5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Der Vorstand verantwortet die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie. Die Verantwortung für alle Nachhaltigkeitsthemen liegt somit auf der obersten Führungsebene. Der Vorstand wird regelmäßig vom Nachhaltigkeitsreferenten über die operative Umsetzung und Steuerung der Nachhaltigkeitsthemen beraten und informiert. Der Nachhaltigkeitsreferent steuert den Dialog zu allen Nachhaltigkeitsthemen mit den relevanten Fachabteilungen, den Kernteams sowie weiteren Stakeholdern der WASGAU.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Konzernleitung hat für die wesentlichen Bereiche des Tagesgeschäfts standardisierte Verfahrensweisen, Richtlinien und Verhaltensgrundsätze sowie einen die Unternehmenskultur unterstützenden Verhaltenskodex herausgegeben. Diese gelten sowohl im Verhältnis zu Kunden, Lieferanten, Wettbewerbern und Behörden als auch im Verhältnis der Mitarbeiter untereinander und geben den Beteiligten Orientierung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.

Die Verhaltensgrundsätze regeln die Einhaltung geltenden Rechts, ein wertschätzendes und partnerschaftliches Miteinander, die Vermeidung von Interessenkonflikten und einen fairen Wettbewerb.

Die Nichteinhaltung der Verhaltensgrundsätze kann disziplinarische sowie – wenn es sich um gesetzliche Vorschriften handelt – strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Für die Lebensmittelsicherheit entlang der Wertschöpfungskette sorgt ein einheitliches, systematisches Qualitätsmanagement, welches in den Geschäftsbereichen implementiert ist. Die Hauptverantwortung für die Einhaltung und Steuerung der Standards im gesamten Konzern liegt beim Qualitätsmanagement. Die Verarbeitung von Lebensmitteln in unseren Produktionsbetrieben erfolgt nach festgeschriebenen Rezepturen und definierten Verfahrens- und Arbeitsanweisungen. Steigenden Kundenerwartungen, aber auch unserem eigenen Anspruch an eine einwandfreie Qualität werden wir mit Zertifizierungen, Selbstauskünften, Audits und über gängige Vorgaben hinaus durch eigens definierte Kriterien gerecht. Für die WASGAU Marken besteht ein spezielles Anforderungsprofil, welches unter anderem Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Informationen hierzu finden sich in Kriterium 4.

Seit mehr als 10 Jahren hat WASGAU eine Qualitätsmanagement-Verbundzertifizierung nach ISO 9001. Im November 2018 erfolgte die erfolgreiche Zertifizierung der WASGAU im Verbund nach ISO 9001: 2015. Unsere stetigen Bemühungen um ein hohes Qualitätsniveau würdigt die Deutsche Lebensmittelgesellschaft (DLG) jährlich durch Auszeichnungen: In den letzten 20 Jahren hat die WASGAU Metzgerei über 400 DLG-Goldmedaillen für ihre Wurstprodukte erhalten. Die WASGAU Bäckerei war seit 2008 mit über 30 DLG-Goldmedaillen erfolgreich. In der Vergangenheit erhielten wir wiederholt Auszeichnungen wie den Deutschen Fruchtpreis, letztmalig 2018 für die beste Obst- und Gemüseabteilung Deutschlands in unserem Frischemarkt in der Bitscher Straße in Pirmasens. Zudem wurde unser Frischemarkt in Kirkel-Neuhäusel als Landessieger Saarland mit dem Deutschen Fruchtpreis ausgezeichnet.

Die WASGAU Metzgerei ist nach EU-Norm gebaut. Die Cash+Carry Märkte besitzen eine EU-Zulassung. Die Märkte im Lebensmitteleinzelhandel werden u. a. gemäß den geltenden Hygieneanforderungen geplant, gebaut und von der zuständigen Behörde abgenommen. Sie erfüllen damit internationale Qualitätsnormen. Die Zertifizierung unseres Energiemanagements nach ISO 50001 findet auf Konzernebene statt. Für die fachgerechte Entsorgung unserer Abfälle haben wir konzernweit Verfahrensanweisungen eingeführt. In den Produktionsbetrieben und Frischemärkten gelten zusätzlich besonders hohe hygienebedingte Anforderungen zu Kühlung, Lagerung und Behandlung bei der Speiseresteentsorgung.

