5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die Geschäftsleitung lenkt als höchstes Leitungsorgan die Geschicke der ASSMANN BÜROMÖBEL GMBH & CO. KG. Sie steuert und überwacht auch die Nachhaltigkeitsstrategie. Dirk Aßmann vertritt als Geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen in allen Belangen nach innen und außen und verantwortet unter anderem Produktion und Managementsysteme, während der erste Führungskreis der Prokuristen fokussiert für die Bereiche Marketing und Vertrieb, Technische und Kaufmännische Leitung, Organisation und Personal zuständig ist. Die operative Führungsstruktur von ASSMANN gliedert sich in die Unternehmensbereiche Produktion und Vertrieb. Damit sind die Verantwortlichkeiten bei gleichzeitiger Minimierung der Schnittstellenanzahl klar zugeordnet.
Grundsätzlich richtet sich die Geschäftsleitung an der jährlichen Wirtschaftsplanung und dem monatlichen Berichtswesen aus. Alle Mitarbeiter werden aktiv dazu angehalten, gemeinsam die Unternehmensziele umzusetzen. Die Geschäftsleitung setzt dabei auf einen offenen Kommunikationsaustausch auf Augenhöhe und fördert das abteilungsübergreifende Denken und Handeln. Täglich finden Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat bezüglich der Mitarbeiterinteressen und eventueller Probleme statt. Die Geschäftsleitung wird zu umwelt- und mitarbeiterbezogenen Themen von dem Umweltbeauftragten, dem Personalleiter, dem Nachhaltigkeitsbeauftragten und dem Betriebsrat beraten.
Bei ASSMANN wird die Nachhaltigkeitsstrategie durch das Team Nachhaltigkeit weiterentwickelt, das durch den Nachhaltigkeitsbeauftragten, der zusätzlich für die Prozessorganisation bei ASSMANN verantwortlich ist, koordiniert wird. So wird der Nachhaltigkeitsgedanke immer in der Prozessentwicklung berücksichtigt. Zudem besteht das Team aus Dirk Aßmann, zwei Mitgliedern der Geschäftsleitung und der Leitungen der Bereiche Personal, Industrial Engineering und Marketing & Kommunikation. Das Team trifft sich quartalsweise, um die Stände der Zielerreichung zu besprechen und weitere Maßnahmen zu entwickeln. Der Geschäftsführer ist verantwortlich für den Umweltschutz im Unternehmen.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Unter Kriterium 3 „Ziele“ wird auf unser Nachhaltigkeits- und Umweltprogramm verwiesen, welches jährlich auf Grundlage der EMAS-Richtlinie in puncto Zielformulierung und -erreichung evaluiert wird. Unter Kriterium 5 „Verantwortung“ ist die Operationalisierung der Nachhaltigkeitsstrategie dargestellt. Die erforderlichen Regeln und Prozesse ergeben sich aus den zertifizierten Umwelt- und Qualitätsmanagementsystemen, die uns dabei unterstützen, die Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich umzusetzen, vgl. Kriterium 1 „Strategische Analyse und Maßnahmen“. Flankiert wird dies im operativen Geschäft durch den täglich gelebten fortlaufenden Verbesserungsprozess. ASSMANN setzt das Prinzip des Kaizen in den Prozessen, der Qualitätssicherung und in der Produktrealisierung ein und identifiziert Verbesserungspotenziale in allen Bereichen durch ein Vorschlagswesen. Die Themen aus der Nachhaltigkeitsstrategie werden in die regelmäßig stattfindenden internen Audits eingebunden, bei Abweichungen Maßnahmen entwickelt und zusammen mit dem ersten Führungskreis überwacht.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Die für die interne Planung und Kontrolle wesentlichen Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit ergeben sich in erster Linie aus den zertifizierten Umwelt- und Qualitätsmanagementsystemen. Die Kennzahlen nach EMAS sind detailliert auf S. 58-67 der Umwelterklärung 2019 dargestellt, die entsprechenden Kernindikatoren auf S. 68-81. Darüber hinaus referenziert der GRI-Inhaltsindex im Nachhaltigkeitsbericht 2017 auf S. 90-98 auf die für ASSMMAN relevanten Leistungsindikatoren aus den Kategorien „Wirtschaftlich“, „Ökologisch“ sowie „Gesellschaftlich“ mit den entsprechenden Unterkategorien. Diese Indikatoren werden kontinuierlich geführt. Die Zielerreichung wird in den Fachabteilungen kontrolliert, vgl. dazu auch Kriterium 5 „Organisation“.
