5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Ein rechtlich korrektes, nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Verhalten der Mitarbeitenden über alle Hierarchieebenen hinweg ist für die GWG-Gruppe unerlässlich. Die GWG-Gruppe ist ein auf Integrität ausgerichtetes Unternehmen, dessen Handlungen durch Führungskräfte und Mitarbeitende strikt an Gesetz, Recht und Ethik ausgerichtet sind – dieses Selbstverständnis ist in der Betriebsvereinbarung Compliance-Verhaltensgrundsätze festgehalten. Sie findet Anwendung in der täglichen Arbeit, hilft bei Entscheidungen und gibt Sicherheit in unklaren Situationen im Umgang mit der Kundschaft oder Beschäftigten sowie in Geschäftsbeziehungen. Die Betriebsvereinbarung kann im GWG-Intranet jederzeit von allen Mitarbeitenden eingesehen werden. Für die Überwachung ihrer Einhaltung wurde eine interne Compliance-Beauftragte bestellt, die die Mitarbeitenden dabei unterstützt, die Regelkonformität ihres Handelns zu reflektieren. Generell wird das Ziel verfolgt, die Beschäftigten zu einem nachhaltigen Denken und Handeln anzuhalten.

Die Gesamtverantwortung für die nachhaltige Unternehmensführung der GWG-Gruppe liegt bei dem Vorstand der GWG AG. Die Compliance-Beauftragte, das Risikomanagement sowie das Controlling unterstützen den Vorstand bei der Einhaltung der unternehmensinternen Ziele, Verhaltensrichtlinien und gesetzlichen Vorgaben, siehe auch Kriterium 6. Zudem wurde im April 2020 eine Stabsstelle Organisation/Risikomanagement/Nachhaltigkeit geschaffen. Diese berichtet direkt an den Vorstand.

Um den immer wichtiger werdenden Bereich der unternehmerischen Governance neutral zu überprüfen, hat sich die GWG-Gruppe einem Zertifizierungsverfahren des Instituts für Corporate Governance, kurz ICG, unterzogen. Das Compliance-Management-System (CMS) wurde im November 2020 im Rahmen einer Erstauditierung erfolgreich zertifiziert. Infolgedessen wurden zahlreiche weitere Projekte angestoßen. Unter anderem wurde eine interne Organisationsstruktur mit einem Compliance-Board implementiert, das als beratendes Organ insbesondere für die Zusammenführung Compliance-relevanter Themen, das übergeordnete Monitoring sowie die kontinuierliche Recherche und Weiterentwicklung des CMS verantwortlich ist. Für das Jahr 2022 ist eine Re-Zertifizierung vorgesehen.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Grundsätzlich hält die GWG-Gruppe im betriebsinternen, systemgeschützten Intranet für alle Unternehmensbereiche unterschiedliche Regelwerke, Arbeitsanweisungen und Prozessvorschriften vor, die für alle Mitarbeitenden und Beteiligten verbindlich gelten. Ferner müssen die Führungskräfte bzw. alle Beschäftigten die Grundsätze beachten, die in dem im Berichtsjahr 2017 gemeinsam vereinbarten Commitment inklusive Zielbildern zum Selbstverständnis und zur Unternehmenskultur festgehalten sind, siehe auch Leistungsindikator zu Kriterium 9.

Die GWG bietet den Mitarbeitenden die Möglichkeit, die ESG-Strategie und somit nachhaltige Prozesse aktiv mitzugestalten. Ihr Wissen und ihre eigenen Ideen können alle Mitarbeitenden über die neu geschaffene sogenannte Ideenschmiede einbringen. Jede eingereichte Idee wird vom Nachhaltigkeitsboard auf ihren Mehrwert und ihre Machbarkeit geprüft. Im Falle einer Umsetzung bekommen die Mitarbeitenden die Möglichkeit, Teil des Projektteams zu sein. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung interner wie externer Abläufe ist es der Anspruch der GWG-Gruppe, Prozesse zielgerichtet weiterzuentwickeln.
Mit Einführung eines internen Ticketsystems sowie der Digitalisierung des Posteingangs im Jahr 2019 konnte zum Beispiel die tägliche Arbeit – insbesondere für die Kundenbetreuung – schon deutlich erleichtert werden. Auch hier vertraut die Unternehmensgruppe auf die Erfahrung eines strategischen Partners, der mit seinem Know-how kundennahe Bearbeitungsprozesse digitalisiert hat. Die Folge: Die Bearbeitungszeiten werden deutlich verringert. Das spart Ressourcen und erhöht die Kundenzufriedenheit.

