5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Auf Vorstandsebene liegt die Verantwortlichkeit für alle Themen der Nachhaltigkeit beim Vorstandsvorsitzenden Helmut Lind.

Unterstützt wird er durch Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement. Sie beruft abteilungsübergreifende, interdisziplinäre Arbeits- und Projektgruppen ein und stellt auch die regelmäßige Berichterstattung für die Sparda-Bank München eG sicher.

Die Bereiche der nachhaltigen Eigenanlagen und des nachhaltigen Produktportfolios fallen unter den Verantwortungsbereich des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Ralf Müller.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Das Geschäftsgebiet der Sparda-Bank München eG umfasst im Wesentlichen die Region Oberbayern. Die Sparda-Bank München eG ist ausschließlich national und nur in ihrem Geschäftsgebiet tätig und gewährleistet durch die im Unternehmen implementierten Kontrollprozesse selbstverständlich die Einhaltung aller geltenden Gesetze und Regeln in Deutschland.

Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens ist die Sicherung eines nachhaltigen Geschäftsmodells Leitprinzip der Sparda-Bank München eG. Ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis ist der Sparda-Bank München eG also inhärent. Unabhängig von der ab 2019 geltenden Strategie mit den darin verankerten Nachhaltigkeitsaspekten werden auf allen Ebenen Maßnahmen ergriffen, um umfassend nachhaltig zu wirtschaften und sich diesbezüglich in vielzähligen Unternehmensbereichen stetig weiterzuentwickeln.

Der Arbeitskreis zur Erstellung des zentralen Nachhaltigkeitsberichts der Sparda-Bank München eG, der Gemeinwohl-Bilanz, setzt sich zusammen aus Mitarbeitern, welche die Unternehmensbereiche Markt und Produkte, Einkauf und Verwaltung, Personal, Treasury sowie interne/externe Unternehmenskommunikation abdecken. Jedes Mitglied des Arbeitskreises verantwortet einen Teil der zur Erstellung der Bilanz notwendigen fachlichen Inhalte und Unternehmenskennzahlen.

In regelmäßigen Abständen finden Sitzungen statt, in denen der Fortschritt der Bilanz besprochen und Raum für Fragen, Anregungen und Diskussionen zu Nachhaltigkeitsthemen gegeben wird. Christine Miedl berichtet regelmäßig über die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen und weitere relevante Nachhaltigkeitsthemen an den Vorstand.

Bedarfsorientiert (mindestens aber ein Mal pro Jahr) wird auch der Aufsichtsrat zu diesen Themen unterrichtet.

Weitere konkrete Maßnahmen, die 2018 im Rahmen des nachhaltigen Geschäftsalltags der Sparda-Bank München eG umgesetzt wurden, sind beispielsweise das Projekt mit Mitarbeitern der Bank und von Union Investment zur Weiterentwicklung nachhaltiger Investitionsangebote für Kunden und Mitglieder. Außerdem wurden die Ergebnisse der Stakeholder-Befragungen an die jeweiligen Gruppen zurückgemeldet, um in Zukunft zu diesen Themen in den Dialog treten zu können.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Wie bereits unter Kriterium 3 erläutert, entsteht durch Befragungen und Gespräche mit den Anspruchsgruppen seit 2017 ein umfassendes qualitatives Zielbild, das eine Überwachung der qualitativen Nachhaltigkeitsthemen (Beschrieben unter Kriterium 2) aus den für die Sparda-Bank München eG wesentlichen Bereichen gewährleistet.

Das quantitative ökonomische Zielbild der Sparda-Bank München eG wird hauptsächlich gespeist aus den Werten der Balanced Scorecard. Ergänzend werden als weitere direkte Leistungsindikatoren im Bereich Nachhaltigkeit die jährlich erstellten CO2-Bilanzen hinzugezogen. Diese Berichte ermöglichen einen Überblick über alle vom Unternehmen innerhalb eines Jahres beanspruchten Ressourcen und weisen die entsprechenden Emissionsäquivalente aus. Nähere Informationen zu den Zielen und deren Kontrolle sind unter Kriterium 3 zu finden.

