5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Nachhaltigkeit ist bei der Sparkasse Offenburg/Ortenau eine gesamtunternehmerische Kernaufgabe.

Um nachhaltige Ziele, Strategien und Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln und voranzutreiben wurde ein Nachhaltigkeitsrat mit Beteiligung des Vorstandsvorsitzenden gegründet. Da das Thema Nachhaltigkeit nahezu alle Unternehmensbereiche betrifft, sind Personen aus verschiedenen Bereichen im Nachhaltigkeitsrat vertreten. Die Bereiche sind:
Die Nachhaltigkeitsstrategie wird permanent angepasst und ist ein Bestandteil der Gesamtstrategie. Verantwortlich für die Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie ist das Vorstandssekretariat. Die in der Nachhaltigkeitsstrategie genannten Ziele werden mindestens einmal jährlich, im Kontext der Gesamtstrategie, auf der Führungsebene analysiert. Für die Kontrolle zur Umsetzung der Maßnahmen auf der operativen Ebene sind die Fachbereiche zuständig.  

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau hat im Jahr 2013 einen sogenannten Nachhaltigkeitsatlas in ihrem MitarbeiterInformationsPortal erstellt. Dieser Atlas enthält Hintergrundinformationen zu laufenden und bereits umgesetzten Maßnahmen im Themenfeld Nachhaltigkeit. Der Atlas wird fortlaufend aktualisiert. Hinweise oder Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Bezug auf die Mitarbeiteridentifikation erwünscht und werden von den Fachbereichen auf Machbarkeit geprüft.

Darüber hinaus gibt es das SIM SparkassenIdeenManagement. Dies ermöglicht der Belegschaft eigene Vorschläge zur Nachhaltigkeit einzubringen.

Die Führungskräfte sind dafür verantwortlich, die Abläufe kontinuierlich zu prüfen.

An der Balanced Scorecard orientiert, gibt es ein Zielsystem der Geschäftsstrategie. Hier wird transparent die Nachhaltigkeit in der strategischen geschäftspolitischen Ausrichtung der Sparkasse Offenburg/Ortenau dokumentiert.

Für die Nachhaltigkeitsstrategie gibt es im operativen Geschäft keine gesonderten Regeln, Prozesse oder Standards. In den Prozessen der Sparkasse Offenburg/Ortenau sind Standards oder Regeln zur Nachhaltigkeit enthalten.
 

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Der im Jahr 2020 durchgeführte Nachhaltigkeits-Kompass verdeutlichte, dass die Sparkasse in einer Vielzahl der Nachhaltigkeitsthemen bereits gut bis sehr gut positioniert ist. Nachhaltigkeitsthemen mit identifiziertem Potential wurden in einem Maßnahmenplan zusammengefasst. Ziel ist es, diese Maßnahmen bis Ende 2022 umzusetzen, um anschließend den erreichten Status zu überprüfen und ggf. weitere Schritte festzulegen und umzusetzen.

Regelmäßig überprüft die Sparkasse Offenburg/Ortenau die Zielerreichung ihrer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Monatliche Berichte geben z. B. Auskunft über die Entwicklung des Kundenkredit-, des Kundeneinlagengeschäfts und über die Giromarktkennziffer. Diese Kennzahlen bringen die Geschäftsentwicklung und damit den Erfolg der nachhaltigen Unterstützung der Kundinnen und Kunden in der Region zum Ausdruck.

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau überprüft im Zuge eines ganzheitlichen Prozessmanagements regelmäßig die auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftsprozesse mit dem Ziel der Einsparung eingesetzter Ressourcen. Soweit zweckmäßig, werden die Prozesse entsprechend optimiert.

Um eine durchgehende Datenqualität zu gewährleisten, gibt es vielfältige Regeln bezüglich der zu erfassenden Daten. Das gilt insbesondere für das Kundengeschäft. Die zu erfassenden Daten werden gezielt festgelegt und technisch mit Mussinhalten besetzt. Ein engmaschiges Kontrollnetz sichert eine durchgehend hohe Datenqualität. Für die nachhaltige Weiterentwicklung dieser Qualitätsstandards wurde ein Datenqualitätsmanager fest im Unternehmen implementiert. Er soll die vorhandenen Datenbestände systematisch auf Inkonsistenzen prüfen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Bereinigung erstellen.
 