2017 hat die GWG-Gruppe den ersten Nachhaltigkeitsbericht „kompakt“ im Geschäftsbericht sowie die erste DNK-Entsprechenserklärung veröffentlicht. Der Bericht zeigt in einer überblickartigen Darstellung die Ansatzpunkte des nachhaltigen Handelns der GWG-Gruppe. Zu dieser Zeit stand die GWG-Gruppe noch am Anfang der Auseinandersetzung mit nachhaltigkeitsrelevanten Themen im Bereich Ökologie und Soziales. Sämtliche Regeln und Prozesse richteten sich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht explizit an diesen Themen aus.

2020 ist die Unternehmensgruppe nun deutliche Schritte vorangegangen. Durch den Klimafahrplan 2045 wurden beispielsweise bei investiven Prozessen (Instandhaltung, Modernisierung, Ankauf etc.) die jeweiligen Schnittstellen in den betroffenen Bereichen definiert und sensibilisiert. Alle künftigen Aktivitäten richten sich am Fahrplan aus. In Zukunft soll die Fortschrittsberichterstattung regelmäßig über die Veröffentlichung einer DNK-Entsprechenserklärung und einen separaten Nachhaltigkeitsbericht erfolgen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Um langfristig auch in angespannten Märkten erfolgreich zu sein, handelt die GWG-Gruppe vorausschauend. Zur nachhaltigen Sicherung der Unternehmensziele hat die GWG ein umfassendes Qualitätsmanagement eingerichtet. Dieses besteht aus den Elementen Risikomanagement (RMS), Compliance-Management-System (CMS) sowie Internes Kontrollsystem (IKS) ergänzt um die Interne Revision (IRS). Um frühzeitig reagieren zu können, nutzt die GWG ein Risikomanagementsystem (RMS), das auf die einzelnen Geschäftsbereiche ausgerichtet ist. Über einen mehrstufigen Prozess werden Chancen und Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und bewältigt, die für die wirtschaftliche Entwicklung der GWG-Gruppe von Bedeutung sein können. Die Bewertung findet auf Quartalsbasis mithilfe von vordefinierten Risikoindikatoren statt, die als Grundlage für die Festlegung und Durchführung geeigneter Abwehr- bzw. Vorsorgemaßnahmen dienen. Hierbei erfolgt eine stufenweise Klassifizierung der Risiken hinsichtlich ihrer Konsequenzen für die Geschäftstätigkeit der GWG-Gruppe von „1“ (keine bzw. geringe Wirkung) bis „5“ (deutliche Wirkung). Weitere Bestandteile des Qualitätsmanagements sind das Compliance-Management-System (CMS), das interne Kontrollsystem (IKS) sowie die interne Revision (IRS).

Im Rahmen der internen Qualitätssicherung werden sämtliche Prozesse rollierend einer Überprüfung anhand der wertorientierten Strategie des Unternehmens unterzogen. Hierbei geht es vor allem darum, eigens auferlegte Vorgaben aus bspw. Arbeitsanweisungen, Richtlinien oder Prozessbeschreibungen auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen und deren Umsetzung in der Praxis zu verifizieren. Maßnahmen und Empfehlungen aus diesen Prüfungen tragen zu einer kontinuierlichen Prozessverbesserung bei. Es ist das erklärte Ziel, die Prozesse und Abläufe jedes einzelnen (Fach-)Bereichs auf diese Art und Weise fortzuentwickeln, um ein nachhaltig erfolgreiches Arbeiten zu ermöglichen.  

Um die Konsistenz der erhobenen Daten im Bereich Nachhaltigkeit in Zukunft weiter zu verbessern, hat die GWG für den Bereich Umwelt im Jahr 2021 eine CO2-Bilanz eingeführt. Basis der Bilanz ist die Datengrundlage aus 2019. Die Erhebung der CO2-Bilanz dient in Zukunft auch zur Erfolgskontrolle der bereits verabschiedeten Maßnahmen der GWG-Gruppe im Bereich Ökologie (s. 13 Klimarelevante Emissionen).  