Wie unter Kriterium 6 erläutert, ist Christine Miedl verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement der Sparda-Bank München eG. Sie beruft bei Bedarf Arbeitskreise zu umweltrelevanten Themen ein und leitet diese auch. Die Kennzahlen, die dabei direkt durch die Abteilung Unternehmenskommunikation (ebenfalls Verantwortungsbereich von Christine Miedl) oder indirekt durch die Mitglieder der einberufenen Arbeitskreise intern erhoben werden, sind in zentralen Datentabellen abgelegt. Die Kennzahlen werden in Zusammenarbeit mit allen relevanten Abteilungen erhoben und anhand von Vorjahreswerten während der Erhebung stets auf Plausibilität geprüft. Die Zugriffsrechte für diese Ordner sind auf die Mitglieder der Arbeitsgruppen, einzelne Mitarbeiter aus Fachabteilungen und gegebenenfalls Mitarbeiter der Abteilung Unternehmenskommunikation beschränkt. Dokumentiert und kontrolliert werden die Zugriffrechte durch Mitarbeiter im Berechtigungsmangement.

Alle extern veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichte durchlaufen vor der Veröffentlichung Prüfprozesse sowohl innerhalb der Sparda-Bank München eG als auch gegebenenfalls über externe Dienstleister, die im Einzelfall bei der Erstellung einiger Nachhaltigkeitsberichte unterstützend tätig werden. Die Einbeziehung externer Dienstleister gewährleistet zudem eine zusätzliche Prüfung auf Neutralität der Nachhaltigkeitsberichte, da diese Dienstleister mit ihrem im beispielsweise Impressum vorzufindenden Firmennamen ebenfalls für Qualität und Integrität bürgen.

Eine weitere Kontrollfunktion zur Einhaltung diverser nachhaltiger Richtlinien im Bereich des Wertschöpfungsnetzes und des Lieferantenmanagements kommt der Abteilung Einkauf und Verwaltung zu. Sie hat in 2018 neue Beschaffungsrichtlinien und Einkaufsbedingungen festgeschrieben, die ab 2019 in Kraft treten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Für alle Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG ist faires und ehrliches Wirtschaften heute und in Zukunft eine ethische Maxime und Herzensangelegenheit. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.

Die Sparda-Bank München eG hat seit ihrer Gründung bereits mehrfach bewiesen, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickeln kann, dass sie Antworten hat auf neue rechtliche, ökonomische, gesellschaftliche und technologische Anforderungen. Gestartet als Selbsthilfeorganisation für Eisenbahner ist sie heute die größte und mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Bayern. Grundlegen für ihren Erfolg ist seit jeher, dass sie konsequent daran arbeitet, ihren Mitarbeitern, Mitgliedern und Kunden mehr zu bieten als ein klassisches Finanzinstitut. Das Wachstum der Sparda-Bank München eG ist werteorientiert, weil sie davon überzeugt ist, dass man als Unternehmen nur dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sein kann, wenn man sozial und ökologisch verantwortungsbewusst handelt.

Auch die Unternehmenskultur in der Sparda-Bank München eG basiert auf gelingenden Beziehungen und einem gelebten Stärkenmanagement, verbunden mit Respekt und Wertschätzung für die Unterschiedlichkeit aller Menschen zum Wohle aller Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden der Bank.

