus. Gemessen an der Grundvergütungshöhe ist der variable Teil der Vergütung unerheblich und befindet sich seit Jahren auf konstant niedrigem Niveau (unter 2 %).

Auch die Vorstandsmitglieder erhalten neben der Grundvergütung eine vom Unternehmenserfolg abhängige Zusatzvergütung. Diese ist in der Höhe festgelegt und darf max. 15 % des Grundgehaltes bzw. 13,04 % des Jahresfestgehaltes betragen. Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Empfehlung der nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände. Um einen nachhaltigen Unternehmenserfolg in den Fokus zu rücken, wird die Zahlung der variablen Vergütung an den Vorstand auf drei Jahre aufgeteilt. Die Auszahlung in den Folgejahren ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.


Das Kontrollorgan der Sparkasse ist der Verwaltungsrat. Die Mitglieder setzen sich aus Vertretern des Trägers Stadt Essen (vom Rat der Stadt Essen entsandte Ratsmitglieder bzw. sachkundige Bürger) und Mitarbeitendenvertretern zusammen. Sie erhalten eine jährliche Pauschale sowie festgelegte Sitzungsgelder.

Die Vergütung bzw. Beurteilung all dieser Gruppen ist bislang grundsätzlich nicht an nachhaltigen Zielgrößen orientiert. Lediglich indirekt lassen sich aus den vorgegebenen Zielen auch Effekte für die ökologische Nachhaltigkeit ableiten. So führt eine Aufnahme des Elektronischen Postfaches in den Zielkatalog der Vertriebseinheiten bspw. zu einer Reduzierung des Papierverbrauchs durch sinkenden postalischen Versand.

Die Vorschriften der Institutsvergütungsverordnung werden eingehalten. Im darauf basierenden Bericht sind Aussagen zum Vergütungssystem, zum Verhältnis von festen und variablen Gehaltsbestandteilen und zur Vergütung der Vorstände veröffentlicht. Der Bericht wird einmal jährlich erstellt und dem Verwaltungsrat zur Kenntnis und Kontrolle vorgelegt.