Die GWG-Gruppe ist zudem in das R+V-Risikomonitoring eingebunden und verfügt seit dem Geschäftsjahr 2017 über eine eigene Stabsstelle zur Qualitätssicherung. Über das Qualitätsmanagement der GWG-Gruppe wird zudem in komprimierter Weise Rechenschaft gegenüber dem Aufsichtsrat auf jährlicher Basis, bzw. ad hoc bei besonders relevanten Vorkommnissen, abgelegt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Die GWG-Gruppe ist überzeugt: Qualitativ hochwertige Produkte, Dienstleistungen und vertrauensvolle und verlässliche Beziehungen sind die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Deswegen baut das Unternehmen auf feste Werte und Prinzipien, um dem Unternehmenszweck auch in Zukunft gerecht zu werden. Fairness, Vertrauen und Ehrlichkeit prägen den Umgang mit der Kundschaft, Geschäftskontakten und aller Mitarbeitenden untereinander. Dieses Wertegerüst ist tief in der Unternehmensstruktur verankert. Grundlage ist das Commitment auf Führungsebene sowie die gemeinsam entwickelten Zielbilder zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften, siehe auch Kriterium 6 sowie 9.

Investitionsintensität (Werterhaltung und Werterhöhung des Immobilienbestandes): Angabe in EUR/qm Wohnfläche pro Jahr
Die Instandhaltungs- und Modernisierungstätigkeit hat die Unternehmensgruppe im Jahr 2020 planmäßig mit einem Gesamtaufwand von € 14,4 Mio. bzw. 19,02 €/m² (Vorjahr € 12,4 Mio. bzw. 16,37 €/m²) fortgeführt.

Gesamtkapitalrentabilität (Ertragskraft des Unternehmens)
Die Gesamtkapitalrentabilität liegt im Jahr 2020 mit 3,3 % auf dem Niveau des Vorjahres (3,3 %).

CO2-Intensität des Gebäudebestands
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Klimaschutzgesetz und dem Ziel der sektorübergreifenden Klimaneutralität soll der Immobilienbestand der GWG-Gruppe bis spätestens 2045 klimaneutral werden. Im Rahmen des laufenden Energiemanagements werden dafür die Verbräuche des Bestands auf Grundlage der Daten aus 2019 erhoben. Die Bilanz umfasst die Bereiche Allgemeinstrom und Wärme für den eigenen Wohnungsbestand.  

2,05 t CO2-Emission je Wohneinheit je Jahr (2019)
(GDW-Benchmark: 2,3 t/WE; WU mit 5.000 WE, ø 60m²)

CO2-Einsparung seit 1990 (Beschreibung des Einsparpotenzials und die Maßnahmen, durch die die CO2-Einsparung erreicht wurde)
Seit dem Jahr 2021 erhebt die GWG-Gruppe Daten in einer CO2-Bilanz. Grundlage der erhobenen Daten ist das Jahr 2019, demnach kann für die Einsparung seit 1990 keine Aussage getroffen werden.

Anteil der energetisch voll- bzw. teilmodernisierter Wohnungen am Gesamtbestand
Die GWG-Gruppe führt im Berichtsjahr rund 43 % modernisierte und Neubauwohnungen im Bestand. Der Anteil der teilweise modernisierten Wohnungen beträgt rund 39 %. 18 % der Bestandswohnungen sind zum Berichtszeitpunkt noch baujahresentsprechend bzw. nicht modernisiert.

Kosten für soziale Projekte
Die GWG-Gruppe spendete im Berichtsjahr über € 70.000 an soziale Projekte.

Anteil barrierefreier/-armer Wohnungen im Bestand
Mit Fertigstellung des Bauprojektes „Baakenhafen“ in Hamburg (siehe dazu auch Kriterium 18) hat die GWG-Gruppe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zusätzlich 118 barrierefreie Wohnungen in ihren Bestand aufgenommen.



8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Mitarbeitenden der GWG-Gruppe werden tariflich angelehnt vergütet. Individuelle Zielvereinbarungen werden ergänzend in regelmäßigen Personalentwicklungsgesprächen festgesetzt und die Erfüllung durch ein Monitoringsystem überprüft.

Die unterschiedlichen Geschäftsstellen sind dabei oftmals kennzahlenorientiert, während sich die Boni von Mitarbeitenden der Zentrale an spezifischen Projekten oder Aufträgen orientieren. Im Bereich der Führungskräfte existiert ein weiteres Bonifikationssystem, das sich zusätzlich an nachhaltig ökonomischen Zielsetzungen ausrichtet. Nachhaltigkeitsbezogene Zielsetzungen, die sich nicht im Rahmen der ökonomischen Nachhaltigkeit bewegen, können in individuellen Zielvereinbarungen festgesetzt werden.