Die tragenden und im Unternehmensleitbild dokumentierten Werte sind:

Nachhaltigkeit: gerechtes und lebensbejahendes Handeln ist ein Gewinn für alle
Freundlichkeit und Fairness: in allen Lebenslagen menschliche Wärme schaffen und Bankgeschäfte mit Sympathie leben
Wertschätzung: Kunden, Partner und Kollegen wertschätzen ihnen und auf Augenhöhe begegnen
Zuverlässigkeit: schafft Vertrauen, wir nehmen Vereinbarungen ernst
Loyalität: gemeinsam erreichen wir mehr  

Noch vor Herausgabe der ersten CO2-Bilanz im Jahr 2015 für die Jahre 2012 und 2013 wurden im Umweltteam der Bank Umweltleitlinien entwickelt und nach Bestätigung durch den Vorstand am 01.03.2014 verbindlich für die Sparda-Bank München eG eingeführt.

Das Leitbild der Sparda-Bank München eG und die Umweltleitlinien sind online einsehbar unter https://www.sparda-m.de/genossenschaftsbank-leitbild/ und https://www.zum-wohl-aller.de/assets/sparda-muenchen_umweltleitlinien_2018.pdf.   

Die Gruppe der Sparda-Banken hat zudem in 2018 einen gemeinsamen Verhaltenskodex entwickelt, der ab 2019 in Kraft tritt und auf der Website der Sparda-Bank München eG veröffentlicht wird.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Für die Erreichung von Zielvereinbarungen im beruflichen Alltag der Mitarbeiter, die den Fortbestand der Bank sichern, werden weder im tariflichen noch im außertariflichen Gehaltsbereich erfolgsabhängige Vergütungen gewährt. Bereits im Jahr 2012 wurde die Zahlung von abschlussorientierten Provisionen für die Vermittlung von Bausparverträgen und Investmentfonds eingestellt. Dies gilt auch für Nachhaltigkeitskriterien. Diese werden ebenfalls nicht mit Hilfe eines Anreizsystems vergütet.

Im Sinne der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Sicherung des Unternehmenserfolges erhalten alle Mitarbeiter eine freiwillige Sonderzahlung in Höhe eines Bruttomonatsgehalts als sogenanntes Weihnachtsgeld.

Die Werte und Prinzipien – im Umgang miteinander und im Sinne der nachhaltigen Wertschöpfung – sind im Unternehmensleitbild der Sparda-Bank München eG „Werte schaffen Erfolg“ definiert (https://www.sparda-m.de/genossenschaftsbank-leitbild/). Zentrales Steuer- und Evaluationselement des Vorstands und aller weiteren Steuerungsgremien der Sparda-Bank München eG ist die Balanced Scorecard.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Im Jahr 2018 hat der Aufsichtsrat insgesamt 11 ordentliche Sitzungen, vier außerordentliche Sitzung sowie eine konstituierende Sitzung abgehalten. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat bildeten die geschäftliche Entwicklung, die Unternehmensstrategie, die Risikosituation, die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und die geplanten Investitionen.  

Die in der ab 2019 geltenden Strategie verankerten Nachhaltigkeitsthemen werden auch durch den Vorstand als oberste Führungsebene und durch den Aufsichtsrat als oberstes Kontrollgremium evaluiert. Wie bereits unter Kriterium 6 erläutert, ist es schon seit geraumer Zeit gängige Praxis in der Sparda-Bank München, dass Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßig zu Nachhaltigkeitsthemen informiert werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die neun Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Aufsichtsratsvergütung sowie Sitzungsgelder als Aufwandsentschädigung.

Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 182.486 Euro (2017: 206.657 Euro).

Die fünf Vorstandsmitglieder werden entsprechend ihrer Verantwortung bezahlt, die Bezüge bewegen sich im Durchschnitt der Geschäftsführer vergleichbarer Unternehmen. Die Vergütung des Vorstands betrug inklusive Tantiemen im Berichtsjahr 2018 2.255.306 Euro. Entsprechend den Verantwortungsbereichen ist die Bezahlung der einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich. Die Vorstände erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung eine Tantieme in Höhe von max. 20 Prozent der Grundvergütung. Die Höhe wird vom Aufsichtsrat jährlich neu festgelegt. Dazu werden folgende Zielfelder berücksichtigt: operativer Erfolg, Entwicklung der Bank im Markt, Gesamterfolg der Bank.

