5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die Verantwortung für Nachhaltigkeit hat Veolia Deutschland formal beim Vorsitzenden der Geschäftsführung angesiedelt.
Die Beauftragte für nachhaltige Entwicklung von Veolia Deutschland berichtet direkt an ihn und koordiniert die übergreifende Zusammenarbeit zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen. Sie unterstützt die verbindliche Verankerung des Themas in den Gesellschaften der Gruppe und gibt Impulse zur nachhaltigen Gestaltung der Dienstleistungen und Prozesse. 
 

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

In allen drei Geschäftsbereichen von Veolia in Deutschland gelten einheitliche Verfahrensrichtlinien zu Governance-Prinzipien, d. h. zur Kontroll- und Steuerungsstruktur der Unternehmensführung. Diese umfassen alle von Veolia in Paris verabschiedeten Anforderungen an die Landesgesellschaften, insbesondere auch die zur Umsetzung des Unternehmenszwecks und der Anforderungen an Compliance und Ethik. Die Verantwortlichen der operativen Gesellschaften tragen Sorge für deren Einhaltung und Umsetzung und berichten darüber jährlich an die Geschäftsführung. Diese Berichte werden zentral erfasst und dem obersten Managementgremium vorgestellt.  

Seit 2016 existiert ein fortlaufender Prozess zur Überprüfung aller internen Prozesse in den wichtigsten Unternehmen der Veolia Deutschland Gruppe. In diesem Prozess wird überprüft, ob und in welchem Umfang die internen Verfahrensregeln des Veolia Konzerns in der deutschen Organisation umgesetzt wurden. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden von den Prozessverantwortlichen Aussagen zum Grad der Umsetzung getroffen und Maßnahmen zur Prozessanpassung und Prozessverbesserung umgesetzt. 

Zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der Compliance-Kultur wurde vom COMEX, der Geschäftsführung von Veolia in Deutschland, 2018 ein Compliance-Management-System in der Gruppe etabliert und ein Compliance-Programm umgesetzt. Hierzu wurde unter Führung des Compliance Direktors Deutschland eine eigenständige Compliance-Organisation am Standort Berlin aufgebaut. 2021 entschied das COMEX außerdem, die Zertifizierung des Antikorruption-Compliance-Managementsystem zu veranlassen.

In Vorbereitung auf das ab 2023 in Deutschland geltende Sorgfaltspflichtengesetz leitet Veolia in Deutschland alle nötigen Schritte ein und bereitet sich darauf vor, die Konformität zu gesetzlichen Anforderungen zu erreichen. Ein Beschwerdeverfahren ist bereits etabliert sowie eine übergreifende Risikoanalyse und Verankerung vorbeugender Maßnahmen im Prozess. 

In Deutschland manifestiert Veolia die nachhaltige Gestaltung seiner Geschäftsprozesse außerdem durch die breite Einführung zertifizierter Managementsysteme (DIN EN ISO 9001, 14001, 50001 sowie OHSAS 18001). 2021 waren 93% unserer Geschäftstätigkeit durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System, 56% durch ein zertifiziertes Umweltmanagement-System, 91% durch ein zertifiziertes Energiemanagement-System und 50% durch ein zertifiziertes Arbeitssicherheitsmanagementsystem abgedeckt. Sämtliche operativen Standorte des Geschäftsbereichs Entsorgung sind als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert - dies umfasst die Prüfung aller Prozesse zur Gewährleistung von Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Qualität der Dienstleistungen entsprechend der für die Entsorgungswirtschaft geltenden Gesetze und Vorgaben. Im Rahmen der Zertifizierungen werden regelmäßige Risikoanalysen sämtlicher Standorte sowie Schulungen aller Beschäftigten von Veolia in Deutschland zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie Qualität gewährleistet.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Der Veolia Unternehmenszweck wird durch das Strategieprogramm Impact 2023 mit klaren Zielen unterlegt. Diese Ziele werden durch die Indikatoren der "multifaceted performance" in messbare Leistungsindikatoren übersetzt. Die Leistungsindikatoren sind:

