6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Als Sparkasse gestalten wir Veränderungen so mit, dass möglichst viele Menschen von ihnen profitieren können. Digitalisierung und Klimawandel verändern unser Leben erheblich. Als Sparkasse stellen wir uns diesen Herausforderungen: die digitale Zukunft menschlich zu gestalten, die Transformation zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ohne soziale Verwerfungen zu meistern und das breit angelegte Wohlstandsversprechen der sozialen Marktwirtschaft als Orientierungspunkt des deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells zu erhalten.
 
Die in der Geschäftsstrategie enthaltenen Nachhaltigkeitsaspekte werden durch interne Leitlinien und Strategien operationalisiert. Die strategische Ausrichtung wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst.

 
Beispiele sind die aus der Geschäftsstrategie abgeleiteten Konzepte (u.a. zur Personalarbeit und den Vertrieb), für alle Kundenberaterinnen und -berater gültige Leitlinien
, die jeweiligen Satzungen und Förderrichtlinien der Stiftungen sowie das Spendenkonzept. Nachhaltigkeitsrisiken, zu denen sich die aufsichtsrechtlichen Anforderungen derzeit weiterentwickeln, sind in die Risikogesamtstrategie aufgenommen worden.

 
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird durch die Abteilung Kommunikation und Medien koordiniert und umgesetzt. An der jährlichen Erhebung der relevanten Information zum Thema Nachhaltigkeit sind alle betroffenen Fachbereiche der Sparkasse Westmünsterland beteiligt. In- und externe Stakeholder werden beispielsweise regelmäßig durch einen „Bericht an die Gesellschaft“ und den nichtfinanziellen Bericht informiert sowie auch anlassbezogen durch die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels und der Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise stehen wir noch am Anfang der Veränderungen. Als Kreditinstitut sind wir gefordert, diese Aspekte in die Management- und Steuerungssysteme sowie in Produkte und Prozesse des Bankgeschäfts zu integrieren.  

Die EU-Kommission hat 2018 den „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ (EU-Aktionsplan) vorgelegt. Ziel des EU-Aktionsplans ist es, mehr Kapital in nachhaltige Investitionen zu lenken und finanzielle Risiken, die sich aus dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit, der Umweltzerstörung sowie sozialen Problemen ergeben, zu minimieren. Der EU-Aktionsplan soll einen wichtigen Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft schaffen und wird somit auch das Finanzdienstleistungsbranche beeinflussen.  

Im Dezember 2019 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein „Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken“ vorgelegt und ihre Erwartungen an Kreditinstitute darin präzisiert. Im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktion hat sie angekündigt, das Management von Klimarisiken im Kreditgeschäft künftig stärker zu berücksichtigen. 

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bietet seit 2020 eine Selbstverpflichtung der deutschen Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften an. Sie bezieht das verantwortungsvolle Handeln im Geschäftsgebiet, den öffentlichen Auftrag, das unternehmerische Selbstverständnis sowie die Grundsätze für verantwortungsvolles Bankwesen der Vereinten Nationen mit ein. Die Sparkasse Westmünsterland bereitet derzeit die Unterzeichnung der Selbstverpflichtung vor. In Folge dessen richtet sie ein Nachhaltigkeitsmanagement zur Umsetzung und Evaluierung der gesteckten Ziele im Rahmen des Zielbilds 2025 ein.