73 Beschäftigte (das entspricht 9,8 Prozent aller Beschäftigten) werden nach der Tabelle der außertariflichen Vergütung bezahlt (2017: 65 Beschäftigte). Die Einstufung erfolgt nach dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich unter Beachtung der Anforderungen aus der Institutsvergütungsverordnung. Seit dem Jahr 1996 wurde die Struktur über die höchste Tarifgruppe hinaus fortgesetzt, um mehr Transparenz zu schaffen und willkürliche oder personenabhängige Vergütungen im außertariflichen Bereich zu vermeiden.

Wie bereits in den allgemeinen Informationen sowie unter Kriterium 1,2 und dem Leistungsindikator GRI SRS-102-16 beschrieben, ist die Sparda-Bank München eG eine Genossenschaft. Sie gehört damit zu 100 Prozent ihren Mitgliedern. Auch die Mitarbeiter – egal ob Führungskraft oder nicht – sind gleichberechtigte Mitglieder der Genossenschaft. Es haben demnach alle Beteiligten ein Interesse am Fortbestehen der Bank und an den in der Strategie festgeschriebenen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielsetzungen. Sowie bewusst auf leistungsabhängige Variablen beim Gehalt der Mitarbeiter und bereits seit 2012 auch auf die Zahlung von Provisionen verzichtet wird, wird auch den Führungskräften der mittleren und unteren Führungsebene keine leistungsorientierte Vergütungspolitik angewendet.

Neue Mitarbeiter gewinnt die Sparda-Bank München eG durch ihr mehrfach ausgezeichnetes mitarbeiterorientiertes Personalmanagement. Die Unternehmenskultur der Achtsamkeit, zahlreiche Sozialleistungen, ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement, ein familienfreundlicher Arbeitsplatz und eine faire, tarifliche Bezahlung sind wichtige Einstellungsanreize für alle Mitarbeiter. Die Sparda-Bank München eG baut im Rahmen von Neueinstellungen bewusst auf interne Empfehlungen, da Mitarbeiter, die bereits angestellt sind, oftmals ein gutes Gespür für passende Kollegen haben und durch die persönliche Verbundenheit zu den neuen Mitarbeitern zum guten Betriebsklima beitragen. In diesem Rahmen gibt es die „Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Prämie“: Schlägt ein Mitarbeiter einen neuen Mitarbeiter vor und wird dieser tatsächlich eingestellt und besteht die Probezeit, so erhält der Vorschlagende insgesamt 1.000 Euro Prämie als Beteiligung am Einstellungserfolg.

Für das Jahr 2018 Höchstes Kontrollorgan (Aufsichtsrat) Führungskräfte Alle sonstigen Mitarbeiter
Abfindungen Nicht vorhanden 52.800 € 79.500 €
Rückforderungen Nicht vorhanden Nicht vorhanden Nicht vorhanden
Altersversorgungsleistungen Nicht vorhanden * *

* Unsere Altersversorgungsmodelle richten sich a) nach Direktzusagen nach einem inzwischen geschlossenen Versorgungswerk für ca. 200 Mitarbeiter (Finanzierung durch die Bildung steuerlicher Rückstellungen) und b) nach einer seit 2014 bestehenden tariflichen Altersversorgung in der Durchführungsform einer Direktversicherung, bzw. eines Pensionsfonds in Höhe von 3,33% des monatlichen Bruttogehalts. Bei Zuzahlung des Mitarbeiters von mindestens 0,5% erhöht die Bank die Leistung auf 3,83%. Bei der Höhe der genannten Leistungen unterscheiden wir nicht zwischen Führungskräften und sonstigen Mitarbeitern.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Die Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters übersteigt nicht mehr als das 2,3-Fache des mittleren Niveaus der Jahresgesamtvergütung aller Mitarbeiter (2017: 2,69).