Seit mehreren Jahren sind wir zudem mit unserer Zentrallogistik IFS-zertifiziert. Ab 2019 plant die WASGAU, die Arbeitsabläufe in den C+C Märkten ebenfalls nach IFS Wholesale auditieren zu lassen. Hierfür wird das Unternehmen unter anderem zu den Themen Unternehmensverantwortung und Ressourcenmanagement geprüft.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Vierteljährlich treffen sich Vertreter aus den Bereichen Vertrieb, Logistik, Category Management, Personalmanagement, Marketing und Energiemanagement, die die Kernteams zu den jeweiligen Themen bilden. Die Inhalte der Treffen orientieren sich an den gesetzten Zielen zur Nachhaltigkeit. In einem Workshop ermittelten die Kernteams gemeinsam mit den Abteilungsleitern aller Fachabteilungen Leistungsindikatoren (KPIs), mit denen die Erreichung der in Kriterium 3 aufgeführten Ziele überprüft wird. Als KPIs nutzen wir die vom DNK vorgegebenen Leistungsindikatoren. Darüber hinaus bedienen sich die Kernteams – wenn erforderlich – externer Unterstützung.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Wertschätzung, Kompetenz und Verantwortung bilden das Wertekonzept der WASGAU. Hierauf basierend wurden für alle Mitarbeiter verpflichtende Verhaltensgrundsätze sowie ein die Unternehmenskultur unterstützender Verhaltenskodex eingeführt. Diese beinhalten standardisierte Verfahrensweisen und Verhaltensregeln sowohl im Außenverhältnis mit Kunden, Lieferanten, Wettbewerbern und Behörden als auch im Innenverhältnis der Mitarbeiter. Die Verhaltensgrundsätze sind nicht öffentlich zugänglich.

Verhaltenskodex:
Wertschätzung

Wir erkennen und würdigen die Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters unabhängig von Funktion und Position.


Wir gehen sensibel mit der menschlichen und kulturellen Vielfalt in unserem Unternehmen um und betrachten sie als Bereicherung.

Wir sind offen für Kritik und andere Meinungen und äußern diese konstruktiv.

Wir kommunizieren offen miteinander, suchen den Austausch, teilen unser Wissen und vertrauen einander.

Wir zeigen Wertschätzung, wenn wir unseren Mitarbeitern / Kollegen respektvoll begegnen, frühzeitig Hilfestellung leisten und uns so gegenseitig zum Erfolg verhelfen.
Kompetenz

Wir sichern unsere Kompetenz durch die Einhaltung unserer hohen Qualitätsstandards.

Wir sichern unsere Kompetenz durch Einhaltung der Gesetze und internen Vorgaben.

Wir sichern unsere Kompetenz durch gut ausgebildete und freundliche Mitarbeiter.

Wir beteiligen uns aktiv an unserer fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung.

Wir zeigen Kompetenz, indem wir uns unseren Herausforderungen stellen und anfallende Themen mit den Betroffenen eigenständig lösen.
Verantwortung

Wir zeigen Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens.


Wir kennen unsere Ziele, erreichen sie gemeinsam auf effizientem Weg und lassen uns an unseren Ergebnissen messen.

Wir zeigen Verantwortung im Umgang mit unseren Mitarbeitern / Kollegen, gehen ehrlich, kollegial und fair mit ihnen um; dies sichert uns ihr Vertrauen und ihre Loyalität.

Wir zeigen Verantwortung in den Beziehungen zu unseren Kunden und überzeugen uns in regelmäßigen Dialogen von der Kundenzufriedenheit. Kundenreklamationen sehen wir als Chance zur Kundenbindung.
Die goldene Regel

Wir sichern durch unseren persönlichen Einsatz die Umsetzung unserer Qualitätsstrategie und somit den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens.

