5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit liegt beim Gesamtvorstand.

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte ist für die operative Umsetzung verantwortlich und berichtet in seiner Funktion an den Vorstand.

Darüber hinaus haben wir einen Arbeitskreis Nachhaltigkeit installiert, in dem alle für das Thema Nachhaltigkeit maßgeblichen Fachbereiche vertreten sind. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung aller nachhaltigkeitsrelevanter Fragestellungen voranzutreiben und sicherzustellen. Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit tagt in der Regel zweimal pro Jahr, so auch 2020.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

In unserer Geschäftsstrategie bekennen wir uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Leitsätze Nachhaltigkeit spiegeln unsere aktuelle Positionierung in allen wichtigen Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit wider.  

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte ist für die operative Umsetzung verantwortlich und berichtet in seiner Funktion an den Vorstand. Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit hat die Aufgabe, die kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung aller nachhaltigkeitsrelevanter Fragestellungen voranzutreiben, sicherzustellen und ein jährliches Maßnahmenprogramm zu entwickeln. Das jährliche Maßnahmenprogramm wird vom Vorstand verabschiedet.  

Die Mitglieder des Arbeitskreis Nachhaltigkeit sind in ihrem jeweiligen Fachbereich verantwortlich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Zudem liefern sie für den jährlich zu erstellenden Nachhaltigkeitsbericht die für ihren jeweiligen Fachbereich erforderlichen Daten und Informationen.  

Die Gesamtkoordination obliegt dem Nachhaltigkeitsbeauftragten.  

2021 werden wir den Nachhaltigkeitsprozess weiterentwickeln.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Wir erheben regelmäßig nachhaltigkeitsrelevante Kennzahlen für unseren Gebäudebestand. Die Energieverbräuche der Hauptstellen (Hauptverbraucher) werden tagesaktuell gemessen, die Daten monatlich ausgewertet.    

Das Ergebnis des Nachhaltigkeits-Kompasses, den wir jährlich durchführen, ist in unserem internen Kennzahlencockpit verankert und dient hierbei als laufender Indikator zur Überprüfung unserer bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Im Rahmen unserer Erklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex erheben wir diverse weitere Leistungsindikatoren der GRI zum Thema Nachhaltigkeit auf jährlicher Basis, z. B. unseren Energieverbrauch und unsere Treibhausgasemissionen. Diese werden wir im Rahmen unserer Berichterstattung fortschreiben. Damit werden wir in den nächsten Jahren eine verlässliche Datenreihe aufbauen, die unsere Nachhaltigkeitsleistung zunehmend messbar macht.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Wir haben ein Zielbild entwickelt, das beschreibt, wie wir als Kreissparkasse Ostalb im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit wirken und wahrgenommen werden möchten.  



Darüber hinaus haben wir unsere Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen in drei für uns wesentlichen Dokumenten beschrieben und zusammengefasst:  
Leitbild
Unser Leitbild basiert auf den folgenden Werten:  
Integres Handeln in der Kreissparkasse Ostalb
Durch verantwortungsbewusstes und sensibles Handeln über Jahrzehnte ist die Kreissparkasse Ostalb zum führenden Finanzdienstleister der Region geworden. Der Vorstand der Kreissparkasse Ostalb und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich dieser hohen Verantwortung bewusst, die auch in der Zukunft weiter konsequent gelebt wird.  

Unser integres Handeln wird durch folgende Prinzipien bestimmt:

Die Prinzipien für integres Handeln dienen einem fairen, ehrlichen und verlässlichen Umgang miteinander, mit unseren Kunden und Geschäftspartnern. Sie stellen die Basis unserer täglichen Arbeit dar und prägen unser unverwechselbares Profil, Erscheinungsbild und Auftreten im Markt.  

Grundsätze der Zusammenarbeit und Führungsgrundsätze
Unsere Grundsätze der Zusammenarbeit haben wir unter dem Leitmotiv „Eine Sparkasse =
  Ein Team“ zusammengefasst. Wir

Auch bei unseren Führungsgrundsätzen leitet uns das Motiv „Eine Sparkasse – Ein Team“.

