5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit liegt beim Gesamtvorstand.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit haben wir 2018 einen Nachhaltigkeitsbeauftragten benannt. Der Nachhaltigkeitsbeauftragte ist für die operative Umsetzung verantwortlich und berichtet in seiner Funktion an den Vorstand.

Darüber hinaus haben wir 2018 einen Arbeitskreis Nachhaltigkeit installiert, in dem alle für das Thema Nachhaltigkeit maßgeblichen Fachbereiche vertreten sind. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung aller nachhaltigkeitsrelevanter Fragestellungen voranzutreiben und sicherzustellen. Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit tagt in der Regel zweimal pro Jahr, so auch 2019. Dabei haben wir uns jeweils einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen des EU-Aktionsplans sowie die Aktivitäten der BaFin verschafft. In der ersten Sitzung haben wir zudem den Nachhaltigkeits-Kompass durchgeführt und einen Maßnahmenplan abgeleitet. Dieser Maßnahmenplan wurde im Nachgang vom Vorstand verabschiedet. In der zweiten Sitzung haben wir den Umsetzungsstand der Maßnahmen diskutiert und die Erstellung der DNK-Erklärung vorbereitet.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

In unserer Geschäftsstrategie bekennen wir uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Leitsätze Nachhaltigkeit spiegeln unsere aktuelle Positionierung in allen wichtigen Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit wider.  

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte ist für die operative Umsetzung verantwortlich und berichtet in seiner Funktion an den Vorstand. Darüber hinaus haben wir 2018 einen Arbeitskreis Nachhaltigkeit installiert, in dem alle für das Thema Nachhaltigkeit maßgeblichen Fachbereiche vertreten sind. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung aller nachhaltigkeitsrelevanter Fragestellungen voranzutreiben, sicherzustellen und ein jährliches Maßnahmenprogramm zu entwickeln. Das jährliche Maßnahmenprogramm wird vom Vorstand verabschiedet.  

Die Mitglieder des Arbeitskreis Nachhaltigkeit sind in ihrem jeweiligen Fachbereich verantwortlich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Zudem liefern sie für den jährlich zu erstellenden Nachhaltigkeitsbericht die für ihren jeweiligen Fachbereich erforderlichen Daten und Informationen.  

Die Gesamtkoordination obliegt dem Nachhaltigkeitsbeauftragten.  

2020 werden wir den Nachhaltigkeitsprozess dokumentieren und in unsere Regelwerke aufnehmen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Wir erheben regelmäßig nachhaltigkeitsrelevante Kennzahlen für unseren Gebäudebestand. Die Energieverbräuche der Hauptstellen (Hauptverbraucher) werden tagesaktuell gemessen, die Daten monatlich ausgewertet.    

Das Ergebnis des Nachhaltigkeits-Kompasses, den wir jährlich durchführen, ist in unserem internen Kennzahlencockpit verankert und dient hierbei als laufender Indikator zur Überprüfung unserer bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Im Rahmen unserer Erklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex erheben wir diverse weitere Leistungsindikatoren der GRI zum Thema Nachhaltigkeit auf jährlicher Basis, z. B. unseren Energieverbrauch und unsere Treibhausgasemissionen. Diese werden wir im Rahmen unserer Berichterstattung fortschreiben. Damit werden wir in den nächsten Jahren eine verlässliche Datenreihe aufbauen, die unsere Nachhaltigkeitsleistung zunehmend messbar macht.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Unsere Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen haben wir in drei für uns wesentlichen Dokumenten beschrieben und zusammengefasst:   Leitbild
Unser Leitbild basiert auf den folgenden Werten:   Integres Handeln in der Kreissparkasse Ostalb
Durch verantwortungsbewusstes und sensibles Handeln über Jahrzehnte ist die Kreissparkasse Ostalb zum führenden Finanzdienstleister der Region geworden. Der Vorstand der Kreissparkasse Ostalb und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich dieser hohen Verantwortung bewusst, die auch in der Zukunft weiter konsequent gelebt wird.  