Wir haben den Mut, uns selbst und unser Handeln zu überprüfen und gehen entschlossen auch neue Wege.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Vergütung von Mitgliedern des Vorstandes setzt sich aus einem fixen Gehalt und variablen Gehaltsbestandteilen zusammen. Zielvereinbarungen zwischen Führungskräften und Vorstand schließen nichtfinanzielle Kriterien in Form von qualitativen Zielvereinbarungen mit ein. Dazu gehören beispielsweise Ziele zum Führungsverhalten, zur Personalentwicklung und zu Qualitätsaspekten, die Nachhaltigkeitskriterien beinhalten können. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Entlohnung des Vorstands und der Führungskräfte an eine nachhaltigere Wertentwicklung des Unternehmens gekoppelt ist.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates beschränkt sich auf eine fixe Vergütung für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse und den Ersatz ihrer Auslagen für die Amtsausübung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandmitglieds sowie der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft. Die Vergütungsregelung umfasst fixe / erfolgsunabhängige und variable Bestandteile. Als Fixvergütung erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge. Die variablen Bestandteile haben eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und sind, wie auch die Vergütung insgesamt, der Höhe nach beschränkt. Die Vorstandmitglieder erhalten zusätzliche fixe / erfolgsunabhängige Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die sich im Wesentlichen aus der privaten Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien ergeben. Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft bestehen gegenüber einem aktiven Mitglied des Vorstands sowie ehemaligen Mitgliedern des Vorstands jeweils in Form von Direktzusagen. Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die die Pensionsgrenze erreicht haben.

Vereinbarungen über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft, insbesondere Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Bezüge, bestehen nicht. Entschädigungsvereinbarungen oder Leistungen für den Fall eines Übernahmeangebots oder einer Amtsniederlegung und dem damit verbundenen eventuellen vorzeitigen Beenden der Vorstandstätigkeit bestehen nicht.

Die WASGAU sieht entsprechend des Beschlusses der Hauptversammlung 2016 von einer individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung ab.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates beschränkt sich auf eine fixe Vergütung für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse und dem Ersatz ihrer Auslagen für die Amtsausübung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und dessen Stellvertreter das Eineinhalbfache des für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder festgesetzten Betrages.

Die Vergütung von leitenden Führungskräften setzt sich aus fixen und variablen Gehaltsbestandteilen zusammen. Sie entspricht den gesetzlichen Vorschriften und ist auf eine nachhaltigere Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Der erfolgsabhängige Vergütungsanteil richtet sich nach der Erreichung persönlicher qualitativer Zielvereinbarungen und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Für die WASGAU sind die Angaben in dem Indikator SRS-102-38 nicht dazu geeignet, die Fairness der konzernweiten Vergütungsstrukturen abzubilden. Das Vergütungssystem trägt den Erwartungen der Mitarbeiter an eine leistungsgerechte Bezahlung Rechnung. Um als wichtiger Arbeitgeber der Region eine langfristige Beschäftigungsfähigkeit und eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu gewährleisten, bietet das Unternehmen eine marktgerechte Bezahlung bei wettbewerbsfähigen Personalkosten.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Für die Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und bei der Ausgestaltung konkreter Maßnahmen verlassen wir uns nicht allein auf unsere eigene Einschätzung. Wir legen großen Wert darauf, auch die Meinung und Expertise unserer Stakeholder und von externen Experten zu berücksichtigen. Deshalb führten wir 2017 eine umfassende Stakeholder-Befragung mit 58 Teilnehmern sowie eine Online-Umfrage durch, an der sich Kunden und Mitarbeiter beteiligten.