Im Ziel- und Vergütungssystem wird sichergestellt, dass durch eine entsprechende Kontinuität die Unternehmensziele nachhaltig erreicht werden. Diese werden jährlich im Rahmen der stetigen Weiterentwicklung an die aktuellen Erfordernisse und Gegebenheiten angepasst. Dabei wird großen Wert darauf gelegt, dass neben kurzfristigen Ergebniszielen auch Anreize für längerfristige Veränderungen im Sinne der nachhaltigen Geschäftspolitik geschaffen werden.

Im Bereich Umwelt verfügt die Sparkasse Offenburg/Ortenau über eine Energiedatenbank, in der Strom-, Heizungs- und Wasserverbrauch objektbezogen erfasst und analysiert werden. Die Erfassung von Daten für Abfallmenge und -art erfolgt sukzessive. Das letzte Energieaudit wurde 2019 durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden sukzessive umgesetzt, (z.B. Umstellung auf LED-Beleuchtung). Parallel dazu wurde 2019  eine Zusammenarbeit mit einer Ingenieurfirma für Energiedienstleistungen vereinbart mit dem Ziel, weitere Verbrauchsoptimierungen zu generieren.

Die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bei der Sparkasse Offenburg/Ortenau eine hohe Priorität. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bestehen vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Gesunderhaltung. Mit dem Audit berufundfamilie werden die Belange der Mitarbeiter ständig verbessert und regelmäßig zertifiziert.

Für Spenden und Sponsorings bringt die Sparkasse Offenburg/Ortenau einen im Verhältnis zu allen baden-württembergischen Sparkassen überdurchschnittlichen Gesamtbetrag von rund 4 Mio. Euro auf. Als sogenannte Dividende an die Region unterstützt sie so eine Vielzahl von Vorhaben speziell von Vereinen, von Institutionen oder von sozialen, karitativen Einrichtungen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator EFFAS S06-01
Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien bewertet wurden. Link

Entsprechend der nachhaltigen Geschäftspolitik und des öffentlichen Auftrags wird im Interesse der Kundinnen und Kunden und der örtlichen Gemeinschaft gehandelt. So werden an Unternehmen und Selbstständige Kredite vergeben, die den Kunden Investitionen ermöglichen und damit wiederum Arbeitsplätze sichern bzw. schaffen.

Als einer der größten Arbeitgeber, Steuerzahler und Auftraggeber in der Region ist die Sparkasse Offenburg/Ortenau ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Gesellschaft vor Ort. Diese bewusste Verantwortung ist ein Teil der Geschäftspolitik. Mit der Regionalstiftung gibt es darüber hinaus ein wichtiges Instrument zur Entwicklung des öffentlichen Lebens in der Region.

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau fördert Wachstum, das ökonomisch, sozial und ökologisch tragfähig ist, um so künftigen Generationen eine gute Perspektive zu bieten.

Sie setzt das in der gesamten Sparkassengruppe verankerte Konzept einer ganzheitlichen Finanzberatung um. Das Verständnis einer ganzheitlichen Beratung umfasst auch die Berücksichtigung sozialer, ökologischer und weiterer ethischer Werte der Kundinnen und Kunden.

Im Sinne des Markenkonzepts vermitteln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Handeln die Markenkernwerte: Menschen verstehen, Sicherheit geben, Zukunft denken. Die Marke „Sparkasse“ wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur umgesetzt, sondern auch gelebt. In den „Verhaltens-und Ethikrichtlinien“ (Code of Conduct) sind verbindlich geltende Grundsätze für die Werte der Sparkasse Offenburg/Ortenau (z. B. gemeinwohlorientierte Geschäftspolitik, nachhaltiges Geschäftsmodell, fairer Umgang miteinander) für die Belegschaft verbindlich festgehalten.