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Sparda-Bank München eG ist in der Form einer Genossenschaft organisiert. Jedes Mitglied hat daher unabhängig von der Anzahl der Geschäftsanteile ein generelles Stimmrecht. Aufgrund der Größe der Genossenschaft mit 307.544 Mitgliedern per 31.12.2018 werden die Mitglieder durch die Vertreterversammlung vertreten (derzeit 231 Mitglieder).

Die Vertreterversammlung wählt sechs Mitglieder für den Aufsichtsrat, drei Aufsichtsratsmitglieder werden über das Drittelbeteiligungsgesetz von den Mitarbeitern der Sparda-Bank München eG gewählt. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand.

Über die durch die Satzung und das Genossenschaftsgesetz vorgegebene Einbindung von Anspruchsgruppen hinaus hat die Sparda-Bank München eG, wie bereits unter Kriterium 2 beschrieben, auch schon in der Vergangenheit einen kontinuierlichen Dialog mit ihren wichtigsten Anspruchsgruppen geführt. Im Rahmen des Projekts „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ wurden Anfang 2017 in einem gemeinsamen Workshop mit Vorstand, Projektleitung, Vertreter aller relevanten internen Abteilungen und einer externen Begleitung alle Anspruchsgruppen des Unternehmens identifiziert und im Anschluss daran im Projektteam ein Befragungskonzept erarbeitet. Dieses bietet zum einen die Möglichkeit der umfassenden Auslotung der Beziehung mit der jeweiligen Anspruchsgruppe und zum anderen auch eine breite Basis der Vergleichbarkeit der Antworten aller befragten Anspruchsgruppen untereinander.

Folgende Stakeholder-Gruppen wurden dabei als am wesentlichsten für die Sparda-Bank München eG ermittelt:

• Mitglieder der Vertreterversammlung
• Aufsichtsrat
• Mitglieder und Kunden
• Mitarbeiter
• Lieferanten
• Produktpartner  

Durch die Auswertung dieser sechs Befragungsgruppen wurden diverse Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die für die Sparda-Bank München eG relevant sind. Besonders jene Ergebnisse, die sich aus der Evaluation der vergleichbaren Kernbereiche der Befragungen ergaben, wurden unter Berücksichtigung aller Befragungsgruppen zu drei übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst: Image& Nachhaltigkeit, unternehmerisches Handeln und Zufriedenheit (Details hierzu finden sich unter Leistungsindikator GRI SRS-102-44).

Da die Befragungen bis Ende 2018 durchgeführt wurden, ist im Berichtsjahr 2018 noch keine endgültige Ergebnis-Matrix aus den Befragungsergebnissen gewachsen. Dieses Ziel ist daher für 2019 vorgesehen. Die Matrix wird zukünftig mit den Ergebnissen aus regelmäßigen Folgebefragungen und zielgruppengerechten Stakeholder-Dialogformaten kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt. Somit wird die Wesentlichkeitsanalyse der Nachhaltigkeitsthemen in Zukunft zum einen durch die Bewertung der Stakeholder-Gruppen und zum anderen durch die Einschätzung der Sparda-Bank München eG selbst gespeist.

Die Befragungen aller o.g. Stakeholder-Gruppen wurden Ende 2018 abgeschlossen und die Ergebnisse an die Befragten, sowie ggf. beteiligten Fachabteilungen rückgemeldet. Die Gruppe der Mitglieder und Kunden ist aufgrund ihrer Größe hiervon ausgenommen; die Vertreterversammlung als vertretendes Organ hat eine eigene Befragung inklusive Rückmeldung erhalten. Nachdem bis zum Frühjahr 2019 die Gesamtevaluation aller in 2017 und 2018 durchgeführten Befragungen vorliegt, wird daran anknüpfend das Projektteam „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ erneut gemeinsam mit dem Vorstand und Vertretern aller relevanten internen Abteilungen die Ergebnisse im Gesamtüberblick besprechen. Weitere konkrete Schritte im Rahmen des Stakeholder-Managements werden dann auf diesen Gesprächsergebnissen basierend festgelegt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Zum Zeitpunkt der Berichtseinreichung für den DNK-Bericht 2018 der Sparda-Bank München eG lagen alle Ergebnisse aus den Befragungen des Projektes „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ vor. Die Befragungen konnten bis Ende 2018 abgeschlossen werden, die Gesamtevaluation wird jedoch wie unter Kriterium 9 erläutert erst in 2019 erstellt.  