Der Befragung ging eine systematische Stakeholder-Analyse voraus: Hierfür arbeiteten wir mit einem Führungskräfteteam unsere wichtigsten Stakeholder-Gruppen heraus. Entsprechend unserem Unternehmensleitsatz „Weil die Menschen von hier uns wichtig sind“ ist unsere gesamte Unternehmenskommunikation auf einen engen und kontinuierlichen persönlichen Austausch ausgerichtet.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit, die durch einen starken Bezug zur Region gekennzeichnet ist, haben wir über die Wertschöpfungskette Berührungspunkte mit unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen:

Aspekte des nichtfinanziellen Berichts Wesentliche Themen Stakeholder Art der Einbindung
1. Umweltbelange 1.1  Energiemanage-
ment und Klimaschutz

1.2  Umweltschonende Logistik
1.3  Umweltfreundliche Standortgestaltung 1.4  Ressourcen-schonung  
Lieferanten und andere Geschäftspartner der WASGAU Metzgerei und WASGAU Bäckerei sowie unserer WASGAU Märkte im Bereich Einzel- und Großhandel
  • Auditierung zu ISO 50001
  • Lieferantenkatalog der WASGAU Marken
Aktionäre  
  • Quartalsinformation
  • Halbjahresfinanzbericht
  • Jährlicher Geschäftsbericht
  • Jahreshauptversammlung
Mitarbeiter aus der WASGAU Metzgerei, WASGAU Bäckerei, WASGAU Frischemärkte, Großhandel sowie in der Logistik und der Verwaltung
  • Mitarbeiterinformation
  • WASGAU Botschafter
Verbände und Behörden
  • Mitgliedschaften
2. Arbeit-nehmerbelange 2.1  Arbeitgebermarke und Nachwuchs-gewinnung
2.2  Mitarbeiter-zufriedenheit
2.3  Aus- und Weiterbildung  
Kunden: Endkonsumenten und gewerbliche Kunden, überwiegend aus Gastronomie, Hotellerie und Großverbraucher
  • Kundeninformation
Mitarbeiter aus der WASGAU Metzgerei, WASGAU Bäckerei, WASGAU Frischemärkte, Großhandel sowie in der Logistik und der Verwaltung
  • Mitarbeitergespräche
  • Mitarbeiterinformation
  • WASGAU Botschafter
Verbände und Behörden
  • Mitgliedschaften
Medien, Journalisten und die breite Öffentlichkeit    
  • Pressemitteilungen
  • Beantwortung von Journalistenanfragen
  • Webseite und soziale Medien
3. Sozialbelange 3.1  Gesellschaftliches Engagement in der Region
3.2  Sensibilisierung für nachhaltigeren Konsum
Kunden: Endkonsumenten und gewerbliche Kunden, überwiegend aus Gastronomie, Hotellerie und Großverbraucher
  • Kundeninformation
  • Webseite und soziale Medien
  • Events in den Märkten
  • WASGAU Botschafter
Medien, Journalisten und die breite Öffentlichkeit    
  • Pressemitteilungen
  • Beantwortung von Journalistenanfragen
  • Zusammenarbeit mit Bloggern
  • Webseite und soziale Medien
Sozialvereine, Initiativen und Organisationen und andere Kooperationspartner
  • Kommunikation der Spenden- und Sponsoring-Leitlinien
  • Mitgliedschaften
  • Gemeinsame Events und Aktionen


Freiwillige Berichtsaspekte Weitere relevante Themen Stakeholder Art der Einbindung
Produkte & Lieferanten, insbesondere in Bezug auf die WASGAU Marken und weitere Themen
  • Eigene nachhaltigere Produkte
  • Transparenz und Gütesiegel
  • Regionales und saisonales
    Sortiment
  • Verantwortung in der Lieferkette
  • Qualitätssicherung
  • Eigene Rezepturen
  • Faire und langfristige
    Geschäftsbeziehungen
  • Gentechnikfreie Produkte
  • Kundenorientierung und Verbraucherschutz
  • langfristige Rentabilität
  • Digitalisierung
Aktionäre  
  • Quartalsinformation
  • Halbjahresfinanzbericht
  • Jährlicher Geschäftsbericht
  • Jahreshauptversammlung
Kunden: Endkonsumenten und gewerbliche Kunden, überwiegend aus Gastronomie, Hotellerie und Großverbraucher
  • Kundenservice und -Hotline
  • Webseite und soziale Medien
  • Events in den Märkten
  • WASGAU Botschafter
Mitarbeiter aus der WASGAU Metzgerei, WASGAU Bäckerei, WASGAU Frischemärkte, Großhandel sowie in der Logistik und der Verwaltung
  • Mitarbeitergespräche
  • Mitarbeiterinformation
  • WASGAU Botschafter
Lieferanten und andere Geschäftspartner der WASGAU Metzgerei und WASGAU Bäckerei sowie unserer WASGAU Märkte im Bereich Einzel- und Großhandel
  • Lieferanten-Audits
  • Lieferantenkatalog der WASGAU Marken
 
