6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Nachhaltigkeitsaspekte integrieren wir in die bestehenden Geschäftsabläufe und Prozesse. Daneben haben wir Nachhaltigkeit auf unterschiedlichen Geschäftsebenen organisatorisch verankert.

Auf oberster Konzern-Ebene widmet sich der Steuerungsausschuss Nachhaltigkeit der Coop-Gruppe, dem alle Direktionen und relevanten Konzernbereiche angehören, dem Thema. Geordnet nach den drei Säulen analog der Transgourmet-Ziele setzen die Verantwortlichen die strategischen Prioritäten und definieren die Ziele für die gesamte Coop-Gruppe.

Im Kompetenzteam Nachhaltigkeit tauscht sich das Nachhaltigkeitsteam der Transgourmet Deutschland regelmäßig mit den anderen Ländergesellschaften (Österreich, Schweiz und Frankreich) aus, um Erfahrungen und Best Practice-Beispiele aus den einzelnen Ländergesellschaften und aus der Branche zu teilen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit herauszuarbeiten und gemeinsame Projekte durchzuführen.

Der Fachkreis Nachhaltigkeit der Transgourmet Deutschland setzt sich aus den relevanten Bereichsleitern und der Leitung Nachhaltigkeit zusammen. Er dient dem Austausch und der Ableitung konkreter Projekte aus den vorgegebenen Zielen sowie der Erfolgskontrolle. 2019 wurde die Zusammenarbeit weiter vertieft, u. a. durch eine verstärkte Projektverantwortung der beteiligten Personen. Zusätzlich wurde ein weiterer «Fachkreis Nachhaltigkeit Säule 3 Mitarbeiter» mit Vertretern aller relevanten Bereiche etabliert, um die entsprechenden Themen noch systematischer zu bearbeiten.

Die seit 2017 begonnene Sensibilisierung und Aktivierung von Transgourmet-Mitarbeitern durch die Fortführung der «Nachhaltigkeitsbotschafter» ist weiterhin erfolgreich. Die für zahlreiche Betriebe und Standorte jeweils ausgewählte Person fungiert als Ansprechpartner für alle Themen rund um Nachhaltigkeit und sorgt dafür, dass der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmenszentrale und den Betrieben und Standorten bis hin zum einzelnen Mitarbeiter intensiviert wird. Auch 2019 gab es eine kontinuierliche Kommunikation mit den Nachhaltigkeitsbotschaftern. Erstmals waren sie aufgefordert, sich selbst Ziele für ihre Arbeit als Nachhaltigkeitsbotschafter zu setzen. Zum zweiten Mal fand ein Workshop mit den Botschaftern statt, der intensive Gelegenheit für Austausch und Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen und darüber hinaus bot.

Die Mitarbeiter werden zum Thema Nachhaltigkeit über unterschiedliche Kanäle informiert: Vom Intranet und der Mitarbeiterzeitung bis hin zur Einarbeitungswoche für neue Mitarbeiter und Meetings von Fach- und Führungskräften (wo möglich und sinnvoll). Vorschläge von Mitarbeitern werden geprüft und, wo sinnvoll, umgesetzt. So wurde in der Unternehmenszentrale in Riedstadt auf Wunsch von Mitarbeitern ein Büchertauschregal eingerichtet. Auch über unser Bienenprojekt (siehe Kriterium 17) werden die Mitarbeiter mit regelmäßigen Infos und Mitmach-Möglichkeiten spielerisch mit dem Thema Biodiversität vertraut gemacht. Unsere Azubis werden im Rahmen des Ausbildungsplans frühzeitig ans Thema herangeführt, z. B. durch der Mitarbeit im Nachhaltigkeits-Team als regulärer Teil der Ausbildung. Auch soziales Engagement der Azubis und Dualen Studenten wird gefördert, z. B. unterstützte eine Gruppe die Riedstädter «Tafel».