Leistungsindikator EFFAS S06-02
Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien auditiert wurden. Link

Die Kennzahl wird nicht erhoben, da für die Sparkasse Offenburg/Ortenau als Finanzunternehmen keine besondere Relevanz vorliegt. Es ist auch zukünftig nicht geplant, diese Kennzahl zu erheben. 

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die in der Sparkasse Offenburg/Ortenau geltenden Vergütungssysteme sind auf einen kontinuierlichen Geschäftserfolg ausgerichtet. Die vorausschauende Entwicklung wird in der mittelfristigen Unternehmensplanung und der Geschäftsstrategie formuliert.

Das Zielvereinbarungssytem ist vielschichtig aufgebaut und breit ausgelegt. Es wird sichergestellt, dass geplante Zielgrößen den Erwartungen und Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden entsprechen.  Die Ausrichtung an den individuellen Kundenbedürfnissen und -interessen hat absolute Priorität.

Neben der Absatzzielerreichung werden auch Bestandsentwicklungen und qualitative Faktoren berücksichtigt. Im Rahmen der Absatzzielerreichung existieren verschiedene Produktkategorien, deren Zielerreichung bei den jeweiligen Beratersegmenten kompensiert werden können. Die vereinbarten Qualitätsziele, die ganzheitliche Beratung aller Kundensegmente mit Sparkassen-Finanzkonzept und Sparkassen-Finanzplanung, werden jährlich überprüft und wirken auf die variable Vergütung ein. 

In regelmäßigen Mitarbeitergesprächen werden Leistungs- und Verhaltensziele vereinbart, die zum Ziel haben, zur individuellen und nachhaltigen Weiterentwicklung der Beschäftigten beizutragen.

Es gibt darüber hinaus keine weiteren Nachhaltigkeitskriterien in Bezug auf die Anreizsysteme. Die definierten Kriterien im Vergütungssystem werden jährlich von den Funktionsbereichen Personal, Interne Revision und Compliance überprüft.

Diese Angaben zeigen die Nachhaltigkeitskriterien in Bezug auf das Vergütungssystem und die Anreizsysteme vollständig auf.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau als gemeinwohlorientiertes Kreditinstitut steht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und ihres gesellschaftlichen Engagements in einem kontinuierlichen Austausch mit allen relevanten Anspruchsgruppen im Geschäftsgebiet. Dazu gehören:

Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter, regionale Wirtschaft, Trägergemeinden und deren Vertreter, lokale Institutionen, verschiedene Kulturvereine, Sportvereine und Verbände, Schulen und Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen und Kirchen.

In Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verbrauchern und Kommunen ist die Sparkasse Offenburg/Ortenau ein wichtiger Ansprechpartner für die Lösung individueller Zukunftsaufgaben. Hierzu zählen vor allem der Erhalt und Ausbau der stabilen regionalen Strukturen in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Bildung und Kultur. Weitere wichtige Zukunftsthemen sind der Klimaschutz und die Anpassung an den demografischen Wandel.

Der Austausch mit den Kundinnen und Kunden erfolgt vor allem durch die Marktmitarbeiter in individuellen Beratungsgesprächen. Neben den analogen Medien werden hierbei zunehmend auch die digitalen Wege genutzt. In einer Vielzahl von Zielgruppenveranstaltungen wird der Dialog gepflegt, wie z.B. beim Wertpapierforum, bei der Schülerpotentialanalyse oder beim Planspiel Börse. 
Die Aufnahme von Impulsen - Lob und Kritik - unserer Kunden und potentiellen Kunden, ist ein wichtiger Baustein für den Austausch. 2020 wurden insgesamt 218 Impulse in unserem Impulsmanagement erfasst. Eine schnelle Beantwortung und stetige Analyse der Impulse gibt u.a. Anregungen zu Prozessverbesserungen und trägt somit auch zur Kundenzufriedenheit bei.
 
Mit Unternehmern und Kommunen findet ein regelmäßiger und intensiver Austausch neben den Kontakten im Rahmen der Geschäftstätigkeit auch über die Sparkassengremien Verwaltungsrat und Beirat statt.