- für Commercial Performance
Kundenzufriedenheit berechnet m.H. der Methodik Net Promoter Score
Anzahl der Innovation-Seeds, die in mindestens zehn Verträgen in Deutschland enthalten sind

- für Environmental Performance:
THG-Emissionen reduzieren i.R. Investplan zum Kohleausstieg in Europa bis 2030 (% erreicht vs. geplant bis 2030)
Jährlicher Beitrag zu vermiedenen THG-Emissionen (im Vgl. zu einem Referenzszenario) in kt CO2 eq.
Volumen verarbeiteter Kunststoffe in kt Kunststoff-Produkte, die Verarbeitungsanlagen verlassen 
Fortschritt Aktionspläne zur Verringerung der Auswirkungen auf Natur und Biodiversität an empfindlichen Standorten in %
Effizienz von TW-Netzen (m3 TW konsumiert / m3 TW produziert (Städte  > 50.000 EW) in %

- für HR-Performance:
Engagement-Quote der Beschäftigten ermittelt in unabhängiger Umfrage  in %
Frequency rate
Durchschnittliche Anzahl Weiterbildungsstunden pro MA
Anteil Frauen, die 2020-2023 in die Gruppe der top 500-Manager berufen werden

- für Social Performance:
% positiver Antworten in der Engagement-Befragung auf die Frage “Werden Veolia Werte und -Ethik in meiner Einheit berücksichtigt?”

Die Entwicklung dieser Indikatoren verfolgt die Geschäftsführung von Veolia weltweit und in Deutschland regelmäßig und systematisch über das Global Reporting, das einheitliche Berichtssystem des Gesamtkonzerns. Dieses bindet alle Landesgesellschaften mit ihren Tochtergesellschaften ein. Über den Fortschritt bei der Erfüllung der Verpflichtungen, zu dem Veolia in Deutschland durch die Erfüllung seiner konkretisierten Landesziele beiträgt, berichtet der Nachhaltigkeitsbericht des Veolia Gesamtkonzerns jährlich. Veolia in Deutschland berichtet dazu ebenfalls jährlich in Form der DNK-Entsprechenserklärung
Die persönlichen Ziele des Managements von Veolia in Deutschland, deren Erfüllung relevant für die Höhe ihres flexiblen Gehaltsbestandteils ist, umfassen auch ihren konkreten Beitrag zur Erfüllung der Veolia Ziele aus dem Programm Impact 2023 bzw. den entsprechenden Zielen von Veolia in Deutschland.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Veolia Environnement, die Muttergesellschaft von Veolia Deutschland, hat 2019 seinen Unternehmenszweck formuliert und veröffentlicht. Dem vorausgegangen war ein umfassender Prozess zur Einbindung interner und externer Stakeholder. Der Unternehmenszweck fasst das Selbstverständnis der Gruppe mit ihren Grundsätzen und Standards auf eindrückliche Weise zusammen. Er gilt für das Unternehmen weltweit und wurde entsprechend auch von Veolia Deutschland gegenüber seinen Beschäftigten und Kund*innen kommuniziert.

Im Laufe des Jahres 2020 wurde aus dem Unternehmenszweck das Strategieprogramm Impact 2023 mit entsprechenden KPIs entwickelt, die noch bis 2023 in Form der "multifaceted performance" die Einhaltung des Unternehmenszwecks und die Erfüllung der gesteckten Ziele dokumentieren sollen. 

