7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Produktebene:
Die Catella Real Estate AG misst und kontrolliert ihre Nachhaltigkeitsziele und Performance auf Produktebene im Bereich Immobilien mit dem eigens dafür entwickelten Nachhaltigkeitsmonitor, zur Bewertung der Nachhaltigkeitsperformance der jeweiligen Immobilien. Die Immobilien durchlaufen einen umfassenden Prüfprozess mit „Pre-Check“ und Performance-Bewertung, sodass für alle geprüften Immobilien eine Bewertung und eine Einordnung in ein Scoring-System besteht. Die Ziele sollen anhand der zweijährigen Nachprüfung und wiederholten Bewertung definiert, gesteuert und kontrolliert werden.

In einem ersten Schritt wird die zu erwerbende Immobilie im Rahmen des Ankaufsprozesses anhand spezieller ethischer Transaktionskriterien untersucht. Wenn daraus nicht eine grundsätzliche Ablehnung des Angebotes resultiert, findet der umfangreiche Kriterienkatalog des eigens entwickelten Catella-Nachhaltigkeitsmonitors Anwendung. Hier werden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Immobilie und des Standortes überprüft. Für die Bewertung ist auch maßgeblich, ob bestimmte defizitäre Bereiche, nach Erwerb im Rahmen des laufenden Asset Management, mit vertretbaren, insbesondere bei Erwerb bereits eingepreister Maßnahmen, hergestellt und auf eine ökonomisch solide Basis gestellt werden können. Die Ergebnisse werden durch ein unabhängiges Nachhaltigkeitskomitee plausibilisiert und fließen in die Ankaufsentscheidung ein. Bei der Entwicklung des Nachhaltigkeitsmonitors wurden neben der Erfahrung aus dem eigenen Unternehmen auf die Fachexpertise der imug Beratungs-gesellschaft mbH zurückgegriffen. Außerdem flossen bei der Entwicklung wie auch bei der Aktualisierung der Indikatoren für mehrere Immobilientypen (Wohnen, Büro, Sozial, Logistik, Retail und Spezial) die Beurteilungen aus allen relevanten Referenzsystemen der Nachhaltigkeitsbewertung von Immobilien ein.  

Während der Haltedauer der Objekte werden die Bestandsimmobilien alle zwei Jahre mit einem Nachrating hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit beurteilt, auch hier ist das Nachhaltigkeitskomitee für die Plausibilisierung verantwortlich. Das Ergebnis erfährt eine unmittelbare Umsetzung in Maßnahmen des Asset Managements (beispielsweise Erwerb, Sanierung, Modernisierung, Entwicklung). Es fließt darüber hinaus in die Hold-Sell-Analyse des Portfoliomanagements mit ein. Auf diese Weise wird eine langfristige Steigerung der Nachhaltigkeit erreicht, welche die Zukunftsfähigkeit der Immobilien gewährleistet und als eine nachhaltige Kapitalanlage sowohl einen für den Anleger individuellen als auch einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert generiert („win-win-Situation“).  

Der von der Catella Real Estate AG verwaltete Publikumsfond „KCD-Catella Nachhaltigkeit IMMOBILIEN Deutschland“ bei dem das Catella-Nachhaltigkeitskonzept die Grundlage bildet, entspricht einem Anteil von rund 20 Prozent aller von der Gesellschaft insgesamt verwalteten Publikumsfonds (Basis: Net Asset Value [„NAV“]). Die Brutto-Immobilen-Werte (Assets under Management) dieses Immobiliensondervermögens entsprechen zum Stichtag 31.12.2018 einem Wert von rund 86 Millionen Euro, verteilt auf insgesamt fünf Objekte. Dies entspricht einem Anteil von 14,5 Prozent aller in Publikumsfonds der Catella Real Estate AG gehaltenen Assets under Management.    

Unternehmensebene:
Auf Unternehmensebene finden derzeit noch keine quantifizierten Zieldefinitionen statt, sodass folglich noch keine Kontrollmechanismen implementiert worden sind. Im Anschluss an den Prozess der DNK-Entsprechenserklärung strebt die Catella Real Estate AG an, einen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen, den Nachhaltigkeitsmonitor inhaltlich zu aktualisieren und auf weitere Immobilientypen und Regionen auszuweiten. Des Weiteren soll im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein CSR-Strategieprozess angestoßen werden, damit zukünftig die Themen Nachhaltigkeit und CSR in der Gesamtheit ihrer operativen und strategischen Aspekte abgebildet und im Unternehmen verankert werden. Dies beinhaltet die Überprüfung, Steuerung und Kontrolle von Nachhaltigkeitszielen ebenso wie eine Wesentlichkeitsanalyse, die Definition einer Nachhaltigkeitsstrategie und Nachhaltigkeitsleitlinien sowie die Benennung von Kennzahlen.