Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation.

Das Fundament der nachhaltigen Ausrichtung von VIVAWEST liegt in dem eigenen Selbstverständnis, das durch vier Unternehmenswerte geprägt wird. Hiernach sind die Beschäftigten von VIVAWEST

verlässlich, indem sie verantwortungsvoll und nachhaltig handeln und Zusagen einhalten,
tatkräftig, indem sie konsequent die gemeinsamen Ziele verfolgen,
authentisch, indem sie offen, ehrlich und tolerant handeln, wie die Menschen in der Region sowie
kreativ, indem sie die Zukunft gestalten.

Diese Unternehmenswerte, welche auch in der zum 01.01.2017 überarbeiteten konzerninternen Verfassung niedergeschrieben sind, lebt VIVAWEST gegenüber allen ihren Stakeholdern.

Vergleiche Bericht 2016 (Seite 79).

Investitionsintensität (Werterhaltung und Werterhöhung des Immobilienbestandes): Angabe in EUR/qm Wohnfläche pro Jahr (optional)

Mit einem Wohnungsbestand von 120.498 Wohneinheiten zum Stichtag 31. Dezember 2016 verfolgt VIVAWEST das Konzept einer nachhaltigen Bewirtschaftung, bei der die kontinuierliche Instandhaltung des Wohnungsbestandes, wertsteigernde Investitionen in Form von (energetischen) Modernisierungen, Erwerben und Neubaumaßnahmen sowie zielgerichtete Desinvestitionen hohe Priorität haben. Folglich sind die technischen Ausgaben für Instandhaltung und Modernisierung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und belaufen sich in 2016 auf 23,74 Euro pro Quadratmeter Wohn-/ Nutzfläche.

Technische Ausgaben
2014: 21,57 Euro pro m2
2015: 21,80 Euro pro m2
2016: 23,74 Euro pro m2

Mit Blick auf den Entwicklungspfad qualitatives Wachstum, der unter anderem eine kontinuierliche, wertorientierte Portfolioentwicklung zum Gegenstand hat, hat VIVAWEST das Niveau der Modernisierungs-, Neubau- und Erwerbsinvestitionen im Vergleich zum bereits investitionsstarken Vorjahr um weitere 42 Prozent auf insgesamt 232 Millionen Euro angehoben. Dies stellt den höchsten Wert seit Bestehen von VIVAWEST dar. Neben der Fertigstellung von 1.455 Modernisierungen wurden im Berichtsjahr zudem 1.134 Bestandszugänge aus Neubau und Erwerb verzeichnet. Darüber hinaus befinden sich zum Bilanzstichtag mehr als 700 neue Wohnungen im Bau.

Investitionen in den Immobilienbestand 
2014: 201,0 Millionen Euro
2015: 163,7 Millionen Euro
2016: 232,4 Millionen Euro

Vergleiche Finanzbericht 2016 (2.3 Entwicklungen der Segmente, Seite 12ff.) und Bericht 2016 (Seite 84).

Gesamtkapitalrentabilität (Ertragskraft des Unternehmens) (optional)

Details zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage von VIVAWEST finden Sie im Finanzbericht 2016 (2.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, Seite 18ff).





CO2-Intensität des Gebäudebestands (optional)

Durch den gesamten Wohnungsbestand wurde ein CO2-Ausstoß von 355.946 Tonnen in 2016 verursacht. Dies ist eine Reduktion um 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Verwaltungsstandorte weisen mit 599 Tonnen CO2-Ausstoß in 2016 und 1.164 Tonnen CO2-Ausstoß in 2015 eine deutliche Reduktion von 48,5 Prozent auf, die sich vor allem durch die Umstellung fast aller Verwaltungsstandorte auf Ökostrom erklären lässt.

CO2-Emissionen im Wohnungsbestand
2014: 374.009 Tonnen
2015: 361.868 Tonnen
2016: 355.946 Tonnen

CO2-Intensität im Wohnungsbestand
2014: 47,8 Kilogramm pro m2
2015: 46,5 Kilogramm pro m2
2016: 45,3 Kilogramm pro m2

CO2-Emissionen der Verwaltungsgebäude*
2014: 1.260 Tonnen
2015: 1.164 Tonnen
2016: 599 Tonnen

CO2-Intensität der Verwaltungsgebäude*
2014: 26,4 Kilogramm pro m2
2015: 24,3 Kilogramm pro m2
2016: 12,7 Kilogramm pro m2

* Die Berechnungsgrundlage wurde 2016 geändert.  Zur Vergleichbarkeit wurden die Daten der Vorjahre angepasst.

Vergleiche Bericht 2016 (Seite 87-88).

