5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Grundsätzlich ist Nachhaltigkeit Teil der Konzernstrategie. Unter dem Titel „SWK 2030“ wurde zur Jahreswende 2019/2020 erste übergeordnete Ziele im Zusammenspiel von SWK-Geschäftsführung und den Unternehmensleitungen verabschiedet. Gemäß dem Subsidiaritätsprinzip ist jede Gesellschaft für ihr eigenes Nachhaltigkeitsmanagement verantwortlich. Die Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaften des Stadtwerke Köln Konzerns liegt in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Unternehmensleitungen.

Nachhaltigkeit ist ein laufender Prozess, der das Zusammenwirken aller Beteiligten erfordert. Die Unternehmensleitungen schaffen die organisatorischen Voraussetzungen in den Unternehmen, entscheiden über die betriebliche Umwelt- und Personalpolitik sowie die Unternehmensziele und -maßnahmen, während die operative Bearbeitung in den Fachabteilungen erfolgt. Verbindliche Managementprozesse sorgen dafür, dass alle Unternehmensbereiche und Managementebenen zur Erreichung dieser Ziele beitragen.

Um konzernweite Nachhaltigkeitsziele umzusetzen bzw. weiterzuentwickeln, ist 2017 bei der Stadt­werke Köln GmbH die Stelle Nachhaltigkeitskoordination eingerichtet worden, mit der Aufgabe der Koordinierung der Unter­nehmensaktivitäten zur Nachhaltigkeit. Parallel wurden in den einzelnen Unterneh­men des Stadtwerke Köln Konzerns jeweils eigene Koordinatorinnen und Koordinatoren für Nachhaltigkeit benannt. Diese haben die Aufgabe in ihren Gesellschaften als Multiplikatoren für Nachhaltigkeit zu agieren sowie in Abstimmung mit den jeweiligen Unternehmensleitungen dazugehörige Aktivitäten und Projekte anzustoßen und zu fördern. Zugleich haben sich die Nachhaltigkeitskoordinatorinnen und -koordinatoren intern vernetzt und ein Austauschgremium gegründet. Im Rahmen jährlicher Strategiechecks werden der Verlauf und die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele gemeinsam mit den Unternehmensleitungen im SWK-Konzern überprüft.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Grundsätzlich werden die betrieblichen Prozesse der SWK-Unternehmen und die ständige Verbesserung der Qualität ihrer Angebote und Dienstleistungen durch interne Richtlinien, Verfahrens- und Arbeitsanweisungen sowie Managementdokumente geregelt. Diese berücksichtigen die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben einschließlich einschlägiger Vorschriften und sicherheitsrelevanter Regelwerke, denen die Unternehmen unterliegen.

Regelmäßige interne Informationen, interne Audits und der stetige Austausch mit der Belegschaft gewährleisten, dass die geltenden Rechtsvorschriften und Regelwerke den Mitarbeitenden bekannt sind und eingehalten werden. Zusätzlich wird deren Einhaltung durch Mitarbeitende der Fachbereiche, gegebenenfalls durch spezielle Beauftragte, gemäß gesetzlicher oder betrieblicher Forderungen überwacht.

Zusätzlich zu den internen Regelsystemen setzen die Unternehmen des SWK-Konzerns für die Optimierung ihrer Prozesse Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme ein, die durch externe Gutachter überprüft und zertifiziert werden. So ist das Energiemanagement der RheinEnergie gemäß DIN EN ISO 50001 zertifiziert sowie auch ihr Integriertes Managementsystem im Bereich der Wasserversorgung nach DIN EN ISO 14001. Des Weiteren werden zwei Heizkraftwerk-Standorte der RheinEnergie bereits seit 20 Jahren wie auch sämtliche Anlagen und Betriebsstätten der KVB EMAS-zertifiziert. Die AWB sowie die HGK sind gemäß DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Planung und der Betrieb des Rechenzentrums der NetCologne entspricht DIN EN 50600. (Weitere Informationen zu Auditierungen finden Sie im Kriterium 15. Chancengerechtigkeit)

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit auf Basis betriebs- und personalwirtschaft­licher sowie ökologischer Kennzahlen. Diese Daten werden in den Fachabteilungen der Unternehmen des Stadtwerke Köln Konzerns gemäß interner Regelsysteme erhoben und in Bereichen wie Controlling, Personalwirtschaft und Umweltschutz zusammengeführt und kontrolliert.

