5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die oberste Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit nimmt der Vorstand wahr. Auf operativer Ebene ist die Abteilung Unternehmenskommunikation/Nachhaltigkeitsmanagement für die Planung, Durchführung und Evaluation der Nachhaltigkeitsthemen zuständig. Sie beruft abteilungsübergreifende, interdisziplinäre Arbeits- und Projektgruppen ein und stellt auch die regelmäßige Berichterstattung für die Sparda-Bank München eG sicher.  

Über Abteilung Unternehmenskommunikation/Nachhaltigkeitsmanagement wird ein Austausch mit Nachhaltigkeitskoordinatoren anderer Sparda-Banken gepflegt. Durch den Austausch entstehen wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit innerhalb der Bank.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens ist die Sicherung eines nachhaltigen Geschäftsmodells Leitprinzip der Sparda-Bank München eG. Ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis ist der Sparda-Bank München eG also inhärent. Unabhängig  der geltenden Gesamtbankstrategie mit den darin verankerten Nachhaltigkeitsaspekten werden auf allen Ebenen (sowohl bei Führungskräften als auch bei Mitarbeitern) Maßnahmen ergriffen, um umfassend nachhaltig zu wirtschaften und sich diesbezüglich in vielzähligen Unternehmensbereichen stetig weiterzuentwickeln.  

Die Maßnahmen werden operativ in den Fachabteilungen umgesetzt. Die Abteilung Unternehmenskommunikation/Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt die Fachabteilungen bei der Umsetzung. In regelmäßigen Abständen finden Sitzungen bzw. Austauschtermine statt, in denen der Fortschritt der Gemeinwohl-Bilanz besprochen und Raum für Fragen, Anregungen und Diskussionen zu Nachhaltigkeitsthemen gegeben wird. Ideen für Aktivitäten und Projekte, die sich in diesen Sitzungen ergeben, werden durch die Sitzungsvertreter weiter in die Fachbereiche getragen. Die Abteilung Unternehmenskommunikation/Nachhaltigkeitsmanagement berichtet regelmäßig über die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen und weitere relevante Nachhaltigkeitsthemen an den Vorstand.  

Bedarfsorientiert (mindestens aber ein Mal pro Jahr) wird auch der Aufsichtsrat zu diesen Themen unterrichtet.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Die Leistungsindikatoren bestehen einerseits aus den Werten der Balanced-Scorecard und andererseits aus den Ergebnissen der Gemeinwohl-Bilanzen sowie der CO2-Bilanzen. Diese Leistungsindikatoren bilden die Grundlage für die Steuerung und Kontrolle unserer Daten.  

Alle extern veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichte durchlaufen vor der Veröffentlichung Prüfprozesse, sowohl innerhalb der Sparda-Bank München eG als auch gegebenenfalls über externe Dienstleister, die im Einzelfall bei der Erstellung einiger Nachhaltigkeitsberichte unterstützend tätig werden. Die Einbeziehung externer Dienstleister gewährleistet zudem eine zusätzliche Prüfung auf Neutralität der Nachhaltigkeitsberichte. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Für alle Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG ist faires und ehrliches Wirtschaften eine ethische Maxime. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.  

Die Sparda-Bank München eG hat seit ihrer Gründung bereits mehrfach bewiesen, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickeln kann und Antworten auf neue rechtliche, ökonomische, gesellschaftliche und technologische Anforderungen hat. Grundlegend für ihren Erfolg ist seit jeher, dass sie konsequent daran arbeitet, ihren Mitarbeitern, Mitgliedern und Kunden mehr zu bieten als ein klassisches Finanzinstitut. Das Wachstum der Sparda-Bank München eG ist werteorientiert, weil sie davon überzeugt ist, dass man als Unternehmen nur dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sein kann, wenn man sozial und ökologisch verantwortungsbewusst handelt.  

Auch die Unternehmenskultur in der Sparda-Bank München eG basiert auf gelingenden Beziehungen und einem gelebten Stärkenmanagement, verbunden mit Respekt und Wertschätzung für die Unterschiedlichkeit aller Menschen zum Wohle aller Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden der Bank.  