Jährlich wird der Umweltkreis durchlaufen (vgl. Umwelterklärung 2019 S. 46): Er besteht aus Umweltbetriebsprüfung und Compliance (Rechtsvorschriften-)Audit - dieses wird durch regelmäßige Besuche eines externen Beraters nach einer Checkliste im Zuge der Umweltbetriebsprüfung durchgeführt -, sowie Umweltprogrammmaßnahmen und der Prüfung der Einhaltung unserer Umweltpolitik. Im Rahmen der nunmehr 22jährigen EMAS-Registrierung liegen belastbare Daten über lange Zeitreihen hinweg vor; seit 2012 erfolgt zusätzlich die Berichterstattung nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative GRI. Beide werden regelmäßig durch den TÜV bestätigt. In unserer Umwelterklärung und dem Nachhaltigkeitsbericht stellen wir wesentliche Leistungsindikatoren in einer 3-Jahres-Übersicht dar, um dem Leser ein möglichst transparentes Bild unserer Leistung geben zu können.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Für alle Mitarbeiter gilt verbindlich das Nachhaltigkeitsleitbild mit Unternehmens- und Umweltpolitik, wie es auch auf S. 15-16 der Umwelterklärung 2019 veröffentlicht ist. Dort wird unter den Punkten „Wirtschaftliches Handeln“, „Ethisches Handeln“, „Gesellschaftliche Verantwortung“, „Erfolgsfaktor Mensch“, „Produktverantwortung“, „Kundenorientierung“, „Verantwortung in der Lieferkette“, „Ressourcenproduktivität und Klimawandel“ sowie „Ständige Verbesserung“ umfassend das Selbstverständnis des Unternehmens ASSMANN und die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in das tägliche Handeln dargestellt.
Im Jahr 2017 wurden darüber hinaus hierarchieübergreifend Führungsgrundsätze für das Unternehmen erarbeitet und sind Grundlage unseres Umgangs mit den Menschen bei ASSMANN auf allen Ebenen: von den Auszubildenden bis zur Geschäftsleitung.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die gesamte Arbeitsorganisation bei ASSMANN ist nach dem Kaizen-Prinzip ausgelegt. Alle Mitarbeiter arbeiten im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsleitbild sowie der Unternehmens- und Umweltpolitik. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, insofern ist das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen grundsätzlicher Bestandteil des Wirtschaftens. Mit Ausnahme der leitenden Angestellten fallen alle Mitarbeiter unter Kollektivvereinbarungen. Ihre Entlohnung erfolgt nach Tarifvertrag und den darin vereinbarten Lohn- und Gehaltsgruppen.
Neben den aus unserem Nachhaltigkeitsleitbild und unserer Unternehmens- und Umweltpolitik abgeleiteten individuellen variablen Vergütungsanteilen unserer Führungskräfte wurde auch für die tariflich beschäftigten Mitarbeiter ein zusätzlicher Anreiz geschaffen, ihr Tun auf diese Ziele auszurichten. In 2018 wurde eine Qualitäts- und Erfolgsprämie eingeführt, die die Mitarbeiter sowohl im direkten als auch im indirekten Bereich zusätzlich am Ergebnis guter Arbeit beteiligen soll. Relevante Bewertungsaspekte sind neben bereichsspezifischen Kennzahlen auch unternehmensübergreifende Kriterien wie die Produktivität und die Kundenzufriedenheit, die in allen Bereichen in die Prämie einfließen. Über ein Punktesystem kann für die Mitarbeiter nachvollziehbar ein Prämienwert ermittelt werden. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Testphase ist diese Prämie seit Herbst 2018 Teil der Entlohnung. Über einen Steuerkreis, in dem neben der Personalleitung und der kaufmännischen Leitung auch der Betriebsrat vertreten ist, wird monatlich die Kennzahlentwicklung überwacht und es werden bei nachhaltig negativen Entwicklungen mit den Bereichsleitern Maßnahmen zum Gegensteuern erarbeitet.