Die GWG-Gruppe plant, künftig die Zielvereinbarungen auch explizit an spezifische Nachhaltigkeitsziele zu knüpfen, und unterstützt so die Nachhaltigkeitsstrategie der GWG-Gruppe. Verschiedene Zielvereinbarungen dienen außerdem dazu, einen attraktiven Arbeitsplatz in einem angenehmen Arbeitsumfeld zu ermöglichen.

Die Vergütung des Vorstandes wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Veröffentlichung der Gesamtbezüge des Vorstandes und die Bezüge ehemaliger Mitglieder bzw. deren Angehöriger unterbleibt aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Vergütung des Vorstandes wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Veröffentlichung der Gesamtbezüge des Vorstandes und die Bezüge ehemaliger Mitglieder bzw. deren Angehöriger unterbleibt auf Grund von § 286 Abs. 4 HGB.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeitenden zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Beschäftigten) wird nicht ermittelt.

Weitere Informationen zur Vergütungspraxis der GWG vgl. Kriterium 8.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die wichtigsten Anspruchsgruppen für die Unternehmensgruppe sind Gesellschafter, Kundschaft und Mitarbeitende. Mit diesen Stakeholdern pflegt die GWG einen sehr engen und regelmäßigen Austausch. Darüber hinaus zählen Städte und Kommunen, Verbände, Lieferanten, Kreditinstitute, Wettbewerber, öffentliche Einrichtungen (wie bspw. Hochschulen und Fortbildungsstätten) sowie die allgemeine Öffentlichkeit bzw. Zivilgesellschaft zu den wesentlichen Stakeholdern. Ein gesonderter Prozess zur Identifikation der relevanten Anspruchsgruppen findet derzeit noch nicht statt.

Der Austausch mit den Gesellschaftern erfolgt in turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen in der Regel dreimal im Jahr (Frühjahr, Sommer, Herbst) bzw. auf der Jahreshauptversammlung im Frühsommer. Daneben wird ein Quartalsbericht für wesentliche Stakeholder sowie ein Risikobericht für den Aufsichtsrat erstellt. Um über das abgelaufene Geschäftsjahr zu informieren, veröffentlicht die Unternehmensgruppe einen Jahresbericht (Geschäftsbericht), der im Vorfeld der Jahreshauptversammlung versendet wird. Seit dem Geschäftsjahr 2018 gibt es neben der Printausgabe des Geschäftsberichts auch eine entsprechende Onlineversion im Internet.

Als wohnungswirtschaftlicher Dienstleister legt die GWG-Gruppe besonderen Wert auf kundenorientierten Service. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Wohnungseigentümer (WEG)-Versammlungen sorgen regelmäßige Wohnzufriedenheitsanalysen sowie Mietersprechstunden und Quartiersfeste für den persönlichen Kundenkontakt vor Ort. Weiterhin informiert die GWG-Gruppe über ihre Homepage und steht per Mail und Telefon in engem Austausch mit der Kundschaft. Seit 2021 ist zudem das Kundenportal bzw. die Mieter-App online, sodass den Mieterinnen und Mietern  nun ein weiterer Informations- bzw. Kommunikationskanal zur Verfügung steht.    

Darüber hinaus möchte die GWG-Gruppe in regelmäßigen Abständen wissen, was ihre Kundschaft bewegt. Im Frühjahr 2018 fand die erste Wohnzufriedenheitsanalyse der GWG-Gruppe statt. Bei dieser wurden 11.500 Haushalte befragt. Ziel war es, Informationen zur Zufriedenheit und den Wünschen der Mieterinnen und Mieter sowie zum Interesse an Dienstleistungen und Erwartungen an die Kundenkommunikation zu erhalten. In der erneuten Mieterbefragung im März 2021 wurde darüber hinaus auch das Interesse am Thema Nachhaltigkeit und zu zugehörigen Angeboten abgefragt. Durch eine regelmäßige Durchführung sollen die Stärken und Schwächen identifiziert sowie eingeleitete Maßnahmen überprüft werden.

