5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Ein wesentliches Ziel des Strategieprozesses in 2016 war es, das Thema Nachhaltigkeit als Schnittstellenaufgabe fest in der BFS zu verankern. Zur kontinuierlichen Erfassung der Entwicklungen der Bank und zur Bündelung der Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit wurde ein Nachhaltigkeitsmanagement mit einer koordinierenden Position eines Nachhaltigkeitsbeauftragten implementiert. Zusätzlich wurde ein Kernteam Nachhaltigkeit zusammengestellt, in dem alle wesentlichen Bereiche der Bank vertreten sind. So wird gewährleistet, dass das Thema Nachhaltigkeit umfassend und bereichsübergreifend in der Bank ausgeführt und gelebt wird. Die Organisation und Koordination des Kernteams wird ebenfalls durch den Nachhaltigkeitsbeauftragten gewährleistet.

Die kontinuierliche Erfassung der Nachhaltigkeitsentwicklungen der BFS und die Bündelung der Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit obliegen der Abteilung Kommunikation und Research. Als Vorstandsstab besteht eine direkte Berichtslinie zum Vorstand.

Das Nachhaltigkeitsmanagement der BFS ist direkt vom Vorstand beauftragt und berät, empfiehlt und informiert diesen in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei erhält es Unterstützung und Beratung durch das Kernteam Nachhaltigkeit, das wiederum durch den Nachhaltigkeitsbeauftragten koordiniert und informiert wird.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Im Zuge des Nachhaltigkeitsstrategieprozesses wurde das Thema Nachhaltigkeit 2016 erstmalig fest in der Geschäfts- und Risikostrategie der BFS verankert. Das entwickelte Nachhaltigkeitskonzept wird durch den Nachhaltigkeitsbeauftragten überwacht. Vorstand und Kernteam werden über die aktuellen Entwicklungen regelmäßig informiert.

Für jedes Handlungsfeld wurden für die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie Leitgedanken abgeleitet, die Maxime für das tägliche Handeln auf einer übergeordneten abstrakten Ebene vorgeben.

Im Code of Conduct der BFS werden unsere Verhaltensgrundsätze für einen fairen Umgang im Geschäftsleben definiert. Er stellt unsere Unternehmenswerte Verlässlichkeit, Integrität, Ehrlichkeit, Verantwortung, Respekt, Kompetenz, Professionalität und Leistungsbereitschaft in den Mittelpunkt. Dadurch stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem täglichen Agieren für die BFS gegenüber Kunden, Aktionären, Kollegen, sonstigen Gesprächspartnern und gegenüber der Öffentlichkeit auch nachhaltiges Handeln bewusst miteinbeziehen.

Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Nachhaltigkeit in der Bank zu sensibilisieren, führen wir interne Kommunikationsmaßnahmen durch, die auf verschiedenen Kanälen unserer Belegschaft über die gesamte Bandbreite von Nachhaltigkeit bei der BFS informieren. Sowohl über das Intranet als auch über die monatlich erscheinende Mitarbeiterinformation (BFS-Mitarbeiterbrief) wurden und werden Nachhaltigkeitsthemen lanciert. Zusätzlich wurde zu Beginn 2017 ein Azubi-Projekt gestartet, bei dem ein Team aus Auszubildenden sich kreativ mit Möglichkeiten der internen Nachhaltigkeitskommunikation auseinandergesetzt hat und in Absprache mit dem Nachhaltigkeitsbeauftragten Aktionen durchführen wird. Für das Frühjahr 2018 sind Thementage, die die unterschiedlichen Facetten der Nachhaltigkeit beleuchten, und ein Blutspendetag geplant.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

In einem ersten Schritt wurden 2016 in vier Arbeitsgruppen und zwei größer angelegten Workshops mit den Beteiligten aus allen Bereichen der BFS Leitgedanken zur Nachhaltigkeit entwickelt, an denen sich ein verantwortliches Handeln in der BFS orientieren soll. In einem zweiten Schritt wurde diskutiert, anhand welcher Kennzahlen dieses nachhaltige Verhalten reflektiert, gemessen und auch kontrolliert werden kann. Dabei wurden internationale und nationale Standards (GRI, DNK, Global Compact) herangezogen, um auch die externen Ansprüche in die Diskussion mit aufzunehmen.

In diesem Prozess wurden für die BFS zum ersten Mal Kennzahlen festgelegt, die die Nachhaltigkeitsleistungen widerspiegeln und die rückwirkend für das Jahr 2016 erhoben werden sollen. Insbesondere im Personalbereich und im Bankbetrieb können bereits eine Vielzahl an Daten berücksichtigt werden (siehe hierzu Kriterien 11-13 sowie 14-16).

Zur Sicherstellung und Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistungen der BFS sollen die Kennzahlen nach der erstmaligen Erhebung jährlich fortgeschrieben werden. Nach der strategischen Verankerung von Nachhaltigkeit in der Geschäfts- und Risikostrategie und der erstmaligen Erfassung der relevanten Kennzahlen ist ein Ziel, aus den strategischen Nachhaltigkeitszielen der Bank eine entsprechende kennzahlenbasierte Operationalisierung zu entwickeln.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation.

