5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Für die praktische Umsetzung unserer Unternehmensphilosophie wurde der Nachhaltigkeitsbeirat benannt. Dessen Aufgabe ist der Aufbau und die Überwachung unseres integrierten Managementsystems sowie die Beratung, Koordination und Unterstützung der Funktionsbereiche zu allen nachhaltigkeitsrelevanten Themen der Gruppe bzw. der Partner. In der Organisationsstruktur der GVS ist der Nachhaltigkeitsbeirat direkt dem Vorstand unterstellt.

Nachhaltigkeitsbeirat GVS: Das Nachhaltigkeitsteam der GVS-Zentrale hat sich im Juni 2020 zur Erstellung des Nachhaltigkeitsberichtes gebildet. Die Aufgabe besteht darin, das Thema Nachhaltigkeit im Bewusstsein der Mitarbeiter*innen der GVS-Zentrale zu stärken und die Themen in der GVS-Zentrale umzusetzen. Eine weitere Aufgabe der GVS-Zentrale ist es, in den nächsten Jahren weitere Mitgliedsunternehmen zu motivieren und für die Unterzeichnung des DNK sowie die Berechnung der CO2-Bilanz zu gewinnen. Außerdem möchte die GVS-Zentrale die Entwicklung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie für die GVS Group anstoßen und die Umsetzung begleiten. 

Nachhaltigkeitsteam GVS-Zentrale:

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Mit dem Verhaltenskodex der GVS-Zentrale wurden Leitlinien für einen vertrauensvollen Umgang miteinander festgelegt und an alle Mitarbeitenden kommuniziert, mit der Bitte, den Kodex in der Folge konsequent zu leben. Er enthält die wesentlichen Werte und Grundüberzeugungen des Unternehmens und bildet die Basis weiterer konkreter Richtlinien und Regelungen. Die Einhaltung des Verhaltenskodex legt sich das Unternehmen als freiwillige Selbstverpflichtung auf. Der Verhaltenskodex enthält Regelungen zu folgenden Aspekten:
Verhaltensregeln gemäß der DIN EN ISO Normen 9001 und 14001 dokumentierten darüber hinaus schon seit einigen Jahren die Prozesse und bestimmen diesbezügliche Verantwortlichkeiten für die Bereiche Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Für das Jahr 2019 und das Jahr 2020 wurden die Umweltkennzahlen erstmals über einen CO2-Rechner erfasst. Es handelt sich um den TÜV-Nord-geprüften CO2-Rechner für Unternehmen, der unter der Führung der KlimAktiv GmbH aus Tübingen und dem ifeu Institut aus Heidelberg, gemeinsam mit anderen Partnern entwickelt wurde.

Durch die Zertifizierung nach DIN EN ISO Normen 9001 und 14001 welche drei Jahre gilt, vorausgesetzt das Qualitätsmanagement erfüllt weiterhin die Normanforderungen, was nach jeweils einem Jahr mittels Überwachungsaudit überprüft wird, werden ebenfalls Umweltkennzahlen erfasst, wie z.B. der Stromverbrauch pro Mitarbeiter, welcher im Jahr 2019 bei 3.614 kWh lag und im Jahr 2020 bei 2.423 kWh.
Seit 2019 erfasst die GVS-Zentrale nun jährlich die CO2-Bilanz mit dem CO2-Rechner für Unternehmen. Ziel ist es die Entwicklungen der CO2-Emissionen zu monitoren und zu reduzieren. Derzeit finden in der GVS-Zentrale und der GVS-Group Abstimmungen statt, wie das Ziel Klimaneutralität spezifiziert und umgesetzt werden kann. Eine jährliche Erfassung der CO2-Bilanz und der Kontrolle der wichtigsten Emittenten - Logistik und Anfahrtswege Mitarbeitende - sind zentrale Bausteine.

Außerdem werden Qualitätskennzahlen wie zum Beispiel Kundenzufriedenheit und Personalkennzahlen erfasst.


Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator EFFAS S06-01
Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien bewertet wurden. Link

0 Prozent. Eine Bewertung anhand von ESG-Kriterien findet aktuell nicht statt.

Unsere Lieferanten können nicht ausschließlich nach dem Nachhaltigkeitsaspekt ausgewählt werden, hier muss die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen.

Leistungsindikator EFFAS S06-02
Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien auditiert wurden. Link

Eine Bewertung unserer Lieferanten ausschließlich nach Nachhaltigkeitskriterien findet derzeit nicht statt. In der Regel steht für uns die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.

Ein Verhaltenscodex für Lieferanten wurde im Jahr 2021 erstellt und wird unseren Lieferanten in den jährlich stattfindenden Gesprächen vorgestellt. Unsere Lieferanten zeichnen den Verhaltenscodex seit dem Jahr 2021.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
keine
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
keine

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele gibt es bei der GVS-Zentrale keine Vergütungssysteme für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen. Jede/r Mitarbeiter*in trägt gesellschaftliche Verantwortung. Als Verbund von familiengeführten Unternehmen ist es für uns selbstverständlich, dass jede/r Mitarbeiter*in nach besten Kräften daran arbeitet, die gemeinsamen Ziele zu realisieren.
Einen Prozess zur Kontrolle, ob Führungskräfte Nachhaltigkeitsziele erreichen, ist derzeit weder vorhanden, noch ist die Einführung eines solchen geplant. Nachhaltigkeitsziele sind kein Bestandteil der Evaluation der obersten Führungsebene durch das Kontrollorgan.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
keine
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
keine