Um Unternehmensrisiken frühzeitig zu erfassen, zu identifizieren, zu analysieren und außerdem inner­halb der Unternehmen zu kommunizieren, gehen die SWK-Gesellschaften systematisch vor. Sie haben ein dreigliedriges Monitoringsystem etabliert, das folgende Ebenen umfasst:   Die Zusammenarbeit der Koordinationsstelle Nachhaltigkeit und der Nachhaltigkeitskoordinatorinnen und -koordinatoren der Fachabteilungen innerhalb der Unternehmen und auf unternehmensübergreifender Ebene sichert die Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation von Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit.

Die Koordination und Zusammenstellung der Leistungsindikatoren der Nachhaltigkeitskennzahlen liegt bei der Koordinationsstelle Nachhaltigkeit der Stadtwerke Köln. Beispiele für Indikatoren sind die Erfassung des Ressourcenverbrauchs der Unternehmen für ihre Geschäftstätigkeit inkl. der CO2-Emissionen und die Frauenquote in Führungspositionen (Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kriterium 11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Alle Unternehmen sind als kommunale Unternehmen der Daseinsvorsorge verpflichtet und richten ihre Aktivitäten demnach am Prinzip des Nachhaltigen Wirtschaftens aus. Sie wertschätzen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn nur mit einer motivierten und qualifizierten Belegschaft können die Anforderungen des Unternehmens, des Marktes und der Gesellschaft erfüllt werden.

Sowohl die Stadtwerke Köln GmbH als auch ihre Gesellschaften bieten ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein durch Wertschätzung geprägtes und gesundes Arbeitsumfeld. Dabei ist die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen für die Arbeitnehmenden und die enge Zusammenarbeit mit den Betriebsräten der gesetzlichen Mitbestimmung ebenso selbstverständlich wie die Achtung der tarifvertraglichen Vereinbarungen. Verbindliche Normen für alle Beschäftigten liegen darüber hinaus in einer Vielzahl von Betriebsvereinbarungen der Konzerngesellschaften vor.

Die Stadtwerke Köln GmbH hat in enger Zusammenarbeit mit den Betriebsräten und der Belegschaft ein Unternehmensleitbild verabschiedet, welches die mündige Mitarbeiterin und den mündigen Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt und auf ein offenes Miteinander, eine vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit im Rahmen eines angenehmen Betriebsklimas und eine positive Führungskultur zielt. Das Unternehmensleitbild wird durch Führungsleitlinien ergänzt. Diese konkretisieren die wesentlichen Grundsätze und Werte für die gesamte Belegschaft. Weitere Gesellschaften der Stadtwerke Köln GmbH verfügen über ebensolche Leitbilder und Führungsleitlinien.

Die meisten Gesellschaften der Stadtwerke Köln haben ihre Leitbilder auf ihren Webseiten veröffentlicht. Das Leitbild der Stadtwerk Köln GmbH ist unter folgendem Link verfügbar: https://www.stadtwerkekoeln.de/fileadmin/_media/downloads/Broschuere_Leitbild.pdf

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Vergütung der Unternehmensleitungen setzt sich aus einem fixen Gehalt und variablen Gehaltsbe­standteilen zusammen. Die variablen Gehaltsbestandteile stehen in Abhängigkeit von dem Erreichen persönlicher Zielvereinbarungen, die sich nicht nur an wirtschaftlichen Erfolgen, sondern grundsätzlich auch an der Erfüllung von Nachhaltigkeitsaspekten orientieren können. Die Zielvereinbarungen sind nicht öffentlich einsehbar. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder der Unternehmensleitungen wird jährlich in den Geschäftsberichten der Gesellschaften ausgewiesen.

Auch tariflich und übertariflich beschäftigte Mitarbeitende können Zusatzvergütungen erhalten, die über die tarifvertraglichen Vereinbarungen hinausgehen. Je nach Unternehmen können sich diese in drei Be­reiche aufgliedern: in eine Produktivprämie, die von Ausfallzeiten abhängt, eine Erfolgsprämie, die die Mitarbeitenden am Unternehmenserfolg beteiligt, sowie eine Leistungsprämie, die leistungsbezogene An­reize schaffen soll.

Dabei richtet sich die leistungsbezogene Vergütung an den persönlichen Zielvorgaben für die Mitar­beitenden und den Ergebnissen ihrer jährlichen Beurteilung durch ihre Führungskraft aus. Im Rahmen von Gesprächen zwischen Mitarbeitenden und Führungskraft werden die individuellen Ziele der Mitarbeitenden und der Weg zur Zielerreichung definiert. Je nach Tätigkeit können hier auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Darüber hinaus haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konzerngesellschaften die Möglichkeit, über das betriebliche Vorschlagswesen oder Ideenmanagement direkt an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens mitzuwirken und den Betrieb mitzugestalten.