Zudem hat die Sparda-Bank München eG seit 2019 einen Verhaltenskodex, der unter https://www.sparda-m.de/internetauftritt/downloads/pdf/verhaltenskodex.pdf veröffentlicht ist.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Unser Haus ist tarifgebunden. Die Vergütung der Mitarbeiter richtet sich grundsätzlich nach den tariflichen Regelungen für die Beschäftigten der Sparda-Banken. In Einzelfällen gewähren wir über die tarifliche Eingruppierung hinausgehende Zulagen. Diese sind im Wesentlichen abhängig von der Erfahrung, der Funktion und der qualifizierten Aufgabenwahrnehmung der Mitarbeiter und zählen als Fixbezüge. Für außertariflich Angestellte (AT-Mitarbeiter) gilt ein von der Tarifsystematik abgeleitetes Vergütungsmodell, in dem die jeweilige Höhe der Fixvergütung geregelt ist.

Für die Erreichung von Zielvereinbarungen im beruflichen Alltag der Mitarbeiter, die den Fortbestand der Bank sichern, werden weder im tariflichen noch im außertariflichen Gehaltsbereich erfolgsabhängige Vergütungen gewährt. Bereits im Jahr 2012 wurde die Zahlung von abschlussorientierten Provisionen für die Vermittlung von Bausparverträgen und Investmentfonds eingestellt. Auch für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen gibt es kein Anreizsystem.  

Im Sinne der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Sicherung des Unternehmenserfolges erhalten alle Mitarbeiter eine freiwillige Sonderzahlung als sogenanntes Weihnachtsgeld. Im Jahr 2020 betrug diese 60 Prozent eines Bruttomonatsgehalts. Zusätzlich wurde eine Gratifikation in Form einer steuerfreien „Corona-Sonderzahlung" an alle Mitarbeiter ausgeschüttet. Die Gratifikation betrug 50 Prozent eines Bruttomonatsgehalts, höchstens jedoch 1.500 Euro und wurde zum Dank für das Engagement der Mitarbeiter während der Corona-Krise ausbezahlt.  

Zentrales Steuer- und Evaluationselement des Vorstands und aller weiteren Steuerungsgremien der Sparda-Bank München eG ist die Balanced Scorecard.  

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.  

Im Geschäftsjahr 2020 fanden neun reguläre Aufsichtsratssitzungen (inkl. einer Klausursitzung) sowie zwei außerordentliche Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand statt, zusätzlich fünf Aufsichtsratssitzungen ohne Vorstand inkl. einer Klausursitzung ohne Vorstand. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat bildeten die geschäftliche Entwicklung, die Unternehmensstrategie, die Risikosituation, die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und die geplanten Investitionen.  

Der Aufsichtsrat hat nach § 25d Abs. 12 Satz 2 Nr. 1 KWG in Verbindung mit § 15 InstitutsVergV die Angemessenheit der Vergütungssysteme von Geschäftsführung und Mitarbeitern mit wesentlichem Einfluss auf das Risikoprofil der Bank zu überwachen. Der Vorstand und der Leiter Personalmanagement erörtern daher jährlich die Ausgestaltung der Vergütungssysteme sowie die Grundsätze zu den Vergütungssystemen der Sparda-Bank München eG. Die wesentlichen Änderungen im Jahr 2020 bezogen sich hierbei auf die Systematik der Gehaltseinstufung für Filialleiter sowie deren Stellvertreter.

Die in der Unternehmensstrategie verankerten Nachhaltigkeitsthemen werden auch durch den Vorstand als oberste Führungsebene und durch den Aufsichtsrat als oberstes Kontrollgremium evaluiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die neun Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Aufsichtsratsvergütung. Diese betrug im Geschäftsjahr 2020 200.096 Euro (2019: 219.001 Euro).  

