5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Der Vorstandsvorsitzende trägt die Verantwortung für den Bereich Nachhaltigkeit und wird dabei vom Aufsichtsrat kontrolliert. Ihm steht seit dem Ende des zweiten Quartals 2019 der Fachbeirat Nachhaltigkeit, bestehend aus vier externen sowie vier internen Mitgliedern, beratend zur Seite. In diesem Kreis wird die Entwicklung des Unternehmens von außen reflektiert und anschließend werden neue Ideen zum Anstoß gegeben. Für alle Mitarbeiter/innen relevanten Themen existiert der Arbeitskreis Kommunikation & Kultur, welcher alle Neuerungen und Veränderungen für die Belegschaft abschließend absegnet. Die Mitglieder setzen sich aus dem Vorstand, der Personalleitung und drei Mitarbeiter/innen des Unternehmens zusammen.

Um abgrenzend einen zentralen Blick aus dem Inneren zu erhalten, wurde zu Beginn des letzten Quartals 2019 eine Arbeitsgruppe für das Thema Nachhaltigkeit gegründet. Hierarchisch wird das Team von einer Mitarbeiterin geführt, welche gleichzeitig den oben genannten Fachbeirat moderiert. Die Verantwortlichkeit, speziell für den DNK-Bericht, wurde der vertretenen Mitarbeiterin aus der Abteilung Vorstandsassistenz übertragen. Des Weiteren besteht der Kreis aus Vertreter/innen der Abteilungen Rechnungswesen/Controlling, Marketing, Underwriting des KCs Komposit Privat und Digitale Prozesse. Das siebenköpfige Team trifft sich regelmäßig in einem Rhythmus von sechs Wochen. Neben der Erstellung des DNK-Berichts wird gleichermaßen eine Geimwohlökonomie-Bilanz angerfertigt. Diese wurde bereits im Jahr 2017 zertifiziert. Im Jahr 2019 wurde damit angefangen, diese zu erneuern.

Damit die Ergebnisse der Arbeitsgruppen flächendeckend in das Unternehmen getragen werden, können alle Mitarbeiter/innen die Entwicklungen auf einem digitalen "schwarzen Brett" einsehen und eigene Vorschläge auf einer Ideentafel hinterlassen. Zusätzlich trägt die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit auf jeder Belegschaftssitzung alle aktuellen Inhalte vor, um den direkten Zugang zu allen Mitarbeiter/innen zu pflegen.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Für einen nachhaltigen Umgang untereinander sowie mit den vorliegenden natürlichen Ressourcen hat gBnet einen Kodex entwickelt, der jedem/r Mitarbeiter/in ausgehändigt wird. Neben den grundsätzlichen Leitbildern eines ethisch korrekten Verhaltens miteinander wird der Kodex dynamisch verbessert. So finden Anregungen aus dem Unternehmen ihren Weg über den Vorstand in den Kodex. Dieser liegt in Form einzelner Karten an einem Schlüsselbund vor, sodass stetig weitere Karten ergänzt, ausgetauscht oder erweitert werden können. Die zentralen Aspekte werden zusätzlich durch charakterisierende Bilder in den Fluren des Geschäftsgebäudes für alle Mitarbeiter/innen visualisiert.

Vorschläge zur nachhaltigen Verbesserung des Unternehmens können über diverse Pfade den Weg zu gBnet finden. Durch den engen Kontakt mit unseren Vermittlern gelangen von außen Vorschläge und Anregungen an den Arbeitskreis/Fachbeirat Nachhaltigkeit. Andererseits sind die Mitarbeiter/innen von gBnet darin frei, eigene Denkanstöße dem Unternehmen zu offenbaren und kommunizieren diese über unser digitales "schwarzes Brett" oder direkt an Mitglieder des Arbeitskreises Kommunikation und Kultur (AK KuK). Der AK KuK ist zuständig für Fragen und Anregungen rund um unser Miteinander, unsere Zusammenarbeit im gBnet-Team und unser Auftreten im Netzwerk. Der AK ist dankbar für alle Impulse aus dem Kollegenkreis, die uns helfen, uns gemeinsam immer weiter in Richtung Kodex zu entwickeln. Ansprechpartner sind alle Mitglieder des AK sowie für schriftliche Mitteilungen der "AK KuK-Briefkasten. Die Vorschläge unterlaufen einer internen Revision, ehe diese vom Vorstand bejaht und an alle Mitarbeiter/innen publiziert werden. Wir planen die Umsetzung eines Nachhaltigkeit-Wettbewerbs. Der Mitarbeiter, der die beste nachhaltige Idee an den AK KuK weitergibt, bekommt eine "Belohnung".

