5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Durch die enge Verbindung von Aspekten der Nachhaltigkeit mit der Geschäftsentwicklung ist dieses Thema fester Bestandteil der Geschäftsführungstätigkeit und Unternehmensstrategie. Die zentrale Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit liegt bei der Nachhaltigkeitsbeauftragten Andrea Ditgens. Sie berichtet direkt an die Geschäftsführer Sebastian Neubeck und Lutz Arnold.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Beschäftigten von TEQPORT führen ihre Projekte selbstverantwortlich. Dabei wurden Sie auf die Nachhaltigkeitsaspekte hingewiesen und angehalten, diese bei der täglichen Arbeit und der Projektplanung zu verwirklichen. So wurden die Beschäftigten für ein ressourcenschonendes Arbeiten im Büro (Licht, Druckerpapier) sensibilisiert und bei Notwendigkeit einer Geschäftsreise sollen öffentliche Verkehrsmittel vorgezogen werden.

TEQPORT hat keine konkreten Regeln, Prozesse oder Standards implementiert denen Folge zu leisten ist. TEQPORT setzt hier vollends auf die Selbstverantwortlichkeit und das Nachhaltigkeitsbewusstsein seiner Beschäftigten, da sich dies in der Vergangenheit bewährt hat.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Die Eigenverantwortlichkeit der Beschäftigten von TEQPORT ist prägend für die Unternehmenskultur. Eine Einschränkung der Freiheiten durch zu starke Regeln und Kontrollen ist nicht erwünscht und durch die enge Verzahnung von Nachhaltigkeit mit dem Geschäftsmodell von TEQPORT nicht notwendig. TEQPORT vertraut darauf, dass die Beschäftigten im operativen Geschäft die Nachhaltigkeitsaspekte wahren.

Die Daten für die Zielerreichung werden von der Nachhaltigkeitsbeauftragten in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung gesammelt. Die Daten liegen in den verschiedenen Formen (Reisekostenabrechnung, Nebenkostenabrechnung, Zerlegeergebnisse, etc.) vor und werden für den DNK aufbereitet.

Die Daten des Second Life Management und der Ressourcenwiedergewinnung werden monatlich von den Projektmanagern und der Geschäftsführung überprüft. Bei nicht quantifizierbaren Zielen wird die Nachhaltigkeitsbeauftragte den Stand der Ziele in regelmäßigen Abständen überprüfen.

TEQPORT nutzt zurzeit noch keine Leistungsindikatoren, die Einführung von wesentlichen Indikatoren ist für das Jahr 2021 geplant. 


Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

TEQPORT ist zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und bekennt sich klar zu Umweltschutz, Transparenz und sozialer Verantwortung entlang seiner Geschäftsprozesse.

Als ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, beachtet TEQPORT die deutschen Richtlinien und Standards. Grundrechte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, Unantastbarkeit der Würde, Gleichberechtigung und Glaubensfreiheit sind selbstverständlich. Die flache Hierarchie ermöglicht es allen Beschäftigten, sich aktiv in das Geschehen einzubringen und unsere Geschäftsleitung fördert und fordert dieses Verhalten beispielsweise durch Workshops.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Dadurch, dass Nachhaltigkeit und Unternehmenserfolg bei TEQPORT unmittelbar miteinander verknüpft sind, wird eine Vielzahl nachhaltiger Aspekte (ökologische, ökonomische, soziale) ohne die Notwendigkeit einer separaten Zielvereinbarung durch die Geschäftsführung gefördert und vorgelebt. Eine Festlegung und somit auch eine Kontrolle der Zielerreichung findet nicht statt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Daten sind vertraulich.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Die Daten sind vertraulich.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Im Rahmen der ISO 9001:2015 Auditzertifizierung wurde im Jahr 2016 mit Hilfe der Einschätzungen von den verantwortlichen Projektleitern eine Stakeholder-Analyse durchgeführt. Als wichtigste Anspruchsgruppen konnten die Kunden, die Dienstleister und die Beschäftigten identifiziert werden. Diese Anspruchsgruppen haben sich bisher nicht geändert.   

TEQPORT steht im ständigen Austausch mit seinen Dienstleistern und seinen Kunden. Zur Förderung der Informationstransparenz existiert ein Datenaustauschportal, in dem die
Abfallströme für den Kunden offengelegt sind. Regelmäßige Audits fördern die kontinuierliche Auseinandersetzung mit gesetzlichen Vorgaben und Neuerungen.

