5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Der Vorstand definiert auf Basis der Geschäftsstrategie die zielorientierten Maßnahmen und bricht diese auf die Geschäftsfelder herunter. So wird u.a. über das ESG Committee des Portfoliomanagements eine Erweiterung der nachhaltigen Lösungen vorangetrieben und damit für das Geschäftsfeld Private Banking der Ausbau des Themenvertriebs zum Beispiel im Bereich Nachhaltige Geldanlage angestrebt.

Die übergeordneten Themenfelder der Nachhaltigkeit (ESG) und die Berichterstattung, intern wie extern, werden durch die CSR-Managerin und Umweltthemen wie die Klimastrategie gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten koordiniert. Mitarbeiter- oder Compliancethemen werden vom jeweiligen Segment verantwortet. Das CSR-Management berichtet seit Januar 2021 an den für Nachhaltigkeit zuständigen Vorstand, Stefan Bielmeier, und wird zukünftig dem Gesamtvorstand durch ein integriertes Nachhaltigkeitsreporting (noch im Aufbau) jährlich einen Überblick zu den strategisch wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen liefern. Des Weiteren werden die aktuellen legislativen, politischen sowie normativen Entwicklungen im Bankumfeld beobachtet, analysiert und kanalisiert.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, ist es zentral im hierfür geschaffenen CSR-Management (Sachgebiet Nachhaltigkeit (CSR)/ Leitung „Roundtable Nachhaltigkeit“) angesiedelt. Diese Einheit arbeitet eng mit den jeweils betroffenen Segmenten über das "Gremium Roundtable Nachhaltigkeit" zusammen. Mit seiner Zusammenstellung aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der veschiedenen Segmente soll es das Potential der nachhaltigen Themen heben und spiegelt damit die Vielseitigkeit von Nachhaltigkeit wider. Die Mitglieder des internen Gremiums werden durch ihre Segmentleitung berufen. Sie haben fundierte Kenntnisse bezüglich ihres speziellen Fachgebietes und den Zusammenhängen zu den Themen der Nachhaltigkeit und fungieren als Multiplikatoren in ihren Segmenten. Außerdem geben sie Anregung und Rückmeldung zur Verbesserung und Weiterentwicklung ihrer speziellen Themengebiete und sind die offiziellen Ansprechpartner für das CSR-Management und den Vorstand.

Darüber hinaus gibt es umfassende Intranetseiten, auf denen sich die Geschäftsstrategie, der Verhaltenskodex der DZ BANK Gruppe sowie der Code of Conduct der ABBL, die Leitlinie „Nachhaltigkeit im Einkauf“, die Policy „nachhaltige Kreditvergabe in der DZ BANK Gruppe“, die Diversitätsrichtlinie oder die Nachhaltigkeitsanforderungen und der Fragebogen an Lieferanten befinden. Die Funktionsbeschreibung der CSR-Managerin findet sich im internen Organisationshandbuch wieder. Weiterhin definiert die Beschaffungsrichtlinie einen nachhaltigen Einkauf über die Nachhaltigkeitsanforderungen an Lieferanten/ Dienstleister. Ein jährliches Reporting sowie eine übergreifende Regelung sind im Aufbau.

Zusätzlich wurde 2020 ein „Programm Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen, das den Fokus seiner koordinierenden Tätigkeiten vor allem auf die Umsetzung der aktuell massiven regulatorischen Anforderungen an Sustainable Finance legt (u.a. Offenlegungsverordnung oder Taxonomieverordnung) und sich mit den Linientätigkeiten des CSR-Managements eng verzahnt hat. Ergebnisse der hier vorangetriebenen Projektarbeiten werden zu einem späteren Zeitpunkt in den Linienbetrieb integriert und somit ebenfalls eine Weiterentwicklung vorantreiben.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

ISS ESG eine der weltweit führenden Ratingagenturen im Markt für nachhaltige Investments, überprüft und bewertet die Nachhaltigkeitsaktivitäten der gesamten DZ BANK Gruppe und somit auch unsere regelmäßig. Sie hat die Bewertung „C+“ an die DZ BANK Gruppe vergeben, die damit weiterhin im „Prime-Status“ für besonders nachhaltige Unternehmen gelistet ist. Die Bewertungen und Rückmeldungen zu spezifischen Nachhaltigkeitsthemen durch die Ratingagentur fließen in die Planung neuer Maßnahmen auf Gruppenebene mit ein. Darüber hinaus überprüft das Group Corporate Responsibility Committee (Arbeitskreis der Nachhaltigkeitsbeauftragten der DZ BANK Gruppe) regelmäßig die Fortschritte in den einzelnen Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit und berichtet darüber an den Konzernkoordinationskreis, in dem die Vorstandsvorsitzenden der Gruppenunternehmen vertreten sind.  