Unser integres Handeln wird durch folgende Prinzipien bestimmt: Die Prinzipien für integres Handeln dienen einem fairen, ehrlichen und verlässlichen Umgang miteinander, mit unseren Kunden und Geschäftspartnern. Sie stellen die Basis unserer täglichen Arbeit dar und prägen unser unverwechselbares Profil, Erscheinungsbild und Auftreten im Markt.  

Grundsätze der Zusammenarbeit und Führungsgrundsätze
Unsere Grundsätze der Zusammenarbeit haben wir unter dem Leitmotiv „Eine Sparkasse = Ein Team“ zusammengefasst. Wir Auch bei unseren Führungsgrundsätzen leitet uns das Motiv „Eine Sparkasse – Ein Team“.

In den einzelnen Dimensionen bedeutet das:   Daraus leiten wir folgende Ziele ab:

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Kreissparkasse Ostalb ist tarifgebunden. Daher finden auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst, insbesondere der TVÖD-S Anwendung. Als erfolgsorientierte Vergütung können Mitarbeiter neben der Tarifvergütung in untergeordnetem Umfang Provisionen aus dem Vertriebserfolg ihrer Organisationseinheiten erhalten. Dabei werden explizit auch qualitative Faktoren, berücksichtigt. Zudem werden in geringem Umfang Leistungen aus dem betrieblichen Vorschlagwesen und aus Mitarbeiterwettbewerben von Verbundpartnern etc. honoriert. Ein weiteres leistungsorientiertes Vergütungselement ist die jährlich gewährte leistungsorientierte Einmalzahlung (LOZ), die jedoch ebenfalls von untergeordneter finanzieller Bedeutung ist. Die leistungsorientierte Zahlung basiert auf einer Empfehlung durch die zuständige Führungskraft und Beschluss durch den Vorstand. Weitere leistungsorientierte Vergütungen werden nicht gewährt.  

Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder der Kreissparkasse Ostalb richtet sich nach den Empfehlungen des Sparkassenverbands Baden-Württemberg. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Festvergütung, einer fixen Verbundzulage und einer variablen Zulage, über die vom Verwaltungsrat jährlich zu beschließen ist. Dabei werden auch Kriterien der langfristigen Wertschöpfung berücksichtigt.  

Das Vergütungssystem der Kreissparkasse Ostalb ist so ausgestaltet, dass es mit der Gesamtstrategie sowie den konsistenten Risikostrategien in Einklang steht. Die Obergrenze für den Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung wurde für die Geschäftsleiter auf 25% festgelegt. Für die übrigen Beschäftigten wurde die Obergrenze der variablen Vergütung im Verhältnis zur fixen Vergütung auf 50% festgelegt. Konkrete Nachhaltigkeitsziele sind derzeit noch nicht Teil der Vergütungspolitik.  

Das Vergütungssystem unterliegt den Regelungen der Institutsvergütungsverordnung (IVV). Die relevanten Vorschriften (Ausgestaltung, Ausrichtung an der Strategie, Angemessenheit, Verhältnis fix/variabel, Risikoorientierung etc.) werden eingehalten. Das Vergütungssystem wird jährlich überprüft. Gemäß der Institutsvergütungsverordnung wird jährlich ein Angemessenheitsbericht erstellt. Im Rahmen einer Sitzung des Verwaltungsrats wird über diesen Bericht informiert.  

Weitergehende Informationen zu unserer Vergütungspolitik veröffentlichen wir in unserem Offenlegungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung. Dieser ist ab Juli 2020 auf unserer Website unter www.ksk-ostalb.de veröffentlicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten eine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit ausschließlich nach den Empfehlungen des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg.  

Das Vergütungssystem der Kreissparkasse Ostalb ist so ausgestaltet, dass es mit der Gesamtstrategie sowie den konsistenten Risikostrategien in Einklang steht. Die Obergrenze für den Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung wurde für die Geschäftsleiter auf 25% festgelegt. Für die übrigen Beschäftigten wurde die Obergrenze der variablen Vergütung im Verhältnis zur fixen Vergütung auf 50% festgelegt.  