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Zu den Stakeholdern der GVS-Zentrale gehören in erster Linie die Mitarbeiter*innen, Mitgliedsbetriebe, Kunden, Lieferanten und Verbände. Außerdem die international tätige DHYS Group, Versicherungen, Banken, Behörden, Gesetzgeber, Nachbarn sowie regionale Betriebe. Die GVS-Zentrale steht in intensivem Dialog mit ihren Kunden, Lieferanten, Mitgliedern und Mitarbeiter*innen und baut auf Kundennähe sowie auf ihre traditionell unbürokratischen, flachen Strukturen. So finden sowohl mit Kunden als auch mit Lieferanten jährlich Gespräche statt in denen gemeinsame Ziele vereinbart werden und Verbesserungsmöglichkeiten erörtert werden. Mit unseren Mitgliedern sowie in der DHYS-Gruppe finden regelmäßige Tagungen und Videokonferenzen statt. Die Gruppen stehen in regem Austausch untereinander und miteinander. Für die Mitarbeiter*innen steht die Tür zu einem Gespräch bei allen Führungskräften stets offen, außerdem finden auch hier jährliche Gespräche statt. Mit allen anderen Stakeholdern stehen wir je nach Bedarf per E-Mail, Telefon oder auch persönlich in Kontakt und Austausch.

Die Auswahl der wichtigen Stakeholdergruppen erfolgte ohne die Anwendung einer bestimmten Methode. Die wesentlichen Anspruchsgruppen der GVS-Zentrale ergeben sich maßgeblich durch die Aufgabenfelder, die Funktionen der GVS-Zentrale und den Geschäftsbetrieb. So ergänzen sich die klassischen Stakeholdergruppen. wie Mitarbeiter*innen, Kunden, Lieferanten durch die Mitgliedsunternehmen der Genossenschaft, die Mitgliedschaft der GVS in der DHYS-Group und "klassische" Stakeholdergruppen, wie Banken, Versicherungen, Nachbarn und Behörden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
keine
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
keine

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Wesentlicher strategischer Ansatz der GVS-Zentrale ist der überregionale Erfahrungsaustausch mit den GVS-Partnern. Informationen zu „good practice“ im betrieblichen Management, auf der Produkt- oder Anwendungsebene werden in der GVS-Zentrale gesammelt, ausgewertet und für alle Mitglieder nutzbar gemacht. Das Thema Nachhaltigkeit soll in Zukunft explizit mit einbezogen werden.

Zur Verbesserung im Geschäftsbetrieb wurde ein Ideenmanagement, bei dem die Mitarbeiter*innen ihre Vorschläge einbringen können, erarbeitet. Die Mitarbeiter*innen können ihre Ideen über eine Box einreichen, welche im Anschuss in einem festgelegten Zeitraum geprüft werden. Da die GVS-Zentrale Nachhaltigkeitsaspekte des Geschäftsbetriebs noch strukturierter erfassen und verbessern möchte, werden Ideen zur Verbesserung nachhaltigen Handelns sehr begrüßt. Als Anreiz werden gute Vorschläge mit einer kleinen Belohnung, z. B. in Form eines regionalen Gutscheins, belohnt. Es ist aber kein Ratingprozess mit definierten Kriterien hinterlegt, mit dem die Vorschläge bewertet werden.

Seit dem Erfassungsjahr 2019 werden die wesentlichen ökologischen Wirkungen unserer Dienstleistungen erfasst und in GHG-Protocol konformen CO2-Bilanzen berechnet. Wesentlich sind die hohen CO2-Emissionen maßgeblich durch die vorgelagerten und nachgelagerten Logistikprozesse. Durch Digitalisierungsprozesse, z.B. die Einführung der MDE-Scantechnik im Lager der GVS-Zentrale Ende 2020, konnten Prozesse optimiert werden, wodurch es auch zu einer erheblichen Einsparung von Papier und Zeit kommt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr. Link

Der Leistungsindikator ist für die GVS-Zentrale nicht relevant, da die GVS-Zentrale ein reines Dienstleistungsunternehmen ist und nicht selbst produziert. Es werden keine entsprechenden Investitionen getätigt.
Bisher hat sich die GVS-Zentrale keine eigenen strategischen THG-Reduktionsziele gesetzt, die GVS-Zenrale will sich an den Zielen der GVS-Group orientieren. Die GVS-Group hat sich mit seinen Mitgliedsunternehmen das strategische Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu wirtschaften. Dieses Ziel wird auch die Zentrale für sich anstreben. In den kommenden Jahren gilt es nun alle Geschäftstätigkeiten auf den Prüfstand zu stellen und Reduktionsmöglichkeiten herauszuarbeiten.

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes. Link

Der Leistungsindikator ist für die GVS-Zentrale nicht relevant, da die GVS-Zentrale ein reines Dienstleistungsunternehmen ist und nicht selbst produziert. Es werden keine entsprechenden Investitionen getätigt. Trotzdem sind wir im Bereich unserer Eigenmarken um deine ökologische Weiterentwicklung bemüht.
Leistungsindikatoren zu Kriterium 10 (G4)
Leistungsindikator G4-FS11 Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

Nicht relevant, da wir ein reines Dienstleistungsunternehmen sind und sämtliche Tätigkeiten im Auftrag unserer Mitglieder ausführen.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
keine