6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde durch eine Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit auf Anregung und unter Mitgestaltung des Vorstands entwickelt, dann durch einen daraufhin gegründeten Steuerungskreis Nachhaltigkeit unter Mitwirken der geschaffenen Stelle Nachhaltigkeitsmanagement finalisiert und im Mai 2020 durch die Geschäftsleitung verabschiedet. Wie bereits erläutert, legt die Strategie bis 2025 einen Fokus auf die ökologische Nachhaltigkeit (vgl. Kriterium 1 und 3). Um den Fortschritt bei der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des Malteser Hilfsdiensts (MHD) zu steuern, wurde als Instrument die Malteser Klimabilanz entsprechend des Greenhouse Gas Protocol eingeführt, die 2020 erstmalig für vier Beispielstandorte und das Betriebsjahr 2019 erfasst wurde. Die Klimabilanzierung wird derzeit ausgeweitet und soll in den kommenden drei Jahren für alle MHD-Standorte automatisiert erfasst werden, sodass das jeweilige unternehmerische Handeln in Zusammenhang mit den ökologischen Auswirkungen gebracht und so gesteuert werden kann. Hinzu kommt die geplante regelmäßige Berichterstattung entsprechend den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex, die ebenfalls ein wichtiges Steuerungsprozess im Prozess der nachhaltigen Entwicklung ist.

Bereits seit 2019 gibt es eine umfassende Malteser Verhaltensrichtlinie, die unter anderem den sorgsamen Umgang mit Umweltressourcen beinhaltet. Weiterhin sind darin der Malteser Auftrag mit Fokus auf den bedürftigen Menschen, der sorgsame Umgang mit Betriebsmitteln, der respektvolle Umgang mit Partnern, der faire Wettbewerb und das Einhalten von Vergabekriterien, Antikorruption, Datenschutz sowie die jährliche Prüfung aller Jahresabschlüsse durch ein neutrales Wirtschaftsprüfungsunternehmen geregelt. Auch der wertschätzende und fördernde Umgang mit Mitarbeitenden sowie Gesundheits- und Sicherheitsförderung sind Bestandteil der Malteser Verhaltensrichtlinie. Erstansprechpersonen für Information und Beratung zur Malteser Verhaltensrichtlinie sind die direkte Führungskraft, die Personalabteilung oder die Mitarbeitervertretung vor Ort. Für alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Malteser Verbundes steht darüber hinaus eine externe Ombudsstelle zur Verfügung. Sie kann kontaktiert werden, wenn jemand ein Verhalten, das nicht im Einklang mit dem Malteser Selbstverständnis und der Verhaltensrichtlinie steht, melden möchte. Die Ombudsperson berät als Vertrauensperson und ist zur Verschwiegenheit verpflichtet (vgl. Krit. 20).

Um das Wirken des MHD nach außen transparent zu machen, können alle Interessierten auf der Malteser Website stets den aktuellen Jahresbericht mit allen Informationen zur Organisation und deren Aktivitäten ebenso wie einen detaillierten Finanzbericht finden. Als Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V. unterzieht sich der MHD freiwillig einer jährlichen und unabhängigen Überprüfung.