Die vier Vorstandsmitglieder werden entsprechend ihrer Verantwortung bezahlt, die Bezüge bewegen sich im Durchschnitt der Geschäftsführer vergleichbarer Unternehmen. Die Vergütung des Vorstands betrug inklusive Tantiemen im Berichtsjahr 2020 1.945.756 Euro. Entsprechend den Verantwortungsbereichen ist die Bezahlung der einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich. Die Vorstände erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung eine Tantieme in Höhe von max. 20 Prozent der Grundvergütung. Die Höhe wird vom Aufsichtsrat jährlich neu festgelegt. Dazu werden folgende Zielfelder berücksichtigt: operativer Erfolg, nachhaltige Entwicklung der Bank im Markt, Gesamterfolg der Bank.  

70 Beschäftigte (das entspricht 9,5 Prozent aller Beschäftigten) werden nach der Tabelle der außertariflichen Vergütung bezahlt (2019: 71 Beschäftigte). Die Einstufung erfolgt nach dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich unter Beachtung der Anforderungen aus der Institutsvergütungsverordnung. Seit dem Jahr 1996 wurde die Struktur über die höchste Tarifgruppe hinaus fortgesetzt, um mehr Transparenz zu schaffen und willkürliche oder personenabhängige Vergütungen im außertariflichen Bereich zu vermeiden.  

Mitarbeiter der Genossenschaft sind auch Mitglieder. Es haben demnach alle Beteiligten ein Interesse am Fortbestehen der Bank und an den in der Strategie festgeschriebenen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielsetzungen.    

Die Unternehmenskultur der Achtsamkeit, zahlreiche Sozialleistungen, ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement, ein familienfreundlicher Arbeitsplatz und eine faire, tarifliche Bezahlung sind wichtige Motivationstreiber für alle Mitarbeiter. Die Sparda-Bank München eG baut im Rahmen von Neueinstellungen bewusst auf interne Empfehlungen. In diesem Rahmen gibt es die „Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Prämie“: Empfiehlt ein Mitarbeiter einen neuen Mitarbeiter und wird dieser eingestellt, erhält der vorschlagende Mitarbeiter nach Ablauf der Probezeit 1.000 Euro Prämie.   

Folgende Abfindungen, Rückforderungen und Altersversorgungsleistungen, die im Jahr 2020 auszahlungswirksam waren, wurden geleistet:

Für das Jahr 2020 Höchstes Kontrollorgan (Aufsichtsrat) Führungskräfte Alle sonstigen Mitarbeiter
Abfindungen Interne/Externe Revision und Aufsichtsrat 348.845 €

(aus 2019: 308.845 €, auszahlungswirksam in 2020)
rund 85.000 €
Rückforderungen Nicht vorhanden Nicht vorhanden Nicht vorhanden
Altersversorgungsleistungen für Beschäftigte (ohne Vorstand)1 Interne/Externe Revision und Aufsichtsrat 116.844 € 196.556 €

1Unsere Altersversorgungsmodelle richten sich a) nach Direktzusagen nach einem inzwischen geschlossenen Versorgungswerk für ca. 200 Mitarbeiter (Finanzierung durch die Bildung steuerlicher Rückstellungen) und b) nach einer seit 2014 bestehenden tariflichen Altersversorgung in der Durchführungsform einer Direktversicherung bzw. eines Pensionsfonds in Höhe von 3,33 Prozent des monatlichen Bruttogehalts. Bei Zuzahlung des Mitarbeiters von mindestens 0,5 Prozent erhöht die Bank die Leistung auf 3,83 Prozent. c) Führungskräfte erhalten je nach Zeitpunkt der Zusage einen vertraglichen Arbeitgeberzuschuss zu einer Direktversicherung. In der Tabelle genannt sind die Altersversorgungsleistungen (Barzuschüsse) für Beschäftigte nach b) und c).

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Die Jahresvergütung der am höchsten bezahlten Person übersteigt nicht mehr als das 11,2-Fache des mittleren Niveaus der Jahresgesamtvergütung aller Mitarbeiter (2019: das 11,4-Fache).

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Sparda-Bank München eG ist in der Form einer Genossenschaft organisiert. Jedes Mitglied hat daher unabhängig von der Anzahl der Geschäftsanteile ein generelles Stimmrecht. Aufgrund der Größe der Genossenschaft mit 301.358 Mitgliedern per 31.12.2020 werden die Mitglieder durch die Vertreterversammlung vertreten (derzeit 231 Mitglieder).  