Das Vergütungssystem unterliegt den Regelungen der Institutsvergütungsverordnung (IVV). Die relevanten Vorschriften (Ausgestaltung, Ausrichtung an der Strategie, Angemessenheit, Verhältnis fix/variabel, Risikoorientierung etc.) werden eingehalten. Dies bestätigen uns regelmäßig die externen Prüfungen durch die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg.  

Weitergehende Informationen zu unserer Vergütungspolitik veröffentlichen wir in unserem Offenlegungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung. Dieser ist ab Juli 2020 auf unserer Website unter www.ksk-ostalb.de veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Bei der Kennzahl zur Vergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters handelt es sich um eine vertrauliche und wettbewerbsrelevante Information. Deshalb sehen wir von einer Veröffentlichung ab. Eine weitergehende Auswertung diesbezüglicher Vergütungskennzahlen erfolgt nicht.  

Die Kreissparkasse Ostalb beschäftigt ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als regional verwurzeltes Unternehmen mit öffentlich-rechtlicher Trägerstruktur identifizieren wir unsere relevanten Anspruchsgruppen mittels Analyse unserer unternehmerischen Tätigkeit (Kunden, Mitarbeiter, Institutionen des öffentlichen Lebens) sowie unserer Rechtsform als Anstalt des öffentlichen Rechts (Verwaltungsrat, Träger, Gesellschaft im Gesamten).

In unserer Geschäftsstrategie haben wir für die folgenden Anspruchsgruppen Ziele und Maßnahmen definiert:  Kunden werden im Rahmen des Finanzkonzeptes und bei speziellen Angeboten regelmäßig direkt angesprochen. Die Kreissparkasse Ostalb wurde 2019 zum vierten Mal in Folge von den unabhängigen Prüfern des Deutschen Instituts für Bankentests, in Zusammenarbeit mit der renommierten Tageszeitung DIE WELT, zum Testsieger im Ostalbkreis in allen Beratungs-Kategorien gekürt.

Um die Bedürfnisse unserer Kunden in Sachen Nachhaltigkeit noch besser kennenzulernen, haben wir 2019 einen Kundendialog mit Privatkunden durchgeführt. Ein wesentliches Ergebnis war, dass den Kunden neben einer stärkeren Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft insbesondere der Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Geschäftsbetrieb ein wichtiges Anliegen ist. Hier sollte die Kreissparkasse Ostalb aus Sicht ihrer Kunden mit gutem Beispiel vorangehen. Dies war für uns ein wichtiger Impuls, um ein systematisches Umweltmanagement aufzubauen. Gleichzeitig hat es uns sehr gefreut, dass die Kunden uns in unserem Kerngeschäft aufgrund der regionalen Ausrichtung bereits heute als nachhaltig agierendes Finanzinstitut wahrnehmen. Diese gute Positionierung im Wettbewerb gilt es nun durch die Umsetzung weiterer Maßnahmen in den nächsten Jahren aufrechtzuerhalten. So haben wir 2019 z. B. das Angebot nachhaltiger Geldanlagen ausgeweitet und unsere Mitarbeiter entsprechend geschult. 

Eine weitere wichtige Anspruchsgruppe sind unsere Träger. Diese sind über den Verwaltungsrat in die strategische Ausrichtung der Kreissparkasse Ostalb eingebunden. Durch die zukünftige Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie ist der Verwaltungsrat damit eng in die Weiterentwicklung dieses Themas eingebunden. Da der Verwaltungsrat zu einem Drittel aus Vertretern der Beschäftigten besteht, sind unsere Mitarbeiter ebenfalls an diesem Prozess beteiligt.  

Unseren Mitarbeitern bieten wir zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen von Projekten und Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung unserer Sparkasse zu beteiligen. Beispiele hierfür sind die Zukunftswerkstatt, Digitalisierungsprojekte und der Innovationskreis Innowings. Insbesondere können Vorschläge – auch zum Thema Nachhaltigkeit – jederzeit über das IDEENforum (betriebliches Vorschlagswesen) eingebracht werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit unseren Stakeholdern und nehmen deren Anregungen und Wünsche in vielfältiger Art und Weise auf.

