5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Bei den StEB Köln ist die Verantwortung für Nachhaltigkeit formal beim Vorstand angesiedelt.
Gemeinsam mit den Hauptabteilungsleitern werden die Nachhaltigkeitsziele festgelegt und die Wege der Umsetzung vereinbart.

Darüber hinaus wird Nachhaltigkeit als Kern der Unternehmensstrategie verstanden und ist deshalb in die Unternehmensziele integriert. Verbindliche Managementprozesse sorgen dafür, dass die verschiedenen Unternehmensbereiche und Managementebenen mit ihren Aktivitäten zur Erfüllung dieser Ziele beitragen.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die StEB Köln überprüfen und bewerten regelmäßig ihre Strukturen und Prozesse, indem die wesentlichen Unternehmensaktivitäten und -prozesse analysiert und weiterentwickelt werden.

Zur Operationalisierung der Nachhaltigkeit nutzt das Unternehmen die transparente Berichterstattung nach EMAS über Ziele, Prozesse und Ergebnisse und stellt sich im Benchmarking dem Vergleich mit Dritten. 

Die rechtzeitige Einbeziehung beteiligter Dritter (z. B. Auftragnehmer, Lieferanten, Besucher, Anlieger, etc.) in die Planungen genießt besondere Priorität. Die Einhaltung der gültigen Rechtsvorschriften, aller vertraglichen Verpflichtungen und aller unternehmensinternen Regelungen und Festlegungen werden durch ein Compliance Managementsystem in der Einkaufsabteilung und Innenrevision unterstützt und bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie berücksichtigt.

Seit 2016 erarbeiten die StEB Köln in Workshops die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie mit dem gesamten Führungsteam des Unternehmens.

Für 2018 sind weitere Workshops geplant, bei denen vier Schwerpunktthemen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten intensiviert und konkretisiert werden sollen:

Einkauf/Vergabe: Ausrichtung der Lieferkette nach Aspekten der Nachhaltigkeit, Motivation bestehender Lieferpartner zur Erstellung einer DNK-Erklärung oder Erfüllung eines vergleichbaren Standards.

Energie/Klima/Mobilität: Reduktion des Energieeinsatzes, Nutzung von regenerativen Energien, Entwicklung alternativer Mobilitätsformen für Arbeitsverkehre.

Kommunikation: dialogorientierte Ausrichtung der Kommunikation für alle Anspruchsgruppen, insbesondere an die Beschäftigten.

Personalentwicklung: Entwicklung und Einsatz von wirksamen Instrumenten zur Gewinnung und Bindung von Beschäftigten.

Für die Bereiche der Nachhaltigkeit, die durch EMAS nicht erfasst werden, planen die StEB Köln den Aufbau eines Kennzahlensystems zur Steuerung.



7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Zur umweltrechtskonformen Aufgabenerfüllung und kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistungen erfüllen die StEB Köln die strengen Anforderungen von EMAS III. Hierzu berichtet das Unternehmen in einer jährlich erscheinenden Umwelterklärung über die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt.

In der Umwelterklärung werden auch die wichtigsten umweltrelevanten Ziele und Maßnahmen, die über ein Zielvereinbarungssystem, den Wirtschaftsplan und das gesetzlich geforderte Abwasserbeseitigungskonzept gesteuert werden, kommuniziert. Sämtliche Planungen der StEB Köln werden hinsichtlich ihres Zielerreichungsgrades regelmäßig überprüft – wenn nötig wird nachgesteuert. Das Management handelt nach vorgegebenen Leitsätzen und berücksichtigt Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten. Grundlagen sind im Perspektivkonzept 2025 festgelegt.

Als Kommunalunternehmen im Eigentum der Stadt Köln unterstehen die StEB Köln der Aufsicht eines Verwaltungsrates. Er überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes. Der Verwaltungsrat der StEB Köln besteht aus insgesamt 14 Mitgliedern: 13 Mitglieder werden vom Rat der Stadt Köln gewählt, dazu kommt ein/e Vorsitzende/r, der sich nach § 114 a Absatz 8 GO NRW bestimmt.

