5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Seit 2021 ist Nachhaltigkeit ein Teil unserer Gesamtbankstrategie. Die Verantwortung für Nachhaltigkeit liegt somit beim Vorstand sowie dem erweiterten Steuerungskreis, in dem neben dem Vorstand und den fachbereichsverantwortlichen Führungskräften auch unsere Nachhaltigkeitsbeauftragten vertreten sind. Unsere Nachhaltigkeitsbeauftragten Dr. Anke Diederichsen und Tanja Bloth leiten unser Nachhaltigkeitsteam und koordinieren das gesamte Nachhaltigkeitsengagement der Bank.  

Die Verantwortung für Nachhaltigkeit in der Sparda-Bank Südwest eG liegt somit bei:

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Unsere Nachhaltigkeitsbeauftragten leiten ein Nachhaltigkeitsteam, dem Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Fachbereichen (Strategie, Geschäftsbetrieb, Kerngeschäft, Kommunikation) angehören.  

Hierdurch gewährleisten wir die Einbindung der Fachbereiche in unseren Nachhaltigkeitsstrategieprozess und eine zielgerichtete Maßnahmenplanung und -umsetzung.  

Im Rahmen der für 2022/2023 geplanten Maßnahmen werden wir unsere internen Vorgaben und Richtlinien auf Nachhaltigkeitsaspekte hin überprüfen und ggf. anpassen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Im Rahmen unserer Gesamtbanksteuerung entwickeln wir ein Kennzahlensystem zur Kontrolle unserer Ziele. Die darin enthaltenen Leistungsindikatoren für Nachhaltigkeit basieren auf dem DNK/GRI-SRS sowie einem branchenspezifischen Standard (BVR-Nachhaltigkeits-Cockpit). Die Prüfung der Kennzahlen erfolgt zukünftig jährlich im Rahmen unseres regulären Strategieprozesses.  

Durch die kontinuierliche Nutzung und Weiterentwicklung unseres Kennzahlensystems sowie auch durch die Einführung einer Software zur Erfassung, Dokumentation und Analyse unserer Energie- und Verbrauchsdaten (geplant für 2022/2023) gewährleisten wir die Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz unserer Nachhaltigkeits-Leistungsindikatoren.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Unser Handeln orientieren wir an folgende Leitlinien:

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Unser Vergütungssystem berücksichtigt gesetzliche Anforderungen (insbes. InstitutsVergV, vgl. Offenlegungsbericht unter https://www.sparda-sw.de/bilanz) und richtet sich nach dem Manteltarifvertrag und dem Gehaltstarifvertrag für die Sparda-Banken.  

Orientiert am Gesamterfolg der Bank steht das Vergütungssystem mit den in der Strategie niedergelegten Zielen in Einklang. Es ist so ausgerichtet, dass keine Anreize entstehen, unverhältnismäßig hohe Risikopositionen einzugehen.  

Bei der Ausgestaltung und der Überwachung der Vergütungssysteme werden, neben dem Bereich Personal, folgende interne Kontrolleinheiten beteiligt: Dies sind insbesondere die Bereiche Controlling und Compliance. Die Interne Revision wird in beratender Funktion im Rahmen ihrer Aufgabenstellung beteiligt und überwacht das Vergütungssystem im Rahmen ihres Prüfungsplans.    

Nachhaltigkeitsziele im Sinne der ökologischen oder sozialen Nachhaltigkeit sind derzeit noch nicht in den monetären oder nicht-monetären Zielen verankert. Daher sind sie auch kein Bestandteil der Evaluation unseres Vorstandes. Eine konkrete Planung ökologische und soziale Ziele künftig in unser Vergütungssystem aufzunehmen gibt es noch nicht, dies gilt auch für die Evaluation des Vorstands.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Hier hat sich in Vergleich zur DNK-Erklärung 2020 nichts verändert: Die Vergütungspolitik entspricht den Anforderungen der Institutsvergütungsverordnung (https://www.gesetze-im-internet.de/institutsvergv_2014/), orientiert sich an der langfristigen Geschäftsentwicklung und wird dem Aufsichtsrat offengelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine Aufsichtsratsvergütung sowie Sitzungsgelder als Aufwandsentschädigung.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Eine dezidierte Auflistung der Jahresvergütung wird aus wettbewerblichen Gründen und Vertrauensgründen nicht veröffentlicht.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als Genossenschaftsbank stehen wir für Mitbestimmung und Teilhabe. 2021 haben wir die Bemühungen um Dialog, Transparenz und Kommunikation mit neu entwickelten Formaten weiter verstärkt. Wir setzen auf einen engen Austausch mit unseren Anspruchsgruppen. Gesellschaftliche Entwicklungen prägen auch unsere Stakeholder. Wir haben noch keinen speziellen Prozess zur Identifizierung und Analyse unserer Stakeholder eingeführt. Die hier genannten Personenkreise sind jedoch diejenigen, die wir seit jeher wichtig und als unsere klassischen Anspruchsgruppen betrachten. Diese sind im Vergleich zu 2020 gleichgeblieben:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Die Themen und Ergebnisse aus dem Austausch mit unseren Anspruchsgruppen werden in verschiedenen Gremien präsentiert und fließen in die Arbeit der Fachbereiche und Projekte der Sparda-Bank Südwest eG ein.   Die 2021 durchgeführten Mitgliederdialoge, Mitarbeiterdialoge und der Austausch mit den Kooperationspartnern haben bestätigt, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für alle Anspruchsgruppen ist. Beispiele hierfür sind:  

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Zu unserem Kerngeschäft gehören Baufinanzierung, Privatkredite, Geldanlagen sowie Zahlungsverkehr. Wir haben bereits einige Produkte im Angebot, die sich an den ESG-Kriterien orientieren. Hierzu gehören nachhaltige Fonds, Förderkredite zum Bauen und Sanieren mit dem Fokus Energieeffizienz. Wir planen zukünftig geeignete Prozesse zu implementieren, um die systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeits-Aspekten bei unseren eigenen Produkten zu prüfen und deren soziale und ökologische Auswirkungen, sofern möglich, zukünftig messbar zu machen. Hierzu starten wir 2022 den Austausch mit allen internen Bereichen und Kompetenz-Teams.  

Schon jetzt werden unsere Produkte von uns regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. So setzen wir unter anderem kontinuierlich auf Digitalisierung. Damit entsprechen wir den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden und bieten ihnen einfache, smarte, wettbewerbsgerechte Lösungen zur Erledigung ihrer Bankgeschäfte. So können auch Prozesse innerhalb der Bank optimiert sowie Anfahrtswege und Ressourcenverbräuche reduziert werden.  

Eine 2020 eingeführte Vorlage für Vorstandsbeschlüsse, bei der von allen Antragstellerinnen und Antragsstellern dokumentiert wird, inwieweit ESG-Aspekte eines Vorschlags untersucht und berücksichtigt wurde, trägt weiter zu einer Sensibilisierung der Führungskräfte für das Thema Nachhaltigkeit bei.  

Darüber hinaus haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparda-Bank Südwest eG die Möglichkeit, Vorschläge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit über das Ideenmanagement einzubringen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Bisher hat die Sparda-Bank Südwest eG keine eigenen Kriterien definiert, die eine Positiv- bzw. Negativprüfung von Finanzanlagen anhand von ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) beschreiben, dies ist aktuell auch nicht in Planung. Unsere Kundinnen und Kunden können bei der Auswahl ihrer Fondsanlagen auf die Filterkriterien unseres Kooperationspartners Union Investment zurückgreifen.