5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Bei Leicher Engineering ist ein Nachhaltigkeitsmanagementbeauftrager bestellt. Dieser berichtet direkt an die Geschäftsführung. Gemeinsam werden die Nachhaltigkeitsstrategie und Maßnahmen erarbeitet. Im Zuge des jährlichen Audits zur Aufrechterhaltung des Nachhaltigkeitsmanagementsystems nach ISO 14001:2015 wird die Wirksamkeit überwacht.
Die Verantwortung zu der Einhaltung der Ziele liegt in den Fachbereichen in Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Eine kontinuierliche Kontrolle erfolgt durch die
Geschäftsführung und dem Nachhaltigkeitsverantwortlichen anhand des Managementansatzes
Plan - Do- Check - Act.
Im Berichtsjahr fand eine stetige Erweiterung und Optimierung der Geschäftsprozesse statt.
Nachhaltigkeitsrelevante Prozesse sind in den Führungs- und Kernprozessen implementiert.
Die Prozesslandschaft ist allen Mitarbeitern softwarebasiert und digital zugänglich.
Alle notwendigen Formblätter und Prozessbeschreibungen sind ausschließlich über die Prozesslandschaft erreichbar. Das sichert ein prozessorientiertes Ausführen und fördert die interne Transparenz zur Reduktion von personenabhängigen Prozessen (offene Wissenskultur)

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Siehe Kriterium 5.
Die Zuständigkeiten sind definiert und dokumentiert. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird nach dem Top-Down Prinzip im Unternehmen festgelegt und kommuniziert. Alle nachhaltigkeitsrelevanten Tätigkeiten sind im Fachbereich Business Development verankert.
Die feste Integration der Nachhaltigkeitsstrategie in die Kernprozesse der Prozesslandschaft sichert eine erfolgreiche Umsetzung. Es erfolgt eine transparente Kommunikation und Dokumentation der Strategie. Etwaige Regelwerke für die direkten Stakeholder sind ebenfalls für alle Mitarbeiter in der Prozesslandschaft ersichtlich und den einzelnen Prozessschritten
direkt zugeordnet. Leicher Engineering legt einen hohen Wert auf Transparenz, das soll auch das Verständnis für nachhaltigkeitsrelevante Themen fördern und ermöglichen, dass diese innerhalb der Supply Chain dokumentiert weitergegeben werden. Bspw. beinhaltet der Code of Conduct für Lieferanten das Verbot von Kinderarbeit und die Einhaltung der international geltenden Menschenrechte.
Der interne Code of Conduct regelt nicht nur das respektvolle Zusammenleben innerhalb der Organisation, sondern auch den Umgang mit Stakeholdern (inkl. Corporate Governance).  
Als weiteres Beispiel kann das Regelwerk für den Umgang mit Konfliktmaterialien aufgeführt werden. Hersteller werden verpflichtet, die Anforderungen des Dodd-Frank Acts umzusetzen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Das jährlich stattfindende Management Review beinhaltet auch nachhaltigkeitsrelevante Aspekte und wird einmal jährlich durchgeführt. Zudem findet ein jährliches Überwachungsaudit nach ISO 14001:2015, ISO 9001:2015 und ISO 6.2. Anwendung. Die Nachhaltigkeitsziele werden sowohl quantitativ als auch qualitativ überprüft.

Die quantitative Analyse soll zukünftig über das Business Intelligence System erfolgen. Die qualitative Ergebnisanalyse erfolgt durch den Nachhaltigkeitsverantwortlichen und der Geschäftsführung.
Folgende Ziele werden jährlich einem Review unterzogen:

Ökonomie:
Wirtschaftliches Wachstum und Geschäftsentwicklung, erfolgreich gewonnene Vertriebsprojekte, Anzahl neuer Kunden, Anzahl absolvierter Audits und Kundenbesuche (remote), Erfolgreiche Erstbemusterungen bei Kunden, Reklamationsquote

Ökologie:
Erfolgreich realisierte Kundenprojekte, Erreichen von Meilensteinen in der Zusammenarbeit mit Stakeholdern, Einsatz der Ladepunkte, Quote emissionsarme und emissionslose Antriebe im Fuhrpark, Anzahl Angebote nachhaltiger Entwicklungsleistungen an Kunden, Anzahl erfolgreich umgestellter emissionsarmer Transportwege, Rückgang Speisereste verursacht im Bistro, Volumen ungefährlicher Abfall am Standort, Recyclingquote, Verstöße gegen CoC, Anstieg der Abfallfraktionen, Neue Nachhaltigkeitsprojekte, Input der Mitarbeiter im Nachhaltigkeitswissenspool,