Zur Einbindung der Mitarbeitenden in das Thema Nachhaltigkeit ist außerdem noch das „100 Schritte“-Programm als Teil der „SWK 2030“-Strategie im Handlungsfeld Mitarbeiterverantwortung zu nennen. Die Mitarbeitenden werden angeregt, Ideen und Vorschläge zur Verankerung von Nachhaltigkeit in den Unternehmen vorzubringen. Die Mitarbeit an den Nachhaltigkeitszielen kann ebenfalls in den Zielvereinbarungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen werden, um so leistungsbezogene Anreize zu schaffen. (Für weitere Informationen zum „100 Schritte“-Programm s. Kriterium 14. Arbeitnehmerrechte)

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Bezüge der Mitglieder der Unternehmensleitungen des Stadtwerke Köln Konzerns sowie ihrer jeweiligen Aufsichtsgremien sind in den Geschäftsberichten der Gesellschaften dokumentiert.

Weitere Informationen über die Anreizsysteme des Stadtwerke Köln Konzerns erhalten Sie im Geschäftsbericht 2020 (S. 98-99) der Stadtwerke Köln GmbH unter: https://www.stadtwerkekoeln.de/fileadmin/gb/2020/pdf/barrierefreie_pdfs/01_SWK_GB_2020_SWK_gesamt_bf.pdf /

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Dieser Indikator wurde für das Jahr 2020 nicht erhoben. Die geforderten Angaben werden bisher nicht als wesentlich für die Beurteilung der bestehenden Vergütungsstrukturen erachtet.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Ortsnähe, Verbundenheit mit dem Standort und Berücksichtigung des Gemeinwohls zeichnen die Unternehmenspolitik der Stadtwerke Köln aus. Daher orientieren sich alle SWK-Unternehmen an den Anforderungen ihrer Stakeholder, also an den Anforderungen derjenigen Anspruchsgruppen, die von ihren Geschäftsaktivitäten direkt oder indirekt beeinflusst werden.

Im Rahmen der Strategieentwicklung wurde eine intensive interne Analyse der SWK-Unternehmen und des Umfeldes zur Identifizierung der wichtigsten Anspruchsgruppen durchgeführt. Die ermittelten Anspruchsgruppen wurden in vier große Gruppen geclustert: der Stadtwerke Konzern selbst, die Gesellschaft, die Eigentümersphäre und der Markt. Eine graphische Übersicht der Stakeholder bietet die nachfolgende Darstellung.



Mit diesen Stakeholdern pflegen die SWK-Unternehmen einen regelmäßigen Informationsaustausch und setzen auf den konstruktiven Dialog für gegenseitiges Lernen, die Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten und die Erarbeitung von Lösungen, die breite Akzeptanz finden. 

Entsprechend der Vielzahl der Anspruchsgruppen setzen die Unternehmen unterschiedliche Formate und Plattformen für den regelmäßigen Austausch ein: Dazu gehören etwa die Geschäfts-, Nachhaltigkeits- oder Umweltberichte bzw. -erklärungen, Newsletter, Kundenzeitungen und -magazine.  

Als regelmäßige Kommunikationsformate sind zum Beispiel der Kundendialog oder der Austausch mit Aufsichtsgremien zu nennen. Ein weiteres Austausch- und Informationsformat ist die „Tafelrunde Nachhaltigkeit“ des Unternehmens moderne stadt. Mit dieser ganzheitlich übergreifenden Zusammenarbeit aller beteiligten Konzerntöchter werden die Potenziale der jeweiligen Unternehmen identifiziert und Synergien genutzt, um gemeinsam an einem holistischen Nachhaltigkeitskonzept für den Deutzer Hafen mitzuwirken.

Die RheinEnergie nutzt unterschiedliche Formate, um ihre Stakeholder zu erreichen. So gibt es bereits seit 2010 den Newsletter „Energie & Klima 2030“. 2020 hinzugekommen sind außerdem der Politikbrief „Energie & Klima Impu
lse“, der sich speziell an Politikerinnen und Politiker des Kölner Stadtrats sowie an Entscheider in Wirtschaft und Verbänden richtet als auch die Podcast-Reihe „Kölner Klimadialog“, die sich an das breite Kölner Publikum wendet.