Ihre Gültigkeit behalten die Unternehmenswerte. Diese sind Verantwortung, Solidarität, Respekt, Kundenorientierung und Innovation. Sie unterstreichen, dass sich das Unternehmen aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft beteiligen und dem gesellschaftlichen Interesse dienen möchte. Sie sind festgehalten in der Veolia Ethikrichtlinie. Veolia hat die Werte im Dezember 2021 mit einer internen Kampagne neu aufleben lassen und alle Beschäftigten dazu aufgerufen, die Werte gemeinsam im Unternehmen zu leben.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Mitwirkung an der Erfüllung der Ziele auf allen Ebenen wird bei Veolia in Deutschland durch eine weit entwickelte Kultur der zielorientierten Führung unterstützt. So finden sich in den Zielvereinbarungen der Manager*innen auf Entwicklungs- und Maßnahmenebene abgestimmte Beiträge zu den Unternehmenszielen. Diese werden im Einzelnen sowohl auf das Team als auch auf den persönlichen Beitrag konkretisiert und sind damit relevant für die Festlegung ergebnisorientierter Gehaltsbestandteile.

Die Leistungsbewertung aller Führungsebenen erfolgt nach einheitlichen Prinzipien unter Berücksichtigung des Fortschritts bei der Erfüllung einzelner Nachhaltigkeitsziele. Das Instrument der zielorientierten Führung wird bis hin zur obersten Managementebene für Ziele in den Bereichen HR-Performance (z.B. Arbeitssicherheit und Vielfalt), Environmental Performance (z.B. Klimaschutz), Commercial Performance (z.B. Net Promoter Score) und Societal Performance (z.B. Ergebnisse der Engagement-Befragung) genutzt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

a. Die Vergütung von Führungskräften bei Veolia setzt sich in der Regel aus einem Grundgehalt und variablen, leistungsbezogenen Gehaltsbestandteilen zusammen. Meist wird eine arbeitgeberseitige Altersvorsorge geleistet. Jede Führungskraft kann zudem die Möglichkeit der Entgeltumwandlung wahrnehmen. Abfindungen werden unter Berücksichtigung von der Betriebszugehörigkeit einzeln verhandelt.

b. Die Bewertung der leitenden Führungskräfte bei Veolia erfolgt nach einem unternehmensweit einheitlichen Prozess auf der Basis einer jährlichen Zielvereinbarung. Die vereinbarten Ziele umfassen konkrete Beiträge zur Erfüllung des Strategieprogramms Impact 2023 bzw. der entsprechenden Ziele von Veolia in Deutschland. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt im Rahmen eines Jahresgesprächs mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung. Auf ihrer Grundlage wird der variable, leistungsbezogene Gehaltsbestandteil der leitenden Führungskräfte kalkuliert.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

a. Uns liegen zu dieser Frage nicht alle Daten umfassend vor. Hintergrund sind die unterschiedlichen Vergütungsstrukturen in den drei Geschäftsbereichen mit jeweils eigenen Tarifverträgen. Außerdem sind mehrere nach Deutschland entsandte leitende Mitarbeitende Veolia in Paris zugeordnet. Deshalb ist uns eine aussagekräftige Berichterstattung zu diesem Indikator nicht möglich.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Zu den wesentlichen Anspruchsgruppen von Veolia gehören die Beschäftigten, Kund*innen, Anwohner*innen/Nachbar*innen von Standorten, Verbände/Politik sowie Medienvertreter*innen. Als für Veolia wichtigste Anspruchsgruppe wurden die Key Accounts bestimmt. Als Key Accounts gelten Kund*innen mit einem Umsatz von mehr als 250.000 € pro Jahr. Es handelt sich meist um überregionale Großkunden, die in der Regel hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeitsleistung ihrer Zulieferer bzw. Dienstleister haben. Die Identifikation der Anspruchsgruppen erfolgte ohne einen umfassenden methodisch aufgesetzten Prozess. Der Kontakt und die Einbindung der unterschiedlichen Anspruchsgruppen geschieht in vielfältiger Weise:
Im Kontext des Austauschs mit unseren Kund*innen und insbesondere den Key Accounts nehmen wir eine zunehmende Bedeutung der Themen Klima- und Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz sowie Digitalisierung wahr. All dies bestätigt uns darin, unsere Kompetenzen und Leistungen in diesen Bereichen weiter zu stärken.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

