5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die höchste Entscheidungsebene in der Organisation für
>> die ökonomische Leistung: Vorstand Controlling und Finanzen (CFO)
>> Beschäftigungsaspekte: Vorstand Arbeitsdirektor
>> Umweltaspekte: Vorstandsvorsitzender (CEO)

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Seit 2014 werden entscheidungsrelevante Nachhaltigkeitsthemen unter Einbezug der zuständigen Geschäfts-, Service- und Zentralbereichsleiter im Rahmen von Vorstandssitzungen besprochen, wodurch die Verbindlichkeit erhöht wird und ein Bedeutungsgewinn einhergeht. Hierzu zählen unter anderem die Verabschiedung der Wesentlichkeitsmatrix und des Programms sowie die Beauftragung wesentlicher Nachhaltigkeitsprojekte. Der Vorstand nimmt die Überwachung und Steuerung der nachhaltigkeitsrelevanten Themen vor (siehe „Strategie, Ziele, Organisation“ auf www.fraport.de).

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Mit dem Bericht „2015 Kompakt – Gute Reise! Wir sorgen dafür“ informieren wir unsere Stakeholder und die interessierte Öffentlichkeit in übersichtlicher Form über die wirtschaftliche Entwicklung des Fraport-Konzerns sowie seine Ziele, Aktivitäten und Fortschritte im Sinne verantwortungsvoller Unternehmensführung. Weiterführende Informationen nach dem Standard der Global Reporting Initiative (GRI) veröffentlichen wir in einem eigenen Bericht in der Core-Version
der GRI G4-Richtlinien einschließlich der branchenspezifischen Zusatzindikatoren für Flughafenbetreiber auf unserer Homepage www.fraport.de/verantwortung.

Die Auswahl der Berichtsinhalte basiert auf dem regelmäßigen Austausch mit unseren
Anspruchsgruppen und einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse. In diesem Zusammenhang
haben wir die für Fraport bedeutsamen Handlungsfelder definiert und sie in einer Wesentlichkeitsmatrix entsprechend ihrer Bedeutung für die Stakeholder und den Konzern
positioniert. Im Rahmen eines Programms hat sich Fraport für alle Handlungsfelder Ziele und
Leistungskennzahlen gesetzt sowie Maßnahmen zur Zielerreichung definiert.

Die Informationen in „2015 Kompakt“ umfassen alle Aktivitäten, Produkte und Leistungen
des Konzerns sowie alle Gesellschaften, die wir gemäß den in der Finanzberichterstattung
geltenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board zum jeweiligen
Bilanzstichtag in den Konsolidierungskreis einbezogen haben, bzw. jene, die in diesem Rahmen wesentliche Umweltwirkungen haben. Als mit Abstand größter Standort des Konzerns bildet Frankfurt den Schwerpunkt unserer Berichterstattung.

Neben der Indikatoren im GRI-Bericht und Nachhaltigkeitsprogramm, veröffentlicht Fraport auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren im Geschäftsbericht. Hierbei handelt es sich um die Globalzufriedenheit (Frankfurt), die Pünktlichkeitsquote (Frankfurt), die Gepäck-Konnektivität (Frankfurt), die Anlagenverfügbarkeit (Frankfurt), die Mitarbeiterzufriedenheit, die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle und die 1.000-Mann-Quote.

Die Finanz-, Personal- und Umweltkennzahlen werden auf Konzern-Ebene über eine SAP-gestützte Anwendung ermittelt und unterliegen derselben Berechnungsmethode. Abweichende Erhebungsmethoden sind im Einzelfall gekennzeichnet. Sämtliche Daten und Informationen wurden von den jeweils zuständigen Fachbereichen/konsolidierten Konzern-Gesellschaften erhoben. Für die Ermittlung der Berichtsdaten werden die in der Praxis üblichen und nach unserem Verständnis angemessenen Methoden, Berechnungen und Schätzungen angewandt. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne GRI-Indikatoren mit gewissen Unsicherheiten behaftet sein könnten.
Ein Teil der im GRI-Bericht veröffentlichten Umweltkennzahlen wurden durch einen externen Umweltgutachter nach EMAS validiert. Diese sind im Bericht farblich hinterlegt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation.

