5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die oberste Verantwortung für Nachhaltigkeit wird folgendermaßen operationalisiert: Der Beauftragte für Nachhaltigkeit der Sparda-Bank Südwest eG, Andreas Manthe, gehört zum Vorstandsstab. Er stimmt sich eng mit dem zuständigen Vorstand ab.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Sparda-Bank Südwest eG nimmt ihre Verantwortung als regional verwurzelte Genossenschaftsbank für Privatkunden sehr ernst. Wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit, wie Wirtschaftlichkeit (u.a. Förderung der Mitglieder) und soziales Engagement sind schon immer Bestandteil der Genossenschaftsidee. Des Weiteren verfügt die Sparda-Bank Südwest über einen Verhaltenskodex, der eine wichtige Richtschnur für alle Mitarbeiter des Hauses ist (vgl. Kriterium 7. Kontrolle, Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte). Zwar ist in unserer Strategie der Begriff Nachhaltigkeit noch nicht als Ganzes definiert und verankert, dennoch sind in diesem Jahr wichtige Weichen gestellt worden, um den notwendigen Handlungsrahmen für weitergehende Analysen und Aktivitäten zu konkretisieren. Eine Einbindung in die Geschäftsstrategie kann in Zukunft nur eine logische Konsequenz sein.

In einem gemeinsamen Workshop mit Vertretern aus den Bereichen Facility Management, Rechnungswesen, Kommunikation, sowie einem externen DNK-Schulungspartner wurden Grundlagen für eine intensivere und gemeinsame Auseinandersetzung abgestimmt, die im Anschluss durch den Gesamtvorstand befürwortet wurde.
Dazu gehören folgende Punkte:
  1. Eine umfassende Bestandsaufnahme liegt uns vor. Im nächsten Schritt geht es nun darum, Fachbereiche gezielt in den Prozess einzubinden, um Themenfelder intensiver zu bearbeiten und gemeinsam weitere Potenziale zu heben. Eine Vertiefung des Themas Nachhaltigkeit inkl. der Einbeziehung von Fachabteilungen wird ausdrücklich vom Vorstand unterstützt. Auf Basis dessen, wird der Beauftragte für Nachhaltigkeit 2020 verstärkt auf Bereiche und Mitarbeiter zugehen, die für den Austausch, die Ideenfindung und die Umsetzung von Maßnahmen wichtig sind.
  2. Um den Prozess langfristig in Gang zu setzen, werden wir in Zukunft Themenjahre ausrufen. Dies gewährleistet zum einen eine sinnvolle und intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen neben unserem Kerngeschäft. Zum anderen soll diese sorgfältige Vorgehensweise unsere Glaubwürdigkeit hinsichtlich unseres Engagements nach innen und nach außen stärken.
  3. Des Weiteren muss die Kommunikation über die Aktivitäten mit allen Mitarbeitern der Sparda-Bank Südwest eG angestoßen werden. Bisher ist dies hauptsächlich über die Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts erfolgt. Ein erster wichtiger Schritt dabei ist, dass bei schriftlich eingereichten Vorstandsbeschlüssen eine Abfrage über die Vorlage erfolgt, ob nachhaltige Aspekte bei der Entscheidungsfindung und Empfehlung berücksichtigt wurden. Dies erfordert eine bewusste erste Auseinandersetzung mit den Aspekten der Nachhaltigkeit. Wichtig dabei ist, dass dabei verifiziert wird, was für ein verantwortungsbewusstes Unternehmen die beste Lösung ist – auch wenn dies nicht immer die ökologische Lösung ist. Eine solche Vorlage wurde 2019 erarbeitet und soll 2020 zum Einsatz gebracht werden. Eine weitergehende Sensibilisierung und Einbeziehung der Mitarbeiter wird als notwendig erachtet und muss auch 2020 fokussiert angegangen werden.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Ein vollständiges internes Kontrollsystem, das systematisch auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erfasst, ist bisher noch nicht vorhanden, so dass hier eine Berichterstattung über die Steuerung und die Kontrolle von Nachhaltigkeitszielen derzeit nicht möglich ist. Aber in einzelnen Bereichen werden bereits Daten erhoben:  

Kunden/Mitglieder:
Wir orientieren uns an der Zufriedenheit unserer Mitglieder und wie sie die Sparda-Bank Südwest eG wahrnehmen. Dabei setzen wir auf das direkte Gespräch sowie den jährlichen Kundenmonitor. Dies zeigt, ob sie mit den von uns angebotenen Produkten und unserem Service zufrieden sind.  