Soziale Verantwortung:
Krankheitstage Mitarbeiter, Eigenkündigungen, Frequentierung hauseigenes Bistro, monetäre Betrachtung der Spendenleistungen, Anzahl der Vorschläge in der Nachhaltigkeitsdatenbank, Erfüllungsgrad der Weiterentwicklung des Gesundheitsmanagements, Anzahl der Urlaubstage von Mitarbeitern die an dem Pilotprojekt Urlaub auf Vertrauensbasis teilnehmen, Akzeptanz der Mitarbeiter für Mobiles Arbeiten, Schulungstage auf Mitarbeiter Ebene, Anzahl Datenpannen, Umsatz Inklusionsbetriebe

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Die Werte sind Bestandteil des täglichen Handelns. Diese lauten:

Vertrauen, Verbindlichkeit und nachhaltige Verantwortung.

Es wird auf die Individualität jedes Einzelnen geachtet. Die Motivation erfolgt über den Teamgeist und das Engagement aller Beteiligten. Die Worte und Taten stimmen überein, die Stakeholder sind von Leicher Engineering begeistert. Nachhaltige Wertschöpfung bei Leicher Engineering und messbarer Nutzen bei den Stakeholdern bestimmen das tägliche Planen und Tun.

Der interne Umgang mit Kollegen und die externe Kommunikation mit Stakeholdern basiert auf Verhaltenstandards. Leicher Engineering wendet den Verhaltenskodex des Landesverband Groß- und Außenhandel BGA an. Dieser beinhaltet neben allgemeinen Grundsätzen der geschäftlichen Handlungen, auch Regeln zum Verhalten gegenüber Wettbewerbern, Geschäftspartnern und Dritten. Die Vermeidung von Interessenskonflikten, der verantwortungsbewusste Umgang mit Informationen, sowie weitere Grundsätze der sozialen Verantwortung sind ebenfalls fester Bestandteil. Der Kodex ist
für alle Mitarbeiter verpflichtend und ersichtlich. Darüber hinaus besteht mit relevanten und direkten Stakeholdern eine vertragliche Vereinbarung zur Einhaltung der Verhaltensstandards.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

In dem Vergütungssystem der Leicher Engineering sind keine Nachhaltigkeitsziele integriert.
Ein solches Vergütungssystem ist nicht geplant.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Wie in den Entsprechenserklärungen der Vorjahre, wird auch in dieser von einer Auslassung Gebrauch gemacht, da es sich hierbei um sensible vertrauliche Daten handelt, die nicht veröffentlicht werden.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Wie in den Entsprechenserklärungen der Vorjahre, wird auch in dieser von einer Auslassung Gebrauch gemacht, da es sich hierbei um sensible vertrauliche Daten handelt, die nicht veröffentlicht werden.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Stakeholder wurden der Leicher Engineering wurden mittels einer Stakeholderanalyse identifiziert und definieren sich aus folgenden Anspruchsgruppen:
- Kunden und Interessenten
- Hersteller und Lieferanten
- Mitarbeiter und aktive Bewerber
- Behörden und Kommunen
- Mitbewerber
- Nachbarn
- Berufsgenossenschaft
- Deutsche Rentenversicherung
- Personen, von denen Leicher Engineering Daten speichert, bearbeitet und löscht.
- Unternehmensnachfolger
- Lokale Partner

Für die Ermittlung der Stakeholder werden bekannte Managementmethoden aus der Betriebswirtschaft eingesetzt, wie bspw. eine Stakeholder Map. Anhand dieser wird der Einfluss und das Interesse der Stakeholder identifiziert und gewichtet. In aktiven Stakeholderdialogen werden die Interessen analysiert. Die Dialoge werden in der Regel bei persönlichen Besuchen bzw. Meetings geführt.

Die Anzahl der online basierten Meetings steigt fortlaufend an. Freiwilliges Engagement und die aktive Zusammenarbeit mit Verbänden und Handelskammern unterstützt dabei.

Ergebnisse aus diesen Dialogen fließen in das Nachhaltigkeitsmanagement hinein und es werden Maßnahmen erarbeitet. In der Prozesslandschaft der Leicher Engineering sind die einzelnen Stakeholder beschrieben, indem auf die Anforderung an Leicher Engineering, die betroffenen Prozesse, die Einfluss auf die Unternehmensstrategie, den Grad des Einflusses und auf die Bewertung der Erfüllung der Anforderungen eingegangen wird.

