5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Für die unternehmerische Verantwortungsübernahme ist der Vorstand verantwortlich. Im Jahr 2018 lag CSR zunächst im Aufgabenbereich von Vorstand Michael Schillinger, ab 1.6 dann von Vorstandssprecher Matthias Kreibich. Zum 1. Januar 2019 übernahm diesen Part der neue Vorstandssprecher Dr. Michael Solf. Die Prüfung der CSR-Berichterstattung obliegt dem Aufsichtsrat, sie wird auch an die Mitgliedervertreterversammlung, die höchste Kontrollinstanz des INTER Verein, kommuniziert.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

6.1.Strukturen und Prozesse
Die CSR-Strategie der INTER wird im Zusammenspiel des Vorstandes mit dem CSR-Kernteam umgesetzt. Das CSR-Kernteam trifft sich hierzu regelmäßig und führt das operative CSR-Management durch.

Das CSR-Kernteam setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Bereiche Personal, Marketing, Kapitalanlagen Controlling, Zentrale Dienste) und Unternehmenskommunikation/Kundenkultur. Aufgabe des CSR-Kernteams ist es, mögliche Widersprüche in der CSR-Umsetzung zu identifizieren und neue Ideen zur unternehmerischen Verantwortungsübernahme zu entwickeln wie z. B. die Erarbeitung eines ökologischen Projekts. Des Weiteren koordiniert das CSR-Team die Umsetzung der CSR-Maßnahmen.

Außerdem wurde ein Teamsprecher festgesetzt, der konkrete Anliegen zusammen mit Fachvertretern aus dem CSR-Kernteam an den Vorstandssprecher berichtet.

Aus der Unternehmenskommunikation heraus wird die Verantwortungsübernahme für die Anspruchsgruppen der INTER zugänglich. Das Ziel der CSR-Kommunikation ist die Sensibilisierung der Anspruchsgruppen für Nachhaltigkeitsthemen.

Unsere Mitarbeiter können im Dialog mit dem CSR-Kernteam, aber auch über die E-Mail-Adresse nachhaltigkeit@inter.de Ideen in das CSR-Management einbringen. Gleiches gilt für alle anderen Anspruchsgruppen, insbesondere für Lieferanten und Kunden. Im Umkehrschluss gehen die Mitglieder des CSR-Kernteams auch auf die Unternehmen der Wertschöpfungskette zu. Beispielsweise bittet die INTER Lieferanten und auch Kapitalanlagegesellschaften im Bereich alternative Anlagen um Stellungnahmen zu ihrem CSR-Gedanken – wie in Kriterium 4 ausführlich beschrieben.

Mit der Implementierung des CSR-Controllings unter Zuhilfenahme einer Softwarelösung verfügen das CSR-Kernteam und der Vorstand über eine Zahlenbasis für die Planung, Steuerung und Kontrolle der CSR-Aktivitäten.

Uns ist es wichtig, CSR zunächst intern zu etablieren, um unsere Maßnahmen anschließend koordiniert und zielgerichtet in die Öffentlichkeit tragen zu können. Dadurch versprechen wir uns einen optimalen Beitrag der INTER zur Nachhaltigkeit. Unser Fokus liegt zunächst auf dem CSR-Management in Mannheim. Ab dem Jahr 2019 prüfen wir, wie und ob wir die BKM und die FAMK in das CSR-Management integrieren können. 

6.2.Regeln
Bei der Erstellung der Entsprechenserklärung zur nichtfinanziellen Geschäftsentwicklung unterliegt die INTER gesetzlichen Vorgaben, die im § 289c HGB näher definiert sind. Unsere Entsprechenserklärung folgt dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Die Prüfung der Entsprechenserklärung obliegt unserem Aufsichtsrat. Daneben veröffentlicht die INTER jährlich einen CSR-Bericht. Dieser erleichtert es den Anspruchsgruppen, die CSR-Aktivitäten der INTER nachzuvollziehen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

7.1.Kennzahlenset Unser CSR-Kennzahlenset haben wir 2017 im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse und des CSR-Controllings aufgesetzt. Für 2018 bieten uns diese Kennzahlen erstmals Vergleichswerte und ermöglichen im Jahr 2019 eine Erweiterung des CSR-Controllings.