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Wir erheben jährlich Daten aus Fluktuationsquoten, Krankheitsquoten, Auszubildendenquoten, Teilzeitquoten. Anhand dieser Zahlen und regelmäßiger Befragungen bewerten wir die Mitarbeiterzufriedenheit. Außerdem hat der Betriebsrat gemeinsam mit dem Vorstand auf Basis einer Mitarbeiterumfrage, welche auf der Betriebsversammlung 2017 stattfand, mit der „WIRFabrik“ ein neues Instrument zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu fördern und regelmäßig anhand von Erhebungen zu überprüfen. Weiter wurde mit der Erstellung des ersten Nachhaltigkeitsberichts, der DNK-Erklärung 2017, das Fundament gelegt, Informationen und Daten zur nichtfinanziellen Aktivität der Sparda-Bank Südwest eG ein Benchmark-Instrument zur Verfügung zu haben, um unsere eigene Nachhaltigkeitsleistung messen zu können.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Die Sparda-Bank Südwest eG hat zuletzt im Jahr 2015 ihr Unternehmensleitbild durch eine interne Projektgruppe anpassen lassen. Dieses ist nach wie vor gültig. Die dort beschriebenen Grundsätze sollen bei der Umsetzung ethischen Verhaltens unterstützen. Unsere genossenschaftlichen Werte basieren auf: Vertrauen, Selbstverantwortung, Hilfe zur Selbsthilfe und einem partnerschaftlichen Umgang auf Augenhöhe.  

Der Kodex legt Mindeststandards für das Verhalten der Mitarbeiter untereinander und gegenüber Kunden fest. Darüber hinaus sind Regeln für den Umgang zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeitern enthalten. Außerdem gilt eine Geschenke- und Zuwendungsrichtlinie als Verhaltenskodex. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit den anderen Sparda-Banken im Jahr 2018 einen Verhaltenskodex erarbeitet, der 2019 auf der Homepage der Sparda-Bank Südwest eG veröffentlicht wurde (www.sparda-sw.de/bilanz).

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

An die Vergütungssysteme der Banken werden, neben internen, auch gesetzliche Anforderungen gestellt. Es handelt sich dabei um die Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (Institutsvergütungsverordnung - InstitutsVergV). Seit der letzten DNK-Erklärung hat es hier keine Änderungen gegeben. Das Anreiz- und Vergütungssystem der Sparda-Bank Südwest eG orientiert sich am nachhaltigen Gesamterfolg der Bank und steht mit den in den Strategien niedergelegten Zielen in Einklang. Es ist so ausgerichtet, dass keine Anreize entstehen, unverhältnismäßig hohe Risikopositionen einzugehen.  

Bei der Ausgestaltung und der Überwachung der Vergütungssysteme werden folgende interne Kontrolleinheiten beteiligt: Dies sind insbesondere die Bereiche Produktion, Controlling, Compliance und Personal. Die Interne Revision wird in beratender Funktion im Rahmen ihrer Aufgabenstellung beteiligt und überwacht das Vergütungssystem im Rahmen ihres Prüfungsplans.  

Die Vergütung unserer Mitarbeiter richtet sich nach dem Manteltarifvertrag und Vergütungstarifvertrag für die Sparda-Banken. Dabei ist grundsätzlich die konkrete Funktion und Aufgabenbeschreibung des Mitarbeiters für die Eingruppierung maßgeblich. In Interpretation der Vergütungsgruppen des Manteltarifvertrages haben wir den Aufgaben- und Anforderungsprofilen in unserer Bank Eingruppierungsbandbreiten zugeordnet. Diese Bandbreiten berücksichtigten die Erfahrung und die qualifizierte Aufgabenwahrnehmung einer Funktion. Besondere Zusatzaufgaben oder besondere Qualifikation können durch eine – befristete oder unbefristete – Zulage honoriert werden.  

