5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Das System- und Prozessmanagement ist als eigenständige Organisationseinheit dem Bereich Quality & Service, Assurance zugeordnet. Die Geschäftsleitung von Gigaset bestellt für die fachliche Betreuung, die Umsetzung und Kontrolle der Umweltschutz- und Technische Sicherheitsthemen schriftlich einen Umweltreferenten, der in ihrem Namen das Fachgebiet nach innen und außen vertritt und fachlich direkt an sie berichtet. Dieser Umweltreferent ist der Organisationseinheit System- und Prozessmanagement zugeordnet.

Der Umweltreferent unterstützt die Geschäftsleitung von Gigaset bei der Erfüllung seiner Aufgaben und Verantwortung im Umweltmanagement und ist die zentrale Schaltstelle für alle Belange des Umweltschutzes bei Gigaset. Er hat sich im Namen des verantwortlichen Geschäftsführers für die Koordination sämtlicher Umwelt-Aktivitäten zu kümmern, die vom Gesetzgeber gefordert und von Gigaset darüber hinaus freiwillig beschlossen wurden.

Die Tätigkeit des Umweltreferenten der Gigaset umfasst den Umweltschutz, den Brandschutz, den Strahlenschutz, die Gefahrstoffe und die Koordination bzgl. Gefahrguttransport - in allen Funktionen und Teilen der Gigaset. Hierzu gehören z.B. Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Vertrieb, Montage, Service, und die Entsorgung „End of Life“.

Der Umweltreferent besitzt die Richtlinienkompetenz für den Umweltschutz in allen Funktionen und Teilen der Gigaset.

Darüber hinaus hat die Unternehmensleitung zur Unterstützung in ihrer Kontroll-, Steuerungs- und Lenkungsfunktion folgende Funktionen eingerichtet
      • Interne Revision als prozessunabhängige Überwachungs- und Kontrollinstanz
      • Risikomanagement
      • Compliance Committee

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von Gigaset wird durch ein integriertes Management System aufrecht erhalten. Dabei spielen die Standards ISO 9001 für Qualität und ISO 14001 für den Umweltschutz eine entscheidende Rolle. Die Qualitätspolitik und Umweltpolitik von Gigaset beschreiben die wesentlichen Kernpunkte des Management Systems.

Die hierauf fußende Prozesslandschaft von Gigaset bildet die notwendigen Aktivitäten für Nachhaltigkeit der Bereiche Projektmanagement, Qualität, Umweltschutz, Abfallmanagement, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Lieferkette und Sozialstandards ab.

In wesentlichen Bereichen sind diese Prozesse mit Verfahrensanweisungen und Handbüchern hinterlegt, die die Verantwortlichkeiten und Vorgehensweisen in den Prozessen detailliert beschreiben. Weitere Themen werden in Rundschreiben und Richtlinien zur Organisation festgelegt und im Intranet bekanntgemacht.

Hier sind auch die Business Conduct Guidelines von Gigaset hinterlegt, die verbindliche Regeln für verantwortungsvolles Handeln aller Mitarbeiter im Unternehmen sowie im Umgang mit Externen, insbesondere Kunden und Geschäftspartner, vorgeben.
 
Darüber hinaus ist darin der Prozess beschrieben, wie Fragen zu Compliance-Themen und Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße an das Gigaset Compliance Committee gerichtet werden können.

Ein zentrales Risikomanagementsystem dient dazu, dass Risiken rechtzeitig erkannt und durch geeignete Gegenmaßnahmen gesteuert werden können. Der interne Revisionsprozess unterstützt die Geschäftsleitung bei der Überwachung der Einhaltung von Organisations- und Aufsichtspflichten und internen Regelwerken.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Als Überwachungsmaßnahme beschließt die Unternehmensleitung ein Jahres-Revisionsprogramm und delegiert die Durchführung der Prüfungen an einen geeigneten Mitarbeiter. Die Auswahl der Prüfungsthemen basiert auf einem risikoorientierten Prüfungsansatz, und umfasst die gesamte Unternehmensorganisation im In- und Ausland. Im Fokus steht dabei die Überwachung der Einhaltung von Organisations- und Aufsichtspflichten (Compliance) und der Einhaltung interner Regelwerke (Ordnungsmäßigkeit). Dieses umfasst regelmäßig auch den Aspekt der Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Aufgedeckte Schwachstellen und Risiken, sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen werden in Revisionsberichten dokumentiert und die Geschäftsleitung darüber sorgfältig unterrichtet. Ebenso wird die Umsetzung der beschlossenen Handlungsempfehlungen überwacht und die Geschäftsleitung darüber in Follow-up Revisionsberichten unterrichtet. Diese Überwachungsmaßnahme und Berichterstattung tragen dazu bei, dass die Geschäftsleitung ihrer Überwachungs- und Kontrollpflicht bzw. Sorgfaltspflicht nachkommen kann.