Die Interessen der Beschäftigten werden vom Betriebsrat der GWG-Gruppe vertreten. Interne Abstimmungen des Betriebsrates finden in der Regel in zweiwöchigem Rhythmus, mit der Geschäftsleitung monatlich statt. Gemeinsame Verabredungen (zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung) werden in Betriebsvereinbarungen festgehalten. Zusätzlich beruft der Betriebsrat ein- bis zweimal im Jahr eine Betriebsversammlung ein, um über das abgelaufene Jahr zu berichten und alle Mitarbeitenden über aktuelle Themen zu informieren bzw. Themen und Anliegen der Belegschaft aufzunehmen und zu bearbeiten.

Die Geschäftsleitung (Vorstände und Bereichsleitung) sowie die Vorstände untereinander treffen sich turnusmäßig alle zwei Wochen, die Bereichsleitung jede Woche. Gemeinsam vereinbarte Themen bzw. Ergebnisse aus den Sitzungen kommuniziert die Bereichsleitung an die jeweilige Abteilungs- und/oder Teamleitung via Bereichs-Jour-Fixe (alle ein bis zwei Wochen). Die Geschäftsleitung erhält im Rahmen der Betriebsversammlung zudem ein Berichtsfenster, um die Mitarbeitenden auf dem Laufenden zu halten. Auch der GWG-Newsletter sowie das Intranet sind ein fester Bestandteil der Mitarbeiterkommunikation. Um den Dialog mit und auch unter den Mitarbeitenden weiter zu fördern bzw. interaktiver zu gestalten, wird derzeit ein Konzept „Intranet 2.0“ erarbeitet, das  z. B. mithilfe von Blogs oder sogenannten Push-Benachrichtigungen den Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, direkt auf ein Thema oder eine Nachricht Feedback zu geben, um somit in einen nachhaltigen Dialog einsteigen zu können. Darüber hinaus wird in regelmäßigen Abständen eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Nach der ersten Befragung in 2017 sowie der Umfrage zum mobilen Arbeiten während der Corona-Pandemie im Sommer 2020 (siehe Leistungsindikator zu Kriterium 9) wird in Q2/2022 eine erneute Umfrage stattfinden.

Gleichzeitig fördert die GWG die Unternehmenskultur traditionell mit zahlreichen Events, bei denen alle Mitarbeitenden aus der Zentrale und den Geschäftsstellen zusammenkommen: Auf Weihnachts- und Sommerfesten, Betriebsausflügen, „Social-Days“, After-Work-Veranstaltungen, Firmenläufen sowie bei individuellen Teamevents lernen sich die Mitarbeitenden noch besser kennen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Im Jahr 2017 hat die GWG-Gruppe erstmals eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die Beteiligung lag bei 70 %. Ziel war dabei, ein Eigenbild des Unternehmens zu ermitteln. Alle Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung wurden in einzelnen Workshops mit den Führungskräften, der Bereichsleitung und den Mitarbeitenden aufgearbeitet.

Zentrale Themenfelder dabei waren:

- Kommunikation nach innen und außen
- Informationen über die GWG-Gruppe
- Weiterbildung
- Arbeit und Leben
- Führung


Im Bereich „Kommunikation“ und „Information“ wurde nach der Befragung ein interner Newsletter als neues zentrales und aktuelles Informationsinstrument eingeführt. Zudem wurde das Intranet um wesentliche Informationen über die GWG-Gruppe ergänzt. Im Bereich „Weiterbildung“ wurde noch im Jahr 2017 eine Kooperation mit der AWI Akademie der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft GmbH geschlossen und ein internes Schulungsprogramm aufgesetzt, das 2018 startete. Im Sommer 2020 wurde dann das Personalentwicklungskonzept verabschiedet (siehe Kriterium 16).

Für das Themengebiet „Arbeit und Leben“ wurden Ansätze im Bereich „mobiles Arbeiten“ entwickelt, die durch die Corona-Pandemie sowie der dazugehörigen Umfrage zum mobilen Arbeiten noch stärker vorangetrieben wurden. Mit der Betriebsvereinbarung „Mobiles Arbeiten 3.0“ erweitert die GWG-Gruppe das bereits bestehende Angebot der flexiblen Arbeitszeiten um ortsunabhängiges Arbeiten. Dies soll nicht nur die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben steigern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Zudem wurde eine Betriebsvereinbarung zum Thema „Sabbatical“ verfasst, die es den Beschäftigten ermöglicht, eine berufliche Auszeit in Form von unbezahltem Urlaub oder eines Teilzeitmodells zu nehmen. Außerdem gibt es weitere Betriebsvereinbarungen, die das Eingliederungsmanagement oder das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz betreffen (siehe Kriterium 14 und 15).  

