5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Der Konzern Stadtsparkasse München versteht „Nachhaltigkeit“ als Querschnittsaufgabe, daher liegt die Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung beim Gesamtvorstand. Er trifft die strategischen Zielsetzungen und legt die Leitlinien für deren Umsetzung fest. Für die operative Steuerung und Umsetzung der Ziele sind die jeweils fachlich zuständigen Direktionen zuständig. Die Koordination und Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements sowie die Berichterstattung obliegen der Direktion Unternehmensentwicklung/Vorstandsstab, in der auch die Nachhaltigkeitsbeauftragte angesiedelt ist. Sie ist interner Ansprechpartner für alle Organisationseinheiten und nimmt diese Funktion auch gegenüber externen Anspruchsgruppen wahr.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die 5 Werte „Verantwortung & Vertrauen, Kundenorientierung, Leistung & Leidenschaft, Veränderungsbereitschaft & Innovation und Freude am Miteinander“ sind untrennbar mit der Unternehmensstrategie verbunden. An diesen Werten richtet sich das gesamte Handeln aus, um die Erwartungen der Kunden und Mitarbeiter/Innen zu erfüllen und den Anforderungen des gesamten Marktgeschehens sowie den Anliegen der Münchner Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Sie definieren auch den Rahmen für die Nachhaltigkeitspolitik, die grundlegende Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung der Konzernmutter Stadtsparkasse München zusammenfasst. Die Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsaspekte erfolgt im Rahmen der Operationalisierung von Zielen auf Ebene der jeweils fachlich zuständigen Direktionen. Die Prozesse sind dabei überwiegend in Fachhandbüchern und Arbeitsanweisungen niedergeschrieben. So wird z.B. über den Beschaffungsleitfaden gewährleistet, dass durch gezielte Auswahl und Überprüfung von Produkten, Lieferanten und Auftragnehmern Nachhaltigkeitsaspekte in der Beschaffung berücksichtigt werden.  

Die relevanten Nachhaltigkeitskennzahlen werden von den jeweiligen Direktionen jährlich an die Nachhaltigkeitsbeauftragte berichtet. Dadurch soll die Effizienz der Nachhaltigkeitsleistung erfasst werden. Darüber hinaus ist die Nachhaltigkeits-beauftragte interner Ansprechpartner für alle Organisationseinheiten. Über Mitarbeiter/Innen- und Kundenbefragungen sowie Auswertung der Kundenbeschwerden werden die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeiter/Innen als auch Kunden ermittelt und inwieweit diese erfüllt werden. Die Ergebnisse und Anregungen aus den Befragungen sowie der Kundenbeschwerden dienen als wichtige Impulse für das Personal-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten relevanten Leistungskennzahlen ergeben sich aus den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der Konzernmutter Stadtsparkasse München (vgl. Kriterien 1–4). In den einzelnen Handlungsfeldern werden entsprechende Leistungsindikatoren erhoben. 

Im Handlungsfeld „Markt und Kunde“ dient der ganzheitliche Beratungsansatz einer bedarfsgerechten Beratung. Zur Sicherung der Qualität im Service, der Beratung und Verkaufskompetenz werden regelmäßig Testberatungen durch spezialisierte Marktforschungsunternehmen durchgeführt und ausgewertet. Mit dem Angebot an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten in Form von Fonds mit Nachhaltigkeitsbezug sowie umfassenden Beratungsdienstleistungen zu öffentlichen Fördermittel zur Finanzierung energetischer Maßnahmen werden Nachhaltigkeitsaspekte im Kerngeschäft der Konzernmutter berücksichtigt. Dazu werden jährlich die Höhe der in Nachhaltigkeitsfonds angelegten Gelder sowie die neu ausgereichten Förderdarlehen erfasst.

Im Handlungsfeld „Mitarbeiter/Innen" wird die Nachhaltigkeit der Personalpolitik durch die Erhebung verschiedener Kennzahlen gemessen. Dies sind z.B. die Betriebszugehörigkeit, die Fluktuationsrate, Ausbildungsquote, Teilzeitquote, Anteil von Frauen in Führungspositionen, die Anzahl der Personalentwicklungsmaßnahmen pro Mitarbeiter/Innen, das Geschlechterverhältnis und Durchschnittsalter (siehe auch Kriterium 14 bis 16).

