5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit liegt primär beim Geschäftsführenden Gesellschafter Hrn. Ing. Gerald Heerdegen. Durch die dialogische Einbindung in alle relevanten strategischen Prozesse trägt der Führungskreis diese Verantwortung vollinhaltlich mit.

Für das Prozess- und Qualitätsmanagement (zukünftig IMS) gibt es einen QM und KVP Beauftragten – Hrn. Franz Brunner – der die systematische Verstetigung der Maßnahmen leitet.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die wesentlichen Themen und Prinzipien der Nachhaltigkeit werden derzeit in einer integrierten Unternehmenspolitik zusammengefasst. Aufgrund der bestehenden Managementstrukturen gab es bereits Teilpolitiken im Bereich der Umwelt, Unternehmensführung, Personalwesen und Beschaffung.

Begleitend dazu, werden aktuell die internen Führungs-, Kern- und Begleitprozesse adaptiert, um die Zielerreichung der ganzheitlichen Unternehmenspolitik gewährleisten zu können.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Entsprechend den aktuell umgesetzten Teilpolitiken gibt es bereits Kennzahlensysteme, welche in folgenden Bereichen Anwendung finden: Umwelt, Produktion, Kunden, MitarbeiterInnen, Finanz und Unternehmensführung.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation. Link

Das Handeln bei FAHNENGÄRTNER folgt folgenden Wertgrundsätzen

Die 7 Leitlinien der Zusammenarbeit sind: Wertschätzung, Talentorientierung, Ehrlichkeit, Offenheit, Beteiligung, Unterstützung und Initiative, welche im Firmen- und Werteleitbild zusammengefasst sind.

Jeder Mitarbeiter bei FAHNENGÄRTNER wurde in diesem Bereich geschult und sensibilisiert. Bei jeder Neueinstellung werden diese, gemeinsam mit weiteren wichtigen Unterlagen, an die neuen MitarbeiterInnen ausgehändigt und gemeinsam reflektiert.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Nicht relevant, da die Oberste Leitung gleichzeitig auch der Unternehmensinhaber ist.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte. Link

Ist derzeit in Ausarbeitung. - Es wird aktuell ein neues Mitarbeiterbeteiligungsmodell entwickelt.

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land. Link

wird nicht erhoben

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Das proaktive Einbinden von Anspruchsgruppen gehört bei FAHNENGÄRTNER zur gelebten Unternehmenskultur und ist ein zentraler Baustein unseres Innovationsprozesses.

Im Zuge des Review-Workshops (siehe Gutachten Hon.-Prof. Walker) wurden die Anspruchsgruppen identifiziert (mittels einer Stakeholdermap), priorisiert und entsprechende Dialogstrategien entwickelt. Des Weiteren wurden die Grenzen des Einflusses (Einflussbereich) ermittelt und entsprechend in der Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt. Diese Ergebnisse wurden dann noch mit direkten Stakeholderbefragungen abgesichert.

[Auszug aus dem Gutachten]:
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass folgende Interessens- und Anspruchsgruppen wesentlich sind:

MitarbeiterInnen, Geschäftsführung, KundInnen, Betriebskindergarten, Lieferanten, Werksküche, Nachbarn, Mitbewerber, Interessensvertretungen, regionale Politik, Presse, Steuerberater, Banken, Versicherungen, Berater, Netzwerkpartner, ...

Im Weiteren wurde auch der Einflussbereich der Organisation Fahnen Gärtner GmbH auf deren Interessens- und Anspruchsgruppen ermittelt. Bei folgenden Stakeholdern besteht ein direkter Einfluss („Boundaries“ bei GRI 4): MitarbeiterInnen, Interessensvertretung, Werksküche, regionale Lieferanten, Betriebskindergarten, Geschäftsführung. Bei einem Lieferanten besteht ein langjähriges Vertrauensverhältnis, womit ein teilweiser Einfluss gegeben ist.

[Ausblick für die weiteren Stakeholderpotentiale]

„Social / Societal Innovations“
Im Zuge des laufenden Innovationsprozesses gilt es, so wie bereits bisher, die Stakeholderinteressen der legitimen Anspruchsgruppen, entsprechen zu berücksichtigen. – Die in diesem offenen Prozess identifizierten Chancen sollten in der weiteren Folge mit den wesentlichen Themen von FAHNENGÄRTNER in Bezug gebracht werden, damit weitere Innovationspotentiale möglich werden können.
Dieser Ansatz folgt einerseits der holistischen (ganzheitlichen) Idee von CSR und Nachhaltigkeit und anderseits der Goldenen Regel der ökonomischen Ethik (Prof. Suchanek), welcher Investitionen in die Gesellschaft fordert, um einen gegenseitigen Mehrwert zu ermöglichen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Folgende Themen wurden für FAHNENGÄRTNER als wesentliche Themen identifiziert:
* Interne Leitlinien (Compliance), Prozesse
* Produkt- und Dienstleistungs- QUALITÄT
* Kundenservice / Kundenorientierung
* Innovationen
* Arbeitszeit Flexibilität inkl. Vereinbarkeit Familie und Beruf
* Betriebsklima / Werte / Unternehmenskultur (Miteinander)
* Umgang mit Ressourcen / Lieferkette -> Material, Powerflag, Innovationen
* Energie (eigene Energieverbrauch) / Alternative Energien
* MitarbeiterInnen ENTwicklung
* Regionalität / Förderung lokaler Lieferanten, Made in Austria
* Arbeitsplatzsicherung bzw. -erhalt
* Wissensmanagement
* Risikomanagement im Bereich Qualität, Marktdiversität, Stakeholder
* Antidiskriminierung
* Verpackung / Abfall und Logistikmanagement
* Sicherheit am Arbeitsplatz
* Gesundheit im Unternehmen und im Umfeld (Region) / XUNDI
* Engagement in der Lehre / Förderung der Jugend / Lehrlingsakademie, …
* Aus- und Weiterbildung
* Freiwillige betriebliche Sozialleistungen (Betriebskantine,
Kindergarten - Pfifferlingplatzl, Obstecke, ...)
* Lieferketten- / Wertschöpfungskettenmanagement
* Prozesswasserverbrauch / Aufbereitung
* Energierückgewinnung
* Umgang mit Chemikalien (ÖKOTEX 100)

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

FAHNENGÄRTNER sieht Innovationen als „Echte Neuerungen“, die es schaffen, aktuelle und zukünftige Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse zu erfüllen und dabei relevante gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen!

Daher wird jede Innovation auf ihre gesellschaftliche, ökologische und unternehmerische Auswirkung geprüft und bewertet. Aktuell stehen Innovationsmaßnahmen im Fokus, welche einerseits den Ressourcenverbrauch reduzieren (da der Materialeinsatz Großteils auf erdölbasierten Grundlagen beruht) und anderseits den Produktlebenszyklus (z.B. POWERFLAG) erhöhen. Somit können die Auswirkungen auf den indirekten CO2 Verbrauch maßgeblich reduziert werden.

Die Innovation der POWERFLAG besteht auf Basis des Einsatzes eines speziell entwickelten Trägermaterials, welches mit einer eigens dafür entwickelten Produktionsmaschine bedruckt wird. Dadurch kann der Produktlebenszyklus um 100 % erhöht werden und langfristig die ökoligischen Auswirkungen im Kerngeschäft wesentlich verringert werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

wird nicht gemessen