5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die Verantwortlichkeiten für die Nachhaltigkeit des Unternehmens liegen bei der Geschäftsführung: Ulrich Hamann (CEO) und Christian Helfrich (CFO).

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die unternehmensweite Geschäftsstrategie wird im Rahmen des „Vision-to-plan“-Prozesses über die Teilstrategien der einzelnen Bereiche sowie deren operative Umsetzungspläne heruntergebrochen. Innerhalb des „Vision-to-Plan“-Prozesses ist auch Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie verankert. Aktuell wird der Geschäftsführung zur Überwachung nachhaltigkeitsbezogener Prozesse jährlich eine Evaluierung zum Erreichungsgrad strategischer Ziele und der Entwicklung operativer Prozesse vorgelegt.

Die Bundesdruckerei GmbH und D-TRUST GmbH setzen zudem weitere Management-Systeme ein. Zur Verbesserung der Leistungen im ökologischen Bereich und der Arbeitssicherheit wurden Managementsysteme für Arbeitsschutz, Umweltschutz und Energiemanagement für die Bundesdruckerei GmbH aufgebaut und in diesem Jahr die D-Trust GmbH in diese integriert. Eine Zertifizierung für die D-Trust GmbH soll im nächsten Jahr erfolgen. Die Systeme werden fortlaufend optimiert, einschließlich der benötigten Prozesse und ihrer Wechselwirkungen. Die Prozesse für das Arbeitssicherheits- und Umweltmanagementsystem, Gefahrstoffmanagement und die Umweltaspekte regeln die Abläufe im Unternehmen und sind für alle Mitarbeiter transparent und bindend.

Das Informationssicherheits- und Qualitätsmanagement zertifiziert nach ISO/IEC 27001 umfasst den gesamten Produktprozess von der Produktidee über die Konzeption, Entwicklung und Serienfertigung bis hin zur Auslieferung und zum Kundensupport. Mit dem „INTERGRAF Certificate for Management of Security Printing Process“ weist die Bundesdruckerei außerdem die Einführung und Umsetzung des Sicherheitsmanagementsystems ISO/IEC 14298 sowie die Erfüllung der relevanten Anforderungen dieses Standards nach.

Zur Einhaltung und Überwachung von Regeln, Gesetzen und Bestimmungen und zur Vermeidung von Regelverstößen hat die Bundesdruckerei ein Compliance-Managementsystem implementiert. Bestandteil des Systems sind regelmäßige Compliance-Checks von Geschäftspartnern, Compliance-Erklärungen von Lieferanten, Schulungen sowie die Überwachung, Verbesserung und Identifikation von Risiken.

Weiterhin umfasst ein mehrstufiges Risiko-Chancen-Management-System in Anlehnung an die DIN ISO 31000 die systematische und fortlaufende Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken und Chancen.

Durch die Leitlinie „Verhalten im Unternehmen“ und verschiedene, themenspezifische Richtlinien (z. B. Einkauf, Compliance, Risiko- und Chancenmanagement) werden die Mitarbeiter geleitet. Die Einhaltung der Regelungen und Prozesse wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. 

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Nicht-finanzielle Indikatoren, wie Energieverbrauch, Wärmeverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen, Anzahl der genutzten Gefahrstoffe und Fehlzeiten durch Arbeitsunfälle, werden im Rahmen der Managementsysteme und der Erstellung des jährlichen Carbon Footprint-Berichts erhoben. Mittels der Managementsysteme wird die Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten sichergestellt. Der Carbon-Footprint wird jährlich mit Hilfe eines Dienstleisters ermittelt. Durch das betriebliche Gesundheitsmanagement und diverse Produktionskennzahlen werden zudem wesentliche Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt erfasst und optimiert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Grundlegende Prinzipien und Werte der Bundesdruckerei sind Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität, das Verständnis für Sicherheitsanforderungen der Kunden und eine herausragende Technologiekompetenz. Die internen Leitbilder und Richtlinien dienen als Orientierung für die Mitarbeiter und umfassen sowohl ökologische wie auch soziale Kriterien. Neben Unternehmens-, Führungs-, Arbeits- und Sicherheitsgrundsätzen verfügt die Bundesdruckerei über eine interne Leitlinie („Verhalten im Unternehmen“). Sie beschreibt allgemeine Verhaltensgrundsätze,  Grundsätze zum Umweltschutz und zur Arbeitssicherheit,   zur Vermeidung von Kinder- und Zwangsarbeit, zu Menschenrechtsverletzungen sowie zur Diskriminierung und verlangt die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften (Compliance).