Im Handlungsfeld „Gesellschaft und Umwelt“ soll vor allem der Ressourcenverbrauch reduziert und die CO2-Emissionen gesenkt bzw. stabilisiert werden. Über die kontinuierliche Erhebung relevanter Daten im Rahmen des Umweltmanagements wird für Transparenz und Steuerung in diesem Bereich gesorgt. Dazu werden Verbrauchskennzahlen zu Energie, Strom, Wasser sowie den jährlichen Emissionen an CO2 und Abfallmengen an den großen Standorten erhoben (siehe auch Kriterium 11-13).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Im Bestreben um eine nachhaltige Geschäftstätigkeit handelt die Konzernmutter Stadtsparkasse München entsprechend ihres öffentlichen Auftrags im Interesse ihrer Kunden und der örtlichen Gemeinschaft. Dabei ist es wichtig über die Einhaltung geltender Gesetze und externer Vorschriften hinaus mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Mitarbeiter/Innen eine klare Orientierung zu geben (siehe auch Kriterium 1). 

Die Basis hierfür sind die „5 Werte – Verantwortung & Vertrauen, Kundenorientierung, Leistung & Leidenschaft, Veränderungsbereitschaft & Innovation und Freude am Miteinander“. Sie bilden die Identität und das Selbstverständnis ab und sind für handlungsleitend.

Darauf aufbauend dient

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Die Beschäftigten der Konzernmutter Stadtsparkasse München sind Angestellte der Stadt München. Die Stadt München ist über den kommunalen Arbeitgeberverband tarifgebunden. Daher finden auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst (TVöD-S) Anwendung. Das Vergütungssystem der Konzernmutter Stadtsparkasse München basiert in seinen wesentlichen Elementen auf „fixen“ Vergütungsbestandteilen. Die Fixvergütung dient mit ihrer tariflichen, an der Stellenbeschreibung und einer marktgerechten Entlohnung orientierten Ausgestaltung primär der Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter/Innen zur Sicherstellung einer angemessenen Personalausstattung. 

Die Strategien der Konzernmutter Stadtsparkasse München sehen ein risikobewusstes Wachstum der Geschäftsfelder vor. Dazu wurden Ziele formuliert um ein nachhaltig profitables Wachstum durch eine ganzheitliche Kundenberatung, d.h. konsequente Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen, unter Vermeidung unverhältnismäßig hoher Risiken zu fördern (siehe auch Kriterien 1-3). Die variablen Vergütungen der Konzernmutter Stadtsparkasse München sind so ausgestaltet, dass sie die Bemühungen um eine angemessene Leistungskultur für ein nachhaltiges profitables Wachstum in den Geschäftsfeldern unterstützen. Das Zielsystem verknüpft qualitative und quantitative Aspekte. Nur wenn die gesetzten qualitativen Ziele voll erfüllt werden, kann die maximale leistungsorientierte Vergütung erreicht werden. Diese Vergütungslogik gilt für sämtliche Mitarbeiter/Innen. Über das Zielsystem und die Einbindung der Führungskräfte im Rahmen der Leistungsbewertung wird sichergestellt, dass neben Ergebniszielen auch Anreize und Kontrollen für nachhaltiges Handeln verankert sind. So werden z.B. die Faktoren Kundenzufriedenheit (u. a. im Rahmen des Reporting des Beschwerdemanagements) und Mitarbeiterzufriedenheit als Qualitätsbestandteil in der Leistungsbewertung und damit indirekt auch im Leistungsanreizsystem berücksichtigt. Darüber hinaus kann durch ein Malussystem Verhalten sanktioniert werden, welches den Nachhaltigkeitsgrundsätzen widerspricht. Im Rahmen eines monatlichen Reportings werden die Ziele transparent an die verantwortlichen Führungskräfte und Fachbereiche kommuniziert. Bei Bedarf werden die Zielerreichung durch den Vorstand und die verantwortlichen Fachbereiche kommentiert und Maßnahmen zur Steuerung eingeleitet. Im Rahmen von unterjährigen Strategieklausuren werden die Zielerreichung, die Zielplanung und mögliche Projekte und Maßnahmen für die Folgejahre beraten und festgelegt.