a. Im Rahmen der 2020 von Veolia durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse mit unseren Stakeholdern wurden diese elf zentralen Herausforderungen für Veolia in Deutschland herausgearbeitet:
  1. Qualität der wesentlichen Dienstleistungen, Kunden- und Verbraucherzufriedenheit
  2. Sicherheit von Einrichtungen und Dienstleistungen für Verbraucher*innen
  3. Kampf gegen den Klimawandel
  4. Lebensqualität am Arbeitsplatz
  5. Förderung der Kreislaufwirtschaft
  6. Nachhaltiges Ressourcenmanagement (Wasser, Energie, Entsorgung)
  7. Kunden- und Verbraucherdatenschutz und Sicherheit
  8. Innovation für nachhaltige Lösungen
  9. Berufliche Entwicklung der Veolia Mitarbeitenden
  10. Attraktivität und Mitarbeitendenbindung
  11. Verantwortungsvolle Unternehmensführung
In der quantitativen Befragung lag mit “Kampf gegen den Klimawandel” nur ein Umweltthema unter den Top 3. Die “Förderung der Kreislaufwirtschaft” war ebenfalls ein Schlüsselthema, hier wurden z.B. Probleme hinsichtlich der Nutzung und des Recyclings von Kunststoff, des Energieaufwands und der Wiederverwertung von Batterien angesprochen. Zu diesen Themen gaben die Stakeholder große Erwartungen an die Innovationsleistung von Veolia an und äußerten den Bedarfs zur Entwicklung neuer Angebote, die den Kundenbedürfnissen entsprechen. Interne Stakeholder gaben zudem an, dass mehr Austausch zwischen den Ländern und Geschäftsbereichen von Veolia erforderlich sei, um diese Erwartungen zu erfüllen. Im Hinblick auf Wassermanagement wiesen sie auf eine zunehmende Dürregefahr hin, die Veolia dazu veranlassen sollte, die Konzepte der Trinkwassergewinnung zu überdenken. Auch Wasserqualität und Versorgungssicherheit betrachteten sie als Herausforderungen. Auf gesellschaftlicher Ebene wurden hohe Erwartungen in Hinblick auf eine transparente interne und externe Kommunikation von Veolia und bezüglich einer engeren Zusammenarbeit zum Ausdruck gebracht. 

a.i. Veolia in Deutschland hat über die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse sowohl intern, als auch extern berichtet. Die Geschäftsführung versteht sie als Beleg dafür, in der strategischen Ausrichtung die richtigen Themen und Anliegen zu bearbeiten. Sie finden sich unter anderem in den für 2020-2023 formulierten Zielen wieder, so z.B. im Ziel …
Darüber hinaus wurden bereits Maßnahmen zu den aufgeführten Herausforderungen angestoßen, so z.B. 
Zu 1. Sicherheit von Einrichtungen und Dienstleistungen für Verbraucher*innen:
- Frühzeitige Erkennung lokaler Corona-Ausbrüche im Abwasser durch Corona-Monitor

Zu 3. Kampf gegen den Klimawandel:
- CO2-neutrale Produktion mit künstlicher Intelligenz im Projekt KI4ETA
- intelligentes Laden von mehreren E-Fahrzeugen gleichzeitig durch das Ladesystem „Aqueduct“ des Start-Ups ChargeX

Zu 4. Lebensqualität am Arbeitsplatz:
- Mitarbeitendenbefragung Voice of Resourcers
- Pilotierung des Digitalisierungsprojekts PERSONAL+ für Veolia Beschäftigte