Im komplexen Themenfeld „Führung“ wurden vor allem die unregelmäßigen Mitarbeitergespräche und die fehlende einheitliche Führungskultur genannt. Noch im Sommer 2017 wurde ein auf Führungsebene vereinbartes Commitment verabschiedet. Zudem wurden für fünf typische Tätigkeitsfelder in der GWG-Gruppe (Führungskräfte, Sachbearbeitung Zentrale, Kundenbetreuung, Technik und Hausmeister) jeweilige Zielbilder entwickelt und ihre Erreichung festgelegt. Bis heute dienen die verschiedenen Zielbilder als Orientierung für die Mitarbeitenden und werden vor allem von neuen Mitarbeitenden geschätzt. In Ergänzung hierzu startete im Sommer 2019 die Kulturentwicklung 1.0. Die fortschreitende Digitalisierung und die sich wandelnden Ansprüche von Mieterinnen, Mietern und Mitarbeitenden erfordern zunehmend Projektarbeiten in agiler Arbeitsumgebung. Innerhalb zahlreicher Workshops wurde daher die zukünftige Zielkultur angepasst: Mithilfe eines Onlinetools können die einzelnen Teams untereinander den Weg zur Zielkultur festlegen, indem verbindliche Vereinbarungen getroffen und rollierend geprüft bzw. bei Bedarf angepasst werden. Bis heute ist die Kulturentwicklung 1.0 fester Bestandteil der GWG-Gruppe.

Auch in Sachen Mitarbeitergespräche hat sich viel getan. Zunächst wurden zweimal jährlich Feedbackgespräche auf der Grundlage von standardisierten, offenen Fragen zwischen den Führungskräften und den Mitarbeitenden eingeführt. Im Jahr 2021 wurde im Rahmen eines neuen Personalentwicklungskonzeptes das Feedbackgespräch durch ein „Mitarbeitergespräch“ ersetzt. Dieses neue Führungsinstrument dient dem Ziel, dass die GWG und alle Mitarbeitenden die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen erfolgreich bestehen. Ein Leitfaden für Mitarbeitergespräche unterstützt die Führungskraft bei der Vorbereitung und Durchführung. In diesen Gesprächen wird individuell auf die Beschäftigten eingegangen, es werden Kompetenzen erfasst und mit den Anforderungen der Stelle abgeglichen und Ziele vereinbart. Abgeleitet daraus können Optimierungspotenziale erkannt und z. B. mit maßgeschneiderten Weiterbildungen gefördert werden.

Während der Corona-Pandemie startete zudem eine interne Umfrage, bei der die GWG wissen wollte, wie gut die Mitarbeitenden zu Hause arbeiten können und was sich verändert hat. Denn diese neue Arbeitsweise bringt selbstverständlich auch neue organisatorische Herausforderungen mit sich und verändert die Zusammenarbeit und damit letztlich die Kultur an sich. Aus den Ergebnissen entwickelten sich für die GWG weitere Arbeitspakete. So wurde die Betriebsvereinbarung erweitert, die unter anderem das mobile Arbeiten regelt. Die Beschäftigten haben nun die Möglichkeit, bei einer angenommenen 40-Stunden-Arbeitswoche bis zu 40 % mobil zu arbeiten. Zuvor waren es lediglich 20 %. Die Unternehmensgruppe geht davon aus, dass sich die sogenannte hybride Arbeitswelt auch nach der Corona-Pandemie halten wird. Um die Führungskräfte in der neuen, noch ungewohnten Situation mit erweiterter Möglichkeit zur mobilen Arbeit bestmöglich zu unterstützen, wurde eine spezielle Webinarreihe zum Thema „Remote Führen“ geschaffen. Diese wurde von allen Führungskräften bis Ende 2020 durchlaufen und soll dabei helfen, über Distanz hinweg Informationen zu vermitteln, passende Aufgabenpakete zu verteilen und das Wir-Gefühl in dieser außergewöhnlichen Situation weiter zu stärken. Nachgehalten werden die erlernten Themen zukünftig über ein neues Dialogformat für Führungskräfte, indem sich über aktuelle Trends und Entwicklungen rund um „Remote Führen“ ausgetauscht wird. Die Organisation übernehmen dabei die Führungskräfte selbst. Zudem wurde im ersten Halbjahr 2021 die Lerninsel „Erfolgreich moderieren“ ins Leben gerufen. Diese soll den Führungskräften aber auch allen weiteren Mitarbeitenden Tipps und Tricks liefern, wie (hybride) Meetings erfolgreich moderiert werden können. Mehr zum Thema Lerninseln unter Kriterium 16.    