In Mitarbeiter/Innen-Jahresgesprächen vereinbaren die Führungskräfte mit ihren Mitarbeiter/Innen darüber hinaus sowohl qualitative als auch individuelle Ziele, die eine nachhaltige Weiterentwicklung vorantreiben. Der etablierte „Kontinuierliche Verbesserungsprozess“ regt die Mitarbeiter/Innen zusätzlich an, ihre Ideen und Vorschläge – insbesondere auch im Sinne der Nachhaltigkeit – einzubringen. Dabei prüft und kontrolliert ein Gremium die Umsetzung der vereinbarten Verbesserungen.

Zusätzlich zu den zuvor ausgeführten Nachhaltigkeitszielen „nachhaltige Unternehmensführung“ und „Kunden und Märkte“ verfolgt die Konzernmutter Stadtsparkasse München mit ihrem Engagement explizite soziale Nachhaltigkeitsziele. So engagiert sie sich im Bereich „Mitarbeiter/Innen“ u.a. mit zahlreichen Sozialleistungen. Ihrem öffentlichen Auftrag folgend, dem Gemeinwohl zu dienen (Rubrik „Gesellschaft und Umwelt“), unterhält sie viele Stiftungen und unterstützt durch pekuniäre Zuwendungen gemeinnützige, kulturelle, wissenschaftliche oder soziale Projekte in ihrem Geschäftsgebiet.
Der Verwaltungsrat ist seiner im SpkG aufgeführten Aufgaben und Zuständigkeiten entsprechend eingebunden. Er wird durch die Ausschüsse (Risiko- und Prüfungs-, Vergütungskontroll- und Normierungsausschuss) im Rahmen der ihnen gem. § 25 d KWG übertragenen Aufgaben bei der Ausübung seiner Überwachungsfunktion unterstützt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Vorstandsmitglieder der Konzernmutter Stadtsparkasse München sind Angestellte der Stadt München. Ihre Vergütung richtet sich nach den Richtlinien des Sparkassenverband Bayern für die Vergütung und Versorgung der Mitglieder von Sparkassenvorständen im Angestelltenverhältnis auf Zeit. Die Vorstände erhalten die aus dem Jahresgrundbetrag, der Zulage, der Sonderzahlung und der Dienstaufwandsentschädigung bestehende Festvergütung. Für die Pensionsansprüche werden Rückstellungen gebildet. Variable Vergütungsbestandteile sind die erfolgsabhängige Vergütung und etwaige sonstige Zahlungen/Sachbezüge sowie ggfs. Abfindungen. 

Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Konzernmutter Stadtsparkasse München erhalten ausschließlich eine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Eine Auswertung zu diesem Indikator wird nicht erhoben. Die Konzernmutter Stadtsparkasse München beschäftigt nur Mitarbeiter/Innen im Inland. Das Vergütungssystem ist angemessen ausgestaltet. Die Vergütungsparameter werden im Sinne und unter Berücksichtigung der Institutsvergütungsverordnung (IVV) regelmäßig auf ihre Angemessenheit geprüft. Zudem berichtet die Konzernmutter Stadtsparkasse München als „bedeutendes Institut“ gemäß § 25n KWG jährlich mittels Risikoanalyse über die Ausgestaltung ihrer Vergütungssysteme an die BaFin. Im Ergebnis firmiert die Konzernmutter Stadtsparkasse München als „nicht bedeutend“ im Sinne der IVV.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als kommunal und regional verankertes Kreditinstitut führt die Konzernmutter Stadtsparkasse München im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und ihres gesellschaftlichen Engagements einen kontinuierlichen Austausch mit ihren Anspruchsgruppen. Über den Austausch gewinnt sie wichtige Einschätzungen von Chancen und Risiken ihrer Geschäftstätigkeit. Dabei umfassen die Dialoge ein breites Spektrum an Themen. Soweit hieraus sich Aspekte zur Nachhaltigkeit aufzeigen, werden diese den zuständigen Fachbereichen zugeleitet.