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Das Entgelt für tarifliche und außertarifliche Arbeitnehmer der Bundesdruckerei-Gruppe besteht aus fixen Entgeltbestandteilen und einer zusätzlichen variablen Entgeltkomponente. Das variable Entgelt ist abhängig vom Erreichen wirtschaftlicher Konzernziele.

Für die Geschäftsführung, leitende Angestellte der ersten Führungsebene (Bereichsleiter) und für weitere leitende Angestellte (je nach einzelvertraglicher Regelung) besteht das Jahreszielentgelt ebenfalls aus einem Fixgehalt und einem variablen Gehaltsbestandteil. Das variable Entgelt ist abhängig vom Erreichen wirtschaftlicher Konzernjahresziele. Die Auszahlung des variablen Gehaltsbestandteils ist abhängig vom jeweiligen Erfüllungsgrad der Ziele.

Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr werden zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres durch die Geschäftsführung nach Vorlage beim  Aufsichtsrat verabschiedet. Nach Ausgabe der Zielvereinbarungsunterlagen werden die Ziele über Zielvereinbarungsgespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitern in das Unternehmen getragen. Der Erfüllungsgrad der Ziele wird in Zielerreichungsgesprächen bewertet. Der Bonus berechnet sich nach Feststellung des Jahresabschlusses entsprechend dem Erfüllungsgrad.

Die variablen Gehaltsbestandteile der Geschäftsführung sind auch von der Erreichung langfristiger wirtschaftlicher Konzernziele abhängig. Darüber hinaus sind Nachhaltigkeitsziele im Vergütungssystem der Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter nicht enthalten und derzeit nicht geplant.

Durch das Betriebliche Vorschlagswesen haben Mitarbeiter einen Anreiz, sich Gedanken zu nachhaltigen Verbesserungen im Unternehmen zu machen. Im Vorschlagswesen werden technische, organisatorische oder andere Änderungen ausgezeichnet, die eine merkliche Verbesserung gegenüber dem aktuellen Zustand bewirken. Die eingereichten Vorschläge betreffen auch Nachhaltigkeitsaspekte – beispielsweise die Arbeitssicherheit, den Energieverbrauch oder den Materialeinsatz. Mitarbeiter, deren Vorschlag umgesetzt wird, erhalten eine Prämie, die 25 Prozent der wirtschaftlichen Einsparung entspricht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Nachfolgend sind die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Bundesdruckerei GmbH dargestellt:

  Ulrich Hamann, CEO Christian Helfrich, CFO
Festgehalt 363.000,00 € 234.500,00 €
Sonstige Bezüge 16.994,46 € 13.258,92 €
Variable Vergütung 308.000,00 € 201.000,00 €
Variable langfristige Vergütung - 20.000,00 €
Pensionsaufwand 88.000,00 € 58.000,00 €
Summe (ohne Pensionsaufwand) 687.994,46 € 468.758,92 €

Für Informationen zur Vergütungspolitik für die Geschäftsführung und Führungskräfte siehe Kriterium 8.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters (Geschäftsführung) zum Median der Jahresvergütung aller übrigen Beschäftigten beträgt etwa 13,8 zu 1.

Die Angabe bezieht sich auf die Beschäftigten der Bundesdruckerei GmbH, BIS GmbH, D-TRUST GmbH und Maurer Electronics GmbH.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als Bundesunternehmen interagiert die Bundesdruckerei mit einem breiten Spektrum an Stakeholdern, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Bundesdruckerei heraus identifizieren lassen. Die relevanten Stakeholder-Gruppen werden entsprechend den Anforderungen der Managementsysteme der Bundesdruckerei identifiziert. Als Stakeholder gelten damit – entsprechend der Definition der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 – Interessenvertreter von Organisationen oder der Öffentlichkeit, die von der Tätigkeit der Bundesdruckerei beeinflusst werden oder die ihrerseits die Tätigkeit der Unternehmensgruppe beeinflussen können.

Wichtige Anspruchsgruppen sind:
Die Bundesdruckerei-Gruppe steht in engem Dialog mit der Politik und unterstützt mit Fachwissen, um die Basis für eine sichere Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen. Wichtige Ansprechpartner aus Politik, Ministerien, Parlament und politischen Vertretern auf Landesebene führt die Bundesdruckerei-Gruppe samt der relevanten Themen (bspw. Datensicherheit und Datenschutz) seit 2016 in einer Stakeholder-Map zusammen.