Mit der Durchführung des Kundendialogs Nachhaltigkeit mit Privatkunden im Frühjahr 2019 haben wir einen Überblick erhalten, welche Nachhaltigkeitsthemen unseren Kunden besonders am Herzen liegen. Ein wichtiges Ergebnis war, dass die Basis eines glaubwürdigen Nachhaltigkeitsengagements im Kundengeschäft ein nachhaltiger Geschäftsbetrieb ist. Hier sollte die Kreissparkasse Ostalb aus Sicht ihrer Kunden bei ihren eigenen Gebäuden und ihrem eigenen Handeln mit gutem Beispiel vorangehen. Unter anderem deshalb haben wir uns 2019 dazu entschieden, ein zertifiziertes Umweltmanagement nach ÖKOPROFIT aufzubauen. Die Zertifizierung ist für 2020 geplant.  

Über die Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie der Kreissparkasse Ostalb ist unser Verwaltungsrat ebenfalls in die strategische Weiterentwicklung eingebunden.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

In Kriterium 2 haben wir die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Nachhaltigkeitsaspekte beschrieben und haben in diesem Kontext auch unsere Chancen und Risiken dargelegt. Als Bank stehen dabei insbesondere unser Kerngeschäft, das Angebot von Anlageprodukten und die Vergabe von Krediten sowie unsere Eigenanlagen im Vordergrund. In diesem Rahmen haben wir für unsere Kunden ein vielfältiges Angebot an Produkten und Dienstleistungen geschaffen, die einen positiven Effekt auf Nachhaltigkeitsaspekte haben.

Die Kreissparkasse Ostalb bietet ihren Kunden neben klassischen Anlagemöglichkeiten auch gezielt nachhaltige Anlageprodukte an. 2019 haben wir unser Produktangebot nochmals ausgeweitet und den nachhaltigen Publikumsfonds Ökoworld Ökovision in den Vertrieb aufgenommen. Im Rahmen einer Beraterveranstaltung haben wir unsere Mitarbeiter umfassend informiert und geschult. Damit bieten wir unseren Kunden eine umfangreiche Palette an nachhaltigen Geldanlagen an. Im Fokus stehen neben dem Ökoworld Ökovision dabei die folgenden Fonds: Im Bereich der Immobilienfonds hat der Anteil an Green Buildings in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Zertifizierungsquoten bei den offenen Immobilienfonds liegen mit 75,5% beim (Deka-ImmobilienEuropa), 84,4% beim (Deka-ImmobilienGlobal) und 72,3% beim (WestInvest InterSelect) weiterhin auf sehr hohem Niveau. Der Anteil der zertifizierten Objekte in den Portfolios hat sich in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Insofern leisten Kunden, die in diese Fonds investieren, ebenfalls einen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften.

Auch bei unseren Eigenanlagen berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte und führen regelmäßig Nachhaltigkeitsanalysen unserer Bestände durch. Dafür nutzen wir die sogenannte Blacklist des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, die die Researchagentur ISS oekom entwickelt hat. Auf dieser Liste sind Unternehmen enthalten, die gegen die Prinzipien des UN Global Compact verstoßen. Ziel ist es, dass mindestens 95% unserer Direktanlagen die Kriterien des UN Global Compact erfüllen.  
Zusätzlich wurde unser Wertpapierspezialfonds nach den MSCI-ESG-Kriterien untersucht. Es ergab sich per 31.12.2019 ein MSCI-ESG-Durchschnittsrating der Anlagen im Wertpapierspezialfonds von „A“. 
Darüber hinaus bieten wir unseren Privatkunden, z. B. bei Immobilienfinanzierungen gezielt Fördermöglichkeiten der KfW und der L-Bank für energieeffizientes Bauen und Sanieren an. Auch unseren Unternehmenskunden ermöglichen wir Zugang zu attraktiven Förderprogrammen mit Nachhaltigkeitsbezug, z. B. im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz oder Erneuerbare Energien.  