Für die Konzernmutter Stadtsparkasse München vorrangige Anspruchsgruppen sind diejenigen, welche eine Nähe zum Kerngeschäft aufweisen und/oder in besonderem Maße von Unternehmensentscheidungen betroffen sind. Die für sie wesentlichen Anspruchsgruppen sind:
Externer Dialog: Die externe Kommunikation erfolgt primär über Veranstaltungen, Fachmedien und über das Internet. Mit ihren Kunden steht die Konzernmutter Stadtsparkasse München über Beratungen in persönlichem Kontakt. Daneben ist die Erreichbarkeit auf verschiedenen Kanälen, wie z.B. per Telefon, E-Mail, Sparkassen-App oder die sozialen Medien, gegeben. Kundenimpulse werden erfasst und fallabschließend bearbeitet. Darüber hinaus werden Kundenimpulse aktiv eingefordert und nach Erfahrungen und Meinungen nachgefragt. Kritik, Lob und Anerkennung werden an die entsprechenden Mitarbeiter/Innen weitergegeben. Publikationen wie beispielsweise das digitale Magazin „Mein München“ ergänzen die externe Kommunikation.   

Marktforschung: Um die Aktivitäten am Bedarf auszurichten liefern bevölkerungsrepräsentative Untersuchungen Informationen zum Gesamtmarkt München. Erkenntnisse zu Erwartungen, Anforderungen, Bedürfnisse sowie Wünsche der Kunden und/oder Nichtkunden werden über qualitative Studien (z. B. Gruppendiskussionen) gewonnen. Ergänzend dazuwerden zielgruppenspezifische Befragungen (z. B. Neukunden) durchgeführt. Aus den gewonnen Erkenntnissen werden Handlungsfelder abgeleitet und dazu genutzt, Optimierungsmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen.

Beschwerdemanagement: Die Zufriedenheit der Kunden ist eines der wichtigsten Ziele. Beschwerden werden als Chance gesehen, sich um die Anliegen der Kunden zu kümmern und die Kunden wieder zufriedenzustellen. Bei grundsätzlichen Fehlern fungiert das zentrale Beschwerdemanagement als Impulsgeber, die erkannten Schwachstellen abzustellen. Zudem beteiligt sich die Konzernmutter Stadtsparkasse München am Schlichtungsverfahren des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Kunden haben somit eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen kostenfreien Streitbeilegung. Die Beschwerdeleitlinie dient dazu die Beschwerdebearbeitung für den Beschwerdeführer transparent darzustellen. Beschwerden können unkompliziert und schnell über die allgemeine E-Mailadresse kundenzufriedenheit@sskm.de eingereicht werden.    

Interner Dialog/ Beteiligung der Mitarbeiter/Innen (siehe auch Kriterium 14):
Das Intranet ist das zentrale Kommunikationsmedium für den internen Dialog. Es enthält alle relevanten Informationen, redaktionelle Beiträge und Neuigkeiten zum Geschäftsbetrieb wie auch zu Nachhaltigkeit. Zudem können die Mitarbeiter/Innen über die Kontaktoption "Direkt zu..." dem Vorstand Fragen stellen. Strategieklausuren, Führungskräftetreffen, Führungsakademie, Sommerakademie aller Mitarbeiter/Innen, Vorstand im Dialog, Personalversammlungen, Mitarbeiterbefragungen und viele weitere Anlässe schaffen aktiv Raum für den Austausch und die Einbringung der Mitarbeiter/Innen. Der offene Dialog und die Einbindung der Mitarbeiter/Innen wird zusätzlich über einen hausweiten Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) gefördert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Der Dialog mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen erfolgt über verschiedene Bereiche. So ist z.B. der Personalbereich Ansprechpartner für die Mitarbeiter/Innen, die Marktbereiche sind verantwortlich für den Kontakt zu den Kunden, und die Presse- und Kommunikationsabteilung für die Medienkontakte. Auch in 2019 fanden Veranstaltungen für die Kunden zu Themenschwerpunkten wie z.B. "Immobilien", "Anlagealternativen im Niedrigzinsumfeld" statt. Zusammen mit dem LMU Entrepreneurship Center (LMU EC) hat die Konzernmutter Stadtsparkasse München in 2019 den Munich Startup Circle gestartet. Es handelt sich um ein Veranstaltungsformat für junge und etablierte Startups. Ziel ist es mit dem Munich Startup Circle eine Plattform zu schaffen, bei der Startups und potenzielle Investoren Kontakte knüpfen, gemeinsam innovative Ideen entwickeln und sich gegenseitig inspirieren können. Mit über 500 Besucher war die Resonanz recht hoch.