Wir überprüfen folgende Kennzahlen (aktuell oder zukünftig):

Produkte & Wertschöpfungskette
- Prüfquote Kapitalanlagegesellschaften auf Nachhaltigkeit          
-
Quote der gescreenten Kapitalanlagen nach ESG-Kriterien (in %)
- Prüfquote nach PRI Principles Responsible Investment oder FSSS (in %)
- Prüfquote (neuer) Lieferanten bzgl. Menschenrechtsverletzungen (in %)
- Prüfquote von ESG-Aspekten in der Produktentwicklung, der Schadenregulierung und in den Versicherungsverträgen (in %)
- Quote der nach ESG-Kriterien überprüften Lieferanten/Kapitalanlagegesellschaften (in %)
- Investitionsausschlussquoten (in %) 
- Anlagequoten nachhaltigkeitsaverser Institutionen (in %)

Kunden             
- Durchschnittsalter Vertrieb
- INTER-Postbox Nutzerzahl
- Anzahl eingereichter Dokumente über Rechnungen-App

Umwelt
- Stromverbrauch (kWh)
- Fernwärme (kWh)
Wasserverbrauch (cbm)
- Papierverbrauch (kg)
- Abfallmenge (kg/t)
- Geschäftsreisen PKW (km)
Geschäftsreisen Bahn (km)
- Emissionen nach VfU Scope 1-3
- Flugreisen (km)
- Pendlerverkehr (nach Art und km)
- E-Autos im Fuhrpark (in %)

Mitarbeiter
- Geschlechterquote (in %)
-
Führungsquote (m/w) (in %)
- Weiterbildungsquote (in %)
Diskriminierungsfälle (in %)
- Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Todesfälle
- Ausfalltage Krankheit
- Teilzeitquote (in %)
Schwerbehindertenquote (in %)
Azubi-Übernahmequote (in %)
- Elternzeitquote (in %)
Anzahl durchgeführter Webinare
- Anzahl durchgeführter Digitalmeetings

Gemeinwesen
- Spenden- und Förderausgaben (in €)
- Spendenaufkommen durch Mitarbeiterinitiativen (in €)
Gesamtspenden an nachhaltige Organisationen (in €)
- Quotient langfristiger Spenden durch neue Spenden
Anteil der Spenden mit regionalem Bezug

Politische Einflussnahme
- Gesamtwert Parteispenden (in €)

Compliance
- Korruptionsvorfälle
Bußgelder

7.2.    Garantie der Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und Konsistenz der Daten

Die erhobenen Daten richten sich nach unseren CSR-Leistungsindikatoren und werden von den jeweiligen Bereichen zusammengestellt. Im CSR-Kernteam und natürlich auch innerhalb der Bereiche werden die Werte auf Zuverlässigkeit und Konsistenz überprüft. Bei der Ermittlung der nichtfinanziellen Kennzahlen gehen wir ebenso vor wie bei unseren finanziellen Kennzahlen und legen eine Mehrfachkontrolle der Daten an.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Die INTER hat sich die Unternehmenswerte Kompetenz, Fairness und Vertrauen auf die Fahne geschrieben. Diese sind im Leitbild der INTER verankert und werden dort ausführlich beschrieben.

Um unsere Kunden in jeder Situation bestmöglich zu beraten und zu betreuen, haben wir eine Service-Leitlinie definiert und sind dem GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb beigetreten. Zusätzlich verpflichtet sich die INTER zur Einhaltung des „Code of Conduct“, dem GDV-Datenschutzkodex.

Die INTER verpflichtet sich selbstverständlich dazu, gesetzes- und regelkonform zu handeln. Unsere Mitarbeiter erhalten daher den Compliance-Kodex, der wesentlichen Grundsätze für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten enthält, sowie unseren Compliance-Kompass. Dieser erläutert die Bedeutung von Compliance für die Unternehmen und gibt einen Überblick über die Compliance-Organisation bei der INTER. Die fortschreitende Regulierung der Versicherungs- und Finanzbranche führt zu klaren Handlungsanweisungen für uns als Versicherer.