In den einzelnen Dimensionen bedeutet das:
 
Daraus leiten wir folgende Ziele ab:

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Kreissparkasse Ostalb ist tarifgebunden. Daher finden auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst, insbesondere der TVÖD-S Anwendung. Als erfolgsorientierte Vergütung können Mitarbeiter neben der Tarifvergütung in untergeordnetem Umfang Provisionen aus dem Vertriebserfolg Ihrer Organisationseinheiten erhalten. Dabei werden explizit auch qualitative Faktoren, berücksichtigt. Zudem werden in geringem Umfang Leistungen aus dem betrieblichen Vorschlagwesen und aus Mitarbeiterwettbewerben, auch von Verbundpartnern etc. honoriert. Ein weiteres leistungsorientiertes Vergütungselement ist die jährlich gewährte leistungsorientierte Einmalzahlung (LOZ), die jedoch ebenfalls von untergeordneter finanzieller Bedeutung ist. Die leistungsorientierte Zahlung basiert auf einer Empfehlung durch die zuständige Führungskraft und Beschluss durch den Vorstand. Explizite Nachhaltigkeitsziele werden dabei noch nicht berücksichtigt. Weitere leistungsorientierte Vergütungen werden nicht gewährt.

Weitere Details zum Vergütungssystem sind im Leistungsindikator zu Kriterium 8 abgebildet.  

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten eine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit ausschließlich nach den Empfehlungen des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg.  

Das Vergütungssystem der Kreissparkasse Ostalb ist so ausgestaltet, dass es mit der Gesamtstrategie sowie den konsistenten Risikostrategien in Einklang steht. Die Obergrenze für den Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung wurde für die Geschäftsleiter auf 25% festgelegt. Für die übrigen Beschäftigten wurde die Obergrenze der variablen Vergütung im Verhältnis zur fixen Vergütung auf 50% festgelegt. Explizite Nachhaltigkeitsziele werden dabei noch nicht berücksichtigt.  

Das Vergütungssystem unterliegt den Regelungen der Institutsvergütungsverordnung (IVV). Die relevanten Vorschriften (Ausgestaltung, Ausrichtung an der Strategie, Angemessenheit, Verhältnis fix/variabel, Risikoorientierung, etc.) werden eingehalten. Dies bestätigen uns regelmäßig die externen Prüfungen durch die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg.  

Weitergehende Informationen zu unserer Vergütungspolitik veröffentlichen wir in unserem Offenlegungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung. Dieser ist ab Juli 2021 auf unserer Website unter
www.ksk-ostalb.de veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Bei der Kennzahl zur Vergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters handelt es sich um eine vertrauliche und wettbewerbsrelevante Information. Deshalb sehen wir von einer Veröffentlichung ab. Eine weitergehende Auswertung diesbezüglicher Vergütungskennzahlen erfolgt nicht.  

Die Kreissparkasse Ostalb beschäftigt ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als regional verwurzeltes Unternehmen mit öffentlich-rechtlicher Trägerstruktur identifizieren wir unsere relevanten Anspruchsgruppen mittels Analyse unserer unternehmerischen Tätigkeit (Kunden, Mitarbeiter, Institutionen des öffentlichen Lebens) sowie unserer Rechtsform als Anstalt des öffentlichen Rechts (Verwaltungsrat, Träger, Gesellschaft im Gesamten).

In unserer Geschäftsstrategie haben wir für die folgenden Anspruchsgruppen Ziele und strategische Maßnahmen definiert: 
Kunden werden im Rahmen des Finanzkonzeptes und bei speziellen Angeboten regelmäßig direkt angesprochen. Die Kreissparkasse Ostalb wurde 2020 zum wiederholten Male von den unabhängigen Prüfern des Deutschen Instituts für Bankentests, in Zusammenarbeit mit der renommierten Tageszeitung DIE WELT, zum Testsieger im Ostalbkreis in allen Beratungs-Kategorien gekürt, z. T. beziehen sich die Auszeichnungen sogar auf die Bundesebene:  
Um die Bedürfnisse unserer Kunden in Sachen Nachhaltigkeit noch besser kennenzulernen, haben wir einen Kundendialog mit Privatkunden durchgeführt. Ein wesentliches Ergebnis war, dass den Kunden neben einer stärkeren Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft insbesondere der Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Geschäftsbetrieb ein wichtiges Anliegen ist. Hier sollte die Kreissparkasse Ostalb aus Sicht ihrer Kunden mit gutem Beispiel vorangehen. Dies war für uns ein wichtiger Impuls, um ein systematisches Umweltmanagement aufzubauen. Gleichzeitig hat es uns sehr gefreut, dass die Kunden uns in unserem Kerngeschäft aufgrund der regionalen Ausrichtung bereits heute als nachhaltig agierendes Finanzinstitut wahrnehmen.