Wie ebenfalls bereits unter Kriterium 9 beschrieben, wurden die Erkenntnisse aus den Befragungen der o. g. Anspruchsgruppen zunächst zu drei übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst: Image/Nachhaltigkeit, unternehmerisches Handeln und Zufriedenheit. Die befragten Stakeholder-Gruppen haben in 2018 oder 2019 eine Rückmeldung zu den jeweiligen Befragungsergebnissen und daraus gegebenenfalls resultierenden Handlungsfeldern für die Sparda-Bank München eG erhalten.  

Zugehörig zum Bereich Image/Nachhaltigkeit sprach sich die Stakeholder-Gruppe der Mitarbeiter beispielsweise für einen noch bewussteren Papierverbrauch im Arbeitsalltag aus. Da Geschäftsprozesse derzeit häufig noch in Papierform abgewickelt werden müssen, sucht die Sparda-Bank München eG nach weiteren Wegen, um die Ressource Papier möglichst weiter zu reduzieren. In diesem Rahmen entwickelt die Bank beispielsweise ihr Angebot der digitalen Services für Kunden und Mitglieder stetig weiter, wie unter Kriterium 10 mit der SpardaApp-Familie beschrieben. Durch die steigende Nutzung der angebotenen digitalen Services kann bereits seit einigen Jahren ein stetiger Rückgang des Spezialpapiers für Kontoauszugsdrucker verzeichnet werden (Details hierzu sind unter Kriterium 10 beschrieben).  

Ebenfalls zugehörig zum Bereich Image/Nachhaltigkeit sind die Aussagen der Gruppe der Kunden und Mitglieder zum Thema nachhaltiges Produktangebot. 71 Prozent der Befragten bewerten den Entwicklungsstand der Bank im Bereich Nachhaltigkeit als hoch bis sehr hoch. Zudem herrscht bei über der Hälfte der Befragten Einigkeit darüber, dass ethische und/oder klimafreundliche Investitionsprodukte in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.  

Diese Einstellung setzt sich im Bereich „unternehmerisches Handeln“ fort: Hier zeigt sich über fast alle Befragungsgruppen, dass die Bereiche Produktangebot und Innovation im Hinblick auf Nachhaltigkeit bei der Sparda-Bank München eG noch weiter ausgebaut werden könnten. Dazu wurden in 2018 bereits Maßnahmen ergriffen: Gemeinsam haben Union Investment und die Sparda-Bank München eG in 2018 verstärkt an der Weiterentwicklung der nachhaltigen Geldanlagemöglichkeiten für ihre Kunden und Mitglieder gearbeitet. Ein Erfolg dieser Zusammenarbeit zu nachhaltigen Investitionsangeboten ist die Neuaufnahme des „Privatfonds nachhaltig“ in das Produktportfolio der Sparda-Bank München eG ab Mitte Januar 2019. Mittelfristig soll zudem eine neue, informative Website zum Thema nachhaltige Geldanlagen aufgebaut werden, die an die Unternehmenswebsite der Bank angegliedert ist. Auch im Rahmen des Stakeholder-Managements sollen Produktthemen in Dialogformaten mit anderen Stakeholder-Gruppen weiter aufgearbeitet werden.  