Medien, Journalisten und die breite Öffentlichkeit  
  • Pressemitteilungen
  • Beantwortung von Journalistenanfragen
  • Kooperationen mit Bloggern
  • Webseite und soziale Medien
Verbände und Behörden
  • Mitgliedschaften

Bei Fragen und Anregungen zu unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten steht unser Nachhaltigkeitsreferent allen unseren Stakeholdern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Zur externen Bewertung der intern bestimmten Themen führten wir im Jahr 2017 58 Telefon-Interviews mit relevanten Stakeholdern aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales durch. Darunter fallen Vertreter der Stadt, der lokalen Politik, engagierte Bürger, Arbeitnehmervertreter, Finanzierungspartner, Umweltschutzvereine und Gewerbekunden. Zusätzlich hatten wir auf unserer Webseite eine Online-Umfrage geschaltet, an der interessierte Kunden und Mitarbeiter teilnahmen.

Die Ergebnisse der internen Bewertung durch das Projektteam der WASGAU und der Bewertung durch die Stakeholder fassten wir in einer Wesentlichkeitsmatrix zusammen. Die Wesentlichkeitsmatrix ordnet die Themen nach ihrer Priorität aus der internen Sicht der WASGAU und aus Sicht der wichtigsten Stakeholder der WASGAU.

Sowohl intern als auch extern wurden Themen zu den Arbeitnehmerbelangen für die zukünftige Ausrichtung der WASGAU als am höchsten eingeschätzt. Erhebliches Potential wird in der Kommunikation der Bedeutung der WASGAU für die Region gesehen. Die WASGAU ist ein wichtiger Arbeitgeber in einer eher strukturschwachen Region. Themen wie eine attraktive Arbeitgebermarke und Nachwuchsgewinnung sowie Aus- und Weiterbildung unserer Arbeitskräfte bewerteten unsere Stakeholder als sehr bedeutsam.

Umweltbelange wurden sowohl extern als auch intern nahezu gleich hoch bewertet. Unsere Stakeholder unterstrichen, dass die WASGAU als produzierendes Unternehmen mit ihrer Logistik und den Zulieferern eine hohe Verantwortung hinsichtlich des Energiemanagements und Klimaschutzes hat. Umweltschonende Logistik unterstützt den Punkt Regionalität. Ein schonender Umgang mit Ressourcen und ein Sortiment an regionalen und saisonalen Produkten von regionalen Versorgern tragen zu einer umweltschonenden Logistik bei. Für die WASGAU ist das wichtig, da sie als regionales Unternehmen Verantwortung für die Ressourcen vor Ort übernehmen will.

Sowohl extern als auch intern wurden die Themen aus dem Bereich der Sozialbelange, wie Sensibilisierung für nachhaltigeren Konsum und gesellschaftliches Engagement in der Region als wichtig bewertet. Die Teilnehmer an der Online-Befragung machten deutlich, wie wir durch Verpackungsminimierungen und Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung nachhaltiger agieren können. Wir sind bestrebt, auf diese Anregungen einzugehen.

