6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

In allen drei Geschäftsbereichen von Veolia in Deutschland gelten einheitliche Verfahrensrichtlinien zu Governance-Prinzipien, d. h. zur Kontroll- und Steuerungsstruktur der Unternehmensführung. Diese umfassen alle von Veolia in Paris verabschiedeten Anforderungen an die Landesgesellschaften, insbesondere auch die zur Umsetzung des Unternehmenszwecks und der Anforderungen an Compliance und Ethik. Die Verantwortlichen der operativen Gesellschaften tragen Sorge für deren Einhaltung und Umsetzung und berichten darüber jährlich an die Geschäftsführung. Diese Berichte werden zentral erfasst und dem obersten Managementgremium vorgestellt.  

Seit 2016 existiert ein fortlaufender Prozess zur Überprüfung aller internen Prozesse in den wichtigsten Unternehmen der Veolia Deutschland Gruppe. In diesem Prozess wird überprüft, ob und in welchem Umfang die internen Verfahrensregeln des Veolia Konzerns in der deutschen Organisation umgesetzt wurden. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden von den Prozessverantwortlichen Aussagen zum Grad der Umsetzung getroffen und Maßnahmen zur Prozessanpassung und Prozessverbesserung umgesetzt. 

Zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der Compliance-Kultur wurde vom COMEX, der Geschäftsführung von Veolia in Deutschland, 2018 ein Compliance-Management-System in der Gruppe etabliert und ein Compliance-Programm umgesetzt. Hierzu wurde unter Führung des Compliance Direktors Deutschland eine eigenständige Compliance-Organisation am Standort Berlin aufgebaut. 2021 entschied das COMEX außerdem, die Zertifizierung des Antikorruption-Compliance-Managementsystem zu veranlassen.

In Vorbereitung auf das ab 2023 in Deutschland geltende Sorgfaltspflichtengesetz leitet Veolia in Deutschland alle nötigen Schritte ein und bereitet sich darauf vor, die Konformität zu gesetzlichen Anforderungen zu erreichen. Ein Beschwerdeverfahren ist bereits etabliert sowie eine übergreifende Risikoanalyse und Verankerung vorbeugender Maßnahmen im Prozess. 

In Deutschland manifestiert Veolia die nachhaltige Gestaltung seiner Geschäftsprozesse außerdem durch die breite Einführung zertifizierter Managementsysteme (DIN EN ISO 9001, 14001, 50001 sowie OHSAS 18001). 2021 waren 93% unserer Geschäftstätigkeit durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System, 56% durch ein zertifiziertes Umweltmanagement-System, 91% durch ein zertifiziertes Energiemanagement-System und 50% durch ein zertifiziertes Arbeitssicherheitsmanagementsystem abgedeckt. Sämtliche operativen Standorte des Geschäftsbereichs Entsorgung sind als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert - dies umfasst die Prüfung aller Prozesse zur Gewährleistung von Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Qualität der Dienstleistungen entsprechend der für die Entsorgungswirtschaft geltenden Gesetze und Vorgaben. Im Rahmen der Zertifizierungen werden regelmäßige Risikoanalysen sämtlicher Standorte sowie Schulungen aller Beschäftigten von Veolia in Deutschland zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie Qualität gewährleistet.