Ein/e Beauftragte/r für Gewässerschutz sorgt bei den StEB Köln für die Einhaltung von Vorschriften, Nebenbestimmungen und Anordnungen im Interesse des Gewässerschutzes, überwacht die Einhaltung, wirkt auf die Anwendung geeigneter Abwasserbehandlungsverfahren hin, setzt sich für die Einführung und Entwicklung von innerbetrieblichen Verfahren zur Vermeidung oder Verminderung des Abwasseranfalls nach Art und Menge sowie von umweltfreundlichen Produktionen ein. Außerdem klärt er die Betriebsangehörigen über die in dem Betrieb verursachten Gewässerbelastungen sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zu ihrer Verhinderung unter Berücksichtigung der wasserrechtlichen Vorschriften auf. Über die getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen erstellt der Beauftragte für Gewässerschutz jährlich einen schriftlichen Bericht.

Die von den StEB Köln ermittelten Leistungsindikatoren, zum Beispiel in der jährlichen Umwelterklärung nach EMAS III, werden zur internen Planung und Kontrolle der Zielerreichung genutzt.

Beispielhaft für deren Konkretisierung sind die in der Umwelterklärung 2018 ab Seite 46 beschriebenen Umweltmaßnahmen genannt, die über das Zielvereinbarungssystem, den Wirtschaftsplan und das gesetzlich geforderte Abwasserbeseitigungskonzept gesteuert werden:
- Einsparung Wasserressourcen
- Verbesserung Umweltleistungen der Klärwerke
- Gewinnung von Erkenntnissen zum Abbau von Spurenstoffen

Die Daten und Angaben der Umwelterklärung der StEB Köln werden durch zwei zertifizierte Umweltgutachter geprüft und als verlässliche glaubhafte und wahrheitsgetreue Angaben jährlich validiert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Compliance bei den StEB Köln

Die StEB Köln haben Compliance als ein von Fairness, Integrität und Vertrauen getragenes Miteinander von Kunden, Lieferpartnern und Beschäftigen definiert. Dieses Miteinander soll auf geltenden Gesetzen und anderen Regelwerken zum Schutz der Kunden, Beschäftigten und des Unternehmens beruhen und der Vermeidung von Interessenkonflikten dienen. Hierzu wurde ein Verhaltenskodex für die Beschäftigten erarbeitet, in dem in einer leicht verständlichen Form Handlungsorientierungen für die typischen Situationen im Unternehmen gegeben werden.

Der Verhaltenskodex soll die Beschäftigten vor Gesetzesverstößen und Verletzungen vertraglicher Verpflichtungen schützen. Zusätzlich wurde eine Dienstanweisung „Richtiges Verhalten bei Zuwendungen und Geschenken“ erarbeitet. Diese Dienstanweisung ist im StEBnet (Intranet der StEB Köln) eingestellt und soll als Entscheidungshilfe für alle Beschäftigen dienen.

Weiter wurde bei der Stadt Köln ein Public Corporate Governance Kodex der Stadt Köln (PCGK Köln) erarbeitet. Ziel dieses Kodexes ist es, Standards guter Unternehmensführung zu definieren. Diese Grundlage wurde für die geschäftlichen Erfordernisse der StEB Köln angepasst. Das Ergebnis ist eine Auflistung der Pflichten, Empfehlungen und Anregungen für den Verwaltungsrat und Vorstand der StEB Köln, zu dem regelmäßig ein Ergebnisbericht erstellt wird.

Für gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten/Compliance im Unternehmen StEB Köln ist
Frau Martina Saathoff, Abteilungsleiterin Kundenservice, Recht und Liegenschaften zuständig.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die integrierten Unternehmensziele, die auch die Nachhaltigkeitsaspekte umfassen, sind mit unterschiedlicher Gewichtung Bestandteil der Anreizsysteme für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zielvereinbarungen werden als Balanced Scorecard aus Finanz-, Markt-, Prozess-, oder Mitarbeiterperspektive definiert und in jährlichen Mitarbeitergesprächen mit den jeweiligen Vorgesetzten besprochen und Zielvereinbarungen schriftlich festgehalten. Die Bewertung der Zielerfüllung erfolgt ebenfalls im Rahmen von Mitarbeitergesprächen und dient als Grundlage für die Berechnung von Prämien. Zusätzlich erfolgt alle zwei Jahre eine schriftliche Pflichtbeurteilung. Diese Beurteilung der Personalentwicklung erfolgt als 360-Grad-Feedback und bezieht die Führungskräfte ein.