In der Wesentlichkeitsmatrix werden die nachhaltigen Aktivitäten der Leicher Engineering den Interessen der Stakeholder zugeordnet und gewichtet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Der Informationsaustausch mit Stakeholdern unterliegt oftmals Geheimhaltungsvereinbarungen.
Aus diesem Grund können Themen und Anliegen, die durch die Stakeholderkommunikation entstanden sind, nicht veröffentlicht werden. Es erfolgt eine interne Dokumentation der Stakeholderdialoge.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Leicher Engineering entwickelt für eine Vielzahl von Industriekunden mechanische Bauteile und mehrteilige Baugruppen und beliefert diese. Die Entwicklungen bedingen auch das später zum Einsazu kommende Herstellverfahren.
Dabei soll es allen Beteiligten den größtmöglichsten Nutzen bieten und zugleich die Grundlage für eine nachhaltige Herstellung sein.

Leicher Engineering pflegt eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Herstellerwerken. Ergebnisse aus Audits werden dokumentiert und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen/Empfehlungen kontrolliert. Im Berichtsjahr wurden dieses Audits überwiegend remote durchgeführt.

Ein internes Vorschlagswesen ermöglicht, dass Innovationen innerhalb der Organisation transparent dargestellt werden können. Es findet täglich ein remote "daily" Meeting mit allen Mitarbeitern statt, in dem ebenfalls über Innovationen berichtet wird.
Folgende inhouse Prozesse tragen dazu bei, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung verbessern:

1. Entwicklung:
Auf Kundenwunsch werden die Entwicklungsleistungen Aspekten der Nachhaltigkeit unterstellt und das Einsparpotential aufgezeigt (bspw. positiver Effekt der Ressourcenschonung bei der Verwendung eines alternativen Verfahrens). Die inhouse Entwicklungsleistung erfolgt papierlos. Es ist eine entsprechende digitale Infrastruktur vorhanden, sodass Unterlagen zentralisiert zur Verfügung stehen und nicht gedruckt werden müssen.

2. Kaufmännische Projektphase:
Alle Mitarbeiter sind mit entsprechender Hardware ausgestattet, sodass die kaufmännische Abwicklung papierlos und auch mobil möglich ist. Auf Kundenwunsch werden die Entwicklungen nachhaltigen Aspekten unterzogen. Werbe- und Präsentationsmaterialien werden entweder digitalisiert oder auf wiederwendbaren Werbeträgern zur Verfügung gestellt.

3. Steuerung der Fertigung der mechanischen Bauteile und mehrteiligen Baugruppen bei den Herstellerwerken:
Eine ressourcenschonende Fertigung ist die Basis für den nachhaltigen und ökonomischen Erfolg. Mittels online basierten Videomeetings werden Ergebnisse aus Bemusterungen und Serienproduktionen besprochen und die Qualität mit geeigneter Dokumentation sichergestellt. Daraus resultiert, dass die Anzahl der beim ersten Durchgang freigegebenen Erstmuster zunimmt und die Anzahl von fehlerhaften Teilen abnimmt. Die Herstellerentwicklung wirkt somit direkt auf die Qualität und indirekt auf die Nachhaltigkeit, da bspw. keine Ressourcen für Schlechtteile verbraucht werden und das Versenden von mangelhafter Ware ausgeschlossen wird.

4. Logistik:
Die Logistiklösungen werden auch nachhaltigkeitsrelevanten Größen unterstellt. Die Anzahl der Luftfrachtsendungen wird stetig reduziert (je nach Ereignis nicht vermeidbar) und alternative Transportwege fokussiert (West- Estbound Lösungen via Zug). Bei der Verpackung wird darauf geachtet, dass die mechanischen Bauteile und mehrteiligen Baugruppen bereits bei der Fertigung nach Kundenwunsch verpackt werden, sodass ein Umverpacken nicht erforderlich ist. Auf Kundenwunsch werden KLT Mehrwegverpackungen eingesetzt. Es kann pauschal keine Aussage zur ökologischen und sozialen Wirkung der mechanischen Bauteile getätigt werden, da diese bei den Kunden der Leicher Engineering verbaut bzw. weiterverarbeitet werden. Oftmals stellen die Bauteile keine Endprodukte dar und es kann keine Aussage über die Lebensdauer getroffen werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Diese Leistungsindikatoren werden in unserem Unternehmen nicht bewertet.