Auf den Belegschaftssitzungen werden alle Änderungen und Neuerungen ein weiteres Mal zusammenfassend vorgetragen. Alle angebundenen Vermittler in ganz Deutschland werden über regelmäßige Newsletter informiert, sodass diese analog einen Anstoß erhalten, sei es zur individuellen Umsetzung oder der Kenntnisnahme, dass ihre Ideen verwirklicht wurden.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Im ersten Quartal jeden Jahres nimmt gBnet eine Messung aller Kennzahlen vor, die für die Planung und das Controlling ausschlaggebend sind. Um die Qualität und Korrektheit der Daten zu sichern, werden standardisierte Abfragen zugrunde gelegt. An dieser Stelle wird bei der Analyse eine Grenze zwischen ökonomischen und nicht ökonomischen Indikatoren gezogen.

Der Prozess unterliegt einer jährlich analogen Struktur. Dabei wird zwischen drei signifikanten internen Ebenen differenziert. Übergeordnet ist der Vorstand mit der Planung/dem Controlling der ökonomischen Kennziffern. Er entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitungen die Vision für die anstehenden Perioden. Nachfolgend sind die Führungskräfte mit der Koordination vertraut, festgelegte Aufgaben ihren Mitarbeiter/innen zuzuordnen. Dabei wird mit allen Mitarbeiter/innen eine jährliche Analyse ihrer Stärken und Schwächen durchgeführt, welches ein individuell zugeschnittenes und definiertes Arbeitsumfeld hervorruft.

Analog zur Analyse der Geschäftszahlen, bewertet gBnet jährlich den Energieverbrauch mit dem Ziel, nachhaltigere Quellen zu nutzen. Mitte 2020 wurde zu Ökostrom gewechselt. Hinzu kommt die Auflistung des Papierverbrauchs, welcher intern und durch Aktivitäten durch gBnet verbraucht wird. Mittels strikter Digitalisierungsplanung wird dieser Konsum kontinuierlich reduziert. gBnet möchte jährlich 10% des Papierverbrauchs senken.

Das Personalmanagement richtet sich nach Werten. Diese Werte bilden zusammen das Leitbild. Die Werte sind allgemein umgänglich, veränderbar und entwickelbar und im Dialog mit den Mitarbeitern weiterentwickelt und fortgeschrieben. Jedem Mitarbeiter werden die Werte ausgehändigt, erläutert und erklärt.

Für das Jahr 2022 ist der Aufbau eines systematischen Nachhaltigkeitscontrolling vorgesehen.

Dieses Nachhaltigkeitscontrolling wird die Qualität der Daten sichern und den Aufwand der Datenerhebung reduzieren.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Die Werte und Verhaltensstandards der germanBroker.net spiegeln sich in unserem Unternehmensleitbild, unserem Verständnis von Führung und Zusammenarbeit und unserem Verhaltenskodex wider.

"Gemeinsam mehr bewegen“ war 2001 der Gründungsgedanke der germanBroker.net AG. Er steht für die feste Überzeugung, dass in dem Prinzip der Kooperation großes unternehme­risches Potenzial liegt. In den Jahren unserer Unternehmensgeschichte bis heute entwickelte er sich weiter: Der Grundstein wurde zur Lebensader, die sich durch alle Bereiche unseres unternehmerischen Handelns zieht.

In unserer Vision von einer besseren Welt profitieren Kunden und Mitarbeiter ebenso von dieser Lebensader wie unsere Netzwerk­partner und die gesellschaftliche Gemeinschaft, für die wir letztlich arbeiten. Wir sind offen, humorvoll, positiv und leistungsorientiert. Das strahlen wir aus, das ziehen wir an. In dieser Atmosphäre der Wertschätzung und Sicherheit bietet sich jedem Mitarbeiter die Chance, sich in seinen Stärken zu erkennen und weiterzuentwickeln.