Der Aufsichtsrat der Fraport AG hat bereits 2002 den Corporate Governance Kodex der Fraport AG verabschiedet. Er beschreibt die wesentlichen Grundsätze für die Leitung und Überwachung der Gesellschaft und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (siehe Corporate Governance Kodex der Fraport AG und Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance Bericht).
Im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung haben wir uns zur Einhaltung international anerkannter Verhaltensstandards, wie sie in den Prinzipien des UN Global Compact, der OECD-Leitsätze und der ILO-Kernarbeitsnormen aufgeführt sind, verpflichtet.
Entsprechend unseren Grundwerten Rechtschaffenheit, Integrität, Vertrauenswürdigkeit, Verantwortlichkeit, Transparenz, Loyalität und Fairness haben wir einen hohen Anspruch, auf eine sozial, ökonomisch und ökologisch zukunftsfähige Weise zu wirtschaften und verstehen
Nachhaltigkeit als Zukunftsgestaltung in Verantwortung. Die Reputation, der gute Ruf eines Unternehmens, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs. Wir alle tragen mit unserer Arbeit täglich zur positiven Wahrnehmung von Fraport bei.

Um sie noch stärker im Unternehmen zu verankern, hat Fraport Anfang 2013 zwei eigene Verhaltenskodizes veröffentlicht, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lieferanten auf die Einhaltung dieser grundlegenden Prinzipien verpflichten (siehe Verhaltenskodex für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraport AG/Verhaltenskodex für die Lieferanten der Fraport AG im Bereich Publikationen auf www.fraport.de). Der Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behandelt die Themen Compliance, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte. Analog zum Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enthält der Kodex für Lieferanten außerdem noch die Aspekte Umwelt- und Klimaschutz. Das Dach für alle Selbstverpflichtungen und themenspezifischen Kodizes des Konzerns bildet die Fraport-Policy. Der Verhaltenskodex spiegelt die bei Fraport gelebte Wertekultur wider und bietet unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Handlungsrahmen, mit den wirtschaftlichen, juristischen und moralischen Herausforderungen des Geschäftsalltags verantwortungsbewusst umzugehen und
entsprechend korrekt zu handeln.
Der Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraport AG wurde Anfang 2013 zunächst bei den deutschen Gesellschaften des Fraport-Konzerns eingeführt, anschließend erfolgte eine schrittweise Ausrollung in den Mehrheitsbeteiligungen im Ausland. Für jedes
Tochterunternehmen der Fraport AG wurden die Konzern-Kodizes dabei als eigener Kodex eingeführt, die bei ausländischen Tochterunternehmen auch in der jeweiligen Landessprache veröffentlicht wurden. Hierbei wurden landesspezifische Anpassungen gestattet. Die Übernahme der Verhaltenskodizes ist auch ein wesentlicher Bestandteil der in 2015 ausgerollten Konzern Compliance Management System (CMS) Richtlinie, die von den vollkonsolidierten Tochterunternehmen als Mindestanforderung zu implementieren ist. Durch die gleichzeitige Veröffentlichung der beiden Kodizes als Richtlinien der Fraport AG und auch als Konzernrichtlinien, die durch Beschluss der Aufsichtsorgane der Tochtergesellschaften dort verbindlich angewiesen wurden, sind sie verbindlich umgesetzt worden. Die Schulung zu diesen Themen erfolgt nach dem Schulungskonzept der Fraport AG und innerhalb der Tochtergesellschaften im eigenen Verantwortungsbereich der dortigen Geschäftsführung. Wiederholungsschulungen zum Verhaltenskodex sind im Abstand von drei Jahren vorgesehen. Geschäftspartnern wird keine verpflichtende Schulung angeboten. Alle neuen Beschäftigten im Konzern erhalten eine entsprechende Einführung in den Verhaltenskodex, die zusammen mit dem Arbeitsvertrag unterschrieben wird. Verantwortlich für die verbindliche Einführung der Konzern-Compliance-Richtlinie ist die Abteilung Compliance, Risiko und Wertemanagement und bei den Tochtergesellschaften der lokale Compliance-Beauftragte und die Geschäftsführung.