Aufgrund der auf europäischer Ebene verabschiedeten Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie (2014/95/EU) sind bestimmte Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Lageberichterstattung um weitere nicht-finanzielle Informationen zu erweitern. Die betroffenen Unternehmen, wie auch wir, müssen über einzelne nichtfinanzielle Aspekte, insbesondere Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, sowie über die Achtung der Menschenrechte, die Bekämpfung von Korruption und Bestechlichkeit berichten. Dies kann durch Erweiterung des (Konzern-)Lageberichts oder durch einen gesonderten „nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht“ erfolgen. Über den Prozess der Erstellung des Berichtes sowie der Prüfung durch einen unabhängigen, externen Prüfer ist die Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten gewährleistet. Die Einhaltung der Berichtsmaßnahme wird wiederum durch ein internes Rechtsregelwerk abgeprüft.  

Ein jährliches, internes CSR-Reporting sowie eine übergreifende Nachhaltigkeits-Regelung sind im Aufbau und können ebenfalls der späteren Kontrolle z.B. durch die interne Revision dienen. Die Einhaltung zu den Themen Compliance sowie Datenschutz oder Rechtskonformität gewährleisten die zuständigen internen Segmente.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Gemäß unserem Credo „Weil nicht nur zählt, was zählbar ist“ kommt es uns nicht nur auf die Ergebnisse an, sondern auch darauf, wie sie innerhalb der Bank und in der Beziehung zum Kunden erreicht werden. Es ist die Verbindung aus Leistungsstärke und genossenschaftlichen Werten, die unser Geschäftsmodell auszeichnet und besonders macht. Dabei bilden das strategische Zielbild, das Leitbild und die Führungsgrundsätze die Grundlage unseres unternehmerischen Handelns. Die Leitsätze dienen allen Mitarbeitern als Orientierungshilfe, um gemeinsam die zählbaren und nicht zählbaren Ziele unserer Bank zu erreichen.  

Einer unserer vier Leitsätze heißt: Wir handeln nachhaltig
Für uns heißt das konkret, dass wir verantwortungsvoll und wertschätzend mit Ressourcen umgehen und uns damit auch der genossenschaftlichen Verpflichtung bewusst sind.  

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DZ PRIVATBANK verhalten sich außerdem nach den Regeln des Code of Conduct (Verhaltenskodex), der sich an in der Finanzdienstleistungsbranche Beschäftigte, die der ABBL angehören, richtet. Diese Regeln sollen ihnen bei der Umsetzung der Prinzipien der Integrität und Qualität, die Grundlage ihrer beruflichen Verpflichtungen sind, als Leitlinie dienen. Sie gelten für alle Tätigkeiten des Finanzdienstleistungssektors in Luxemburg. Des Weiteren haben wir uns an der Entwicklung und Ausgestaltung des Verhaltenskodex der DZ BANK Gruppe beteiligt und verhalten uns nach diesem.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Es gibt ein Vergütungssystem, das in Bezug auf die Variable Vergütung ein Zielvereinbarungssystem enthält. Dort werden, abgeleitet aus den Unternehmens- und Segmentzielen für alle Führungskräfte und Mitarbeiter, die an der Variablen Vergütung teilnehmen, entsprechende Ziele abgeleitet. Hierzu gehören ebenfalls Nachhaltigkeitsziele immer dort, wo diese im Unternehmen vorhanden sind.

Die Vergütung des höchsten Kontrollorgans der DZ PRIVATBANK wird von der Generalversammlung festgelegt. Informationen zur Vergütungspolitik der DZ PRIVATBANK finden Sie in unserem jährlich aktualisierten Offenlegungsbericht, der Informationen zur Vergütungspolitik des Vorstandes sowie der gemäß der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 604/2014 der Kommission vom 4. März 2014 (EBA technical standards) definierten weiteren Risk Taker enthält. Bei der Festlegung der Vorstandsvergütung sind wir den Empfehlungen des Financial Stability Boards (FSB) und der Institutsvergütungsverordnung gefolgt. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird in regelmäßigen Zeiträumen durch einen externen Marktvergleich evaluiert.