Dem Verwaltungsrat der Sparkasse Offenburg/Ortenau als gesetzliches Aufsichtsorgan gehören insgesamt 24 Vertreter aus Trägergemeinden, aus Unternehmen sowie Sparkassenmitarbeiter an.

Daneben besteht ein Beirat als Kommunikations- und Beratungsgremium mit derzeit 57 Mitgliedern, dem Persönlichkeiten aus Wirtschaft, aus Politik und aus dem öffentlichen Leben angehören. Der Dialog mit den Sparkassengremien findet im Wesentlichen in den Sitzungen statt (Verwaltungsrat - durchschnittlich 6 Sitzungen p.a.; Beirat 2 Sitzungen p.a.).

Aufgrund der engen Verwurzelung in der Region kommt es darüber hinaus regelmäßig zum Dialog i.R. von Veranstaltungen der Kommunen, von lokalen Institutionen und Unternehmen.

Es ist der Sparkasse ein wichtiges Anliegen, die aktuellen Themen und Herausforderungen der Anspruchsgruppen genau wie den Handlungsbedarf zu erkennen. Dazu werden den Stakeholdern vielfältige Kommunikationskanäle zur Nennung von Impulsen bereitgestellt. Außerdem werden regelmäßig Befragungen durchgeführt, um Anregungen und Wünsche der Kunden zu ermitteln.   

Der permanente Austausch mit unseren Anspruchsgruppen trägt dazu bei, das Leistungs- und Produktangebot unserer Sparkasse, aber auch die Prozesse stetig weiter zu entwickeln.
 
Eine systematische Identifikation der Stakeholdergruppen erfolgt bisher nicht und ist auch nicht vorgesehen. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Als regionales Bankinstitut werden allen Kundinnen und Kunden moderne Finanzdienstleistungen angeboten. Hierzu gehören im Bereich der Geldanlage Produkte mit einem besonderen ökologischen und nachhaltigen Nutzen. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau bietet ihren Kunden mit den nachhaltigen Fonds der DekaBank und anderer Anbieter eine ansprechende Produktpalette an, wenn sie ihr Vermögen in nachhaltige und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen und Einrichtungen investieren wollen. 
 
Die Sparkasse Offenburg/Ortenau hat in ihrer Produktpalette Fondslösungen im Bereich Green Investments zu den verschiedenen Assetklassen wie Renten oder Aktien von verschiedenen Emittenten wie z. B. der Deka, der LBBW oder auch Swisscanto. Zusätzlich halten die Immobilen-Fondslösungen der DekaBank zahlreiche nachhaltig geprüfte Immobilien in ihrem Bestand, so dass schon vor der gesetzlichen Anforderung ein Kunde ausschließlich in nachhaltige Investments anlegen kann. Für neue Produkte, Entwicklungen sowie Erkenntnisse steht die Sparkasse Offenburg/Ortenau in regelmäßigem Austausch mit ihren Verbundpartnern. Im Anschluss findet ebenfalls in regelmäßigen Abständen eine Investmentprozesssitzung mit allen relevanten Fachbereichen des Hauses statt. Hierbei werden die neuen Produkte, Entwicklungen sowie Erkenntnisse kritisch betrachtet, diskutiert und sinnvoll in die Produktpalette der Sparkasse Offenburg/Ortenau gesetzeskonform integriert.
 
Die Sparkasse Offenburg/Ortenau wird ihre Produktpalette sukzessive mit weiteren nachhaltigen Fondslösungen ausbauen, um weitere Impulse für ein verantwortungsbewusstes Wirtschaften zu setzen. Neben den LBBW und Swisscanto nachhaltigen Impactlösungen, ist weiter geplant in Unternehmen zu investieren, die sich durch ein überdurchschnittliches Nachhaltigkeitsrating auszeichnen bzw. sich aktiv für die Nachhaltigkeit einsetzen und diese in ihrem Unternehmen ausbauen. Die Kunden der Sparkasse können so Unternehmen stärken, die ökologisch und sozial verantwortlich handeln.   