Weitere Informationen über die Beteiligung von Anspruchsgruppen erhalten Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2020 (S. 31-33) unter: https://www.stadtwerkekoeln.de/fileadmin/gb/2020/pdf/Download-Center/01_SWK_Nachhaltigkeitsbericht_2020_gesamt.pdf

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Im Rahmen des unter Kriterium 9 beschriebenen gegenseitigen Austauschs und Dialogs zwischen den Unternehmen und ihren Stakeholdern ergeben sich laufend Anregungen und Impulse für Kooperationen und neue Projekte.

Weitere Informationen über die Einbindung von Stakeholdern erhalten Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2020 (S. 31-33) unter: https://www.stadtwerkekoeln.de/fileadmin/_media/Nachhaltigkeit/Einzeln_Gesellschaften/01_SWK_Nachhaltigkeitsbericht_2020_gesamt-sept21.pdf

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Eine wesentliche Aufgabe der Unternehmen der Stadtwerke Köln GmbH ist es, einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadt zu leisten. Daher verfügt jede Gesellschaft über umfangreiche Prozesse, welche das Innovations- und Produktmanagement begleiten.

Die Stadt Köln steht vor vielfältigen Veränderungen. Stichworte, die das Ausmaß der Transformationen beschreiben, sind: Bevölkerungswachstum, demografische Entwicklungen, Klimawandel und Klimaschutz, neue Mobilitätsbedürfnisse, Digitalisierung sowie wirtschaftlicher Wandel. Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung unter anderem mit der Weiterentwicklung des Programms „KölnKlimaAktiv 2022“ beauftragt, einem Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz. Zudem sollen Pläne zur Erreichung einer klimaneutralen Energienutzung städtischer Immobilien vorgelegt werden. Die Nutzung regenerativer Energien soll ausgeweitet und eine Mobilitätstransformation umgesetzt werden. Um die erforderlichen Schritte für die zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung zu setzen, braucht die Stadt starke Partnerinnen und Partner, die Verantwortung übernehmen und Prozesse vorantreiben. Wichtige Akteure dieser Transformation sind die Unternehmen der Stadtwerke Köln, womit sie zu den wesentlichen Akteuren für den Klimaschutz in Köln gehören. Als Dienstleisterin für eine nachhaltige Stadt bündeln die Stadtwerke Köln ihre Fachkompetenzen, um ihren Kunden die gesamte Versorgungsinfrastruktur aus einer Hand anzubieten und um nachhaltige Beiträge zu den ambitionierten Klimaschutzzielen der Stadt zu leisten. Durch zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Energie-, Wärme- und Wasserversorgung, dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Steigerung der Effizienz der Versorgung und Betriebsführung, der klima- und umweltfreundlichen Mobilität, der Förderung der E-Mobilität, der nachhaltigen Logistik, der nachhaltigen Stadtentwicklung, der Digitalisierung und der Kreislaufwirtschaft verbessern sie ihre eigene Ressourcennutzung und den ihrer Kundinnen und Kunden.

So werden beispielsweise aufgrund umfangreicher Umbau- und Modernisierungsarbeiten an einem der Heizkraftwerke der RheinEnergie jährlich rund 50.000 t CO2 eingespart. Darüber hinaus werden durch den Ausbau des Erneuerbaren Energien Portfolios der RheinEnergie jährlich ungefähr 192.000 t CO2 eingespart.

Ein weiteres Innovationsprojekt befasst sich mit multimodularer Lademodul-Integration (MuLI) im Rahmen einer Kooperation von RheinEnergie, KVB und Ford. Hierbei wird Ökostrom der Stadtbahn, der aus der Bremsenergie gewonnen wird, in Autobatterien gespeichert, um mit diesem Strom Elektrobusse und andere Fahrzeugtypen zu laden. Diese Kombination aus Gleich- und Wechselstrom, die Nutzung von Batterien im „Second Life“ und die Ladung unterschiedlicher Kraftfahrzeuge stellt ein Alleinstellungsmerkmal dieser „Innovation made in NRW“ dar.

Weitere Informationen über das Innovations- und Produktmanagement sowie weiterer Projekte erhalten Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2020 (S. 35-62) unter: https://www.stadtwerkekoeln.de/fileadmin/_media/Nachhaltigkeit/Einzeln_Gesellschaften/01_SWK_Nachhaltigkeitsbericht_2020_gesamt-sept21.pdf

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Eine Auswahlprüfung von Finanzanlagen nach Nachhaltigkeitskriterien erfolgte auf der Ebene des Stadtwerke Köln Konzerns bisher nicht bzw. wurde bisher im Finanzwesen nicht gesondert dokumentiert.