Eine weitere wichtige Anspruchsgruppe sind unsere Träger. Diese sind über den Verwaltungsrat in die strategische Ausrichtung der Kreissparkasse Ostalb eingebunden. Durch die Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie ist der Verwaltungsrat damit eng in die Weiterentwicklung dieses Themas eingebunden. Da der Verwaltungsrat zu einem Drittel aus Vertretern der Beschäftigten besteht, sind unsere Mitarbeiter ebenfalls an diesem Prozess beteiligt.  

Unseren Mitarbeitern bieten wir zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen von Projekten und Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung unserer Sparkasse zu beteiligen. Beispiele hierfür sind Digitalisierungsprojekte und der Innovationskreis Innowings. Insbesondere können Vorschläge - auch zum Thema Nachhaltigkeit - jederzeit über den KVP eingebracht werden. In der für alle Mitarbeiter frei einsehbaren KVP-Datenbank werden die Verbesserungsvorschläge gebündelt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit unseren Stakeholdern und nehmen deren Anregungen und Wünsche in vielfältiger Art und Weise auf.

Mit der Durchführung des Kundendialogs Nachhaltigkeit mit Privatkunden haben wir einen Überblick erhalten, welche Nachhaltigkeitsthemen unseren Kunden besonders am Herzen liegen. Ein wichtiges Ergebnis war, dass die Basis eines glaubwürdigen Nachhaltigkeitsengagements im Kundengeschäft ein nachhaltiger Geschäftsbetrieb ist. Hier sollte die Kreissparkasse Ostalb aus Sicht ihrer Kunden bei ihren eigenen Gebäuden und ihrem eigenen Handeln mit gutem Beispiel vorangehen. Unter anderem deshalb haben wir uns dazu entschieden, ein zertifiziertes Umweltmanagement nach ÖKOPROFIT aufzubauen. Die Zertifizierung ist geplant.  

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

In Kriterium 2 haben wir die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Nachhaltigkeitsaspekte beschrieben und haben in diesem Kontext auch unsere Chancen und Risiken dargelegt. Als Bank stehen dabei insbesondere unser Kerngeschäft, das Angebot von Anlageprodukten und die Vergabe von Krediten sowie unsere Eigenanlagen im Vordergrund. In diesem Rahmen haben wir für unsere Kunden ein vielfältiges Angebot an Produkten und Dienstleistungen geschaffen, die einen positiven Effekt auf Nachhaltigkeitsaspekte haben.

Die gesetzliche Verpflichtung zur Abfrage soll im Laufe des Jahres 2021 erfolgen. Seitens der Kreissparkasse Ostalb werden die Nachhaltigkeitspräferenzen des Kunden bereits ab 01.03.2021 im Beratungsgespräch abgefragt. Durch die frühzeitige Einführung wollen wir unseren Kunden einen entsprechenden Mehrwert bieten und somit die Kundenbindung weiter steigern.  

Bereits in 2020 wurden strategische Weichen für weitere nachhaltige Anlagelösungen gestellt. Unserer Hausmeinung und unser Vertriebsfokus spiegelt sich in einem umfassenden Produktspektrum wieder.  

Im Bereich der Immobilienfonds hat der Anteil an Green Buildings in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Zertifizierungsquoten bei den offenen Immobilienfonds liegen weiterhin auf sehr hohem Niveau. Der Anteil der zertifizierten Objekte in den Portfolios hat sich in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Insofern leisten Kunden, die in diese Fonds investieren, ebenfalls einen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften. Die Produkte mit hohen Zertifizierungsquoten sollen per 30.04.2021 ebenfalls ein ESG-Impact-Rating (I) erhalten.

Auch bei unseren Eigenanlagen berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte und führen regelmäßig Nachhaltigkeitsanalysen unserer Bestände durch. Dafür nutzen wir die Daten der Researchagentur MSCI. Der eigene Wertpapierspezialfonds wurde nach den MSCI-ESG-Kriterien untersucht. Es ergab sich per 31.12.2020 ein MSCI-ESG-Durchschnittsrating der Anlagen im Wertpapierspezialfonds von „A“, zusammen mit den direkt gehaltenen Beständen ergibt sich sogar ein Gesamtwert von „AA“.
 