Die Anspruchsgruppe der Lieferanten und Geschäftspartner thematisierte verstärkt, enger mit der Bank zusammenarbeiten zu wollen. 67 Prozent gaben an, sich vorstellen zu können, gemeinsam mit der Bank an Nachhaltigkeitsthemen zu arbeiten. Diese Ansätze sollen ebenfalls ab 2019 sukzessive gemeinsam mit den befragten Gruppen weiterentwickelt werden.  

Bereich Zufriedenheit: Wenn befragte Mitglieder und Kunden angaben, mit etwas nicht zufrieden zu sein, betraf das am häufigsten den Bereich der SB-Geräte. Diese sind in 2018 etwas schlechter bewertet worden als bei der letzten Befragung im Jahr 2015. Im Zuge des Relaunches ihrer Homepage am 13.06.2018 hat die Sparda-Bank München eG eine Website zum Beschwerde-Management veröffentlicht, über die Kunden der Bank schnell und einfach beispielsweise Störfälle von Geldautomaten melden können. Dort ist auch erklärt, wie eine Beschwerde bei der Sparda-Bank München eG bearbeitet wird, was für Angaben dafür von Seiten der Kunden und Mitglieder nötig sind und welche Kommunikationskanäle genutzt werden können, um mit der Bank in Kontakt zu treten.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Für die Sparda-Bank München eG als Genossenschaftsbank haben die Förderung ihrer Mitglieder im Speziellen und der Beitrag zum Gemeinwohl im Allgemeinen eine sehr hohe Priorität. Kunden und Mitglieder, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit nehmen die Bank als nachhaltiges Unternehmen wahr. Durch die Kooperation mit Partnerunternehmen schafft die Sparda-Bank München eG nachhaltigen Mehrwert für ihre Kunden und Mitglieder:    
Eine Evaluation, bzw. Messung der Wirkung der Produkte der Sparda-Bank München eG wird nicht durchgeführt und ist auch nicht geplant.

Die Mitglieder des Unternehmens sind zudem sehr an digitalisierten Dienstleistungen interessiert. Die Sparda-Bank München eG hat ihr bestehendes Online-Banking-Angebot daher um eine App-Familie erweitert:
Für einen schnellen und umfassenden Ausbau des Digitalangebots hat die Sparda-Bank München gemeinsam mit anderen Sparda-Banken im Berichtsjahr 2018 in ein unabhängiges Start-up investiert. Dieses entwickelt eine Digitalplattform, die modernstes Mobile-/Onlinebanking mit weiteren digitalen Angeboten und Services verbindet. Erste Leistungen werden voraussichtlich ab Ende 2019 verfügbar sein.  

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Bankenwesens ist der hohe Papierverbrauch (vgl. Kriterium 11, Leistungsindikator GRI SRS-301-1). Durch die steigende Nutzung der angebotenen digitalen Services kann die Sparda-Bank München eG seit einigen Jahren einen stetigen Rückgang des Spezialpapiers für Kontoauszugsdrucker verzeichnen: Allein in 2018 wurden 8.483.237 Blätter des Spezialpapiers eingespart (2017: 6.564.442 Blätter).  

Im Unternehmen selbst wird ebenfalls auf die Implementierung ressourcenschonender Prozesse geachtet. So verfügt die Sparda-Bank München eG seit August 2016 über ein digitales Posteingangsmanagement um Papier- und Transportkosten einzusparen. Das Posteingangsmanagement wird seit dem sukzessive auf weitere Bereiche in der Bank ausgedehnt. Die großen, ressourcenschonenden Effekte kommen allerdings erst durch den Einsatz ergänzender Technik voll zum Tragen. Diese Umstellungsprozesse bedürfen einer langfristigen Planung durch die Abteilungen IT und Einkauf und sind zum Zeitpunkt der Berichtseinstellung noch nicht zeitlich definiert.  