Zu 5. Förderung der Kreislaufwirtschaft:
- Recycling von end-of-life Photovoltaik (PV)-Modulen im Projekt ReProSolar
- UPCYCLAT (s. auch Kriterium 10: Produkt- und Innovationsmanagement)

Zu 6. Nachhaltiges Ressourcenmanagement (Wasser, Energie, Entsorgung)
- PhosForce (s. auch Kriterium 10: Produkt- und Innovationsmanagement)
- DreiSATS (s. auch Kriterium 10: Produkt- und Innovationsmanagement)

Zu 8. Innovation für nachhaltige Lösungen: 
- Mitfinanzierung der Studie “Strengthening circularity in photovoltaics
- Challenges and opportunities along the lifecycle”

Zu 10. Attraktivität und Mitarbeitendenbindung: 
- Interne Kampagne zur Vermittlung und Förderung der Veolia Werte
- Digitales One Veolia Trainee Treffen
- Einstellung einer Beauftragten für Vielfalt und Teilhabe
- Neugestaltung der Ausbildungsseiten inkl. Darstellung der 20 Ausbildungsberufe auf eigenen Unterseiten

zu 11. Verantwortungsvolle Unternehmensführung: 
- Bewertung der Managerleistung nach ihrem Beitrag zur Erfüllung der strategischen Ziele aus dem Programm Impact 2023
- Roll-out der Compliance Kommunikationskampagne 2021

a.ii. Zu den externen Befragten gehörten insbesondere Kooperationspartner*innen (11%), öffentliche Kund*innen (11%), Geschäftspartner*innen und Vertretungen von Fachorganisationen (11%), Liefer- und Subunternehmen (22%), NGOs (33%) und lokale Behörden (11%). Allerdings war die Gruppe der im Rahmen der weltweiten Kampagne in Deutschland Befragten relativ klein und der Anteil gemeinnütziger Organisationen lag bei einem Drittel, was das Ergebnis sicher prägt.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg gestaltet Veolia seine Geschäftsmodelle derart, dass sie einen Mehrwert für die nachhaltige Entwicklung entfalten. Die Ressourcenlösungen beim Management von Stoff-, Energie- und Wasserkreisläufen tragen stets dazu bei, den Umweltfußabdruck unserer Kund*innen zu verringern.Über das Veolia-weite Global Reporting werden wesentliche ökologische Auswirkungen unserer geschäftlichen Tätigkeit auch für Unternehmenseinheiten in Deutschland ermittelt. Zu den relevanten KPIs gehören beispielsweise die vermiedenen CO2-Emissionen, der Fortschritt bei der Umsetzung der Aktionspläne zur Verringerung der Auswirkungen auf Natur und Biodiversität an empfindlichen Standorten sowie Kundenzufriedenheit.
 
Veolia als Gesamtkonzern richtet seine Innovationsprozesse auf die im Rahmen der Ausarbeitung des neuen Strategieprogramms Impact 2023 definierten sechs Innovationsfelder aus:1.
Gesundheit und neue Schadstoffe
2. Anpassung an den Klimawandel
3. Neue Materialkreisläufe
4. Ernährungssicherheit
5. Neue Energiedienstleistungen
6. Neue digitale Dienstleistungen
Jede Landesgesellschaft ist dazu angehalten, ihre Innovationsaktivitäten an diesen Bereichen auszurichten. 

Das Innovationsprogramm von Veolia in Deutschland unter dem Motto „Innovation is business. Business is innovation.“ umfasst operative Innovationsprojekte, das Startup-Programm U-START sowie ein Programm zur Stärkung der Innovationskompetenzen der Beschäftigten. Veolia in Deutschland fokussiert seine Aktivitäten dabei vor allem auf die drei Innovationsfelder:
1. Gesundheit und neue Schadstoffe
3. Neue Materialkreisläufe
5. Neue Energiedienstleistungen.

