5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die zentrale, strategische Verantwortung bzgl. der Nachhaltigkeitsthemen sowie deren Zielerreichung liegt bei der Geschäftsführung. Die Geschäftsführung übernimmt auf Grund der flachen Hirarchie somit gleichzeitig die Rolle des Nachhaltigkeitsbeauftragten. Dadurch können bei jeder Unternehmensentscheidung Nachhaltigkeitsthemen in allen Prozessen berücksichtigt werden.

Auf operativer Ebene ist augenblicklich ebenfalls die Geschäftsleitung zuständig. Dabei wird die Geschäftsleitung durch die externe Unternehmensberatung Thomas Vogt | inova unterstützt.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Wie schon unter Kriterium 3. "Ziele" beschrieben, wurde bisher die Nachhaltigkeitsstrategie nicht verschriftlich, sondern wird vor allem durch das unternehmerische Selbstverständnis der Geschäftsführung getragen. Auf Grund der sehr nahen und direkten Beziehungen zu den einzelnen Interessengruppen werden Nachhaltigkeitsthemen, deren Aspekte und Zielsetzungen zeitnah sowie direkt besprochen und behandelt.

Die Implementierung, Steuerung und Kontrolle aller Prozesse und Maßnahmen wird durch die Geschäftsleitung und deren Stellvertretung/Fachbereichsleitug koordiniert.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Bisher wurden keine Kennzahlen erhoben. Im Anschluss an diesen Bericht erfolgt Zug um Zug die Erhebung entsprechender Kennzahlen um Schlussendlich einen mehrjährigen Vergleich zu ermöglichen.

Auf Grund der Unternehmensgröße gab es auch kein umfassendes Nachhaltigkeits-Controlling. Im Zuge eines noch zu implementierenden Nachhaltigkeitsmanagements werden künftig Kontrollen durch Wiedervorlagen ausgelöst und Dokumente (z.B. Papierverbrauch, Energieverbrauch, Treibstoffverbrauch, etc.) direkt bei Eingang/Erstellung durch Arbeitsanweisung als Kopie dem Nachhaltigkeitsmanagement zugeordnet.

Dabei werden bei Bedarf und bei der Erfassung, schrittweise die in den Dokumenten erfassten Einheiten (Liter, kg, Kubikmeter…) in für das Nachhaltigkeitsmanagement verwendbare Einheiten umgerechnet. So wollen wir eine dauerhafte Vergleichbarkeit gewährleisten.
Das geplante Nachhaltigkeitsmanagement soll in den kommenden Jahren schrittweise implementiert werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Nachhaltigkeit ist eines der zentralen Unternehmensziele für K+B electronic. Wir sind bemüht Nachhaltigkeitsaspekte in allen Unternehmensabläufen einfließen zu lassen. Zudem sind Kundenorientierung, Fairness und Qualität sowie vor allem die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter unser wichtigster Fokus.

Unsere Ziele haben wir in unseren Leitsätzen und unserer Qualitätsgarantie festgelegt.
Außerdem resultiert die Ausrichtung des Unternehmens vor allem auch aus unserem unternehmerischen Selbstverständnis heraus sowie aus der von uns gelebten sozialen und ökologischen Grundhaltung.

Das Qualitätsmanagement in Bad Bergzabern ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und erfüllt alle europäischen Qualitäts-Normen. Darüber hinaus führen wir zusätzliche, weitreichende Sicherheitskontrollen unserer Elektronikkomponenten durch, um unseren Kunden eine größtmögliche Produktsicherheit zu garantieren.

Alle sicherheitsrelevanten Bauteile und Baugruppen werden sofern möglich einer 100%-Kontrolle innerhalb unseres Produktionsprozesses unterzogen. Unter anderem werden dabei Kraft-Wege-Messungen, Spannungs-, Strom- und Widerstandsmessungen sowie mechanische Prüfungen durchgeführt. Bauteile, die diese Prüfungen nicht zu 100% bestehen, werden automatisch aussortiert.

Weiterhin werden einer speziellen Prüfpflicht unterliegende Produkte vorschriftsgemäß geprüft und die Ergebnisse entsprechend dokumentiert, um die Qualität nicht nur zu sichern sondern auch weiterhin zu optimieren.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Auf Grund der geringen Mitarbeiterzahl gibt es kein organisiertes Anreizsystem. Anreize zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen sind künftig geplant, werden jedoch über individuelle Prämien gesteuert. Ein umfangreiches Vergütungssystem ist nicht geplant.

Im Unternehmen existiert weder ein Aufsichts- oder Verwaltungsratsgremium noch ein Beirat, welcher die Zielsetzungen kontrolliert oder evaluiert. Die Einhaltung der Ziele wird allein durch die Geschäftsführung gewährleistet. Es erfolgt auch keine Kontrolle durch weitere Gremien.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Eine offenlegung des Vergütungsmodells findet nicht statt. Als inhabergeführtes Unternehmen werden die Vergütungen individuell und vertraulich vereinbart.