Die Umsetzung und die Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems ist regelmäßig durch Audits sowie Begehungen zu überprüfen. Mindestens einmal jährlich hat der zuständige Gigaset-Geschäftsführer, in Zusammenarbeit mit dem Umweltreferenten der Gigaset, die Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems in einem Management-Review zu überprüfen und zu bewerten. Dabei wird u.a. die Erreichung der Umweltziele des jährlichen Umweltprogramms überprüft.

Wichtige Leistungsindikatoren zur Steuerung und Kontrolle von Nachhaltigkeitszielen sind insbesondere der Energieverbrauch und die klimarelevanten Emissionen, über die in den Leistungsindikatoren zu den Kriterien 12 (Ressourcenmanagement) und 13 (Klimarelevante Emissionen) berichtet wird. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Grundsätze des verantwortungsvollen und rechtmäßigen Handelns sind in den Gigaset Business Conduct Guidelines verankert und gelten verbindlich für alle Mitarbeiter von Gigaset weltweit. Die sich aus der Nachhaltigkeitsstrategie von Gigaset ergebenden Werte und Handlungsgrundsätze sind in den Gigaset Business Conduct Guidelines wie folgt verpflichtend für alle Mitarbeiter von Gigaset verankert: Wir respektieren die persönliche Würde, die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen. Wir arbeiten zusammen mit Mitarbeitern und externen Geschäftspartnern unterschiedlicher Nationalität, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Kultur, Religion und Weltanschauung. Wir dulden keine Diskriminierung, weder unter diesen Gesichtspunkten noch wegen des Geschlechts, der sexuellen Identität, des Alters oder einer Behinderung.   Der Schutz der Umwelt und die Schonung ihrer natürlichen Ressourcen sind für uns Unternehmensziele von hoher Priorität, dokumentiert durch die Umweltpolitik der Gigaset. Ein weltweites Umweltmanagement setzt dafür hohe Standards und sorgt für die Einhaltung der Gesetze. Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte müssen umweltfreundliche Gestaltung, technische Sicherheit und Gesundheitsschutz feste Zielgrößen sein.  

Das Verhüten von Unfällen und der Schutz vor arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren ist Teil der Fürsorgepflicht des Unternehmens. Es gehört gleichermaßen zu den Pflichten aller Mitarbeiter, im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigenverantwortlich an der Erreichung der Ziele des Arbeitsschutzes mitzuwirken. Dies gilt sowohl für die technische Planung von Arbeitsplätzen, Einrichtungen und Prozessen als auch für das Sicherheitsmanagement und das persönliche Verhalten im Arbeitsalltag.  

Auch von seinen Lieferanten erwartet Gigaset die Anwendung der folgenden Prinzipien bezüglich deren Verantwortung für Mensch und Umwelt:
o        die Einhaltung aller anwendbaren Gesetze,
o        den Verzicht auf Korruption,
o        die Beachtung der Menschenrechte ihrer Mitarbeiter,
o        die Einhaltung der Gesetze gegen Kinderarbeit,
o        die Übernahme der Verantwortung für Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter,
o        die Einhaltung der relevanten nationalen Gesetze und internationalen Standards zum Umweltschutz, und
o        die Aufforderung, dass dies auch in der eigenen Lieferkette umgesetzt/eingehalten werden.  

Mitarbeiter, die Verträge mit Lieferanten abschließen, müssen die Anwendung dieser Grundsätze in angemessener Weise durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen sicherstellen.

In Bezug auf den Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten enthalten die Gigaset Business Conduct Guidelines insbesondere Regelungen und Vorgaben zur Einhaltung von Wettbewerbs- und Kartellrecht, sowie zur Anti-Korruption. Die Gigaset Business Conduct Guidelines wurden zuletzt in 2017 überarbeitet und um eine Zuwendungsrichtlinie ergänzt.   Verantwortlich für die Schulung der Mitarbeiter und Weiterentwicklung ist das Compliance Committee. Zur Korruptionsprävention werden Schulungen (web-based-training) mit Prüfungen durchgeführt. Darüber hinaus besteht bei Gigaset ein Umweltmanagementsystem, welches in einer speziellen Verfahrensanweisung geregelt ist.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter orientieren sich nicht am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung. Folglich ist die Erreichung dieser Ziele auch nicht Teil der obersten Führungsebene durch den Aufsichtsrat. 