Für unsere Mitarbeiter schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht. Diese Devise ist über den Leitsatz „Wir nehmen unsere unternehmerische Sozialverantwortung nach außen und nach innen wahr“ in unserem Unternehmensleitbild festgehalten.

Der Bereich Kapitalanlagen Controlling prüft eine Orientierung an den GDV-Hinweisen zu nachhaltigen Kapitalanlagen.

Die Bausparkasse Mainz ist Mitglied des Kodex zwischen den europäischen kreditwirtschaftlichen Verbänden und den europäischen Verbraucherorganisationen für die Vergabe von wohnwirtschaftlichen Krediten.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

8.1.Nachhaltigkeitskriterien im Vergütungssystem  
Das Vergütungssystem für Mitarbeiter, leitende Angestellte, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist auf die nachhaltige Entwicklung der INTER ausgerichtet. Die allgemeine Ausgestaltung der Vergütungspolitik ist mit den geschäftspolitischen Zielen und der aus der Geschäftsstrategie abgeleiteten Risikostrategie konform. Hierbei erfüllt die INTER alle diesbezüglichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen und beachtet auch die bestehenden tariflichen Vereinbarungen.


Die Vergütungspolitik ist insofern nachhaltig, als dass bei der INTER nur wenige Funktionen mit einem variablen Anteil vergütet sind, der darüber hinaus in seiner Zusammensetzung überschaubar ist. Zudem stehen unseren Mitarbeitern Nebenleistungen wie ein Job-Ticket und Kooperationsangebote zur Verfügung. Die mit der Vergütung zusammenhängenden, individuellen Ziele der Mitarbeiter werden auf folgende Punkte überprüft:

Die Prüfung der Ziele wird durch einen externen Dienstleister unterstützt.


Kontrolle der Zielerreichung durch Gremien
Die Zielerreichung des INTER-Vorstands wird weiterhin vom Aufsichtsrat überprüft. Der Personalausschuss, der sich aus vier Mitgliedern der Arbeitgeberseite des Aufsichtsrats zusammensetzt, überprüft die Erreichung der Ziele. Das Ergebnis der Zielerreichung wird vom Personalausschuss den Aufsichtsratsgremien der INTER Gesellschaften vorgetragen und dieser
beschließt sodann den Zielerreichungsgrad.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Das oberste Kontrollorgan des INTER Versicherungsverein aG ist die Mitgliedervertreterversammlung. Die Mitglieder dieser Versammlung erhalten Aufwandsentschädigungen. Unser Aufsichtsrat der INTER wird mit 860 TEuro vergütet. Die Bezüge des INTER-Vorstands bestehen aus fixen und variablen Vergütungsanteilen. Die variable Vergütung ist abhängig von der Performance und Zielerreichung.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Da die Vergütung bei der INTER größtenteils über Tarifverträge geregelt ist, wurden auch 2018 keine Zahlen diesbezüglich erhoben.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

 9.1.Identifikation der wichtigsten Anspruchsgruppen
Die wichtigsten Anspruchsgruppen der INTER ergeben sich aus unserer Geschäftstätigkeit und der Wesentlichkeitsanalyse.

Primäre Anspruchsgruppen sind Mitarbeiter, Kunden, Vertriebspartner und ungebundene Vermittler (z.B. Makler). Es folgen Geschäftspartner, Aufsichtsbehörden, Medien, Verbände, die Öffentlichkeit und die Politik. 

9.2.Stakeholderdialog
Mit unseren Kunden stehen wir regelmäßig in Kontakt und informieren sie über gesetzliche und unternehmerische Neuerungen. In der Kundenzeitschrift INTERaktiv haben wir all unsere Kunden über unser neues Mitgliederprodukt, unsere INTER-Rechnungen-App sowie über unsere CSR-Aktivitäten und den 1. INTER Fairness Bericht informiert. Ab 2019 fließen Nachhaltigkeitsaspekte auch stärker in die Kundenberatung ein.

Über die Mitgliedervertreterversammlung treten wir auch direkt in Dialog mit unseren Kunden. Darüber hinaus pflegen wir den Austausch über unsere Vertriebspartner und Makler. Unsere Kunden haben jederzeit die Möglichkeit, auf die INTER zuzugehen, z. B. über unser INTER Service Center.