CO2-Einsparung seit 1990 (Beschreibung des Einsparpotenzials und die Maßnahmen, durch die die CO2-Einsparung erreicht wurde) (optional)

Im Wohnungsbestand konnten die jährlichen CO2-Emissionen insbesondere durch energetische Modernisierungen, Erneuerung veralteter Heizanlagen, Abriss von energetisch schlechter Bausubstanz und Neubau energieeffizienter Gebäude von 1990 bis Ende 2016 um 349.775 Tonnen reduziert werden. Dies entspricht einer Reduzierung je Quadratmeter Wohnfläche um 50,3 Prozent. Die von der Bundesregierung angestrebte Reduzierung von mindestens 40 Prozent bis 2020 hat VIVAWEST folglich bereits heute übertroffen.

Vergleiche Bericht 2016 (Seite 88).

Anteil der energetisch voll- bzw. teilmodernisierter Wohnungen am Gesamtbestand (optional)

Der Anteil modernisierter Wohnungen im Gesamtbestand beträgt rund 49,8 Prozent. Eine Aufteilung zwischen energetisch voll- und teilmodernisierten Wohnungen ist nur mit sehr hohem Aufwand möglich und wird aufgrund der Vielzahl an Abgrenzungsmöglichkeiten als nicht zweckmäßig angesehen, da eine Vergleichbarkeit mit anderen Wohnungsunternehmen nicht gegeben wäre.

Kosten für soziale Projekte (optional)

Als Partner der Region hat sich der Konzern in 2016 über das Kerngeschäft hinaus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen mit 2,2 Millionen Euro engagiert. Der Fokus liegt dabei auf sozialen, kulturellen und sportlichen Engagements. Über 40 Prozent des Geldes fließen in die Unterstützung von sozialen Aktivitäten. Hierunter fallen Nachbarschaftstreffpunkte mit sozialen Angeboten, die Förderung des Ehrenamtes, Spenden und Sponsoring in Quartieren, Kinderferienfreizeiten und die Soforthilfe für Flüchtlinge. Weitere rund 40 Prozent der Aufwendungen fließen in die Sportförderung. Hier ist allen voran der VIVAWEST Marathon zu nennen, der in 2016 bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde und als Breitensportveranstaltung die Region verbindet. Um das kulturelle Erbe der Region zu erhalten, werden von VIVAWEST rund 0,4 Millionen Euro eingesetzt. Dazu gehören der Betrieb des Nordsternturms mit Videokunstmuseum und Besucherterrasse sowie die Beteiligung an kulturellen Veranstaltungen, wie zum Beispiel der „Extraschicht“.


Gesellschaftliches Engagement in Millionen Euro
  2014 2015 2016
Aufwendungen (Soziales) 0,80 0,92 0,90
Aufwendungen (Sport) 0,78 0,82 0,87
Aufwendungen (Kultur) 0,40 0,42 0,43
Aufwendungen 1,98 2,16 2,20

Vergleiche Bericht 2016 (Seite 96).

Anteil barrierefreier/-armer Wohnungen im Bestand (optional)

Mehr denn je sind barrierearme und generationenübergreifende Wohnkonzepte gefragt, um den gesellschaftlichen Nachfragetrends des demografischen Wandels, vor allem der Seniorisierung, aktiv zu begegnen. Die Anforderungen aus der demografischen Entwicklung und aus der Energiewende berücksichtigt der Konzern nicht nur bei Modernisierungen, sondern insbesondere auch im Zuge seiner Neubauvorhaben.

Details zu (barrierefreien/-armen) Neubauten siehe Finanzbericht 2016 (2.3.1 Immobilien, Seite 14ff.).

Gemäß der im SAP-System gepflegten Daten waren Ende 2015 knapp 1,1 Prozent des Gesamtbestandes als barrierearm gekennzeichnet und rund 0,9 Prozent als barrierefrei. Aufgrund der historischen Entwicklung sind die Ausstattungsdaten jedoch nicht einheitlich im System erfasst, sodass es in Teilen zu Überschneidungen kommen kann. Zur Verbesserung der Datenqualität und vor dem Hintergrund einer Erhöhung der zielgruppenorientierten Ausrichtung werden im Rahmen eines Projektes die aktuellen Ausstattungskriterien und die damit verbundene Zuordnung in barrierefrei und -arm kritisch geprüft und überarbeitet, sodass zukünftig aussagekräftigere Daten bereitgestellt werden können. Aufgrund dieser umfassenden Neubeurteilung sind für 2016 noch keine zweckmäßigen Daten auswertbar. Folglich werden in diesem Jahr nur die Werte aus dem Vorjahr angegeben.