Fraport engagiert sich an allen Konzernstandorten für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und strebt ein vorsorgendes Umweltmanagement an. Die Umweltpolitik der Fraport AG wurde 2008 vom Vorstand des Unternehmens verabschiedet und unterzeichnet (für weitere Informationen vergleiche Umwelterklärung 2014, S. 6 im Bereich „Publikationen“ auf www.fraport.de). Sie ist damit verbindlich für den gesamten Konzern. Sie basiert auf einem vorsorgenden Ansatz im Umgang mit natürlichen Ressourcen und verpflichtet uns zu umweltgerechtem Vorgehen bei allen Geschäftsaktivitäten. An jedem unserer Konzern-Flughäfen mit Mehrheitsbeteiligung ist ein Umweltmanagementsystem implementiert, das dazu dient, Risiken zu erkennen und zu minimieren. Die langjährigen Erfahrungen des Flughafens Frankfurt im Umweltschutz kommen allen Konzernstandorten zugute, zum Beispiel in Form von Schulungen und fachlicher Unterstützung, auch vor Ort.
Die Konzernbetriebsvereinbarung „Partnerschaftliches Verhalten, Vielfalt und Gleichbehandlung am Arbeitsplatz“ schreibt die Grundsätze der Diskriminierungsfreiheit, der Chancengleichheit, der Förderung von Frauen in Führungspositionen und der Vielfalt, auch Diversity genannt, für Fraport fest. Diese Grundsätze sind Bestandteil bei Personalentscheidungen, Bildungsmaßnahmen, organisatorischen Veränderungen oder auch im Rahmen der Arbeitszeitgestaltung.
„Agenda 2015“ war in den vergangenen Jahren die Unternehmensstrategie für Fraport und richtungsweisend, um den Entwicklungen im Luftverkehr und Veränderungen der Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Mit dem neuen Leitbild wurde die Agenda 2015 in eine
neue Strategie überführt, die ab 2016 im Unternehmen verbreitet wird. Es wirkt in allen Bereichen und ist Leitlinie für künftiges Handeln. Neben dem Unternehmenszweck beschreibt es Ziele, Werte und die Vision (siehe „Unser Leitbild“ in „2015 Kompakt“, S. 8 ff.).
Im Leitbild des Konzerns wurden Ansprüche erarbeitet, die zu wichtigen Themen das Verständnis von Fraport definieren. Unter anderem wurde hier auch unser Führungsverständnis beschrieben. Mit diesen formulierten Ansprüchen wollen wir unserem Führungshandeln eine gemeinsame Orientierung und Verpflichtung geben und auf dieser Basis unseren Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele leisten.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Neben verschiedenen finanziellen Kennzahlen sind bei Fraport auch mehrere Nachhaltigkeitskennzahlen mit der Vorstandsvergütung verknüpft (Vgl. Geschäftsbericht S. 40).

Die Kundenzufriedenheit wird jährlich mit einem bereits etablierten Bemessungssystem ermittelt, und zwar für die Airlines, das Immobilien-Management, die Retail-Immobilien und die Passagiere. Die Zielerreichung wird festgestellt, indem der jeweils relevante Messwert (dabei handelt es sich um eine in Prozentpunkten ausgedrückte Zahl) zu Beginn des Drei-Jahres-Zeitraums mit dem Durchschnitt über diesen Zeitraum verglichen wird. Bei einer Zielübererfüllung beziehungsweise
Zielverfehlung um je volle zwei Prozentpunkte wird der für die Kundenzufriedenheit ausgezahlte Betrag erhöht beziehungsweise gemindert.

Die nachhaltige Mitarbeiterentwicklung knüpft sowohl an die Mitarbeiterzufriedenheit als auch an die Entwicklung des Personalstands an. Die Entscheidung des Aufsichtsrats über den Grad der Zielerreichung orientiert sich an den Ergebnissen des Mitarbeiterzufriedenheitsbarometers (einer jährlich unter den Mitarbeitern der Fraport AG durchgeführten Umfrage) und an der verantwortungsbewussten Entwicklung des Personalbestands unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation des Konzerns.

Weitere Aspekte der Vergütungspolitik für den Vorstand finden Sie im Geschäftsbericht ab Seite 38.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte.

S. Geschäftsbericht ab S. 38

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land.