Den Dialog mit und zwischen unseren Mitarbeitern fördern wir durch eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit und eine umfassende Kommunikation zu den Prozessen und Projekten im Unternehmen. Über unsere CSR-Aktivitäten informieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig im Intranet und auf einer digitalen Stele. Wir erkennen dabei, dass sich Beiträge zu CSR-Themen dort großer Beliebtheit erfreuen. Unsere Mitarbeiter können auch eigene Ideen zu CSR einbringen – z. B. per Mail an nachhaltigkeit@inter.de.

Mit unseren Vertriebspartnern tauschen wir uns kontinuierlich aus – nicht nur bei der jährlichen Auftakttagung. Betrieb und Vertrieb arbeiten bei der INTER Hand in Hand z. B. in Projekten, KVP Teams oder bei der Produktentwicklung. Auch mit Maklern suchen wir regelmäßig den Dialog, z. B. beim INTER Maklererfahrungsaustausch oder auf Messen. Mit dem INTER MaklerNet bieten wir zudem eine dialogische Plattform zur Unterstützung des Vertriebes.

Als Mitglied im GDV und im Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. stehen wir mit der Branche in Kontakt. Darüber hinaus engagieren wir uns im InsureLab Germany und tauschen uns auch auf Messen wie der DKM umfassend mit anderen Versicherern aus. Auch mit Handwerks- und Ärztekammern pflegen wir einen engen Austausch.

Natürlich kommunizieren wir auch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – z. B. wenn es um die Erfüllung von Berichtspflichten geht.

Der Dialog mit der Öffentlichkeit in Bezug auf CSR fand 2018 vorwiegend über den Nachhaltigkeitsbereich auf unserer Homepage statt. Zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober 2018 erhielt die Seite inter.de/nachhaltigkeit 828 Klicks. Der CSR-Bericht wurde 237 Mal heruntergeladen, unsere DNK-Entsprechenserklärung 43 Mal. 2019 wollen wir den Austausch mit der Öffentlichkeit zu unseren CSR-Aktivitäten intensivieren, z. B. durch Pressemitteilungen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

In Anlehnung an unsere Wesentlichkeitsanalyse können folgende Themen auf die Stakeholder zurückgeführt werden:
  1. Arbeitgeberverantwortung Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Recruiting und Onboardingprozess, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Aus- und Weiterbildung
  2. KundenzentrierungKundenerfahrung nachvollziehen, Kundenreisen entwickeln, Kundenbefragung
  3. Regionales EngagementSpenden und Sponsoring regionaler Institutionen in Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur
  4. ComplianceWhistleblowingsystem, Anpassungen an IDD, DSGVO
  5. DigitalisierungOnline-Abschlüsse, Relaunch der Homepage, ALADIN, Rechnungen-App, Postbox, KVLexx, Webinare
  6. UmweltverantwortungEU-Richtlinie Plastiknutzung, Betriebsrestaurant, Zentrale Dienste und Marketing

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

10.1.    Soziale und ökologische Wirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen und Ermittlungsverfahren

Die sozialen und ökologischen Wirkungen unserer Produkte ergeben sich unter anderem aus den CSR-Chancen und -Risiken. Sie stehen in Bezug zu unseren Anspruchsgruppen.

Für unsere Kunden wirken sich die Produkte der INTER auf die finanzielle Sicherheit und die Absicherung bei unvorhergesehenen Ereignissen aus. Ob sich unsere Kunden gut abgesichert fühlen, lässt sich an der Kundenzufriedenheit und der Weiterempfehlungsquote der INTER-Kunden nachvollziehen. Ferner haben wir die Kundenzufriedenheit durch eine Kundenumfrage im Jahr 2018 erhoben.

Darüber hinaus sorgen unsere Gesundheitsservices und Assistanceleistungen dafür, dass sich unsere Kunden bei unvorhergesehenen Ereignissen auf das Wesentliche, die Gesundung und das Leben, konzentrieren können.

Eine wichtige Rolle bei der Absicherung unserer Kunden spielt natürlich auch die Kapitalanlage der Versicherungsprämien. Deren Entwicklung überprüfen wir tagtäglich und begleiten die Umsetzung unserer Kapitalanlagestrategie durch unser Risikomanagement.