Ein besonderer Fokus wird über alle Bereiche auf die Qualität gelegt. Fehlerhafte Produkte und Reklamationen führen zu erhöhtem Materialeinsatz und Transportaufwand sowie zu erhöhten Kosten. Daher werden sowohl die Reklamationsquote als zentrales Bewertungselement als auch Fehlerquoten in verschiedenen Bereichen, insbesondere der Produktion, in die Prämie einbezogen.
Die Überprüfung der Ziele auf oberster Ebene erfolgt im Rahmen von internen Audits. Das Auditteam, bestehend aus dem Qualitätsmanagementbeauftragten, dem Umweltmanagementbeauftragten und dem Nachhaltigkeitsbeauftragten, integriert die Nachhaltigkeitsziele in die internen Bereichsaudits, deren Ergebnisse in Maßnahmengespräche mit den jeweils verantwortlichen Mitgliedern der Geschäftsleitung Eingang finden. Abweichungen und erfolgsrelevante Faktoren werden im Managementreview dem geschäftsführenden Gesellschafter vorgelegt. Eine darüber hinausgehende Evaluation durch einen Aufsichtsrat oder Beirat erfolgt nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Aus Wettbewerbsgründen berichtet ASSMANN nicht über die Vergütung der Geschäftsführung.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Aus Wettbewerbsgründen berichtet ASSMANN nicht über das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters zum mittleren Niveau der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Bereits für den ersten Nachhaltigkeitsbericht wurden unter Berücksichtigung der Stakeholder und unter Beachtung des Nachhaltigkeitskontextes Aspekte und Themen identifiziert, die es den interessierten Stakeholdern ermöglichen, sich ein vollständiges Bild der Nachhaltigkeitsleistungen von ASSMANN zu machen. Dass wir mit der Ermittlung dieser Themen grundsätzlich die Bedürfnisse unserer Interessengruppen korrekt abbilden, wird uns regelmäßig gespiegelt. In Mitarbeitergesprächen, sowohl in täglichen Kurzbesprechungen als auch in Mitarbeiterjahresgesprächen, die mit allen Mitarbeitern durchgeführt werden, zeigen unsere Kolleginnen und Kollegen Verbesserungspotenziale auf und bekommen Rückmeldungen zu ihrer Entwicklung. Im Dialog mit unseren Lieferanten, der sowohl - bei Bedarf - spontan als auch regelmäßig in Lieferantenaudits und turnusmäßigen Lieferantenentwicklungsgesprächen stattfindet, schaffen wir gute Voraussetzungen für deren enge Einbindung in unsere Prozesse. Mit unseren Kunden - und dabei insbesondere mit dem Fachhandel - stehen wir in engem Austausch durch die enge Betreuung durch unseren Außendienst vor Ort wie auch telefonischen Support. Anliegen werden in strukturierten Prozessen intern bearbeitet und verlässliche Auskunft und Problemlösung können dadurch zeitnah gewährleistet werden. Darüber hinaus sind wir im Rahmen unserer Verbandsarbeit nah an relevanten Themen der Branche, treiben Nachhaltigkeitsthemen voran und bekommen Feedback zu unserem Handeln.
Für den Nachhaltigkeitsbericht 2017 haben wir insbesondere die Priorisierung der als wesentlich identifizierten Themen überprüft. Dafür hat das Team Nachhaltigkeit in einem Workshop alle berichteten Aspekte sowie Themen, die durch den kontinuierlichen Stakeholderdialog an uns herangetragen wurden, kritisch analysiert. Die Ergebnisse dieses Analyseprozesses wurden in einer Wesentlichkeitsmatrix (S. 27 Umwelterklärung 2019) festgehalten. Die Aufstellung der Stakeholder wurde sehr umfassend vorgenommen, da sie zukünftig auch als Grundlage der Bewertung der Unternehmensprozesse und zur Ermittlung von Chancen und Risiken dient. Das Vorgehen und die Darstellung wurde u. a. im Rahmen des 10. Rankings der Nachhaltigkeitsberichte von IÖW und future als Best-Practice-Lösung präsentiert.