Operative Innovationsprojekte
Zu den operativen Innovationsprojekten gehörten 2021 insgesamt 18 Projekte. Die Projekte wurden teilweise gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb von Veolia durchgeführt und durch EU-Fördermittel unterstützt. Einige Projekte werden im Folgenden beispielhaft dargestellt.

1. Gesundheit und neue Schadstoffe 3. Neue Materialkreisläufe 5. Neue Energiedienstleistungen Über die speziell an den Innovationsfeldern ausgerichteten Projekte hinaus gibt es kontinuierliche Verbesserungsprogramme Startup-Programm U-START
Im Rahmen des Programms U-START organisierte Veolia 2021 zum ersten Mal ein digitales Start-up Event. Sechs bereichsübergreifende Gründer mit Technologien aus den Bereichen digital, H2 und Kreislaufwirtschaft konnten ihre Ideen über 100 Mitarbeitenden präsentieren. Dabei wurden zwei innovative Machbarkeitsstudien im Bereich mobile Wärmespeicher gefördert, um das Geschäftspotenzial für die Geschäftsbereiche zu untersuchen. 
Programm zur Stärkung der Innovationskompetenzen der Beschäftigten
Veolia in Deutschland veranstaltet für seine Beschäftigten Weiterbildungen zu Innovationsthemen, bietet Tech-Sourcing und initiiert kollektive Ideenkampagnen, um aktuelle Klimathemen aufzugreifen und gemeinsam anzugehen. Die Angebote waren aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2021 stark eingeschränkt. 

Spezifische Innovationsleistungen für Kund*innen
In Braunschweig widmet sich die durch BS|Energy und Thüga gegründete Digitalisierungsagentur KOM|DIA mit ihrem Team aus Ingenieuren, IT-Spezialisten und Business-Experten der Entwicklung digitaler Netze und Anwendungen in den Bereichen Elektromobilität, Internet of Things (IoT), Glasfaser und öffentliches WLAN. Hier konnten auch im Jahr 2021 weitere Projekte in den Bereichen Elektromobilität, Internet of Things (IoT), Glasfaserausbau und CO2-Sensorik umgesetzt werden.

Die Veolia Tochter ÖKOTEC hat sich auf Energieeffizienzmanagement und Klimaschutz für Industrie- und Gewerbeunternehmen spezialisiert. Sie entwickelt im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben die eigenentwickelte Software EnEffCo ® weiter, um über die Digitalisierung des Energiemanagements weitere Effizienz- und Einsparpotenziale zu ermöglichen. Im Rahmen der Initiative für Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) betreut ÖKOTEC aktuell 10 Netzwerke, davon sind allein in 2021 fünf neu gestartet. Bis Ende 2025 soll über die Netzwerkarbeit ca. sechs Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr eingespart werden. Weitere Projekte im Jahr 2021 waren das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „KI4ETA“, an dem Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit ÖKOTEC und Partnern aus der Industrie in der Modellfabrik ETA zusammenarbeiten und das im Jahr 2020 gestartete F+E-Projekt „Food Pinch“, bei dem es um die Entwicklung von dynamisch geregelten Wärmenetzen geht, die sich an die wechselnden Anforderungen in der Ernährungsindustrie intelligent anpassen. Weiterhin ist ÖKOTEC Fachpartner von verschiedenen Projekten mit Ministerien, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, die Energieeffizienz zu steigern und/oder klimaschonende Maßnahmen umzusetzen. In der BVE Klimaschutzkampagne mit dem „Plusplus“ Prinzip werden sowohl auf Dachverbandsebene als auch in Mitgliedsverbänden der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie e.V. (BVE) vielfältige Schulungs- und Informationsmaßnahmen, wie z. B. Workshops, Webinare und Checklisten angeboten. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, den Verpackungseinsatz in der Branche ökologisch zu optimieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Da Finanzanlagen von Veolia in der Unternehmenszentrale in Paris gemanagt werden, kann Veolia in Deutschland dazu keine Aussage treffen.