Der Bezug der variablen Vergütung auf Zielerreichung im jeweiligen Geschäftsjahr dient den Interessen von Gigaset. Die variable Vergütung ist an den Erfüllungsgrad der jeweiligen Messgrößen für den Unternehmenserfolg der Gigaset gekoppelt. Die Festlegung der Zielvorgabe zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ermöglicht es Gigaset, auf geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren. 

Auch wenn individuelle Zielvereinbarungen im Bereich Nachhaltigkeit nicht vereinbart werden, so bleibt Gigaset dem Ziel verpflichtet  bei der Corporate & Social Responsibility in allen Bereichen deutlich besser zu sein als der Durchschnitt der Unternehmen, die Kommunikationsgeräte herstellen. Die Evaluation erfolgt extern durch EcoVadis.

Nachhaltigkeit ist in den Business Conduct Guidelines für alle Mitarbeiter verbindlich verankert und gehört damit zur Unternehmensphilosophie und zum Geschäftsalltag bei Gigaset.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Das Aufgabenspektrum und die Anforderungen an die Professionalität des Aufsichtsrates und der Führungskräfte haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Aus der gestiegenen Komplexität der Geschäftsmodelle im internationalen Wettbewerb und den zusätzlichen regulatorischen Anforderungen ist ein Zuwachs an Aufgaben, zeitlichem Aufwand und Verantwortung zu verzeichnen.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten neben Auslagenersatz eine feste Grundvergütung, ein Sitzungsgeld und eine Vergütung für die Beschlussfassung außerhalb von Sitzungen, dessen Höhe von den Aktionären in der Hauptversammlung festgelegt wird. Vorstandsmitglieder erhalten eine feste und variable Vergütung, die im Regelfall nicht an der Erreichung von CSR-Zielen gekoppelt ist. Die Führungskräfte erhalten ein monatliches Fixgehalt, das sich in seiner Höhe nach der Bewertung der Funktion der jeweiligen Führungskraft ergibt. Dazu erhalten die Führungskräfte einen variablen Gehaltsbestandteil, der je nach Zielerreichung in der Auszahlung eine Höhe zwischen 0% und 200% des Grundbetrags erreichen kann. Die Zielgrößen werden für jedes Geschäftsjahr neu zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat im Rahmen einer Gesamtbetriebsvereinbarung festgelegt. So ist gewährleistet, dass auf die jeweilige wirtschaftliche Lage des Unternehmens Rücksicht genommen werden kann. Nicht zuletzt durch die durch das Betriebsverfassungsrecht geregelte Mitbestimmung der Arbeitnehmervertretung stellt das Unternehmen sicher, dass die Ziele SMART sind.

Gigaset bietet verschiedene Möglichkeiten der Altersvorsorge an. Mitarbeiter des Tarifkreises erhalten vermögenswirksame Leistungen – wenn diese für die Altersvorsorge verwendet werden. Diese Leistungen sind tarifvertraglich geregelt. Darüber hinaus bietet Gigaset eine beitragsorientierte Altersversorgung an, die rein arbeitgeberfinanziert ist. In Abhängigkeit des unternehmerischen Erfolges entscheidet die Unternehmensleitung für das jeweilige Geschäftsjahr, ob Beiträge ausgeschüttet werden. Die Höhe der Beiträge hängt dabei von der Entgeltgruppe des Mitarbeiters ab (bei Tarifmitarbeitern) oder von der individuellen Zusage (bei außertariflichen Mitarbeitern). Zusätzlich bietet Gigaset den Mitarbeitern noch die Metallrente an. Hierbei handelt es sich um ein Entgeltumwandlungsmodell, das den Mitarbeitern Steuervorteile gewährt.  