Für den Bericht 2020 werden Stakeholdergruppen systematisch aktiv befragt und die Ergebnisse werden Eingang in die Wesentlichkeitsanalyse finden. So sollen noch gezielter Potenziale ermittelt und Risiken aufgedeckt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Zu den Hauptanspruchsgruppen des Unternehmens gehören die Eigentümerfamilie, die Mitarbeiter und Zeitarbeitskräfte und der Betriebsrat als interne Stakeholder. Die wichtigsten externen Stakeholder sind Lieferanten und deren Vorlieferanten, der Bürofachhandel, Kunden, Behörden und Nachbarn. Eine Auswertung der wesentlichen Themen, die am häufigsten von diesen Gruppen eingebracht werden, ergibt folgendes Bild (in absteigender Reihenfolge): Klimawandel, Gesetzestreue und Korruption, wirtschaftlicher Erfolg; Familienunternehmen/Tradition, Kundenorientierung/Dienstleistung, Datenschutz/IT-Sicherheit, Digitalisierung sowie Transport/Logistik.
Alle diese Themen und ihre (möglichen) Auswirkungen werden aktiv im Unternehmen gesteuert, die Stakeholder können sich über die jeweiligen Managementansätze, Ziele und Zielerreichung in unserem Nachhaltigkeitsbericht und der Umwelterklärung informieren. Die Grafik auf S. 25 der Umwelterklärung zeigt eine Auflistung aller Stakeholder in Korrelation zu allen wesentlichen Themen, auf S. 88-89 der Nachhaltigkeitsberichts ist eine ausführliche Analyse dieser Themen abgebildet. Dort werden sie einzeln bewertet, es erfolgt außerdem eine Zuordnung zu den allgemeinen und spezifischen Standardangaben der GRI-Leitlinie G4. Eine Zuordnung der Themen zu den Kriterien des GRI-Standards erfolgt erst mit dem GRI Bericht 2020.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Einen entscheidenden Einfluss auf die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Produktlebenszyklus von der Entstehung eines Produktes über die Nutzungsdauer bis hin zur Entsorgung und Wiederverwertung der Einzelteile haben das Design und die Konstruktion. Wird ein Produkt beispielsweise aus Designgründen „materialverschwenderisch“ gestaltet, steigen die notwendigen Ressourcen. Daher liegt unseren Konstruktionsprinzipien, die sich in den Pflichtenheften der Programmneuerungen nieder schlagen, auch eine umfangreiche Betrachtung von Nachhaltigkeitsauswirkungen zugrunde. Die zugrundeliegenden Prinzipien stellen wir allen interessierten Parteien offen in Form einer Verbraucherinformation über die Nachhaltigkeitseigenschaften von ASSMANN Produkten zur Verfügung. Bei der Auswahl der Materialien werden bevorzugt Werkstoffe eingesetzt, die gute stoffliche Wiederverwertungseigenschaften aufweisen, in der Herstellung von Bauteilen einen möglichst geringen Energieeinsatz erfordern und ohne Zusatz von umweltschädlichen Stoffen im Prozess oder Produkt auskommen. Zudem werden nach Möglichkeit Materialien vermieden, bei denen die Gefahr besteht, dass aus der Rohstoffgewinnung Konfliktfinanzierung erfolgt. Bei der Verbindung von unterschiedlichen Materialien setzen wir auf lösbare Steck- und Schraubverbindungen, die eine sortenreine Materialtrennung am Ende der Nutzungsphase ermöglichen. Um die Lebensdauer der Möbel zu erhöhen, sind sämtliche Produkte modular aufgebaut. Eine Aufrüstung von der einfachsten Version bis zum Spitzenmodell ist in der Regel möglich. Um- und Anbauten können problemlos durchgeführt werden.

Als äußeres Zeichen unserer hohen Kundenorientierung tragen unsere Produkte das QUALITY OFFICE-Zeichen. Es berücksichtigt Anforderungen an die Sicherheit, die Ergonomie, Funktionalität und Flexibilität, an die Langlebigkeit und an die Nachhaltigkeit von Büromöbeln. Damit gibt QUALITY OFFICE als einziges Qualitätszeichen umfassend Auskunft über die wichtigsten Leistungsaspekte zeitgemäßer Büromöbel, die geltende Normen immer erfüllen oder zum Teil darüber hinausgehen. Durch die Erhöhung der Ergonomie am Arbeitsplatz, insbesondere durch leicht und schnell höhenverstellbare Schreib- und Besprechungstische, tragen ASSMANN-Produktsysteme zur Verbesserung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer unserer Kunden bei.

