5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Hauptverantwortlich für die Unternehmensstrategie und somit Nachhaltigkeit ist Geschäftsführer Johannes Skowron. 
Allerdings ist jeder einzelne Mitarbeiter dazu angehalten, Nachhaltigkeit als oberste Priorität des eigenen Handelns zu verstehen. Alle Entscheidungen sollen entsprechend ausgerichtet sein und auch umgesetzt werden.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Da die Unternehmensstrategie nachhaltig ist, wird Nachhaltigkeit permanent berücksichtigt. Re-Athlete wählt bei Entscheidungen immer die nachhaltige Alternative unter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten.

Jede geplante Tätigkeit, gleich welche Richtung oder welches Thema, ist für Re-Athlete unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu betrachten. Das Unternehmen versteht Nachhaltigkeit als ein komplexes und ganzheitliches Thema und versucht daher, den eigenen Ansprüchen dadurch gerecht zu werden, indem beispielsweise Projekte von mehreren Seiten beleuchtet werden. Soll zum Beispiel ein neues Produkt zum Wiederverkauf ins Sortiment aufgenommen werden, muss das dazugehörige Konzept entsprechend passen. Ist dies nicht gegeben, erfolgt auch keine Aufnahme eines solchen Produktes. 

Darüber hinaus gibt es bestimmte Grundregeln, bspw. in der Partnerauswahl und Produktion, da wir aufgrund bechriebener Kriterien nur in Deutschland produzieren und unsere Partner aus der EU beauftragen. Somit sind Arbeitnehmerrechte und Umweltbelange geschützt.

Der Slogan des Unternehmens "Recycled. Regional. Responsible." ist nicht nur als Außenwerbung gedacht, sondern wird von den Mitarbeitern in ihren Entscheidungen auch ausgelebt. Daher sind die Mitarbeiter auch dazu angehalten, sich daran zu orientieren und auszurichten.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Da Re-Athlete ein noch sehr junges Unternehmen ist (Startup), wurden bisher noch kein Kennzahlensystem und keine Leistungsindikatoren genutzt.
Das Unternehmen ist aber bestrebt, dies bei steigendem Wachstum einzuführen, um einerseits eine Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen für Stakeholder zu schaffen, aber auch für die interne Vergleichbarkeit zwischen mehreren Berichtsperioden. Die Tendenz geht dahin, sich frühzeitig mit dem Leistungsindikatorenset der Global Reporting Initiative (GRI) auseinanderzusetzen, um auch international nach der Best Practice Informationen bestmöglich offenzulegen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Der Slogan "Recycled. Regional. Responsible." wird nach außen und innen ausgelebt. 
Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften sind somit Grundwerte im Unternehmen. Da das Team noch sehr klein ist, werden flache Hierarchien ausgelebt, bei denen jeder Mitarbeiter das Gefühl haben soll, ein wichtiger Teil der Unternehmung zu sein.
Wie schon erwähnt, soll mittelfristig ein Code of Conduct verfasst werden, der auch Verhaltensregeln innerhalb des Unternehmens festlegt. Respekt, Gleichberechtigung und Partizipation sind wichtige Werte von Re-Athlete.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Da die Unternehmensstrategie nachhaltig ist, ist Nachhaltigkeit auch in diese integriert. Spezielle Vergütungssysteme hinsichtlich Nachhaltigkeit gibt es daher nicht. Das Unternehmen und alle Mitarbeiter sind vom Selbstverständnis aus auf die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Soziales ausgerichtet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Auf eine faire Vergütung der Mitarbeiter wird geachtet.

Für die Geschäftsführung gilt keine gesonderte Vergütungspolitik. Die Vergütung erfolgt in Festanstellung zu einem Fixgehalt. In der Vergangenheit wurden evtl. Gewinne genutzt um Rücklagen zu bilden, da wir als Startup in der Textilbranche stark unterschiedlichen Auslastungen unterliegen. 

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Das höchste Gehalt ist nicht um ein Mehrfaches höher als das geringste.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Im Rahmen der Entwicklung der Unternehmensstrategie wurden die wichtigsten Stakeholder identifiziert.
Mit den Mitarbeitern wird im Team ein kontinuierlicher Dialog geführt, ausschließlich über persönliche Gespräche. Auch mit Kunden und Lieferanten wird der Austausch vornehmlich über persönliche Gespräche vorgenommen.