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Dieser Indikator wird bei Gigaset nicht erhoben. Die Spanne zwischen einfachsten Anlerntätigkeiten in der Produktion und den Topverdienern im Management ist naturgemäß hoch. Hauptproduktionsstandort von Gigaset ist Bocholt in Deutschland und für die Mitarbeiter von Gigaset in Deutschland gibt es einen Tarifvertrag, der von der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Metall geschlossen wurde. Gigaset ist der Ansicht, dass dieser Indikator nicht dazu geeignet ist, die Fairness der Vergütungsstruktur abzubilden.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Produkte von Gigaset, deren Nutzung und ihre Herstellung nehmen auf unterschiedliche Art und Weise Einfluß auf Mensch und Umwelt. Hierbei werden der wirtschaftliche Erfolg und die Reputation des Unternehmens stark von den Bedürfnissen und Erwartungen seiner Stakeholder beeinflusst.  Die für Gigaset relevanten externen und internen Stakeholder wurden zuletzt im Rahmen der ISO Zertifizierungen 9001/14001:2015 überprüft und deren Einfluß auf das Unternehmen und deren Ansprüche analysiert. Der regelmäßige Austausch mit unseren Stakeholder ist für Gigaset ein wichtiges Instrument, mit dem man neue Anregungen für Innovationen und Rückmeldung und Hinweise auf erforderliche Änderungen erhält.

  Die relevanten Anspruchsgruppen sind folgende:    
Art und Ausmaß der Einbeziehung der relevanten Stakeholder richtet sich nach der Wesentlichkeit des Einflusses auf das Unternehmen und Qualitäts-/Umweltbelange. Je nach Einfluss wird die Einbeziehung der Stakeholder Gruppe unterschieden nach: Informieren oder aktiv betreuen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Themen, Anliegen und Dialog mit Stakeholdergruppen  

Mitarbeiter:

Die Mitarbeitererwartung ist hier ein sicherer Arbeitsplatz bei gerechter Entlohnung, Möglichkeiten der Weiterbildung/Karrierebildung, Erhaltung der Gesundheit und Arbeitssicherheit. Dazu werden regelmäßig Mitarbeitergespräche geführt und die Kompetenz der Mitarbeiter durch Fortbildungen ausgebaut. Für Fortbildungen steht ein Qualifikationsbudget zur Verfügung. Durch Mitarbeiterinitiativen hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit sich hier initiativ in die Prozesse einzubringen und Verbesserungen vorzuschlagen. Tarifvertragliche Eingruppierungen gewährleisten eine gerechte und diskriminierungsfreie Entlohnung.  

Kunden:
Der direkte Dialog mit den Kunden findet regelmäßig über unsere Hotline über die Kommunikationskanäle „Telefon“, „E-Mail“ und „Chat“ statt. Probleme und Fragen werden hier zügig bearbeitet.  Weiterhin werden die gängigen Social-Media Plattformen, „Fragen vor dem Kauf“-Anfragen sowie Rezensionen von Verkaufsportalen genutzt, um Anregungen der Kunden aufzunehmen und zu bewerten. [Die indirekte Kommunikation mit dem Kunden erfolgt über unser Service-Webportal, auf dem den Kunden hilfreiche und wertvolle Informationen zu allen Gigaset Produkten zur Verfügung gestellt werden]  

Der Dialog mit Händlern wird regelmäßig über unsere 70 Vertriebsstellen weltweit geführt, zusätzlich steht ein online Händlerportal zum Informationsaustausch zur Verfügung.  

Lieferanten:
Die Einkaufsabteilung pflegt ein enges Verhältnis zu den Lieferanten und sorgt so für einen regelmäßigen Austausch hinsichtlich der Anforderungen von Gigaset sowie der Anforderungen der Lieferanten.
 

Gesetzgeber:
Alle Mitarbeiter sind verpflichtet die jeweils geltenden Gesetze zu beachten. Besondere Projekte, wie z.B. die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung wurden an zentralen Stellen vorbereitet und implementiert.
 

Aktionäre:
Die Aktionäre werden entsprechend den gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben informiert und haben insbesondere auf der Hauptversammlung die Möglichkeit im Rahmen der aktienrechtlichen Grenzen Auskunft über Angelegenheiten von Gigaset zu erhalten. 

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Gigaset entwickelt langlebige und verbrauchseffiziente Produkte. Sie sollen die Kundenbedürfnisse erfüllen und gleichzeitig die Umwelt möglichst wenig belasten. Dies gilt bei der Herstellung der Produkte als auch im Betrieb. Gesetzliche Auflagen und interne Nachhaltigkeitskriterien wie Reparaturmöglichkeit, Recyclingfähigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz werden von Beginn der Produkt-Definition über die Entwicklung und Produktion berücksichtigt.

