6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Als Genossenschaftsbank handelt die VR Bank Rhein-Neckar eG seit jeher nachhaltig. Im Genossenschaftswesen leitet sich bereits aus dem § 1 Genossenschaftsgesetz (Förderauftrag) ab, dass das Unternehmen der Förderung der Mitglieder dient. Die Geschäftstätigkeit der VR Bank Rhein-Neckar eG ist demnach an den Interessen der Mitglieder und Kunden ausgerichtet. Ergänzend dazu gibt es im Haus der VR Bank Rhein-Neckar eG Grundsätze (Vision, Leitbild und Unternehmensstrategie der VR Bank Rhein-Neckar eG), die diesen Grundgedanken konkretisieren. Die Einhaltung und der Inhalt der Strategien werden jährlich vom Vorstand und dem Aufsichtsrat geprüft.

Die VR Bank Rhein-Neckar eG folgt dem Prinzip der permanenten und koordinierten Bestandsbearbeitung und strebt demnach eine nachhaltige und langanhaltende Kundenbeziehung an. Des Weiteren beraten die Mitarbeiter ihre Kunden genossenschaftlich. Dabei werden nicht einzelne Produkte, sondern die Kunden mit ihren Zielen und Wünschen in den Mittelpunkt gestellt. Die Mitarbeiter der VR Bank Rhein-Neckar eG orientieren sich dabei an den genossenschaftlichen Werten und folgen dem Prinzip der ganzheitlichen Kundenbetrachtung und des ganzheitlichen Beratungsansatzes.

Für alle Führungskräfte sind die Führungsgrundsätze der VR Bank Rhein-Neckar eG verpflichtend. Die Führungsgrundsätze geben Orientierung und Hilfestellung für das Zusammenwirken von Mitarbeitern und Führungskräften und bilden den Rahmen für einheitliches Handeln. Darüber hinaus gibt es Arbeitsanweisungen zu Compliance-Themen, wie beispielsweise Regelungen zur Annahme von Zuwendungen und Geschenken, sowie Interessenkonfliktgrundsätze.

Um die hohen qualitativen Ansprüche bei der Beratung der Kunden sowie der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben dauerhaft zu gewährleisten, ist in Teilbereichen der Bank ein Abschluss als Certified Financial Planer (CFP) Standard. So haben z.B. rund 78 % der beratenden Mitarbeitenden im Bereich Private Banking Vermögen den Abschluss zum CFP oder einen vergleichbaren bzw. höheren Abschluss. Die Zertifikatsträger des CFP haben sich gegenüber dem FPSB Deutschland e.V.  u.a. auch dazu verpflicht die Ethikregeln einzuhalten, welche die moralische und ethische Verantwortung, die ein Zertifikatsträger gegenüber der Öffentlichkeit, seinen Kunden, seinen Kollegen und seinem Arbeitgeber übernimmt, betonen. Durch die Einhaltung von Ethikregeln erklären sich die Zertifikatsträger dazu bereit, ihre berufliche Tätigkeit zuerst im Interesse der Kunden und unter Berücksichtigung der höchsten ethischen und beruflichen Standards auszuüben.

Im Hinblick auf soziale Themen unterstützt die VR Bank Rhein-Neckar eG im Rahmen ihres Förderauftrages mit Blick auf die Region Jugendliche in der Berufsorientierung durch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen und durch das Bewerbungsprogramm VR-Zirkeltraining. Die Mitarbeiter werden bei der Ausübung eines Ehrenamtes unterstützt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beispielsweise Teilzeitarbeit oder finanzielle Unterstützung bei Ferienbetreuungsangeboten für Kinder, gefördert. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden soziale Themen wie z.B. Neuausrichtung der Servicezeiten unter Abwägung sozialer und betrieblicher Aspekte lösungsorientiert verhandelt.

Ökologische Aspekte werden beim Gebäudemanagement als Nebenziele verfolgt. Insbesondere werden die Einsparung von Heizenergie oder Strom, bessere Flächennutzung und Optimierung der Reinigung von Nutzflächen bis zu der Auswahl entsprechender Materialien berücksichtigt.