Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlpr├╝fung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

Als Genossenschaftsbank steht die Sparda-Bank München eG für traditionelle Werte ein und hat nicht die Maximierung ihres Gewinns, sondern die Förderung der Mitglieder im Blick. So ist es für die Bank auch selbstverständlich, die Anlagepolitik der Eigenanlagen transparent zu gestalten, um Vertrauen zu schaffen.

Im Mai 2012 hat die Sparda-Bank München eG die „Prinzipien für verantwortliches Investieren“ der Vereinten Nationen („UN Principles for Responsible Investment“, kurz: UN PRI) unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung gehen die Teilnehmer eine öffentliche Selbstverpflichtung ein, ihre Investmentpolitik nachhaltig zu gestalten. Das bedeutet, dass die Investoren Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien bei Investmententscheidungen und bei ihren Aktivitäten als Anteilseigner verstärkt fördern und fordern.

Die Eigenanlagen der Sparda-Bank München eG sind nach nachhaltigen Regeln angelegt.
In folgenden Fällen sind Investitionen durch die Sparda-Bank München eG ausgeschlossen:
•    Kriminelles und gesetzwidriges Verhalten
•    Zerstörung von Umweltressourcen zu Lasten der Menschen einschließlich kommender Generationen, insbesondere aus Gewinnstreben (u. a. Kyoto-Protokoll). Dieser Passus begründet für uns das Verbot jedweder Geldanlage in Rohstoffinvestments, insbesondere in Lebensmittelrohstoffe.
•    Herstellung von und Handel mit kontroversen Waffen
•    Menschenhandel
•    Menschenrechtsverletzungen, Folter, Todesstrafe
•    Unterdrückung von Demokratie und von Minderheiten (u. a. Freedom-House-Report-Status „free“)
•    Korruption (Corruption Perceptions Index von TRANSPARENCY INTERNATIONAL, Score mindestens 40 von 100)
•    Terrorismus
•    Missachtung von Arbeitsstandards nach ILO (Internationale Arbeitsorganisation, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf)
•    Nichtratifizierung des Kyoto-Protokolls bzw. entsprechender Folgedokumente
•    Nichtratifizierung der Biodiversitätskonvention der UNEP
•    Spekulationen, die in direktem Zusammenhang mit menschlichem Leid stehen
•    „Raubtierkapitalismus“
•    Offensichtlich anrüchige Handlungsweisen unter Ausnutzen rechtlicher Grauzonen bzw. Regelungslücken. Beispiele: Steuerflucht in jeder Form wie Dividendenstripping oder Auslagerung von Gewinnen in Steueroasen.

100 Prozent der Finanzanlagen der Sparda-Bank München eG durchlaufen eine Auswahl-Prüfung nach den o. g. Umwelt- oder sozialen Faktoren.

Die Sparda-Bank München eG nutzt umfassende Datenbanken, die dem Unternehmen einen detaillierten Einblick in die Nachhaltigkeit ihrer Investitionsobjekte und in die Zuverlässigkeit ihrer Handelspartner ermöglichen. Von Emittenten, die mit diesen Grundsätzen in Konflikt geraten, hält sie weder Aktien noch Anleihen noch andere Kapitalmarktprodukte. Ebenso wenig treibt sie mit solchen Unternehmen Handel. Auftretende (Interessens-) Konflikte legt sie offen.
Ihre sicherheitsorientierte Anlagestrategie ist weitgehend auf Deutschland ausgerichtet. Dies praktizierte sie bereits vor Beginn der Finanzkrise 2008 und dies gilt auch für die Zukunft. Ein sehr großer Teil der Eigenanlagen ist bei der DZ BANK AG angelegt.