Von Anfang an durchlaufen unsere Produkte eine Vielzahl von Prüfverfahren, um alle vom Gesetzgeber geforderten Normen aber auch darüber hinausgehende Anforderungen der Kunden und unsere selbst gesetzten Standards einzuhalten. Bei Neuentwicklung ist eine Entwicklungsverifizierung nötig. Dafür wird vor Serienbeginn ein Prototyp erstellt, welcher der Freigabe durch ein anerkanntes Prüfinstitut bedarf, bevor er in die finalen Entwicklungsphasen eintritt. Im Berichtszeitraum wurden keine Vorfälle bekannt, die auf einen Verstoß gegen solche Vorschriften schließen lassen würden.

ASSMANN zeigt mit seinen Zertifizierungen, mit dem GS-Zeichen für geprüfte Qualität und anderen Qualitätssiegeln, dass Produktqualität, Produktsicherheit sowie der Einsatz unbedenklicher Materialien unverzichtbare Teile der Unternehmensstrategie sind. Die Verleihung des Umweltzeichens „Der Blaue Engel“ signalisiert Kunden und Endverbrauchern, dass unsere Produkte besonders emissionsarm sind. Bei der Vergabe des Umweltzeichens werden Inhaltsstoffe, die in das Produkt einfließen, bewertet. Dadurch wird gewährleistet, dass ASSMANN Produkte gesamtheitlich umweltschonend und gesundheitsfreundlich sind. Darüber hinaus hat ASSMANN im Dezember 2018 erfolgreich die Auditierung zum FEMB Level Zertifikat absolviert und wird ab Frühjahr 2019 als eines der ersten Unternehmen das Level 2 Siegel tragen dürfen. Das noch junge Zertifikat, das von der Dachorganisation der europäischen Büroeinrichtungsindustrie (FEMB) als europäisches Pendent zum amerikanischen BIFMA Level Standard entwickelt wurde, umfasst bei der Bewertung die Produkte selbst, deren Fertigung sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen.

Bereits seit fast 20 Jahren betreibt ASSMANN die kontinuierliche Prozessverbesserung nach dem Kaizen-Prinzip. Dieses wird regelmäßig durch Innovationssprünge unterstützt. Der hohe Automatisierungsgrad in der Vorfertigung, der durch den neuen Maschinenraum seit 2012 erreicht werden konnte, ermöglicht uns planbare und reproduzierbare Prozesse. Dadurch können wir kontinuierlich an unserer Prozessqualität arbeiten. Durch das Zusammenspiel von Innovationssprung und kontinuierlicher Verbesserung konnten wir hier den Verschnitt von über 19% in 2012 auf 15% in 2016 senken. Die Nachfrage nach einer höheren Dekorvielfalt und dadurch resultierende geringere Losgrößen stellt uns aktuell vor neue Herausforderungen im Bereich der Materialeffizienz.

Da Holz der wesentliche Bestandteil von ASSMANN-Produkten ist, beschaffen wir ausschließlich PEFC-zertifiziertes Material, um eine nachhaltige Rohstoffproduktion sicherzustellen und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Durch die Zertifizierung des beschafften Holzes ist auch sichergestellt, dass kein Konfliktholz verwendet wird. Eine detaillierte Beschreibung der ökologischen Auswirkung von ASSMANN-Prozessen und -Produkten kann der Umwelterklärung 2019 auf den Seiten 48-57 und den Kennzahlaufstellungen auf den Seiten 58-67 entnommen werden. Dabei wird eine Unterscheidung von direkten und indirekten Umweltauswirkungen vorgenommen und deren Relevanz wird mindestens jährlich entsprechend sich verändernder Prozesse, Rahmenbedingungen und rechtlicher Anforderungen bewertet. Die Bewertung wird im Vergleich zum Vorjahr auf den Seiten 51-53 der Umwelterklärung dargestellt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

ASSMANN verfügt über ein umfangreiches Bewertungsverfahren von neuen Investitionen in Anlagen nach Umweltgesichtspunkten. Eine systematische Bewertung der Finanzanlagen wird nicht vorgenommen.