Beispielhaft für die Konkretisierung sind die in der Umwelterklärung 2018 ab Seite 46 beschriebenen Umweltmaßnahmen genannt, die über das Zielvereinbarungssystem, den Wirtschaftsplan und das gesetzlich geforderte Abwasserbeseitigungskonzept gesteuert werden:
- Einsparung Wasserressourcen
- Verbesserung Umweltleistungen der Klärwerke
- Gewinnung von Erkenntnissen zum Abbau von Spurenstoffen

Im Zielvereinbarungs- und Prämiensystem ist die nachhaltige Unternehmensausrichtung eines von vier prämienrelevanten Unternehmenszielen. Da Nachhaltigkeit ein originärer Auftrag des Unternehmens StEB Köln ist, werden jährlich Nachhaltigkeitsziele definiert, vom Kontrollorgan Verwaltungsrat autorisiert und bei Zielerreichung mit Prämien gefördert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Zu diesem Leistungsindikator wird wegen der Vertraulichkeit der Daten derzeit nicht berichtet.
 

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Zu diesem Leistungsindikator wird wegen der Vertraulichkeit der Daten derzeit nicht berichtet.
 

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die StEB Köln identifizieren Anspruchsgruppen mit Hilfe der Wesentlichkeitsanalyse. Je nach Aufgabenstellung werden zusätzliche Wesentlichkeitsanalysen durchgeführt.
Die wichtigsten Anspruchsgruppen der StEB Köln sind: Beschäftigte, zukünftig Beschäftigte, Kunden, Einwohner, Politiker, Stadtverwaltung, Stadtplaner, Bauherren, Hauseigentümer, Versicherungen, in- und ausländische Rheinanlieger, Multiplikatoren.

Mit den jeweils jährlich aktualisierten Geschäftsberichten und Umwelterklärungen richtet sich das Unternehmen an die interessierte Öffentlichkeit und an die Anspruchsgruppen den StEB Köln. Sämtliche Veröffentlichungen sind auf den Webseiten abrufbar.

Die hohe Bedeutung des Dialogs mit den Anspruchsgruppen bei den StEB Köln wird durch eine Vielzahl von Fachinformationen und eigenen Dialogveranstaltungen für definierte Anspruchsgruppen deutlich. So wurde vor der Schaffung von Retentionsräumen zur Abmilderung der Folgen von Rheinhochwasser ein intensiver Bürgerdialog angeboten und geführt.

Die StEB Köln betreiben das Wasserforum mit weiteren Kooperationspartnern als Bildungseinrichtung für Schülerinnen und Schüler mit einem praxisorientierten Informationsangebot rund um das Thema Wasser.

Der Personalrat vertritt die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Gleichstellungsbeauftragte befasst sich mit der Förderung und Durchsetzung der Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützt das Unternehmen bei Aufgaben, die sich aus der Umsetzungen der EG-Rahmenrichtlinie 89/391/EWG ergeben.

Alle Unternehmensziele inklusive der Nachhaltigkeitsziele werden durch Befragungen von Anspruchsgruppen, bzw. Informationen und Vorgaben von Anspruchsgruppen sowie aus Modellen zur Markt- und Gesellschaftsentwicklung abgeleitet. Eine Priorisierung erfolgt nach qualifizierter Bewertung durch die Geschäftsführung mit den Hauptabteilungsleitern in Abhängigkeit von vorhandenen Kapazitäten. Rückmeldungen der operativen Ebene werden bei der Planung berücksichtigt. Das Prozessmanagement mit Berichterstattung kontrolliert die Entwicklung der Zielerreichung und die Ergebnisse.

Mehr Informationen zum Dialog mit Anspruchsgruppen finden Interessierte in der von den StEB Köln herausgegebenen Fachzeitschrift Kompetenz Wasser, die auf den Webseiten zum Download angeboten wird.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Rheinhochwasserschutz
Anspruchsgruppen: Politik, Stadtverwaltung, Stadtplaner, Einwohner, Versicherungen, in- und ausländische Rheinanlieger, Multiplikatoren.
Anliegen: Abmilderung von negativen Folgen des Rheinhochwassers für Köln und alle Rheinanlieger durch Schaffung von gesteuerten Retentionsräumen.
Einbindung: Aktive Einladung zum Dialog bereits im Planungsstatus, Bereitstellung von Informationen vor Ort und auf den Webseiten.