Diese Leitlinien und Verhaltensstandards stehen allen Mitarbeitern im Intranet, im Fachbereich oder auf unserer Unternehmenshomepage zur Verfügung und wurden vom Vorstand verabschiedet. Alle neuen Mitarbeiter werden auf die Unternehmenswerte, Leitlinien und Verhaltensstandards aufmerksam gemacht.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

gBnet hat sich selbst das Ziel gestellt, allen Mitarbeiter/innen ein faires und leistungsbezogenes Vergütungssystem zu bieten. Durch ein vollständig fixes Gehalt wird der Belegschaft eine hohe Planungssicherheit offeriert, welches sich an mehreren Aspekten bemisst. Zum einen findet in konstanten Perioden ein Quervergleich am Markt statt. Zum anderen bietet das Jahresgespräch zwischen Mitarbeiter/in und Führungskraft die Option, individuelle Anpassungen und Vorstellungen zu diskutieren.

Generell gilt, dass durch die individuelle Arbeitsplatzbeschreibung und deren jährliche Optimierung, jede/r Mitarbeiter/in effizient nach den persönlichen Bedürfnissen eingesetzt wird. Erreicht gBnet seine Planungsziele, so erhält die gesamte Belegschaft eine zusätzliche Vergütung für das vergangene Geschäftsjahr. Eine Grenze zwischen Führungskräften und den Mitarbeitern/innen wird dabei nicht gezogen.

Darüber hinaus definiert gBnet ein weiteres nicht monetäres Anreizsystem, um den individuellen Druck zu dezimieren und die natürliche Regenerationsfähigkeit zu optimieren. Hierunter zählen diverse Angebote und Bonifikationen für den persönlichen Alltag und die Ausgestaltung der eigenen Freizeit. Des Weiteren unterstützt gBnet bei der Ernährung, bietet ab dem zweiten Quartal 2020 Sportkurse sowie berufliche Anpassungen auf persönliche Bedürfnisse. Ökologische Nachhaltigkeitsziele sind im Vergütungssystem noch nicht integriert, sind aber ab dem Berichtsjahr 2023 geplant.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

a. Aus Geheimhaltungsgründen des Unternehmens werden die Vergütungsarten i., ii., iii., iv. und v. nicht definiert.

b. Eine Vergütungspolitik nach ökologischen und sozialen Themen ist nicht definiert, es wird derzeit geprüft bis wann eine entsprechende Vergütugspolitik abgeschlossen werden kann. Die Umsetzung ist für das Berichtsjahr 2023 geplant.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Verpflichtende Indikatoren
           - 2018: 36.980,00 €
           - 2019: 34.497,00 €

Zur Wahrung des Geschäftsgeheimnisses wird das Verhältnis der am höchsten bezahlten Person der Organisation zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten nicht erhoben.

Für 2019 wurde ein höherer Medianverdienst gemeldet, da dort der Durchschnittswert genommen wurde. Ab dem Berichtsjahr 2020 wird eine einheitliche Berechnungsmethode verwendet, die für die nächsten Berichtsjahre auch gilt.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die germanBroker.net AG wurde als Servicegesellschaft von Maklern für Makler gegründet und hat bis heute aufgrund zunehmenden Engagements zahlreiche Anspruchsgruppen entwickelt. Diese ergeben sich unter anderem aus unserer alltäglichen Arbeit sowie der Unternehmensstruktur und bilden den Grundpfeiler des Unternehmens. Insbesondere zählen hierzu die Makler, Mitarbeiter, Kunden der Makler, Kooperationspartner und Ratingagenturen.