Stakeholder werden über Medien und Kanäle wie die Unternehmenswebsite, Geschäftsberichte, die aktive Öffentlichkeitsarbeit und Messeauftritte angesprochen. Außerdem werden wichtige politische Stakeholder durch Veranstaltungen und bilaterale Gespräche adressiert.

Um nutzbringende und anwenderfreundliche Lösungen zu erarbeiten, setzt die Bundesdruckerei auf Kooperationen mit den besten Experten: den eigenen Kunden. Partner und Kunden werden daher früh im Produktentwicklungsprozess eingebunden. Für den rheinlandpfälzischen Energieversorger EWR AG hat die Bundesdruckerei 2015 auf Basis intensiver Zusammenarbeit passgenaue Lösungen zur Adaption des neuen branchenweiten IT-Sicherheitskatalogs entwickelt. Der kontinuierliche Dialog mit den Kunden ist für die Bundesdruckerei ein zentraler Erfolgsfaktor. Neben regelmäßigen Kundengesprächen und einem umfangreichen Kundensupport sowie Beschwerdemanagement, bezieht die Bundesdruckerei regelmäßig Behördenmitarbeiter in Verbesserungsmöglichkeiten bei ihren Produkten ein.

Sicherheit und Qualität der Produkte sind für die Bundesdruckerei von herausragender Bedeutung und werden durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement gewährleistet. Reklamationen werden systematisch analysiert und dienen als Ansatzpunkt für Verbesserung. Zudem werden die zugelieferten Komponenten und Rohstoffe laufend bewertet und durch die Lieferanten entsprechend weiterentwickelt. Intern setzt die Bundesdruckerei sog. „Operational Teams“ bzw. cross-funktionale Teams ein, in denen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen in Optimierungsprozesse einbezogen werden. Die „Operational Teams“ geben den Beschäftigten die Möglichkeit, neue Abläufe, Prozesse und Produkte vorzustellen und Ideen, Kundenwünsche sowie Verbesserungsvorschläge zu diskutieren und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Darüber hinaus können sich alle Mitarbeiter der Bundesdruckerei im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens an Qualitätsverbesserungen beteiligen.

Als Mitglied in verschiedenen Gremien und Verbänden setzt sich die Bundesdruckerei ebenfalls aktiv für den branchenspezifischen und branchenübergreifenden Austausch ein (siehe Kriterium 19).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Mit dem Neubau eines Produktions- u. Logistikgebäudes im Zentrum Berlins bekennt sich die Bundesdruckerei zu ihrer Verantwortung als wichtiger Arbeitgeber der Hauptstadt. Beim Neubau wurden Anforderungen des Wohnumfeldes umfänglich berücksichtigt, bspw. beim Emissionsschutz und der Planung von An- und Abfahrtswegen. Vor Baubeginn wurde eine Lärmprognose durchgeführt und Lärmminderungsmaßnahmen wurden umgesetzt. Die Bundesdruckerei überprüft die Einhaltung von Lärmschutzmaßnahmen regelmäßig und führt hierzu ein Lärmkataster, wie gesetzlich gefordert. Hierbei sind Hinweise von Nachbarn und Anwohnern eine wichtige Hilfe. Im Rahmen ihrer Managementsysteme erfasst die Bundesdruckerei systematisch die Äußerungen, inklusive Beschwerden, von Stakeholdern. Im Berichtsjahr bezogen sich die erfassten Äußerungen ausschließlich auf das Thema Lärm. Die Bearbeitung von Beschwerden externer Stakeholder erfolgt nach einem definierten Prozess, um den Beschwerdeanlass nachvollziehbar zu beheben.