Hochwasserschutz bei Starkregen und Sturzfluten
Anspruchsgruppen: Politik, Stadtverwaltung, Stadtplaner, Bauherren, Hauseigentümer, Versicherungen, Multiplikatoren.
Anliegen: Berücksichtigung konkreter Schutzmaßnahmen bei Konzeption und Neubau von Wohnhäusern, ebenso bei der Anlage von Infrastruktur, Schutz von Bestandimmobilien.
Einbindung: Angebot zur Beratung und Begleitung der Planungen, Empfehlung konkreter Schutzmaßnahmen, Bereitstellung von Informationen, Dialogangebot.

Nachhaltigkeit
Anspruchsgruppen: Politik, Stadtverwaltung, Kunden, Multiplikatoren.
Anliegen: Informationen zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsperformance der StEB Köln.
Einbindung: Veröffentlichung von Umwelterklärungen mit allen wesentlichen Umweltdaten des Unternehmens.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die StEB Köln sind eingebunden in ein Netzwerk von Forschungseinrichtungen, die Innovationen für die Geschäftstätigkeit anstoßen und weiterentwickeln. Antrieb für Forschung und Entwicklung von Innovationen ist die Verringerung der kritischen Auswirkungen der eigenen wirtschaftlichen Tätigkeit.

Zu den wesentlichen Auswirkungen der Tätigkeitsfelder der StEB Köln, die das Unternehmen im Zuge der internen Managementprozesse regelmäßig auditiert, zählt der Energieverbrauch, den es kontinuierlich zu verringern gilt.

Ein wesentlicher Fokus der Innovationen liegt deshalb in der Transformation von Kläranlagen von Energieverbrauchern zu „Kraftwerken", die sich autark versorgen sollen und überschüssige Energie in die Netze einspeisen. Dies gelingt bereits schrittweise durch die Verringerung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz der Anlagen, durch die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien sowie durch Co-Fermentation von Klärschlamm und Fettabfällen zur Produktion von Biogas und der Anbindung von weiteren Wärmenutzern.

Künftig wird ein wesentlicher Schwerpunkt der Innovationen auf der Rückgewinnung von Rohstoffen bei Entsorgungsprozessen und deren Bereitstellung als Sekundärrohstoffen (zum Beispiel Phosphor) liegen. Weitere Auswirkungen der Geschäftstätigkeit, die im Fokus aktueller und künftiger Innovationsprojekte stehen und zugleich ein Potenzial zur Entwicklung von Dienstleistungen bieten, sind beispielsweise die Verbesserung der Abwasserreinigung im Hinblick auf bestimmte Risikostoffe (zum Beispiel Medikamentenrückstände) und die weitere Verringerung der Emission von Treibhausgasen.

In 2018 wird eine Workshopreihe unter Beteiligung aller Abteilungen des Unternehmens durchgeführt. Schwerpunkt ist die Mitwirkung der Beschäftigten bei der Ideenentwicklung zu den Leadership-Themen der Nachhaltigkeit sowie eigener Initiativen. Das Ergebnis des Beteiligungsprozesses wird in die "Roadmap Nachhaltigkeit der StEB Köln" für die Jahre 2019 und folgende einfließen. Alle Beschäftigten können sich jederzeit, zum Beispiel per E-Mail, mit Ideen, Anregungen und Kritik an die Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit im Unternehmen wenden. Diese Teilhabemöglichkeit wird in der internen Kommunikation durch Dialogangebote regelmäßig angeboten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Die Finanzierung der Tätigkeit des Unternehmens erfolgt über die Erhebung von Abwassergebühren. Diese Gebühren werden durch die Politik in Köln festgesetzt. Für die StEB Köln gilt die Maßgabe, dass auskömmlich gewirtschaftet werden muss, das bedeutet, es dürfen keine Verluste oder Gewinne erwirtschaftet werden. Die StEB Köln verfügen nicht Finanzanlagen – weder gewinnorientiert noch nicht gewinnorientiert.