Da der Unternehmenserfolg maßgeblich von den Maklern und Mitarbeitern abhängt, werden diese auch in die Entscheidungs- und Steuerungsprozesse eingebunden.
Es wird mit den eigenen Mitarbeitern und mit den Partnermaklern kommuniziert, um Interessen zu vertreten.
germanBroker.net hat als Aktiengesellschaft eine genossenschaftsähnliche Struktur und die Gesellschaftsanteile liegen bei den Partnermaklern. Der Aufsichtsrat besteht ausschließlich aus gBnets Partnermaklern, genauso wie die Hauptversammlung.
Zudem besteht dauerhafte Kommunikation mit den Versicherern und mit den Kunden. Die dritte Anspruchsgruppe sind die Verbände. Durchgeführt wird der Informationsaustausch durch pesönliche Gespräche, Workshops, Fachbeiratssitzungen, Partnertagen, Messen etc.

Neben unserer Website nutzen wir regelmäßige Newsletter, um angehörige Gruppen zu informieren. Darüber hinaus veranstalten wir regional und überregional zahlreiche Veranstaltungen, zu denen alle Makler eingeladen sind. Um diesen den anschließenden Kontakt zu ihren Kunden zu erleichtern und den Wissensfluss sinngemäß an die Kunden weiterzutragen, schulen wir die uns angebundenen Vermittler in den Bereichen Produktneuerungen, Verkaufsanreize, Marktvergleiche und im technischen Prozess der Angebotserstellung.
Unser Fachbereich Consulting befasst sich hauptsächlich mit der Makler-Betreuung und steht den Maklern darüber hinaus hilfestellend zur Seite.

Betriebsintern hat sich unser Arbeitskreis Kommunikation & Kultur etabliert, welcher ein offenes Ohr für alle Mitarbeiter hat, und sich deren Ideen und Wünsche annimmt und dem Vorstand vorträgt. Zudem finden mehrmals im Jahr Teamsitzungen statt, in denen alle Mitarbeiter zu aktuellen Themen informiert werden.
Stehen Projekte oder betriebsinterne Entscheidungen an, wird frei nach dem „Bottom-up“-Prinzip ein Arbeitskreis oder Workshop mit interessierten und motivierten Mitarbeitern gebildet, welche sich bei den gegebenen Themen freiwillig einbinden möchten.

Speziell in Bezug auf Nachhaltigkeit haben wir 2018 den Fachbeirat Nachhaltigkeit gegründet, der sich mit der nachhaltigen Gestaltung des Unternehmens, nachhaltigen Projekten, nachhaltigen Versicherungsprodukten und vielem mehr befasst. Dieser besteht ebenfalls aus Mitarbeitern, angebundenen Maklern und einem Externen. Seit Juni 2019 haben wir eine dedizierte Seite in unserem Intranet, die die Makler über unsere Fortschritte zum Thema Nachhaltigkeit informiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Bei wichtigen Unternehmensentscheidungen werden bei der Entscheidungsfindung die Makler/innen miteinbezogen, z. B. über die Fachbeiräte, die mit Makler/innen besetzt sind. Seit 2018 besteht auch ein Fachbeirat Nachhaltigkeit, der die nachhaltige Entwicklung der gBnet selbst mit beeinflusst. Mitsprache bei bestimmten Entscheidungen haben auch die Mitarbeitenden, die die Möglichkeit eines ständigen Austauschs, nicht nur mit der Leitungsebene, sondern auch direkt mit dem Vorstand, nutzen können. Der Arbeitskreis KuK, der an vielen Entscheidungen beteiligt ist, finden sich Mitarbeitenden aus verschiedensten Bereichen des Unternehmens, um eine ausgewogene Basis für Entscheidungen sicherzustellen. Das Unternehmen legt großen Wert auf Austausch, auch mit Kooperationspartner/innen, und gegenseitiges Verständnis. Der Austausch mit den Makler/innen wird über verschiedene Kanäle gesichert.

Insbesondere gBnets Aktionäre und Fachbeiräte werden in Sitzungen miteingebunden. Sie können jederzeit wichtige Themen und Anliegen äußern, nicht zuletzt bei gBnets Investors Club und bei der Hauptversammlung. Es können sich aber auch alle Anderen mit Themen und Anliegen miteinbringen. Dazu hat gBnet einen Workflow für das Beschwerdemanagement fest definiert, wodurch jeder, der ein Anliegen geäußert hat, auch eine Rückmeldung erhält.