Darüber hinaus bieten wir unseren Privatkunden, z. B. bei Immobilienfinanzierungen gezielt Fördermöglichkeiten der KfW und der L-Bank für energieeffizientes Bauen und Sanieren an. Auch unseren Unternehmenskunden ermöglichen wir Zugang zu attraktiven Förderprogrammen mit Nachhaltigkeitsbezug, z. B. im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz oder Erneuerbare Energien. Insgesamt besteht das Förderkreditportfolio zu über 90 % aus nachhaltigen Krediten.

„Auf der Ostalb ist Sonne tanken einfach“ - mit dem neuen hauseigenen Sparkassen-Solar-Kredit unterstützen wir unsere Kunden mit besonders günstigen Konditionen bei eigenen Nachhaltigkeitsprojekten „rund um die Kraft der Sonne“. Das Sonderkreditprogramm dient der Errichtung, Erweiterung und dem Erwerb von Solar- / Photovoltaikanlagen bzw. dazugehöriger Stromspeicheranlagen bei privaten, eigengenutzten Objekten. Damit unterstützen wir unsere Kunden bei der Investition für eine nachhaltige Zukunft.  

Im Rahmen des Programms „999-Häuser“ bieten wir unseren Kunden zudem für nur 69,90 Euro eine professionelle und detaillierte Energieberatung vor Ort durch die Experten der EnergiekompetenzOstalb e.V. (EKO) im Wert von 200 Euro an.

Gleichzeitig bauen wir unsere digitalen Vertriebskanäle massiv aus und schulen unsere Mitarbeiter. Insbesondere durch die Nutzung des elektronischen Postfachs und die Umstellung auf weitere digitale Prozesse lassen sich in erheblichem Maße Ressourcen, zum Beispiel Papier, einsparen. Im elektronischen Postfach sind seit 2020 auch alle Verbundpartner integriert, sodass der Kunde den Großteil seiner Finanzdokumente elektronisch erhalten kann.
 

Unsere Kunden können aus unterschiedlichen Girokontomodellen wählen, die ihrem individuellen Zahlungsverkehrsverhalten entsprechen. Mit dem Basiskonto erfüllen wir die gesetzlichen Anforderungen an die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen für alle Bevölkerungsgruppen.

Unseren Mitarbeitern bieten wir zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen von Projekten und Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung unserer Sparkasse zu beteiligen. Beispiele hierfür sind Digitalisierungsprojekte und der Innovationskreis Innowings. Insbesondere können Vorschläge - auch zum Thema Nachhaltigkeit - jederzeit über den KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) eingebracht werden. In der für alle Mitarbeiter frei einsehbaren KVP-Datenbank werden die Verbesserungsvorschläge gebündelt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Alle unsere Direktanlagen werden regelmäßig nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet.  

Unser wesentlicher Vertriebspartner sind die DekaBank und die LBBW Asset Management. Im Geschäftsfeld Asset Management Wertpapiere verfolgt die Deka Investment klare Prinzipien: Die gemanagten Fonds investieren nicht in Unternehmen, die Anti-Personen-Minen oder Cluster-Munition (sogenannte Streubomben) herstellen. Auch Hersteller von Handfeuerwaffen sind ein Tabu. Produkte, die direkt die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln abbilden, werden nicht emittiert. Auch die LBBW Asset Management bezieht ESG-Kriterien in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich ein. Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele orientiert sich die LBBW Asset Management an international anerkannten Normen wie dem UN Global Compact und den „Principles for Responsible Investment“ (PRI) der Vereinten Nationen sowie den BVI- Wohlverhaltensregeln und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Bei allen Anlageprodukten und Mandaten schließt die LBBW Asset Management eine Investition in Firmen, die Streumunition und/oder Antipersonenminen herstellen, die gemäß internationaler Konventionen (Oslo und Ottawa) geächtet sind, aus. Auch Investitionen in Agrarrohstoffe sind ausgeschlossen.  

Zum 31.12.2020 haben unsere Kunden insgesamt EUR 196 Mio. EUR in Immobilienfonds und nachhaltige Publikumsfonds investiert.