Nachhaltigkeitsziele im Sinne der ökologischen oder sozialen Nachhaltigkeit sind derzeit noch nicht in den monetären oder nicht-monetären Zielen verankert. Daher sind sie auch kein Bestandteil der Evaluation unseres Vorstandes.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Hier hat sich in Vergleich zur DNK-Erklärung 2018 nichts verändert: Die Vergütungspolitik entspricht den Anforderungen der Institutsvergütungsverordnung, orientiert sich an der langfristigen Geschäftsentwicklung und wird dem Aufsichtsrat offengelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine Aufsichtsratsvergütung sowie Sitzungsgelder als Aufwandsentschädigung, die von der Vertreterversammlung 2017 letztmals genehmigt wurden.  

Eine dezidierte Auflistung der Jahresvergütung wird aus wettbewerblichen Gründen und Vertrauensgründen nicht veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Hier hat sich in Vergleich zur DNK-Erklärung 2018 nichts verändert: Die Vergütungspolitik entspricht den Anforderungen der Institutsvergütungsverordnung, orientiert sich an der langfristigen Geschäftsentwicklung und wird dem Aufsichtsrat offengelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine Aufsichtsratsvergütung sowie Sitzungsgelder als Aufwandsentschädigung, die von der Vertreterversammlung 2017 letztmals genehmigt wurden.  

Eine dezidierte Auflistung der Jahresvergütung wird aus wettbewerblichen Gründen und Vertrauensgründen nicht veröffentlicht.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als genossenschaftliche Bank ist für uns das „Wir“ sehr wichtig. Daher legen wir großen Wert auf Kommunikation und Dialog mit unseren Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern sowie weitere Personenkreise, die als Multiplikatoren wirken. Dazu zählen unsere Kooperationspartner, unsere Dienstleister und auch besonders unsere Partner in den sozialen und kulturellen Projekten in der Region, die wir initiieren und unterstützen. Wir haben keinen Prozess im Sinne der Stakeholder-Definition und -analyse eingeführt, um unsere Anspruchsgruppen zu identifizieren. Die hier genannten Gruppen sind jedoch diejenigen, die wir seit langem in unserem Hause als die wichtigsten Personenkreise betrachten, so dass diese auch als klassische Anspruchsgruppen zu betrachten sind. Daran hat sich im Vergleich zu den vorherigen Berichtsjahren nichts geändert.

Kundinnen und Kunden
Die Förderung unserer Mitglieder ist eines unserer obersten Ziele, daher setzen wir auf moderne Dienstleistungen und ein zeitgemäßes Produktportfolio für unsere Kunden. Wir sind mit unserem Kunden in Kontakt, egal ob digital, per Telefon, im persönlichen Beratungsgespräch oder bei sozialen Aktivitäten. Täglich finden ca. 2.000 – 3.000 persönliche Kundenkontakte statt. Gerade im Dialog erhalten wir wichtige Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden. Aktuell lässt sich zusammenfassen, dass sich diese vielmehr auf unsere Bankdienstleistungen, Niedrigzinsphase und Beratung beziehen als auf Nachhaltigkeitsziele. Auch bei Beschwerden oder Anregungen an unser Qualitätsmanagement ist aktuell keine Häufung von Nachhaltigkeitsthemen zu verzeichnen.

Mitgliedervertreterinnen und -vertreter
Die Interessen der Sparda-Bank-Mitglieder werden von gewählten Mitgliedervertreterinnen und -vertretern in der Vertreterversammlung wahrgenommen, die einmal pro Jahr stattfindet. Vorstand und Aufsichtsrat treten persönlich mit den Mitgliedervertretern in Kontakt und erörtern wichtige Fragen der Genossenschaft. Auch hier beziehen sich die Themen meist auf unser Dienstleistungsangebot, eher selten auf Nachhaltigkeitsthemen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Dialog mit unseren Mitarbeitern findet im alltäglichen Miteinander statt, in jährlichen Mitarbeitergesprächen, regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und der jährlichen Betriebsversammlung. Darüber hinaus können Mitarbeiter über das Ideenmanagement Vorschläge einbringen (vgl. Kriterium 6. Regeln und Prozesse). Das „Ideenmanagement“ ist als schlanke, moderne Version des betrieblichen Vorschlagswesens eingeführt worden. Die Aufgabe des Ideenmanagements liegt darin, den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Bank mitzugestalten. Das gilt natürlich auch für Optimierungen im Bereich der Nachhaltigkeit.