Deutlich vor den gesetzlichen Anforderungen wird das Thema Nachhaltigkeit ab dem 10.03.2021 verpflichtend in der Anlageberatung verankert werden. Hierzu wurden und werden die Beraterinnen und Berater geschult und regelmäßig über Neuerungen informiert. Sobald die Inhalte der Taxonomie (voraussichtlich 2022) bekannt sind, wird die bestehende Produktpalette überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Zusätzlich wird ab Februar 2021 ein hauseigener Nachhaltigkeitsfonds angeboten.

Darüber hinaus wird auch energieeffizientes Bauen und Renovieren gefördert. Die Erhöhung der Energieeffizienz in privaten Haushalten und Unternehmen ist unentbehrlich für das Erreichen aller Klimaziele. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau hat 2020 in Zusammenarbeit mit der KfW und der L-Bank rund 92,7 Mio. Euro für die Finanzierung von Krediten mit ökologischen und sozialen Zwecken sowie Kredite zur Versorgung der regionalen Wirtschaft bereitgestellt. Welcher Beitrag zur Energiereduzierung im Berichtsjahr mit diesem Finanzierungsvolumen der KfW geleistet wurde, kann die Sparkasse Offenburg/Ortenau nicht beziffern. Die Emissionswerte und Energieeinsparungen der Immobilien sind nicht bekannt.

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau unterstützt auch den Bau von Schulen, Kindertagesstätten und altersgerechten Wohnanlagen sowie den Einsatz von umweltfreundlichen, öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit finanziert sie die Daseinsvorsorge in der Region und fördert eine zukunftsorientierte Standortentwicklung. Die Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte oder Produktideen erfolgt nicht über einen speziellen Innovationsprozess. Produktideen werden nach einem standardisierten Verfahren von allen relevanten Bereichen (z.B. Compliance, Organisation, Betriebswirtschaft) bewertet. Erst nach Freigabe durch die relevanten Bereiche wird das Produkt entwickelt und umgesetzt.

Das Ideenmanagement der Sparkasse Offenburg/Ortenau hat einen sehr universellen Ansatz bezogen auf alle Unternehmenstätigkeiten. Nachhaltige Verbesserungsvorschläge von den Mitarbeitern werden darin integriert. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr. Link

Die Verbesserung der Finanzprodukte hinsichtlich ihrer Energieeffizienz zu ermitteln ist aufgrund der Immaterialität der Produkte kaum möglich. Stattdessen wird in der Beratung verstärkter Wert darauf gelegt, nachhaltige Fonds vorzustellen sowie energieeffizientes Bauen und Renovieren zu fördern.

Die Entwicklung neuer Produkte und Vertriebsansätze folgt bei der Sparkasse Offenburg/Ortenau einem eng definierten Prozess. Hierbei spielt der Nutzen des neuen Produktes für die Kundinnen und Kunden eine große Rolle. Es ist wichtig, dass die Produkte verstanden und beherrscht werden. Hierzu werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Offenburg/Ortenau regelmäßig geschult, um die Kundinnen und Kunden bestmöglich beraten zu können. Eventuell anfallende Risiken sollten ohne Zweifel von den Kundinnen und Kunden nachhaltig getragen werden.

Das Produktportfolio wird fortlaufend überprüft. Bei Bedarf werden Anpassungen vorgenommen. Hochriskante und spekulative Geschäfte sind kein Bestandteil des Geschäftsmodells der Sparkasse Offenburg/Ortenau.

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes. Link

Die Gesamtinvestition in Forschung für ESG-relevante Bereiche wurde im Berichtsjahr nicht erfasst und ist daher nicht bezifferbar.

Die ESG-bezogenen Investitionen der Sparkasse Offenburg/Ortenau fallen im Tagesgeschäft der relevanten Fachbereiche an. Eine Evaluation bzw. eine Erfassung der Investitionen in die Forschung ist aufgrund des hohen Aufwands in Relation zur Notwendigkeit nicht geplant.