Jährliche Personalgespräche, Besprechungsrunden in vielschichtigen Zusammensetzungen sowie eine Reihe von Firmen-Events stärkt den  inneren Zusammenhalt und helfen im kontinuierlichen Verbesserungsprozess. TEQPORT pflegt ein äußerst vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Gesellschaftern, denen TEQPORT auf Wunsche jederzeit Rede und Antwort steht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Auf Wunsch der Beschäftigten hat TEQPORT 2017 eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, so dass mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser angeboten werden kann. Außerdem wurde im Jahr 2020 die Küche erneuert, sodass die Beschäftigten vor Ort kochen können. Diese Möglichkeit wurde zwar aufgrund der Coronapandemie weniger genutzt, ist trotzdem sehr gut angekommen.
Vorschläge zum Thema Papiereinsparungen wurden im Jahr 2020 ebenfalls umgesetzt. So wurden einige interne Anträge digitalisiert und das papierlose Verfahren für ausgehende Rechnungen ist angelaufen. 
Auf Wunsch eines wichtigen Geschäftspartners wurde 2016 ein Online-Reporting eingeführt, das alle zu prüfenden Unterlagen monatlich bedarfsgerecht zur Verfügung stellt und heute zu einem elementaren Punkt des Informationsaustausches herangereift ist. Seither wurden Portale für externe Nutzer stetig weiterentwickelt. Allein 2020 wurden für den internen und externen Gebrauch zwei Portale grundlegend erneuert und drei weitere Portale neu entwickelt. Diese Portale sind die Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den Kunden, TEQPORT und den eingesetzten Subunternehmen. Anstoß hierzu kam von Seiten der Beschäftigten, der Kunden und der Dienstleister gleichermaßen.

Außerdem ergeben sich durch den engen Kontakt mit unseren Kunden, neue Geschäftsfelder und Ideen. Beispielsweise wurde im Jahr 2020 ein umfassendes Schlüsselmanagement für die Betriebsstellen eines Kunden aufgesetzt und zwei neue Projekte entwickelt, die auf die Räumung von nicht genutzten Betriebsflächen ausgelegt sind.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Durch die von TEQPORT verantworteten und gesteuerten Recyclingprozesse werden jährlich mehrere tausend Tonnen Sekundärrohstoffe produziert. TEQPORT vergleicht die Resultate mit der Primärrohstoffproduktion und hebt für seine Auftraggeber die ökologischen Vorteile der Sekundärrohstoffe, wie z.B. die Vermeidung einer zusätzlichen Entnahme von Gestein und fossilen Brennstoffen aus der Erde, hervor. TEQPORT berichtet über das Online-Reporting transparent über die Materialströme und unterstützt dadurch das Entsorgungsmanagement der Kunden. Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden und Dienstleistern führt dazu, dass auch ältere Projekte und Prozesse stetig verbessert werden. 

Gemeinsam mit einem führenden Kabelverlegungsunternehmen entwickelt TEQPORT neue wirtschaftliche Bergungsmethoden für erdverlegte Kabel. Das Projekt kann schon einige Fortschritte vorzeigen, leider konnte 2019 nicht an dem Projekt weitergearbeitet werden. Mitte 2020 wurde das Innovationsprojekt wieder beauftragt. Bei der Bergung von Erdkabeln sind Flora, Fauna und Wetterbedingungen zu beachten. Je nach Lage der Trassen ist die Arbeit an einigen Kabel nur zu bestimmten Zeiten im Jahr möglich. Die Bergungsvorbereitungen sind abgeschlossen und TEQPORT freut sich darauf, die weiteren erdverlegten Kabel in der ausgewählten Pilottrasse im Jahr 2021 zu bergen.

Seit 2019 ist TEQPORT Partner im Praxisprojekt www.effizientnutzen.de für Kreislaufwirtschaft in Informationstechnologien. Projektpartner sind andere Unternehmen, sowie die Hochschulen TU Clausthal und TU Braunschweig. Die Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung von Geschäftsmodellen für die verlängerte Produktnutzung und Kaskadennutzung sowie der zielgerichteten Verwertung im End-of-Life von Elektro(nik)produkten. Im Jahr 2020 wurde eine Reparaturstudie durchgeführt. Diese Ergebnisse werden zurzeit weiterbearbeitet. In der zweiten Phase werden nun Geschäftsmodelle für die Wiedervermarktung entwickelt. Hier steht TEQPORT als Praxispartner für Fragen zur Seite.

Die Beschäftigten haben jederzeit die Möglichkeit neue Ideen bei der Geschäftsführung oder dem Office Management vorzutragen - in ihren eigenen Projekten sind die Beschäftigten frei in der Umsetzung und können dies teamintern entscheiden.
Zusätzlich wird alle 1-2 Jahre ein Workshop angesetzt. Dieser fand zuletzt im Dezember 2019 statt und es wurde viele Ideen und Verbesserungsvorschläge vorgetragen. Obwohl die Beschäftigten nicht explizit angewiesen waren zum Thema Nachhaltigkeit Vorschläge zu erarbeiten, waren viele Vorschläge ökologischer und sozialer Natur. Dies spiegelt das Bewusstsein für das Thema in der Belegschaft von TEQPORT wider. Die Vorschläge des Workshops wurden 2020 von der Geschäftsführung bearbeitet. Einige Dinge haben sich aber aufgrund der Coronapandemie selbst entwickelt. So war es möglich, dass die Beschäftigten ab März problemlos von zu Hause arbeiten konnten und die Kommunikation über bereits eingeführte Webmeetingprogramme verlief problemlos. Leider entfielen auch einige Dinge, die gerne von der Belegschaft weiter ausgebaut worden wären, wie gemeinsame Freizeitgestaltung, Betriebsfeiern und Sportveranstaltungen. Hier soll wieder angeknüpft werden, sobald die Lage sich wieder normalisiert hat.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

TEQPORT hat ausschließlich in eigene Tochterunternehmen investiert, so dass eine Auswahlprüfung in keiner Form durchlaufen wurde.