Kooperationspartner und Dienstleister
Neben der regelmäßigen Kommunikation im Rahmen der täglichen Arbeit mit unseren Kooperationspartnern und Dienstleistern, haben wir, wie in Kriterium 4. Tiefe der Wertschöpfungskette erwähnt, im 4. Quartal 2019 eine Umfrage unter unseren Schlüsselpartnern und -lieferanten vorbereitet. Ziel ist es zu erfahren und zu verstehen, inwiefern Nachhaltigkeitsaspekte in deren eigenen Häusern und Produkten berücksichtigt werden. Die Befragung soll sich Anfang 2020 mit diesen Schwerpunkten beschäftigen: Mit Hilfe der Ergebnisse möchten wir zukünftig noch bessere Maßnahmen für nachhaltige Investments und einen nachhaltigen Bankbetrieb ableiten. Die Auswertung der Antworten wird im Laufe des zweiten Quartals 2020 durchgeführt werden.

Medien und Multiplikatoren
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit suchen wir in verschiedenen Veranstaltungen den Kontakt zu Medienvertretern, um uns mit diesen über Themen, die die Region und unsere Kunden betreffen, auszutauschen. Neben der Bilanz-Pressekonferenz finden zahlreiche Presse-Veranstaltungen im Rahmen unseres sozialen und kulturellen Engagements statt. Wir sehen es als unsere Aufgabe, hier Menschen für eine gute Sache zusammenzubringen und über die geförderten Projekte zu berichten.  

Ein Austausch findet auch innerhalb der sozialen und kulturellen Projekte mit unseren Projektpartnern und -beteiligten statt. Initiativen der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Südwest eG und des Gewinnsparvereins der Sparda-Bank Südwest e.V. wie „Stark ins Leben“, „barrierefrei, inklusiv & fair“, „Kunst ist Klasse“ und „spardahilft.de“ werden in stetigem Austausch mit den Beteiligten permanent weiterentwickelt. In der Kommunikation mit beispielsweise Ministerien, Vereinen, Schulen, Institutionen und Interessensvertretungen erhalten wir dabei wichtiges Feedback für unsere Arbeit.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Wir greifen die Themen auf, die wir im Austausch mit unseren Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern als wesentlich erkannt haben und lassen sie in die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen einfließen. Dabei ist die langfristige wirtschaftliche Stabilität unser Ziel.

Die von unseren Stakeholdern geäußerten Themen und Wünsche werden von uns berücksichtigt: In erster Linie geht es um Service- und Beratungskonzepte für unsere privaten Kundinnen und Kunden und die digitale Transformation. 2020 soll hierzu ein Mitgliederdialog mit Unterstützung des Instituts für Genossenschaftswesen der Uni Münster vorbereitet werden.  

Durch eine starke Mitarbeiterorientierung sind wir ein attraktiver Arbeitgeber in der Region. Wir bieten sichere Arbeitsplätze, eine attraktive Bezahlung, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen sowie eine sehr gute Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten. Gesellschaftliches Engagement wird bei uns großgeschrieben, damit folgen wir der genossenschaftlichen Idee der Hilfe zur Selbsthilfe. Wir fördern soziale und kulturelle Projekte in der Region und engagieren uns damit für die Werte unserer Mitglieder, die sich für gute Zwecke einsetzen. Das Engagement so vieler Menschen in unserer Region in Vereinen, Institutionen und Projekten beeindruckt uns. Wir freuen uns, wenn wir hier einen Beitrag leisten können.  

Wie in Kriterium 2. Wesentlichkeitsanalyse bereits angemerkt, waren für unsere Anspruchsgruppen ökologische Themen bisher nicht oder kaum relevant. Dies dürfte sich aufgrund der gesellschaftlichen Diskussion aber zukünftig ändern.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Unsere Produkte und Dienstleistungen werden kontinuierlich an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst und auf ihre Wirtschaftlichkeit und den Nutzen für die gesamte Genossenschaft überprüft. In die Abstimmungsprozesse fließen Rückmeldungen von Kunden, Mitarbeitern und Fachabteilungen ein, zunehmend auch ökologische Überlegungen wie die Senkung des Papier- und Energieverbrauchs.    