Nicht nur intern hat sich seit 2017 vieles entwickelt. In den durchgeführten Wohnzufriedenheitsanalysen 2018 und 2021 konnten die Mieterinnen und Mieter ihre Wünsche und Anregungen teilen. Die Verbesserungspotenziale aus der ersten Umfrage wurden erkannt und in Maßnahmen umgesetzt: Beispielsweise wurde das Kleinreparaturmanagement neu aufgestellt, damit Reparaturen schnell und zuverlässig erledigt werden. Zudem hat die GWG ihre telefonische Erreichbarkeit ausgeweitet. Mit optimierten und digitalisierten internen Prozessen können Anliegen nun schneller gelöst werden.  

Die Ergebnisse der Aufarbeitung aus den Mitarbeiterbefragungen und den Wohnzufriedenheitsanalysen werden turnusmäßig verglichen, um daraus wichtige Impulse für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens – im Sinne der Kundschaft und Mitarbeitenden – ableiten zu können.  

Dabei geht die Unternehmensgruppe auch neue Wege: Bisher ist es bei der Entwicklung neuer Konzepte oder Produkte üblich, sich vor allem von der unternehmensinternen Sicht auf die Bedürfnisse der Kundschaft leiten zu lassen. Diese Perspektive wird nun mithilfe des „Design Thinking“-Ansatzes geändert. Unter dem Motto „Du bist nicht allein“ wird sich die GWG zukünftig anhand von typischen Kundenstereotypen in die Sichtweisen dieser hineindenken und Erwartungen, Bedürfnisse oder auch Ängste in unterschiedlichen Lebensphasen – der sogenannten Customer Journey – definieren.

Dadurch wird es gelingen, die Servicestandards weiter zu erhöhen und Produkte maßgeschneidert und dynamisch zu entwickeln und anzubieten. Als Grundlage für die Definition der Customer Journey dienen unter anderem Daten aus den im Jahr 2020 umgesetzten Projekten wie Call Center oder Ticketsystem, aber auch Trendanalysen und diverse Studien, die Aufschlüsse darüber geben, welche Bedürfnisse die Kundschaft heute und in der Zukunft hat.  

Selbstverständlich werden dabei die Mitarbeitenden ebenfalls nicht allein gelassen, indem bestmögliche Unterstützung oder auch Hilfestellungen – beispielsweise in Bezug auf einen zukünftigen hybriden Arbeitsalltag – angeboten werden, um die Identifikation mit der GWG-Gruppe sicherzustellen.  

Mit diesen umfassenden Maßnahmen zeigt die Unternehmensgruppe ihr zukunftsgerichtetes sowie entwicklungsorientiertes Denken und Handeln.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die GWG will sich mit einer digitalen Agenda für die Zukunft rüsten und ihre Stärken bündeln, um die Chancen und Herausforderungen – insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung – zu nutzen. Das Unternehmen hat sich daher bereits Ende 2017 auf den Weg gemacht und folgende Handlungsfelder definiert. Eine genaue  Ermittlung der sozialen und ökologischen Wirkungen der wesentlichen Produkte/Dienstleistungenist jeodch derzeit nicht möglich.

- Interne Prozesse
- Kundenkommunikation
- Gebäudeausrüstung
- Erweiterte Dienstleistungen/Geschäftsmodelle  

Die GWG-Gruppe zeigt ihre zukunftsorientierte Haltung deutlich: Mit einer Digitalisierungsstrategie zur weiteren Verbesserung des Kundenservice, der Optimierung der internen Abläufe und weiteren Projekten zur Unternehmensentwicklung (u. a. Kulturentwicklung 1.0 und 2.0) sowie insbesondere durch den Umzug in die neue Unternehmenszentrale im Herzen Stuttgarts. Diese hält modernste ergonomische Arbeitsplätze, agile Flächen und Coworking-Bereiche bereit. Dabei will die Gruppe vor allem Mehrwerte für die Mitarbeitenden und Mieterinnen und Mieter generieren. Hierbei setzt das Unternehmen auch auf sinnvolle strategische Partnerschaften mit Experten, die das bestehende Know-how ergänzen und wertvolle Synergien ermöglichen.