Wichtige Themen und Anliegen sind z.B.: die Gewinnung von Neukunden, die Pflege von Bestandkunden, und die Entwicklung von nachhaltigen Versicherungsprodukten (Nachhaltige Versicherungsleistungen im Schadenfsall sowie niedrige CO2-Bilanz in der gesamten Konzeption).

Im Berichtsjahr 2020 wurden keine berichtsjahrspezifischen Anliegen von gBnets Stakeholdern im Einzelnen geäußert.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Als gut vernetzter Dienstleister können wir jedoch nicht nur die Leistungserbringung selbst beeinflussen, sondern vor allem auch unsere Geschäftspartner sowie die Leistungsempfänger selbst.

Beispielsweise arbeiten wir stetig daran, den kompletten Lebenszyklus einer Versicherungspolice weitestgehend papierlos abzuwickeln. So ist die reguläre Antragstellung komplett digital. Die Papierpolice wird zurzeit auf ein Minimum reduziert, die Korrespondenz mit dem Makler wird ebenfalls sukzessive auf digitale Kanäle verlegt. Die Briefe, die wir verschicken müssen, lassen wir überwiegend von einem klimaneutralen Druckdienstleister versenden. Unsere gesamte Betriebsstätte bezieht ab Mitte des Jahres 2020 ausschließlich Ökostrom aus Sonnen- und Windenergie. Auch hier haben wir mit Bedacht gewählt und uns für einen Energielieferanten entschieden, der mit einem festen Teil seiner Einnahmen die Verbreitung regenerativer Energiequellen vorantreibt. Hier bieten wir unseren Geschäftspartnern Anreize, ebenfalls auf diese Art des Energiebezuges umzusteigen. Das nahezu wichtigste Projekt ist unser eigener „gBnet-Wald“, der in fußläufiger Entfernung zu unserem Geschäftssitz entstehen soll. Damit möchten wir lokal, transparent und langfristig zu einer besseren Umwelt beitragen. 

Produktseitig befassen sich unsere Beiräte vorrangig damit, Leistungen und Rahmenbedingungen zu entwickeln, die dem Endkunden die Möglichkeit geben, direkt und indirekt zur Nachhaltigkeit beizutragen. Nachhaltig bedeutet dabei nicht ausschließlich ökologisch, sondern auch ökonomisch und sozial. Bei der Auswahl unserer Risikoträger legen wir nun vorrangig Wert drauf, dass die Beitragsanteile im Sinne der ESG-Kriterien angelegt werden. Wir bieten ein wachsendes Angebot an nachhaltigen Investments und Leistungen in der Sachversicherung, die den Kunden zu nachhaltigen Handeln animieren sollen. Als Konzeptentwickler haben wir entgegen der großen Versicherer eine hervorragende Position am Markt, die es uns erlaubt, entschlossen, flexibel und zugleich kundenorientiert zu agieren, auf neue Trends zu reagieren, und innovative und einzigartige Ideen schneller zu verwirklichen, während genannte Versicherer teils jahrelang an einem Bedingungswerk festhalten. Unsere Eigenschaft als Innovationstreiber wissen unsere Risikoträger und Partnerunternehmen zu schätzen, denn oftmals nehmen diese unsere Impulse mit in die eigene Entwicklung auf, sodass sich diese auf die gesamte Branche ausweiten.

Zusätzlich ist die Grundkonzeption für ein Grünstrom-Angebot ab 2020 erstellt worden. Wir beziehen Grünstrom von Naturstrom und bieten für unsere Partnermakler Sonderkonditionen an, damit sie den Anbieter Naturstrom vergünstigt nutzen können. Dies gehört zu gBnets Geschäftspartnerpflege. Damit wird nicht nur die CO2-Bilanz bei gBnet im Haus gesenkt, sondern auch die bei den Partnermaklern.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

gBnet hat aktuell keine Umwelt- oder Sozialkriterien zur Auswahl ihrer Finanzanlagen definiert. Das Unternehmen möchte jedoch zukünftig auf einen 100%igen Wert der Finanzanlagen, die eine positive Auswahlprüfung nach Umwelt- und/oder sozialen Faktoren durchlaufen, kommen und entwickelt hierzu einen Kriterienkatalog. Es ist geplant, dass gBnet einen entsprechenden Kriterienkatalog bis Ende 2021 abstimmt.