Die politischen Rahmenbedingungen für den Umgang mit der digitalen Transformation und datenbasierten Geschäftsmodellen sind im Umbruch. Aus diesem Grund werden verschiedene Anliegen an die Bundesdruckerei herangetragen. Die Bundesdruckerei-Gruppe steht Akteuren aus Ministerien und Behörden, aus dem Bundestag sowie weiteren Amtsträgern auf EU-, Bundes- Landes- oder kommunaler Ebene beratend zur Seite. Dabei geht es um Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes aber auch um Datenethik, digitale Identitäten oder künstliche Intelligenz. Rund um diese Aspekte wurden die beiden Bundesdruckerei-Studien „Zukunft E-Government“ und „Vertrauensraum in der Digitalisierung“ veröffentlicht. Die Studien sensibilisieren die Akteure für die komplexen Fragestellungen der digitalen Transformation und dienen als Impulsgeber für eine breite politische und gesellschaftliche Diskussion. Im Rahmen von Gemeinschaftsveranstaltungen mit dem Tagesspiegel (cybersec.lunch) oder parlamentarischen Abenden unterstützt die Bundesdruckerei-Gruppe den gesellschaftlichen Diskurs über aktuelle politische Herausforderungen rund um das Thema Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Als Experte für Hochsicherheitstechnologien unterstützt die Bundesdruckerei Staaten, Behörden und Unternehmen bei der sicheren Digitalisierung. Zu den Services der Bundesdruckerei gehören die Erfassung, Verwaltung und Verschlüsselung sensibler Daten, die Produktion von Dokumenten und Prüfgeräten, die Softwareentwicklung für hochsichere Infrastrukturen sowie das Angebot von Pass- und Ausweissystemen und automatisierter Grenzkontrolllösungen. Darüber hinaus gehören der Banknotendruck einschließlich der Entwicklung neuer Sicherheitsmerkmale sowie weitere Produkte des Wertdrucks (z. B. Steuerzeichen) zu den Dienstleistungen der Bundesdruckerei.

Die Herstellung der Produkte hat ökologische Auswirkungen (insbesondere Ressourcenverbrauch, Erzeugung von Abfällen und Emissionen). Da die Verwendung von Chemikalien für die Herstellung der physischen Produkte (z. B. Banknoten, Pass- und Ausweisdokumente) unvermeidbar ist, setzt die Bundesdruckerei höchste Standards für Arbeitssicherheit um und fordert diese auch von ihren Lieferanten ein. Die ökologischen und sozialen Auswirkungen werden von der Bundesdruckerei im Rahmen ihrer Managementsysteme ermittelt, bewertet und systematisch überwacht.

Die Bundesdruckerei gilt als Innovationstreiber im Bereich „Sichere Identitäten“ und verfolgt eine konsequente Innovationsstrategie. Dazu gehören Innovationen der eigenen Innovationsabteilung und das vernetzte Arbeiten mit Wissenschaftlern aus vielen Fachgebieten und dem Hochsicherheitsbereich. Die Innovationskraft der Bundesdruckerei ermöglicht es, besonders sichere und qualitativ hochwertige Produkte und Lösungen für das Full ID | Management herzustellen. Durch diese innovativen Produkte kann der Schutz digitaler Identitäten sichergestellt und zuverlässig und wirkungsvoll vor Risiken (z. B. Cyber-Kriminalität) geschützt werden, was für die weitere Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist. Durch die langfristig orientierte Innovationsstrategie legt die Bundesdruckerei den Grundstein für eine wirtschaftlich erfolgreiche Geschäftsentwicklung.


In enger Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von führenden Universitäten, Forschungseinrichtungen und Partnerunternehmen (z. B. Fraunhofer Institut, Hasso-Plattner-Institut) erforscht die Bundesdruckerei Materialien und Technologien, um nutzerfreundliche und sichere Anwendungen für die digitale Zukunft zu entwickeln. Durch die Zusammenarbeit werden Impulse in der Grundlagenforschung sowie in der angewandten Forschung sichergestellt und der Transfer wichtiger Forschungsergebnisse in die Praxis gewährleistet. Die Bundesdruckerei verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz: Erkenntnisse aus der Nanotechnologie, der Biotechnologie und den Neurowissenschaften fließen in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte ein. In Kriterium 18 wird das Engagement der Bundesdruckerei im Bereich der Zusammenarbeit mit Hochschulprofessuren sowie dem Verein für Sichere Identität Berlin-Brandenburg dargestellt.

Neben ihrer konsequenten Innovationsstrategie ist die Bundesdruckerei bestrebt, die Nachhaltigkeit ihrer Produkte durch innovative Lösungen kontinuierlich zu erhöhen. Besondere Chancen sieht sie beim Thema Ressourceneffizienz und -einsparungen. So hat sich die Bundesdruckerei zum Ziel gesetzt, die Ausschussquote in der Produktion zu reduzieren (siehe Kriterium 12).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Eine Auswahlprüfung der Finanzanlagen nach Umwelt- oder Sozialfaktoren findet nicht statt.