In dem Bereich der Produkte und Lieferanten, insbesondere in Bezug auf WASGAU Marken, bewerteten die externen Stakeholder das Thema regionales und saisonales Sortiment im Vergleich zu anderen Themen am höchsten. Regionale Produkte stehen für unsere Verbundenheit mit der Region. Um das Sortiment abzurunden und die Nachfrage aller Zielgruppen zu bedienen, ist es wichtig, dass sich die WASGAU nicht nur auf regionale Produkte verlässt. Unsere Stakeholder äußerten, dass die Eigenständigkeit bezüglich der Produktion ein relevanter Faktor sei, um sich auf dem Lebensmittelmarkt zu positionieren. Mit der WASGAU Metzgerei und WASGAU Bäckerei können wir uns nachhaltig am Markt profilieren.

Die Ergebnisse der Stakeholder-Befragung unterstreichen die Bedeutung der WASGAU für die Region − sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich und ökologisch. Durch unsere Stakeholder-Befragung wurde zusätzlich deutlich, dass insbesondere die Regionalität der WASGAU ein Differenzierungsmerkmal darstellt, durch das wir uns von Wettbewerbern positiv unterscheiden können.

Wir beabsichtigen die Stakeholderbefragung im Turnus von drei Jahren durchzuführen.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die WASGAU verfolgt beim Produktmanagement der WASGAU Marken seit Einführung eine Strategie, auch im Hinblick auf Regionalität und Transparenz. Hier sehen wir ein großes Potenzial, die Ökobilanz unserer Wertschöpfungskette positiv zu beeinflussen und können gleichzeitig einen wirtschaftlichen Beitrag in der Region leisten.

In der WASGAU Metzgerei stellten wir bereits vor mehr als zehn Jahren als eine der ersten deutschen Lebensmittelketten ausschließlich auf Bio-Rindfleisch um, welches wir von ausgewählten Erzeugern beziehen. Seitdem haben wir im Bereich unserer WASGAU Marken und dem Obst- und Gemüseangebot sukzessive unser regionales, nachhaltigeres Sortiment ausgebaut. So ermöglichen wir unseren Kunden ein breites Angebot an hochwertigen, vielfach regionalen und Bio-Lebensmitteln. Im Bereich der WASGAU Marken sind der WASGAU die sozialen und ökologischen Auswirkungen der WASGAU Produkte über die Wertschöpfungsebenen bekannt. Vertiefende Informationen zu von uns genutzten Prozessen und Strukturen zur kontinuierlichen Reduktion negativer sozialer und ökologischer Auswirkungen in der Wertschöpfungskette finden Sie in den Kriterien 4 und 6.

Bei der Standortgestaltung und in der Logistik berücksichtigen wir ökologische Kriterien und greifen auf innovative Technologien zum Beispiel bei Kühlmöbeln und -technik zurück. In unseren Produktionsbetrieben sparen wir Energie, indem wir Abwärme und -kälte nutzen. Beispielsweise setzen wir die Abwärme der Öfen in unserer Produktionsstätte der Bäckerei in den Korbreinigungsanlagen ein.

In der Logistik verursachen die Fahrzeuge wesentliche ökologische Auswirkungen. Um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, nutzen wir beispielsweise das Predictive Powertrain Control (PPC) System, das eine Anpassung der Schaltung und damit eine kraftstoffsparende Fahrweise bewirkt.

Angesichts weltweit wachsender Müllmengen versuchen wir außerdem Plastikmüll zu reduzieren. Seit 2017 verzichten wir auf den Einsatz von Mitnahme-Plastiktüten in unseren Frischemärkten. Zudem bieten wir in den WASGAU Bäckereien, neben Mehrweg-Geschirr für den Direktverzehr, To-Go-Mehrweg-Kaffee-Becher an. Seit 2018 haben wir zudem Recyclingtüten in unseren WASGAU Bäckerei-Filialen im Einsatz.

Nachfolgend berichten wir über die in 2017 definierten Absichten den Status sowie den Fortschritt in diesem Zusammenhang.