Im Rahmen des Programms „999-Häuser“ bietet die Kreissparkasse Ostalb ihren Kunden für nur 69,90 Euro eine professionelle und detaillierte Energieberatung vor Ort durch die Experten der EnergiekompetenzOstalb e.V. (EKO) im Wert von 200 Euro an. Inzwischen wurden rund 600 Beratungen durchgeführt.

Gleichzeitig bauen wir unsere digitalen Vertriebskanäle massiv aus und schulen unsere Mitarbeiter. Um digitale Angebote und Prozesse systematisch ins Kundengeschäft einbeziehen zu können, ist es besonders wichtig, die Mitarbeiter mitzunehmen. 2018 haben wir eine sehr erfolgreiche Hausmesse durchgeführt, die unseren Mitarbeitern die Möglichkeiten der digitalen Welt näherbrachte und in einer konkreten Erlebniswelt aktuelle und zukünftige Lösungen präsentierte. 2019 haben wir auf der Messe „make Ostwürttemberg“ unseren Kunden ähnliche Inhalte vorgestellt. Insbesondere durch die Nutzung des elektronischen Postfachs und die Umstellung auf weitere digitale Prozesse lassen sich in erheblichem Maße Ressourcen, zum Beispiel Papier, einsparen. Im elektronischen Postfach sind ab 2020 auch alle Verbundpartner integriert, sodass der Kunde den Großteil seiner Finanzdokumente elektronisch erhalten kann. Anstatt gedruckten Briefen zu rechtlichen Informationen oder zu unseren Produkten, nutzen wir grundsätzlich verstärkt das elektronische Postfach im Online-Banking und E-Mailings. Seit der Umstellung auf unsere neu gestaltete Internet-Filiale im Dezember 2016 bieten wir unseren Kunden eine moderne und übersichtliche Online-Plattform, die bereits heute die Bedürfnisse für das „digitale banking” hervorragend abdeckt. Unser Online-Banking nutzen derzeit 68.000 Kunden, rund 50% unserer Privatkunden und 71% unserer Unternehmenskunden erhalten ihre Kontoauszüge in elektronischer Form. Im Jahr 2019 nutzten 24.000 Kunden die prämierte Sparkassen-App mit innovativen Funktionen, wie Kwitt und der Fotoüberweisung. Aufgrund dieser vielfältigen Initiativen wurden wir von den Prüfern des Deutschen Instituts für Bankentests in Zusammenarbeit mit der renommierten Tageszeitung DIE WELT mit der Note "Sehr gut" für den Bereich "Digital Banking" ausgezeichnet. 2020 werden wir das Online-Banking mit Umsatzkategorisierung und Zahlungsstromanalyse zu einem digitalen Finanzplaner ausbauen. Unsere Kunden können aus unterschiedlichen Girokontomodellen wählen, die ihrem individuellen Zahlungsverkehrsverhalten entsprechen. Mit dem Basiskonto erfüllen wir die gesetzlichen Anforderungen an die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen für alle Bevölkerungsgruppen.

Unseren Mitarbeitern bieten wir zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen von Projekten und Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung unserer Sparkasse zu beteiligen. Beispiele hierfür sind die Zukunftswerkstatt, Digitalisierungsprojekte und der Innovationskreis Innowings. Insbesondere können Vorschläge – auch zum Thema Nachhaltigkeit - jederzeit über das IDEENforum (betriebliches Vorschlagswesen) eingebracht werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Alle unsere Direktanlagen werden regelmäßig nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet.  

Unser wesentlicher Vertriebspartner sind die DekaBank und die LBBW Asset Management. Von der Deka Investment GmbH und der LBBW Asset Management gemanagte Fonds investieren grundsätzlich nicht in Unternehmen, die Anti-Personen-Minen oder Cluster-Munition („Streubomben“) herstellen. Zudem emittiert die DekaBank keine Produkte, die die Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln abbilden.  

Zum 31.12.2019 haben unsere Kunden insgesamt 152,87 Mio. EUR in Immobilienfonds mit hohem Anteil an Green Buildings und nachhaltige Publikumsfonds investiert.