Mit einem Spezialisten für dokumentenbasierte IT-Prozesse arbeitet die GWG seit 2018 am digitalen Datenzugriff. Ziel ist, zukünftig ein effizienteres Arbeiten zwischen Unternehmen und Kundschaft zu ermöglichen und den Papierbedarf deutlich zu reduzieren. Zur Senkung des Papierverbrauchs stehen beispielsweise mobile Wohnungsabnahmen oder die Erfassung von Reparaturleistungen via Tablet oder die elektronische Rechnungsprüfung via SAP bereit.  

Als Kernprojekt wurde der digitale Posteingang mit angeschlossenem Ticketsystem und vollständig digitalem Archiv eingeführt. Das eingeführte Ticketsystem „Doku@Web“ trägt maßgeblich zur Effizienzverbesserung und Digitalisierung kundennaher Kommunikationsprozesse bei. Seit Mai 2021 ist auch das neue Mieterportal inklusive App aktiv. Damit können Mieterinnen und Mieter Vertragsangelegenheiten oder Schadensmeldungen künftig auf schnellem Weg digital regeln. Die Basis dafür schafft das 2020 eingeführte Ticketsystem. Die Schadensmeldungen werden direkt von einem externen Partner erfasst, der auch das Reparaturmanagement übernimmt. Das Kundenportal und die App machen den Dialog somit deutlich einfacher. Aber auch die Mitarbeitenden werden in ihrer täglichen Arbeit von Routineaufgaben entlastet und können sich dadurch noch intensiver um kundenbezogene Themen kümmern.

Die GWG-Gruppe treibt auch die Digitalisierung der Wohn- und Geschäftseinheiten voran. Sogenannte smarte Lösungen sollen den Service schneller und den Wohnalltag komfortabler gestalten. Hierbei können mit Tools wie Smart Meter Gateways oder Smarthome-Produkten beispielsweise die Verbräuche transparent dargestellt werden – das gibt den Mieterinnen und Mietern die volle Kostenkontrolle über die Nebenkosten. In Kooperation mit einem auf Messdienstleistungen spezialisierten Unternehmen stattet die GWG-Gruppe bis 2023 alle Wohnungen mit innovativen digitalen Messgeräten für Wasser- und Heizverbräuche aus und ist damit bundesweit ein Vorreiter. Durch die Zusammenarbeit mit einem weiteren Unternehmen können die Bewohnerinnen und Bewohner zukünftig auch auf Leistungen aus dem Bereich Smart Living zurückgreifen und somit beispielsweise Smarthome-Produkte in Anspruch nehmen.  

Im Bereich Multimedia hat die GWG-Gruppe einen neuen Rahmenvertrag mit einem erfahrenen Telekommunikationsanbieter geschlossen. Bis spätestens 2021 soll den Mieterinnen und Mietern eine leistungsstarke Versorgung mit Internet und Fernsehen nach modernen Standards zur Verfügung stehen. Dafür werden alle Netze mittels Verstärkertechnik aufgerüstet und veraltete Netzinfrastrukturen komplett erneuert.

Bei all den Überlegungen setzt die GWG-Gruppe den Fokus darauf, mit der Digitalisierung den Service für die immer anspruchsvoller werdende Kundschaft deutlich zu verbessern und damit im Kern die Mieteinnahmen zu sichern. Über die genannten Projekte hinaus befindet sich die GWG-Gruppe im regelmäßigen Austausch mit den immobilienwirtschaftlichen Fachverbänden, befreundeten Wohnungsunternehmen und den Kooperationspartnern. Der Dialog hilft dabei voneinander zu lernen und sich gegenseitig über branchenspezifisch relevante und technologische Entwicklungen und Trends auszutauschen. Durch regelmäßige Mitarbeiter- und Kundenbefragungen sollen auch zukünftig Innovationen angeregt, geprüft und anschließend – nach Möglichkeit – gemeinsam umgesetzt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Dieser Leistungsindikator ist für die GWG-Gruppe als bestandhaltendes Wohnungsunternehmen nicht von Relevanz (siehe auch branchenspezifische Ergänzung für Wohnungsunternehmen S. 38). Für weitere Ausführungen siehe Kriterium 10.