Die Wertschätzung der Arbeit unserer Mitarbeiter*innen ist uns dennoch sehr wichtig. Wir achten daher auf eine leistungsgerechte Vergütung sowie individueller Zusatzvergütungen und -leistungen.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Diese Information unterliegt der Vertraulichkeit und wird nicht veröffentlicht.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Im Rahmen der Tätigkeiten des Unternehmens interagiert dieses mit verschiedenen Anspruchsgruppen, wobei für die Sichtbarmachung der Anspruchsgruppen direkt keine Methode zur Verwendung kommt.

Die Stakeholder der K+B electronic wurden in einem Workshop gemeinsam mit dem DNK-Schulungspartner Thomas Vogt | inova ermittelt, definiert und in einer darauffolgenden Wesentlichkeitsanalyse geordnet.

Die hauptsächlichen Anspruchsgruppen, mit denen das Unternehmen in Kontakt kommt, sind die Kunden selbst sowie Kooperationspartner und Zulieferer, wobei diese auch die wichtigsten Anspruchsgruppen darstellen.

Die wichtigste Anspruchsgruppe für das Unternehmen sind unsere Kunden aus unterschiedlichsten Branchen, die größtenteils aus Unternehmen bestehen, die elektronische und elektrotechnische Bauteile zur Steuerung von Abläufen benötigen.

Die zweitwichtigste Anspruchsgruppe sind unsere Mitarbeiter. 

Die dritte Anspruchsgruppe stellen die Zulieferer dar.

Auf Grund der geringen Mitarbeiterzahl und der flachen Unternehmenshierarchie sind keine organisierten Kommunikationswege erforderlich. Es findet bei Bedarf ein direkter Austausch statt. Bedürfnisse der Kunden werden direkt im Kundengespräch ermittelt und fließen nach Absprache mit der Geschäftsleitung in die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements mit ein.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Für das Unternehmen wurden nachfolgende Interessengruppen Stakeholder identifiziert:
Die Wesentlichen Themen für die Stakeholder sind: 
Der Dialog mit den Stakeholdern erfolgt im Augenblick überwiegend durch persönliche Gespräch im Tagesgeschäft. Vereinzelt wurden während der Erstellung dieser DNK-Erklärung Stakeholderbefragungen durchgeführt und die Ergebnisse in die Nachhaltigkeitsthematik integriert. Zukünftig sollen die Stakeholderbefragungen noch weiter ausgedehnt werden.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Unsere Produkte zeichnen sich durch Qualität, einer langen Lebensdauer und deren Sicherheit aus. Die Produkte werden so entwickelt, dass diese selbst keine oder nur wenig Energie in der Nutzung verbrauchen, allerdings eine breite Palette von Motoren verschiedenster Leistungsstufen damit geschaltet werden können.
 
Auf Grund der Qualität und der langen Lebensdauer der Produkte vermeiden wir einen evtl. frühzeitig notwendig werdenden Austausch. Im Falle eines Defektes werden die Produkte durch Austausch von Einzelteilen wieder Instand gesetzt. Dadurch erreichen wir eine allgemeine Reduzierung der Rohstoff- und Energieressourcen.
 
Verbesserte Sicherheits- und Arbeitsbedingungen durch die Nutzung unserer Produkte, stellen einen aktiven Beitrag zur Sicherheit am Arbeitsplatz für die jeweiligen Nutzer dar.
 
Dezidierte Auswirkungen der Produkte auf ökologische und soziale Bereiche wurden bisher nicht erhoben. Für das Jahr 2022 ist ein CO2-Footprint geplant, der eine Datenbasis für weitere Ermittlungen ergeben soll. Darüber hinaus gehende Projekte sollen in Folge daran anschließen.
 
Alltäglich gewonnene Impulse, Erkenntnisse und Innovationen fließen in die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements mit ein. Aber auch direkte innovative Vorschläge werden, ob aus Externen als auch aus internen Quellen, werden in die Weiterentwicklung mit eingebunden.

Beobachtungen aus „Best-Practice-Cases“ und auch Erfahrungen, die wir in anderen Projekten (seien es artverwandte Projekte oder interdisziplinär) ziehen, werden mit den bestehenden Erkenntnissen verknüpft, um eine stetige Optimierung und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Eine direkte Ansprache gegenüber Interessengruppen bzgl. möglicher Innovationen gibt es derzeit nicht. Allerdings findet zwischen der Geschäftsführung und den Interessengruppen ein reger Austausch statt, der regelmäßig zu Innovationsinput führt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Das Unternehmen K+B electronic hat keine Finanzanlagen.