Die DZ PRIVATBANK entlohnt die Vorstände, die Geschäftsführung der DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG und die Risk Taker neben dem Festgehalt mit einer variablen Vergütung auf Basis mehrjähriger Ziele. Für Risk Taker auf der Ebene Vorstand/ Geschäftsleitung von Tochtergesellschaften der DZ PRIVATBANK S.A., der Führungsebene unterhalb des Vorstands der DZ PRIVATBANK S.A., Risikoträger mit direkter Berichtspflicht an den Vorstand sowie definierte High Earner beträgt der Zurückbehaltungszeitraum der variablen Vergütung bei Erreichen der Betragsschwelle von 50.000 EUR mindestens sechs Jahre (inklusive Verfügungssperrfristen). Dabei sind sämtliche für die verzögerte Auszahlung vorgesehenen Beträge an die nachhaltige Entwicklung des Unternehmenswertes der DZ PRIVATBANK gebunden. Negative Erfolgsbeiträge werden bei der Bonusfestsetzung sowie bei der Festsetzung der anteiligen Deferrals berücksichtigt, was zu einem Abschmelzen bzw. zu einer vollständigen Streichung von Bonusansprüchen sowie aufgrund der geltenden Malus-Regelungen in der Ex-Postbetrachtung zu einer Rückforderung (Clawback) bereits ausgezahlter Bonusanteile bis zu zwei Jahre nach Ende der letzten Verfügungssperrfrist führen kann. Das Vorliegen definierter negativer Erfolgsbeiträge wird von den involvierten Kontrolleinheiten im Rahmen des Malus-Komitees festgestellt.

Die Kontrolle der Zielerreichung der Mitarbeiter erfolgt im Rahmen des Zielfeststellungsprozesses der
DZ PRIVATBANK durch den Vorstand. Die Ziele des Vorstands und übergreifende Unternehmensziele kontrolliert der Aufsichtsrat der Bank.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Vergütungspolitik der DZ PRIVATBANK ist maßgeblich an die Europäischen Richtlinien für eine angemessene Vergütung und der daraus resultierenden nationalen Verordnungen und Richtlinien ausgerichtet. Hierbei spielen Risikoorientierung und -appetit eine entscheidende Rolle.

Die Vergütung basiert maßgeblich auf einer der Funktion und den Fähigkeiten entsprechenden fixen Vergütung, welche im außertariflichen Bereich durch eine leistungsbedingte, am nachhaltigen Erfolg des Unternehmens und der Organisationseinheiten orientierte variable Vergütung ergänzt wird.

Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der fixen Vergütung und bietet für Mitarbeiter keinerlei Anreiz, unverhältnismäßig hohe Risiken einzugehen (auch in Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken).
Siehe Offenlegungsberichte Vergütung (https://www.dz-privatbank.com/dzpb/de/investor_relations.html)

Die Zielvereinbarung der Vorstände und Risk Taker der DZ PRIVATBANK sowie der angeschlossenen Tochterunternehmen sind zu 60 Prozent auf die mehrjährige, nachhaltige wirtschaftliche und qualitative Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Aktuell ist die Einhaltung der Diversitätsrichtlinie ein ausgewiesenes Nachhaltigkeitsziel der Vorstände, welches durch den Aufsichtsrat kontrolliert wird.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Standort Verhältnis X
zu Median        
Deutschland 6,80
Luxemburg 5,70
Schweiz 2,66

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Im Zuge unserer Materialitätanalyse werden die relevanten Anspruchsgruppen/ Stakeholder identifiziert und in einer entsprechend ihrer Interessen sowie Einflusspotentiale auf die Bank einer Stakeholdermap zugeordnet. Genossenschaftsbanken als Kunden und Eigentümer, Firmen- und Privatkunden der Gruppenunternehmen sowie die Mitarbeiter der DZ PRIVATBANK und der DZ BANK Gruppe gehören somit zu den wichtigsten Stakeholdern. Lieferanten und Dienstleister sowie Verbände und Investoren besitzen eine hohe wirtschaftliche Relevanz. Kritische Stimmen von Nichtregierungsorganisationen („Non Governmental Organizations“, NGOs), Ratingagenturen sowie aus Wissenschaft und Politik werden ebenfalls berücksichtigt.

Wir führen regelmäßig alle zwei bis drei Jahre unter den externen und interne Stakeholdern eine
DZ BANK-Gruppenweite Online-Befragung zum Nachhaltigkeitsengagement durch. Die Ergebnisse der gruppenweiten Stakeholderbefragung werden in einem zweiten Schritt in internen Workshops mit der unternehmensinternen Perspektive abgeglichen. Daraus resultiert eine Materialitäts-/Wesentlichkeitsmatrix, die aufzeigt, welche Relevanz die internen und externen Stakeholder den unterschiedlichen Handlungsfeldern beimessen und wie sie unsere bisherigen Bemühungen und Maßnahmen in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung insgesamt bewerten.

