6. Regeln und Prozesse

Die Hochschule legt dar, wie sie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse implementiert.

Das Hochschulgesetz des Landes Schleswig-Holstein mit der Verpflichtung zur Nachhaltigkeit in § 76 Abs.2, geltende Satzungen und die Verfassung der Hochschule sowie dessen Leitbild bilden das Fundament aller Regelungen und Prozesse an der Hochschule. Deren Qualität und Umsetzung werden im Rahmen umfangreicher Akkreditierungsverfahren regelmäßig überprüft, zuletzt 2018. Aus der daraus folgenden Analyse entwickelt die NORDAKADEMIE ihre Strukturen beständig weiter.

Durch Erfüllung der Anforderungen einer Systemakkreditierung bestätigt die NORDAKADEMIE als eine der ersten Hochschulen Deutschlands, dass sie verlässlich dazu in der Lage ist, Studiengänge den Vorgaben der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz sowie den Beschlüssen des Akkreditierungsrates im Einklang mit den Bildungszielen des Bologna-Prozesses selbständig zu entwickeln, anzubieten und zu evaluieren. Für jeden Studiengang ist dementsprechend festgelegt, welcher Anteil der Lehre z.B. den Bildungszielen „
„Zivilgesellschaftliches Engagement“ oder „Persönlichkeitsentwicklung“ zu widmen ist. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird regelmäßig überprüft. Bestätigt wird mit der System-Akkreditierung zugleich die Einhaltung sämtlicher Compliance-Vorschriften und die Etablierung eines funktionierenden Qualitäts­managements. Durch die Berufung eines Professors für Nachhaltigkeitsmanagement und die Einrichtung entsprechender Wahlpflichtmodule findet das Thema Nachhaltigkeit systematisch Eingang in Lehrpläne, Forschungsaktivitäten und Veröffentlichungen.

Die NORDAKADEMIE ist bestrebt, ihre Abläufe zur Versorgung der Hochschule mit Energie, Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, zur Entsorgung sowie zur Pflege und Erhaltung des Campus im Einklang mit bestehenden Vorschriften effektiv, nachhaltig, schlank und unbürokratisch zu gestalten. Ein bestehendes Rechtskataster gibt Auskunft über Mindestanforderungen. Die Benennung von Beauftragten, die in direktem Austausch mit der Hochschulleitung stehen, bietet hierfür eine passende Grundlage. Weil sich die Hochschule an den beiden Standorten Elmshorn und Hamburg durch kurze Kommunikationswege einer noch überschaubaren Anzahl von Kollegen und Mitarbeitenden auszeichnet, wurde eine schriftliche Formalisierung weiterer Anweisungen und Verfahrensbeschreibungen bisher auf Wesentliches beschränkt, etwa zur IT-Wartung und-Entsorgung, wozu ein elektronisches Tool zur Steuerung von Management-, Leistungs-, und Supportprozessen genutzt wird. Das für alle Mitarbeiter einsehbare Tool gibt verbindliche Regelungen vor. Die Ausweitung der im Tool hinterlegten Prozesse etwa auf den nachhaltigen Einkauf, Anforderungen an Renovierungen und Campuspflege ist vorgesehen.

Informationen zum umweltgerechten Verhalten auf dem Campus (Mülltrennung, Licht, Heizung, Lüftung) werden durch Aushänge und ab 2019 durch Dokumente im elektronischen Campus-Informationssystem sowie den gedruckten Studienführern bekannt gemacht. Neue Mitarbeiter erhalten diese Informationen ab2019 im Rahmen des Onboarding-Prozesses zur Orientierung an der Hochschule. Über soziale Angebote an der Hochschule werden Studierende gleichfalls im Studienführer und Campus-Informationssystem informiert. Mündliche Einweisungen zu Campusregeln, zur ersten Hilfe und Unfallsicherheit erhalten neue Studierenden vom Sicherheitsbeauftragten. Hierzu bestehen einsehbar Brandschutzordnung und Notfallpläne und Erste-Hilfe-Stationen. Im Jahr 2016 wurden 10 Mitarbeitende zu Ersthelfern ausgebildet. Namentlich sind sie im Organisationshandbuch der Hochschule aufgeführt.

Die Gleichstellungsbeauftragte, die Beauftragte für Personen in besonderen Lebenslagen sowie die Beschwerdestelle nach AGG 13 fungieren als Anlaufstelle für Studierende und Mitarbeitende. Die Gleichstellungsbeauftragte nimmt mit beratender Stimme regelmäßig an den Senatssitzungen sowie Berufungsausschüssen teil. Zur Chancengleichheit sind im Gleichstellungskonzept 2017 – 2022 Ziele und Maßnahmen vorgegeben, deren Umsetzungstand jährlich im Gleichstellungbericht bewertet wird.