Die Vertreterversammlung wählt sechs Mitglieder für den Aufsichtsrat, drei Aufsichtsratsmitglieder werden über das Drittelbeteiligungsgesetz von den Mitarbeitern der Sparda-Bank München eG gewählt. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand.  

Über die durch die Satzung und das Genossenschaftsgesetz vorgegebene Einbindung von Stakeholder-Gruppen hinaus hat die Sparda-Bank München eG, wie bereits unter DNK-Kriterium 2 beschrieben, auch schon in der Vergangenheit einen kontinuierlichen Dialog mit ihren wichtigsten Stakeholder-Gruppen geführt. Im Rahmen des Projekts „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ wurden Anfang 2017 in einem gemeinsamen Workshop mit Vorstand, Projektleitung, Vertretern aller relevanten internen Abteilungen und einer externen Begleitung alle Stakeholder-Gruppen des Unternehmens identifiziert. Im Anschluss daran wurde im Projektteam ein Befragungskonzept erarbeitet. 

Folgende Stakeholder-Gruppen wurden dabei als am wesentlichsten für die Sparda-Bank München eG ermittelt:
Über die Befragungsergebnisse wurden Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die für die Sparda-Bank München eG relevant sind. Besonders jene Ergebnisse, die sich aus der Evaluation der vergleichbaren Kernbereiche der Befragungen ergaben, wurden unter Berücksichtigung aller Befragungsgruppen zu drei übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst: Image/Nachhaltigkeit, unternehmerisches Handeln und Zufriedenheit (Details hierzu finden sich unter Leistungsindikator GRI SRS-102-44).  

Die Befragungsmatrix wird zukünftig mit den Ergebnissen aus regelmäßigen Folgebefragungen und zielgruppengerechten Stakeholder-Dialog-Formaten kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt. Somit wird die Wesentlichkeitsanalyse der Nachhaltigkeitsthemen in Zukunft zum einen durch die Bewertung der Stakeholder-Gruppen und zum anderen durch die Einschätzung der Sparda-Bank München eG selbst gespeist.  

Die Befragungen aller o. g. Stakeholder-Gruppen wurden Ende 2018 abgeschlossen und die Ergebnisse an die Befragten sowie gegebenenfalls die beteiligten Fachabteilungen rückgemeldet. Ausgewählte Ergebnisse wurden für die Gruppe der Mitglieder und Kunden in der Kundenzeitschrift veröffentlicht; die Vertreterversammlung als vertretendes Organ hat eine eigene Befragung inklusive Rückmeldung erhalten. Nachdem die Gesamtevaluation aller in 2017 und 2018 durchgeführten Befragungen im Frühjahr 2019 vorlag, sollten daran anknüpfend weitere Maßnahmen initiiert werden. Dieses Vorhaben konnte - wie im letzten Bericht aufgeführt - 2019 aufgrund interner Ressourcenengpässe nicht umgesetzt werden. 2020 wurden Teile der Ergebnisse bei der Erstellung von Maßnahmen hinsichtlich der SDGs berücksichtigt und werden in 2021 weiter vorangetrieben werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Wie bereits unter DNK-Kriterium 9 beschrieben, wurden die Erkenntnisse aus den Befragungen der o. g. Stakeholder-Gruppen zunächst zu drei übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst: Image/Nachhaltigkeit, unternehmerisches Handeln und Zufriedenheit. Die befragten Stakeholder-Gruppen haben 2018 oder 2019 eine Rückmeldung zu den jeweiligen Befragungsergebnissen und daraus gegebenenfalls resultierenden Handlungsfeldern für die Sparda-Bank München eG erhalten.

Diese Erkenntnisse sind für uns besonders wichtig:  

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Für die Sparda-Bank München eG als Genossenschaftsbank haben die Förderung ihrer Mitglieder im Speziellen und der Beitrag zum Gemeinwohl im Allgemeinen eine sehr hohe Priorität. Kunden und Mitglieder, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit nehmen die Bank als gemeinwohl-orientiertes Unternehmen wahr. Durch die Kooperation mit Partnerunternehmen schafft die Sparda-Bank München eG nachhaltigen Mehrwert für ihre Kunden und Mitglieder:  
Eine Evaluation bzw. Messung der Wirkung der Produkte der Sparda-Bank München eG wird nicht durchgeführt und ist auch derzeit nicht geplant.   