Absichten zu Produkten und Lieferanten, insbesondere in Bezug auf die WASGAU Marken, und weitere Themen Status  Fortschritt 2018
Wir bieten eine Vielzahl von Produkten an, die gentechnikfrei produziert werden. 2018 Nach dem Grundsatzurteil des EuGH zu neuen Gentechnikverfahren vom 25.07.2018 haben wir uns dazu entschieden, dieses Ziel nicht weiter zu verfolgen.
Entsprechend diesem Urteil ist für uns nicht mehr eindeutig, welche Produkte gekennzeichnet sein dürfen.
Da die Deklaration über die Wertschöpfungskette für uns im Einzelfall nicht nachvollziehbar ist, verzichten wir auf diese Spezifikation.
Wir wollen unsere Angebote an WASGAU Marken ausbauen. permanent Im Jahr 2018 haben wir in unser Sortiment der WASGAU Marken 68 Produkte neu eingeführt. Davon entfielen 44 Produkte auf die WASGAU Markt Marken, 7 Produkte auf die WASGAU Metzgerei und 17 Produkte auf unsere
WASGAU Bäckerei.
Wir wollen umfassend zu Lebensmitteln auf diversen Kommunikationskanälen informieren und unsere Kunden individuell in unseren Märkten beraten. permanent In unserem Marketing-Mix spielen unterschiedliche Kommunikationskanäle eine wichtige Rolle. Dies gilt sowohl für die Offline- als auch für die Online-Kommunikation. Durch unsere WASGAU Botschafter für Nachhaltigkeit und WASGAU Marken haben wir zudem neue Ansprechpartner in unseren WASGAU Frischemärkten geschult. Als Ansprechpartner beraten diese Mitarbeiter unsere Kunden vor Ort zu den Themen Nachhaltigkeit und WASGAU Marken. Zudem kommunizieren wir auf den Produktverpackungen der WASGAU Marken die Herkunft der Produkte. Bei Themenabenden, wie dem Schlemmerabend oder der Veranstaltung "WASGAU stellt sich vor", lernen die Teilnehmer die WASGAU umfassend kennen. Auf den Social Media-Kanälen Facebook, Instagram und Youtube sowie auf den Bildschirmen im Markt werden aktuellste Themen rund um die WASGAU kommuniziert.
Wir bauen unsere digitalen Prozesse aus und erhöhen so zusätzlich unsere Serviceorientierung. permanent In 2018 wurden folgende Prozesse umgestellt:
  • Im C+C wird die Digitalisierung in der Kundenkommunikation vorangetrieben. Dies wird aktuell durch einen automatisch generierten, kundenspezifischen Werbeträger getestet
  • Durch die Installation von Bildschirmen in unseren Aufenthaltsräumen gewährleisten wir den Zugriff auf unser Intranet
  • Wir haben ein neues E-Learningtool für unsere Mitarbeiter eingeführt
  • Erste Tests mit elektronischer Preisauszeichnung wurden für Obst und Gemüse im C+C und für einen kompletten WASGAU Frischemarkt durchgeführt.
Wir gewährleisten ein wettbewerbskonformes Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Sortimente und Zielgruppen. permanent Durch entsprechende Auswertungen haben wir immer aktuelle Markt-Erkenntnisse und können Aussagen über die Preis-/Leistungsfähigkeit unserer Artikel im Wettbewerb treffen.
Bei unseren WASGAU Marken spielen die Kriterien Qualität, Herkunft und Preis eine bedeutsame Rolle. Dabei achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis dieser Kriterien bei der Auswahl der Lieferanten und den Produkten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Solche Finanzanlagen spielen für den Konzern aktuell eine untergeordnete Rolle. Die WASGAU erfasst den Anteil der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen, nicht quantitativ und kann daher keine Prozentzahl nennen. Allerdings bevorzugt der Konzern in seiner Auswahl Finanzinstitute, welche eine verantwortungsvolle Unternehmensführung vorweisen können und Nachhaltigkeitskriterien beziehungsweise Ausschlusskriterien für sozial oder ökologisch schädliche Investitionen definiert haben.