Re-Athlete sieht die Identifizierung der Stakeholder allerdings als stetigen Prozess. Neue Herausforderungen und Wachstum führen zu einem sich stets erweiternden Spektrum an Stakeholdern.

Das Unternehmen sieht auch die Umwelt als einen wichtigen Stakeholder an, gerade da aus dem komplexen Ökosystem des Meeres das Plastik als Grundstoff für die nachhaltige Sportswear entnommen wird. Jeder Mitarbeiter ist dazu angehalten, im beruflichen als auch im privaten Kontext auf einen umweltfreundlichen Lebensstil zu achten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Re-Athlete führt Gespräche mit Stakeholdern vornehmlich persönlich. Kurze Kommunikationswege und direkte Absprachen sind daher wichtig. 

Die wichtigsten Stakeholder von Re-Athlete sind die Kunden, Geschäftspartner, Kooperationspartern, die Umwelt und die Mitarbeiter.

Durch den steten Austausch mit den einzelnen Gruppen lassen sich Probleme zeitnah und bestmöglich lösen. Aufgrund der Größe des Unternehmens wurde noch keine gezielte Analyse der Stakeholder durchgeführt. Die Re-Athlete UG kommuniziert aber intern wie extern eine offene und gesprächsbereite Unternehmenskultur. 

Wichtige Themen sind die Zufriedenheit, die Komplexität des Nachhaktigkeitprozesses, Schutz der Privatsphäre und individuelle Gestaltung von Kooperationen.

Bei stetigem Wachstum soll langfristig auch eine genaue Analyse der einzelnen Stakeholder vorgenommen werden, da das Wachstum des Unternehmens auch eine steigende Anzahl der Stakeholder beinhaltet. Bisher gab es keine gezielten Maßnahmen wie Umfragen oder Analysen.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die nachhaltige und recycelte Sportswear von Re-Athlete wird als vollständiger Prozess so nachhaltig und ökologisch wie möglich gehalten. Der verwendete Stoff besteht aus recyceltem Ozeanmüll und ist somit Teil eines Upcyclingprozesses. 

Alles, was darüber hinausgeht, geht von den Mitarbeitern aus, die ihre Ideen und Projekte ebenfalls von vornherein nachhaltig auslegen. 

Aus Sicht des Unternehmens ist diese Vorgehensweise zukunftsweisend und auch die notwendige Wirtschaftsweise. Den Recyclingprozess bzw. die Wiederverwertung von schon bestehenden Rohstoffen und die damit einhergehende Vermeidung von neu produziertem Plastik sehen wir bei Re-Athlete als alternativlos, ökologisch als auch ökonomisch an.

Die Erstellung von Produktlebenszyklen ist eines der mittelfristigen Zielen der Re-Athlete UG. Somit sollen Entwicklungen transparenter und Fortschritte messbar gemacht werden. 

Eine CO2-Bilanzierung der einzelnen Produkte wird noch nicht vorgenommen. Aber auch hier sollen mittelfristig Standards eingeführt und überprüft werden.

Auch das bereits erwähnte Vorhaben, eine Code of Conduct einzuführen, spielt im Innovations- und Prozessmanagement eine große Rolle für Re-Athlete. Über einen solchen Kodex sollen dann Partner noch stärker als bisher selektiert werden, was zu einer ökologischeren Bilanz führen wird.

Die aktuellen Mitarbeiter sind in den Bereichen Nachhaltigkeit und Umweltschutz bereits eingearbeitet. Auch in Zukunft soll bei der Auswahl der Mitarbeiter darauf geachtet werden, Mitarbeiter auszuwählen, die sich mit der Thematik identifizieren können.

Ein weiteres Anliegen des Unternehmens ist es, seine Mitarbeiter langfristig in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz weiterzubilden. Dazu gehören zum Beispiel Workshops oder Fortbildungen für Mitabeiter.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Alle Geldanlagen der Re-Athlete UG sind bei der Triodos Bank angelegt. Europas führende Nachhaltigkeitsbank investiert in ökologische und soziale Projekte und ist seit Gründung der Ansprechpartner in allen Finanzbelangen.

Die Geldanlagen bei der Triodos Bank haben somit stets eine positve Auswirkung auf ökologische und soziale Aspekte. Die genauen Auswirkungen in einzelne Projekte können wir nicht nennen und deshalb nicht berichten.

Ansonsten findet bisher kein Kapitalinvestment in Finanzanlagen statt.