Der kontinuierliche Dialog mit relevanten Stakeholdern, besonders mit der Gruppe unserer Kunden und Kooperationspartner, ist uns besonders wichtig. Im Geschäftsfeld Private Banking findet er aktuell vor allem über digitale Veranstaltungsformate, zum Beispiel zum Thema „Nachhaltige Geldanlage“ statt, die u.a. von Herrn Bielmeier, zuständiger Vorstand für das Thema Nachhaltigkeit und CIO der Bank sowie den für die nachhaltigen Strategien zuständigen Portfoliomanagern gehalten werden. Im Rahmen einer strategischen Beratung zur Optimierung und Weiterentwicklung von LuxCredit wurden Kooperationspartner des Geschäftsfeldes Kredit bezüglich der Qualität der Zusammenarbeit, der Werte sowie Potentiale befragt. Im Bereich der Mitarbeiter werden mindestens jährlich Mitarbeitergespräche durch Führungskräfte sowie regelmäßige Mitarbeiterbefragungen durch das Segment Personal durchgeführt. Der Dialog mit den relevanten Verbänden wie BVR in Deutschland oder der ABBL in Luxemburg werden über entsprechende Teilnahmen in WorkingGroups oder Projektgruppen gewährleistet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Wesentliche Grundlage für die Steuerung und Planung von Maßnahmen bezüglich unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten ist die Kenntnis der sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen, Erfahrungen und Erwartungen unserer Stakeholder. Aus dem Abgleich der DZ BANK-gruppenweiten Online-Stakeholderbefragung mit der unternehmensinternen Sicht resultiert unsere Materialitätsmatrix mit den bedeutenden Nachhaltigkeitsthemen.

Environmental:
Social:
Governance:

Bei der Auswahl der befragten Interessengruppen werden deren Vielfalt und Relevanz für die Unternehmen der DZ BANK Gruppe berücksichtigt.

Wichtigste Gruppen
  • Genossenschaftsbanken als Kunden und Eigentümer
  • Firmen- und Privatkunden der Unternehmen der DZ BANK Gruppe sowie
  • Mitarbeiter
Gruppen mit wirtschaftlicher Relevanz
  • Lieferanten und Dienstleister
  • Verbände
  • Investoren
Ebenfalls berücksichtigt werden
  • kritische Stimmen von Nichtregierungsorganisationen
  • Ratingagenturen sowie
  • aus Wissenschaft und Politik

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Private Banking und Portfoliomanagement stellen gemeinschaftlich sicher, dass die Produkt- und Dienstleistungslandschaft der Bank sich zunehmend an Nachhaltigkeitskriterien im Sinne von ESG orientiert. Dies äußert sich sowohl in breitengeeigneten Produktlösungen für VR-PrivateBanking (Eigenständiger Vertrieb), DZ-PrivateBanking (Gemeinsamer Vertrieb) sowie im Wealth Management und Speziallösungen für die Bedarfe von Stiftungen und öffentlichen Einrichtungen.

Wir haben aktuell noch keine Artikel 9 Produkte (nach Offenlegungsverordnung) und keinen Prozess zu auswirkungsbezogenen Investments. Durch die Anwendung von Ausschlusskriterien und den Einbezug von ESG-Merkmalen investieren wir nicht in bestimmte Geschäftsfelder (bzw. unter Anwendung einer Toleranzschwelle). Die konkrete Auswirkung lässt sich daher schwer ermitteln.

Als 100-prozentige Tochter der DZ PRIVATBANK S.A. bietet die IPConcept (Luxemburg) S.A. zusammen mit den Fondsinititiatoren Fonds mit unterschiedlichen Nachhaltigkeitsschwerpunkten an. Sie geht von einer steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Fondslösungen aus und wird ihr Service-Angebot im Sinne von ESG stetig weiterentwickeln. Hierdurch wird sichergestellt, auch zukünftig Anlegern mit den unterschiedlichsten Nachhaltigkeitspräferenzen bedarfsgerechte Investmentfonds anbieten zu können. In Ihrer Funktion als Service KVG unterstützt sie ihre Geschäftspartner über den gesamten Lebenszyklus der Fonds. Es wird das Risikomanagement und damit die Identifikation, Messung und Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken übernommen, die auf die Anlagestrategien unserer Geschäftspartner wirken. Weitere Services sind u.a. die Beratung zur ESG-Regulatorik, sowie die Unterstützung bei der Erstellung der ESG-spezifischen Angaben in den Verkaufsdokumente und den Jahresberichten.

Darüber hinaus gibt es eine bankweite "Innovations- & Digitalisierungsstrategie der DZ PRIVATBANK", die auf Basis eines Vorstandsworkshops, diverser Interviews mit Segmentleitern und informativen Gesprächen mit Kollegen gemeinsam mit externer Unterstützung erarbeitet wurde. Die daraus abgeleiteten digitalen Ziele der Segmente finden sich in den jeweiligen Segmentstrategien wieder und werden hier operativ umgesetzt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Geschäftsfeld Private Banking:
ca. 20% Asset under Management (Vermögensverwaltung)

Geschäftsfeld Fondsdienstleistungen:
22,8% der Assets under Custody (Fondsdienstleistungen/ Stand per 31.08.2021)