Mit einer Mitarbeiterumfrage in 2019 wurden die Themen Zufriedenheit mit der Konzernmutter Stadtsparkasse München als Arbeitgeber, der Strategie sowie das Thema Führung mit einem Feedback an die direkte und nächsthöhere Führungskraft beleuchtet. Insbesondere das zum Thema Führung erhaltene differenzierte Feedback der Mitarbeiter/Innen dient dazu weiterhin an der Führungskultur im Rahmen des Changemanagements zu arbeiten, indem die Führungskräfte gemeinsam mit ihren Teams das Ergebnis analysieren und Handlungsfelder festlegen.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Innovationen und Ideen: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der KVP in der Konzernmutter Stadtsparkasse München ermöglicht allen Mitarbeiter/Innen die aktive Teilnahme an der Weiterentwicklung der Konzernmutter. Neue Ideen und Verbesserungevorschläge fließen in diesen Prozess ein. Ziel ist es, eine Kultur der Veränderungsbereitschaft und der aktiven Beteiligung zu etablieren.
Marktforschung: Marktforschungsstudien und bevölkerungsrepräsentative Untersuchungen liefern Informationen zum Gesamtmarkt München. Qualitative Studien und zielgruppenspezifische Befragungen geben einen Überblick zu den wichtigsten Anliegen der Kunden (siehe auch Kriterium 9). Ziel ist es:
Aus den gewonnen Erkenntnissen werden Handlungsfelder abgeleitet und dazu genutzt, Optimierungsmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen.

Produkte und Dienstleistungen: Mit ihren Dienstleistungen und Produkten trägt die Konzernmutter Stadtsparkasse München über mehrere Ebenen zu einer nachhaltigen Entwicklung in ihrem Geschäftsgebiet bei:

Ganzheitliche Beratung: 
Energieeffizienz: Ein wichtiger Bereich in der Betreuung der Privat- und Firmenkunden ist die Beratung zum Thema Energieeffizienz. Das Expertenteam unterstützt Kunden und Betreuer bei der Auswahl sowie Beantragung geeigneter Programme.
Digitalisierung:
Die digitale Transformation beschleunigt Prozesse und ermöglicht es, Kunden auch virtuell nah zu sein und sie kompetent zu betreuen. Um das Ziel, die digitale Transformation sowohl nach innen als auch nach außen zu begleiten und Impulse zu setzen auch weiterhin zu erreichen, dient eine „digitale Landkarte“. Hier werden alle Aspekte der Digitalisierung – Kundenlösungen, interne Prozesse und Infrastruktur – ganzheitlich betrachtet, vernetzt und weiterentwickelt.

Eigenanlagen: Der Konzern Stadtsparkasse München investiert die Eigenanlagen breit diversifiziert vor allem in Immobilien und auf Ebene der Konzernmutter auch in bonitätsstarke Wertpapiere. Den Großteil der Wertpapieranlagen (rd. zwei Drittel) bilden dabei direkte Investitionen in nachhaltig unkritische Anlageformen (z.B. Pfandbriefe). Innerhalb der indirekten Wertpapieranlagen (Spezialfonds) werden bei rd. zwei Drittel des Volumens im Investmentprozess Ausschlusskriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit berücksichtigt. Dies umfasst Investitionen in Grundnahrungsmittel und Hersteller von Streumunition.

Ressourcennutzung:
Für ihre Kunden in der Fläche präsent zu sein und ein umfangreiches Leistungsangebot vorzuhalten, ist ein wichtiges Anliegen der Konzernmutter Stadtsparkasse München. Ziel dabei ist die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks. Diese Aufgaben werden durch das Umwelt-/Nachhaltigkeitsmanagement wahrgenommen (siehe auch Kriterium 11 bis 13).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Eigenanlagen: Bei rd. zwei Drittel des Volumens der indirekten Wertpapieranlagen (Spezialfonds) der Konzernmutter Stadtsparkasse München werden im Auswahlprozess Ausschlusskriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit berücksichtigt. Siehe auch Ausführungen zu Kriterium 10 Punkt Eigenanlagen.