Die Investition der Versicherungsprämien wirkt sich auf die Unterstützung unterschiedlicher Unternehmen aus. Wir streben danach, in Institutionen zu investieren, die selbst nachhaltig agieren.

Wir möchten unsere Anspruchsgruppen außerdem dazu motivieren, unseren CSR-Beitrag zu multiplizieren. Bei den Kunden gelingt uns dies durch das Angebot mehrerer nachhaltiger Kapitalanlagen im Rentenprodukt INTER MeinLeben®, unter anderem den Ökoworld Ökovison Classic.

10.2.    Innovationsmanagement

Das Jahr 2018 war bei der INTER geprägt von Verbesserungen unserer Produkte und Services.

So haben wir mit dem Projekt Kundenmanagement und dem dazugehörigen Dialogmarkt Kundenmanagement den Grundstein dafür gelegt, unsere Services künftig noch stärker an unseren Kunden auszurichten. Daneben intensivieren wir in die Digitalisierung unserer Services und entwickeln unsere digitalen Angebote INTER-Rechnungen-App und INTER-Postbox fortlaufend weiter.

2018 basierten diese Neuerungen vor allem auf der Arbeit von Projektteams. So auch das Pilotprojekt Flexperto, bei dem unsere Vertriebspartner Versicherungsanträge gemeinsam mit dem Kunden vollständig per Videoberatung ausfüllen und unterschreiben lassen können. Dies Verfahren läuft mit Zwei-Faktoren-Authentifizierung und ist rechtssicher.    

Generell ist unser Ideenmanagement in einer Betriebsvereinbarung geregelt. Das Ideenmanagement soll alle Mitarbeiter zur Mitwirkung und zum Mitdenken anregen, um dadurch die Wirtschaftlichkeit und das gute Betriebsklima im Unternehmen sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer Produkte, Dienstleistungen, Arbeitsabläufe und Verfahren zu fördern. Ein Verbesserungsvorschlag wird auf dem dafür vorgesehenen Muster per E-Mail in der Abteilung Personal eingereicht. Der Ideenmanager im Bereich Personal prüft, ob der Verbesserungsvorschlag formal ordnungsgemäß eingereicht wurde. Im nächsten Schritt prüft der zuständige Fachbereich gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der Abteilung Betriebsorganisation, ob ein Verbesserungsvorschlag gemäß dieser Betriebsvereinbarung vorliegt. Die Entscheidung, ob ein Verbesserungsvorschlag umgesetzt werden soll, trifft der zuständige Fachbereich gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der Abteilung Betriebsorganisation sowie eventuell in Abstimmung mit dem zuständigen Ressortvorstand.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Derzeit ist noch kein prozentualer Ausweis der Kapitalanlagen, die einer positiven oder negativen Auswahlprüfung unterliegen, möglich. Unsere Kapitalanlagen werden dennoch gemäß unserer Investitionsrichtlinien strikt geprüft. Beispielsweise halten wir im Direktbestand keine Kapitalanlagen von Emittenten oder Schuldnern, die ihre Umsätze ausschließlich bzw. überwiegend in problematischen Geschäftsfeldern erwirtschaften (nur Staatsanleihen, keine ETFs).

Im Jahr 2019 entwickeln wir ESG-Regeln für das Asset Management und integrieren Nachhaltigkeitskriterien in die Auswahl unserer Kapitalanlagen.

Die ESG-Regeln beachten folgende Themen:
Die Einbindung einer ESG-Plattform zur Einführung und Umsetzung der Regeln wird 2019 geprüft. Das erste Ziel der ESG-Regeln ist das Screening des Kapitalanlagebestandes hinsichtlich Nachhaltigkeitskriterien. In einem nächsten Schritt legen wir Ausschlusskriterien fest.

Als Vorarbeit für die ESG-Regeln konnten wir 2018 CSR-Stellungnahmen aller Dachfonds erhalten, in denen wir Kapital anlegten. Diese Stellungnahmen haben wir analysiert und werden sie bei der Auswahl der Kapitalanlagen nach ESG-Regeln berücksichtigen.