Ein wichtiger Ansatz zur Ressourceneinsparung bei der Sparda-Bank München eG ist die Verringerung unseres Papierverbrauchs. Durch die steigende Nutzung der angebotenen digitalen Services können wir seit einigen Jahren einen stetigen Rückgang des Spezialpapiers für Kontoauszugsdrucker verzeichnen: Allein in 2020 haben wir 15.971.759 Blätter des Spezialpapiers eingespart (2019: 10.430.654).  

Neben unserem Ziel, den Ressourcenverbrauch z. B. durch Produkte und digitalisierte Services zu minimieren, engagieren wir uns seit einigen Jahren auch für das Nachwachsen von Ressourcen: Die Sparda-Bank München eG pflanzt für jedes Mitglied, das erstmals ein Lohn-, Gehalts- oder Rentenkonto eröffnet, einen Baum. Bis Ende 2020 wurden insgesamt 81.430 Bäume für die Mitglieder gepflanzt. Hinzu kommen Aktionen, beispielsweise anlässlich des Weltspartages oder Social-Media-Aktionen zum Thema Wald und/oder Bäume, die jeweils mit anschließenden Baumpflanzungen verknüpft sind. Die Sparda-Bank München eG hat so bis Ende 2020 insgesamt 95.780 Bäume in Oberbayern gepflanzt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Im Mai 2012 hat die Sparda-Bank München eG die Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (United Nations Principles for Responsible Investment, kurz: UN PRI) unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung gehen die Teilnehmer eine öffentliche Selbstverpflichtung ein, ihre Investmentpolitik nachhaltig zu gestalten. Das bedeutet, dass die Investoren Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien bei Investmententscheidungen und bei ihren Aktivitäten als Anteilseigner verstärkt fördern und fordern.  

Die Finanzanlagen der Sparda-Bank München eG sind überwiegend ESG-konform. Das heißt, sie entsprechen unseren Anforderungen für nachhaltiges Investieren. Hierzu durchlaufen sie vor der Investition einen Prüfprozess, der dies sicherstellt. In folgenden Fällen sind Investitionen durch die Sparda-Bank München eG ausgeschlossen:  
Die Sparda-Bank München eG nutzt verschiedene Datenquellen, die dem Unternehmen einen detaillierten Einblick in die Nachhaltigkeit seiner Investitionsobjekte erlauben. Bei der Wahl von Kontrahenten, das bedeutet Geschäftspartnern, mit denen die Bank Eigengeschäfte handelt, bevorzugt sie Partner, die ihre ESG-Kriterien offenlegen und weitgehende Mindeststandards einhalten. Von Emittenten oder Kontrahenten, die mit diesen Grundsätzen in Konflikt geraten oder die keine ausreichende Offenlegung gewährleisten, hält sie weder Aktien, Anleihen, Derivate noch andere Kapitalmarktprodukte. Auch der Handel mit solchen Unternehmen ist dann gegebenenfalls ausgeschlossen. Auftretende (Interessens-)Konflikte legt die Sparda-Bank München eG, sollten diese vorkommen, offen.  

Mit der bestehenden Anlagestrategie wird das Spannungsverhältnis aus „Ertragserfordernis“ und „vertretbarem Risikoprofil“ bestmöglich ausgesteuert. Die Beachtung eines ausreichenden und angemessenen Risiko-/Ertragsverhältnisses erfolgte bereits vor Beginn der Finanzkrise 2008 und dies wird auch für die Zukunft Bestand haben. Um dem Verbundgedanken der genossenschaftlichen Finanzgruppe Rechnung zu tragen, ist der überwiegende Anteil der Eigenanlagen (über 80 Prozent) bei der genossenschaftlichen Zentralbank, der DZ BANK AG, sowie weiteren Unternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe angelegt.