Um von der Produkt-Idee bis zur Serienproduktion alle wichtigen Aspekte im Blick zu behalten arbeitet Gigaset nach seinem Produktentstehungsprozess. Teil dieses Prozesses ist die sogenannte Produktentstehungscheckliste. Durch diese wird das jeweilige Realisierungs-Team unter Berücksichtigung aller relevanten Schritte und gesetzlichen Vorgaben durch ein Projekt geleitet.
Leitschnur des ökologischen Handelns von Gigaset ist die internationale Umwelt-managementnorm ISO 14001. Die jährliche Zertifizierung erfolgt durch den TÜV. Im Folgenden werden die wesentlichen Themen dargelegt, welche die ökologischen Wirkungen aufzeigen.
  • Gigaset verzichtet bewusst auf geplante Obsoleszenz, das heißt auf geplanten Verschleiß oder das absichtliche Einbauen einer Schwachstelle in die Produkte, um die Lebensdauer zu reduzieren. Dieses lässt sich Gigaset durch Prüfung bei der Firma HTV bestätigen.
  • Durch die verstärkte Konzentration auf einzelne Mobilteile anstatt Systeme konnte Gigaset die Größe vieler Kartonverpackungen anpassen und dadurch 27,5 t weniger Pappe transportieren. Weitere Energieeinsparung konnte bei der Herstellung der Kartons erzielt werden.
  • Deutlich reduzierter Transportaufwand (2,4 t) entstand durch Reduktion der Bedienungs-anleitungen auf Installationsanleitungen und das Hinterlegen der kompletten Bedienungsanleitungen auf der Gigaset-Homepage. Weitere Energieeinsparungen wurden bei der Papierherstellung und dem Druck der Anleitungen erzielt.
  • Durch Umstellung des Telefonnetzes auf IP werden Telefone in den allermeisten Fällen nicht mehr an der Telefondose sondern am Router angeschlossen. Durch das Entfallen der landesspezifischen Telefonadapter ließen sich in den letzten 3 Jahren 28,5 t Metall und Kunststoff sowie Transportenergie einsparen.
Um bestehende Produkte und Prozesse darüber hinaus kontinuierlich zu verbessern, verfügt Gigaset über eine Mitarbeiterinitiative. In dieser Initiative können alle Mitarbeiter nutzbringende Ideen zur Ergebnis-, Prozess-, Produkt- oder Ablaufverbesserung einreichen. Nutzbringend bedeutet einen Mehrwert für den Kunden, die Arbeit (z. B. Qualität, Wertschöpfung, Umweltschutz) oder für den Arbeitsplatz (z. B. Ordnung, Sauberkeit, Sicherheit, Störfaktoren) schaffend.  

Der Wert „Innovationsgeist“ ist einer der Unternehmenskern- und Führungswerte. Dazu wurde überlegt wie das Innovationsmanagement möglichst effektiv gestaltet und in bestehende Strukturen integriert werden kann, so dass erfolgsversprechende Ideen ausgewählt, gefördert und umgesetzt werden. Das Verfolgen einer konsequenten Innovationsstrategie hilft das Potenzial des Unternehmens besser auszuschöpfen und damit schneller, agiler und effizienter zu handeln. Dabei fördert Gigaset die Ideen die Mitarbeiter unternehmensweit haben. Oftmals verfügen mittelständische Unternehmen über kein Innovationsmanagement mit systematischen Abläufen. Durch die fehlende Steuerung, Bewertung und stetiges Vorantreiben bleiben viele gute Ideen ungenutzt. Mit einem effizienten Innovation-Trichtermodell zur Ideenbewertung sorgt Gigaset für eine nachhaltige Ideenentwicklung. Innerhalb der letzten eineinhalb Jahren wurden zahlreiche Innovation Workshops, nach dem Design Thinking Modell, durchgeführt und Ideen zur Entscheidungsreife geführt. Daraus konnten erste Projekte in die Organisation getragen werden. In besonderer Weise kommt es darauf an, neue Trends zu erkennen und entlang diesen, neue best-in class Ideen zu entwickeln die das Leben der Kunden vereinfachen.
 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Diese Daten werden nicht erhoben. Diese Daten sind für Gigaset nicht relevant, da Gigaset derzeit keine Absicht hat, Finanzanlagen zu erwerben.