Da noch keine Nachhaltigkeitsstrategie vorliegt, ermitteln wir derzeit auch noch nicht die sozialen und ökologischen Wirkungen unserer Produkte und Dienstleistungen.  

Im Juli 2019 hat die Sparda-Bank Südwest eG die Erlaubnis zum Betreiben des Pfandbriefgeschäfts erhalten. Mit unseren sicheren, kleinteiligen Krediten aus unserem Kerngeschäftsfeld, der privaten Baufinanzierung, können wir durch die Ausgabe von Pfandbriefen an institutionelle Anleger, wie z.B. Versicherungen oder andere Banken, ein günstiges, langfristiges Refinanzierungsinstrument für unser Haus nutzen. Diesen Nutzen spüren unsere Genossenschaftsmitglieder dahingehend, dass wir weiterhin attraktive Konditionen im Baufinanzierungsgeschäft für sie anbieten können.  

Zudem vermitteln wir an unsere Kundinnen und Kunden nachhaltige Produkte unserer Kooperationspartner, z.B. das Nachhaltigkeitsdarlehen der MHB (Münchener Hypothekenbank) oder Nachhaltigkeitsfonds von Union Investment. Hierzu zählten im Jahr 2018 der FairWorldFonds, der UniNachhaltig Aktien Global sowie der UniRak Nachhaltig und der UniRak Nachhaltig Konservativ. Alle drei aktuell geöffneten Nachhaltigkeitsfonds stehen unseren Beratern für die Anlageberatung auch im Jahr 2019 zur Verfügung.  

Die Union Investment bekennt sich als Treuhänder zu den United Nations Principles for Responsible Investment (UN PRI) und hat sich damit u.a. verpflichtet, Nachhaltigkeitsthemen (ESG: Environmental Social Governance, d.h. Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich einzubeziehen. Zudem hat Union Investment sowohl das Global Investor Statement on Climate Change als auch den Montreal Carbon Pledge unterzeichnet.  

Die Sparda-Bank Südwest eG berät ihre Kunden bei Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. Im Jahr 2019 vermittelten wir 414 Förderkredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau an unsere Kunden zum Bauen und Sanieren und damit zur Verbesserung der Energieeffizienz.  

Durch das Ideenmanagement der Bank ist gewährleistet, dass Vorschläge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Verbesserungen – auch im Bereich Nachhaltigkeit – erfasst werden und berücksichtigt werden können. Ein wesentlicher Aspekt des Ideenmanagements wird es zukünftig sein, die Mitarbeiter explizit zu guten Ideen rund um Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung anzuregen.  

Wir rechnen für die Zukunft mit Einsparungen beim Verbrauch von Papier- und Transportkosten durch unsesr digitales Posteingangsmanagement und das Druckerkonzept der Sparda-Bank Südwest eG. Das Druckerkonzept hat dazu geführt, dass die persönlichen Drucker abgeschafft wurden und stattdessen weniger aber zentral platzierte Drucker zur Verfügung stehen. Dies führt zu einer Sensibilisierung der Mitarbeiter bzgl. der Notwendigkeit von Ausdrucken und verringert den Wartungsaufwand.  

Ein wichtiger Aspekt, der einen direkten Einfluss auf unser Innovations- und Produktmanagement ausübt, ist die erwähnte Anpassung der Vorlagen für Vorstandsbeschlüsse, die 2019 erarbeitet wurde und 2020 zum Einsatz kommen soll. Die Vorlage wurde hinsichtlich der Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte ergänzt (vgl. Kriterium 6. Regeln und Prozesse): Antragssteller müssen zukünftig jeweils nachweisen, inwiefern der soziale oder ökologische Aspekt eines Vorschlags untersucht wurde und welche Auswirkungen eine Nichteinhaltung haben könnte (Risikohinweis). Der Vorstand wird diese Aspekte in seinen Entscheidungsprozess mit einbeziehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Bisher hat die Sparda-Bank Südwest eG keine Kriterien definiert, die eine Positiv- bzw. Negativprüfung von Finanzanlagen anhand von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beschreiben.