Die Sparda-Bank München eG pflanzt zudem für jedes Mitglied, das erstmals ein Lohn-, Gehalts- oder Rentenkonto eröffnet, einen Baum. Bis Ende 2018 wurden 58.730 Bäume für die Mitglieder gepflanzt. Hinzu kommen Aktionen, beispielsweise anlässlich des Weltspartages, oder Social-Media-Aktionen zum Thema Wald und/oder Bäume, die jeweils mit anschließenden Baumpflanzungen verknüpft sind. Insgesamt hat die Sparda-Bank München eG so bis Ende 2018 73.080 Bäume in Oberbayern gepflanzt.  

Eine wichtige Rolle im Produkt- und Innovationsmanagement haben selbstverständlich auch alle Mitarbeiter der Bank. Bereits seit 2015 finden regelmäßig Veranstaltungen und Workshops zu verschiedenen Themenbereichen statt. Hierbei steht die Veränderung, Neuausrichtung oder Bildung neuer nachhaltiger Geschäftsfelder immer im Vordergrund. Bei diesen Veranstaltungen können die Mitarbeiter mitgestalten, ihre Ideen einfließen lassen oder erhalten aktuelle Informationen über den Stand verschiedener bereits laufender Projekte im Haus. Aus diesen Treffen heraus wurden bereits viele zukunftsweisende Projekte für die Sparda-Bank München eG generiert. Hierbei ist folgender Grundsatz für alle Mitarbeiter wichtig: Auch, wenn ein Projekt nicht zur Realisierung gebracht werden kann, haben die daran beteiligten Mitarbeiter stets einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens geleistet. Denn im Produkt- und Innovationsmanagement der Sparda-Bank München eG ist die Einstellung wichtig: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Als Genossenschaftsbank steht die Sparda-Bank München eG für traditionelle Werte ein und hat nicht die Maximierung ihres Gewinns, sondern die Förderung der Mitglieder im Blick. So ist es für die Bank auch selbstverständlich, die Anlagepolitik der Eigenanlagen transparent zu gestalten, um Vertrauen zu schaffen.  

Im Mai 2012 hat die Sparda-Bank München eG die „Prinzipien für verantwortliches Investieren“ der Vereinten Nationen („UN Principles for Responsible Investment“, kurz: UN PRI) unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung gehen die Teilnehmer eine öffentliche Selbstverpflichtung ein, ihre Investmentpolitik nachhaltig zu gestalten. Das bedeutet, dass die Investoren Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien bei Investmententscheidungen und bei ihren Aktivitäten als Anteilseigner verstärkt fördern und fordern.  

Die Eigenanlagen der Sparda-Bank München eG sind nach nachhaltigen Regeln angelegt. In folgenden Fällen sind Investitionen durch die Sparda-Bank München eG ausgeschlossen:   100 Prozent der Finanzanlagen der Sparda-Bank München eG durchlaufen eine Auswahl-Prüfung nach den o. g. Umwelt- oder sozialen Faktoren.  

Die Sparda-Bank München eG nutzt umfassende Datenbanken, die dem Unternehmen einen detaillierten Einblick in die Nachhaltigkeit ihrer Investitionsobjekte und in die Zuverlässigkeit ihrer Handelspartner ermöglichen. Von Emittenten, die mit diesen Grundsätzen in Konflikt geraten, hält sie weder Aktien noch Anleihen noch andere Kapitalmarktprodukte. Ebenso wenig treibt sie mit solchen Unternehmen Handel. Auftretende (Interessens-) Konflikte legt sie offen.  

Ihre sicherheitsorientierte Anlagestrategie ist weitgehend auf Deutschland ausgerichtet. Dies praktizierte sie bereits vor Beginn der Finanzkrise 2008 und dies gilt auch für die Zukunft. Ein sehr großer Teil der Eigenanlagen ist bei der DZ BANK AG angelegt.

Informationen dazu sind auch auf unseren Websites veröffentlicht: https://www.sparda-m.de/gemeinwohl-oekonomie-nachhaltigkeitsberichte/ und https://www.zum-wohl-aller.de/index.html