Wird nicht veröffentlicht.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Flughäfen sind von großem Interesse für die Öffentlichkeit. Sie geben regelmäßig Anlass für gesellschaftspolitische Debatten; dies gilt natürlich besonders für den Flughafen Frankfurt, eines der größten Drehkreuze Europas. Die Fraport AG als Betreiberin bewegt sich im Spannungsfeld sehr unterschiedlicher Ansprüche. So stehen für einige unserer Stakeholder globale Herausforderungen wie der Klimawandel im Vordergrund, für viele Menschen im Flughafenumfeld ist der Fluglärm das wichtigste Thema. Andere Anspruchsgruppen beschäftigen Fragen nach der finanziellen Wertschöpfung des Konzerns und seiner Wettbewerbsfähigkeit sowie dem Erhalt und Aufbau sicherer und attraktiver Arbeitsplätze. Die an uns herangetragenen Anliegen sind äußerst vielfältig und manchmal sogar unvereinbar. Viele Vorschläge können wir umsetzen, aber nicht alle. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass der Informationsaustausch zum gegenseitigen Verständnis und zur Erarbeitung von Lösungen, die breite Akzeptanz finden, beiträgt. Mit seinen Stakeholder-Dialog-Aktivitäten richtet sich Fraport gezielt an alle wesentlichen Anspruchsgruppen des Unternehmens, die von den einzelnen Fachabteilungen identifiziert wurden. Zu ihnen zählen Passagiere, Geschäftspartner, Analysten und Eigentümer, Vertreter von Gesellschaft, Politik und Behörden. Besondere Beachtung gilt den von Fluglärm betroffenen Nachbarn an unseren Standorten und den mehr als 80.000 Beschäftigten (Stand 2014) am Flughafen Frankfurt, als größte Arbeitsstätte Deutschlands, hierunter insbesondere den Fraport-Beschäftigten, für die wir direkt Verantwortung tragen. Intensive Kontakte pflegt der Fraport-Konzern auch zu seinen Hauptkunden, den Fluggesellschaften, um regelmäßig Informationen zu einer Vielzahl von Fragestellungen auszutauschen und operative Maßnahmen abzustimmen. Dialog verstehen wir als wichtiges Instrument, mit dem wir Anregungen für die strategische Ausrichtung des Unternehmens und Hinweise für das Risiko-Management gewinnen. Als „lernende Organisation“ orientieren wir uns außerdem an den Fortschritten in Wissenschaft und Technik.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben.

S. www.fraport.de/verantwortung -> Publikationen -> GRI-Bericht 2015, S. 35 f.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Als Infrastrukturanbieter und Dienstleistungsunternehmen steht für uns der Kunde im Mittelpunkt. Wir betrachten Fluggäste, Fluggesellschaften und die Fracht-Community als unsere Hauptkunden.
Sie wollen wir durch attraktive Angebote und besten Service überzeugen. Mieterinnen und Mieter finden an den Standorten der Fraport AG ein optimales Umfeld für ihr Geschäft. Mit den Behörden arbeiten wir besonders im Bereich Sicherheit eng zusammen. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist für uns eine wichtige Messgröße. Am Standort Frankfurt bestätigten uns unsere Passagiere 2015 erneut, dass sie mit uns zufrieden sind. Die Globalzufriedenheit lag bei 80 %. Damit haben wir unser anspruchsvolles Ziel (≥ 80 % Globalzufriedenheit) das vierte Jahr in Folge erreicht.

Wie in den beiden Jahren zuvor, wurde der Flughafen Frankfurt im Ranking des Marktforschungsunternehmens ServiceValue und der Tageszeitung „Die Welt“ auch 2015 als
„Service Champion“ ausgezeichnet. FRA erreichte innerhalb von fast 2.000 bewerteten Unternehmen und Einrichtungen erneut einen Goldmedaillen-Rang und ist ebenfalls wieder Branchenführer unter den deutschen Flughäfen mit mehr als 8 Mio Passagieren im Jahr.
„Deutschlands bester Flughafen 2015“ heißt ebenfalls Frankfurt. Im Vergleich der zehn größten deutschen Flughäfen des Deutschen Kundeninstituts (DKI) und der „Wirtschaftswoche“ bietet der Flughafen Frankfurt den besten Service, die beste Aufenthaltsqualität und mit mehr als 300 angeflogenen Zielen auch die meisten Destinationen.

Der zivile Luftverkehr ermöglicht weltweite Mobilität, steht für die Erfüllung vielfältiger Transportbedürfnisse und ist elementar für die Wirtschaft, national wie global. Flughäfen, die in der Nähe von Ballungsräumen liegen, bedeuten aber auch eine Belastung für viele Anwohner. An unserem Hauptstandort Frankfurt wird dieses Spannungsfeld besonders deutlich. Dort sieht sich Fraport in der Verantwortung für zehntausende Arbeitsplätze sowie der wirtschaftlichen Bedeutung ihres größten Flughafens für die Exportnation Deutschland und für die Prosperität der Rhein-Main-Region einerseits und für die Lärmbelastung der Flughafenanwohner andererseits.

Unser Ziel ist es, die im Genehmigungsverfahren für den Flughafenausbau auf Basis eine Verkehrsprognose ermittelten und abgewogenen Lärmbelastungen zu unterschreiten. Dies soll insbesondere durch Maßnahmen des aktiven Schallschutzes erreicht werden. Beim aktiven Schallschutz wird der Lärm direkt an der Quelle bzw. durch lärmmindernde Betriebskonzepte und Flugverfahren reduziert. Im passiven Schallschutz, der auf eine Reduzierung am Immissionsort zielt, engagieren wir uns über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus bei der Finanzierung baulicher Schallschutzmaßnahmen. Wie erfolgreich wir mit unseren Schallschutzmaßnahmen sind, wollen wir zukünftig noch transparenter messen. Hierfür werden wir ein Verfahren entwickeln, das ein Monitoring der spezifischen Lärmentwicklung pro Verkehrseinheit (ein Passagier oder 100 kg Fracht) ermöglicht. (Mehr zu unseren Schallschutzmaßnahmen finden Sie im "2015 Kompakt"-Bericht ab S. 52.)

Bei Fraport ist die Förderung von Innovationen sowohl in den Unternehmenszielen als auch in den Führungsgrundsätzen fest verankert. Die praktische Umsetzung stellt dabei hohe Anforderungen an das Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens, denn Innovationen sind bei uns kein Selbstzweck. Vielmehr gilt es, durch die Einführung neuer Techniken und die ständige Optimierung komplexer Prozesse den unterschiedlichen Kundenwünschen zu entsprechen und dennoch betriebswirtschaftlichen Erfordernissen gerecht zu werden. Flexibilität spielt eine entscheidende Rolle. Märkte verändern sich heute schneller und die Luftfahrtindustrie ist von technischen Neuerungen geprägt, deren Bedeutung in allen Betriebsbereichen immer stärker zunimmt. Als Dienstleistungskonzern betreibt Fraport keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, hat sich aber, um alle Potenziale zu nutzen, zweigleisig aufgestellt: Ein unternehmenseigenes Ideenmanagement bündelt die Kreativität der Beschäftigten, während im Innovationsmanagement gezielt Projekte mit externen Partnern entwickelt werden.

Im Innovationsmanagement vernetzt sich Fraport gezielt mit Unternehmen der eigenen Wertschöpfungskette sowie mit „Best Practice“-Unternehmen anderer Branchen. Auch erste Projekte mit Startups – vorzugsweise aus dem Rhein-Main-Gebiet – waren bereits erfolgreich. Mit dem in Frankfurt ansässigen Unternehmen candylabs GmbH werden kreative Konzepte zur digital-basierten Passagieransprache entwickelt. Entstanden ist die Kooperation durch Vermittlung der Initiative f/forward (Frankfurt Forward) des Frankfurter Innovationszentrums. Gemeinsam mit der Firma benjamin GmbH, die auch im House of Logistics and Mobility (HOLM) am Flughafen Frankfurt vertreten ist, simuliert Fraport in einem zweijährigen Projekt eine neue interne Infrastrukturtechnik, die „Fluide Logistik“, und validiert sie für spätere Anwendungsfälle. Seit dessen Gründung im Jahr 2009 arbeitet Fraport mit dem „House of Logistics and Mobility“ zusammen. Die Plattform für interdisziplinäre und branchenübergreifende Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ist im Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen beheimatet. Der Schwerpunkt liegt auf der koordinierten Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und regionalen wissenschaftlichen Einrichtungen. Das Ziel ist, zukunftsweisende Logistikprojekte und technische Entwicklungen zu unterstützen und die Attraktivität des Standorts Frankfurt weiter zu steigern. Fraport profitiert auch von der Lehrforschung der im HOLM ansässigen Frankfurt University of Applied Sciences. Gemeinsam definierte Problemstellungen werden vor Ort am Flughafen Frankfurt bearbeitet und durch Fraport betreut. Hierzu zählen auch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

wird nicht erhoben