Wir verstehen nachhaltige Entwicklung als ganzheitliches Zukunftskonzept, das die soziale, die ökonomische und die ökologische Dimension gleichermaßen einbezieht. Aufgrund unserer Herkunft und unseres Geschäftsmodells steht für uns die soziale Dimension im Vordergrund.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege haben unser Unternehmen 1923 gegründet und gehören bis heute zu unseren Anteilseignern. Vor diesem Hintergrund verstehen wir uns als Teil der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Diese ist für eine zukunftsfähige Gesellschaft unverzichtbar. Unser Leitsatz „Die Bank für Wesentliches“ macht diesen Fokus auf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit sichtbar.

Wir bekennen uns zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Unsere Unternehmenswerte, die wir in unserem Code of Conduct festgeschrieben haben, bilden die Basis für unser Handeln. Als Teil der Sozialwirtschaft geht es uns um einen hohen gesellschaftlichen Nutzen unserer Arbeit. Uns geht es aber auch um einen fairen Umgang und ein vertrauensvolles Miteinander mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie mit Kunden.

Langfristiges Denken und Handeln, ein risikoaverses Vorgehen im Sinne einer Win-win-Situation für unsere Kunden und unsere Bank gehören zu unserem ökonomischen Verständnis von Nachhaltigkeit.

Die Bewahrung einer intakten Umwelt ist für uns eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir auch als Unternehmen annehmen. Unser ökologisches Verständnis von Nachhaltigkeit beinhaltet einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die ökologischen Auswirkungen unseres Handelns berücksichtigen wir im Kerngeschäft, bei Geschäftsentscheidungen und in Betriebsabläufen.

Nachhaltig zu wirtschaften und soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für die ökologischen Auswirkungen unseres Handelns zu übernehmen, sehen wir als ständige strategische Aufgabe unserer Unternehmensentwicklung.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Das Vergütungssystem ist ein wesentlicher Bestandteil der Personalsteuerungsinstrumente der BFS. Die Vergütung der Vorstände und AT-Mitarbeiter(innen) setzt sich aus einer fixen Komponente sowie einer variablen Komponente zusammen. Die variable Vergütung wird aus den strategischen Zielen des Instituts abgeleitet. Dabei werden die Ziele der Gesamtbank auf Bereichs- und Individualziele kaskadiert, um den einzelnen Mitarbeitern Anreize zu setzen, durch ihre Leistung zur Umsetzung der strategischen Ziele der BFS sowie ihres Bereiches einen individuellen Wertbeitrag zu leisten. Eine Integration von Nachhaltigkeitszielen in die Vergütungspolitik der BFS ist bisher nicht geplant.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte.

Das Vergütungssystem der Vorstände der BFS basiert auf drei Säulen: der Grundvergütung, der jährlichen variablen Vergütung sowie den Nebenleistungen. Die finale Struktur der variablen Vergütung der Vorstände obliegt der Verantwortung des Aufsichtsrates und wird wie folgt festgelegt: Die variable Vergütung der Vorstände wird anhand des Betriebsergebnisses, der Relation von Netto-Bewertungsergebnis des Kreditgeschäfts zur Bilanzsumme sowie der Komponenten Provisionsergebnis Wertpapiergeschäft und Relation Bewertungsergebnis Wertpapiergeschäft zu Bestand Wertpapiere bemessen. Die Zielerreichung wird auf Basis eines retrospektiven Drei-Jahre-Durchschnitts und auf der Basis der Zielerreichung des entsprechenden Geschäftsjahres bestimmt. Die Zielerreichung wird anhand einer Zielstaffel bzw. einer Zielmatrix ermittelt. Die Vorstände der BFS erhalten zusätzlich zu dem Grundgehalt und der variablen Vergütung Versorgungszusagen in Form von Einzelzusagen.

Außertarifliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten neben der Grundvergütung eine variable Vergütung. In Abhängigkeit ihrer jeweiligen außertariflichen Gruppierung erhalten sie eine maximale Anzahl an Gewinnbeteiligungen (GB) für die variable Vergütung, die bei Plan-Betriebsergebnis und voller Zielerreichung zur Auszahlung gelangen. Damit basiert die variable Vergütung auf einem reinen „Gewinnbeteiligungsmodell“.

Die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung (Bonuspoolvolumen) erfolgt jährlich im Rahmen eines formalisierten und transparenten Prozesses durch den Vorstand und gibt den Wert einer Gewinnbeteiligung bei Erreichen des Planbetriebsergebnisses vor. Der endgültige Wert einer Gewinnbeteiligung orientiert sich am erreichten Betriebsergebnis der BFS eines jeden Geschäftsjahres.

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land.

Das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters zum Median der Jahresgesamtvergütung aller Vollzeitbeschäftigten beträgt 8,1; bezogen auf den Mittelwert liegt es bei 7,5. Die Bank für Sozialwirtschaft ist ausschließlich in Deutschland tätig. Über Einzelheiten der Vergütungssystematik informiert der Offenlegungsbericht 2016.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die tiefe Verwurzelung der BFS in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft begründet auch den Schwerpunkt unserer Stakeholderbeziehungen. Wir stehen nicht nur im engen Austausch und Kontakt mit unseren Kunden, sondern auch mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege, aus denen der überwiegende Teil unserer Anteilseigner stammt. Einfluss auf den Nachhaltigkeitsprozess bei der BFS haben als externe Stakeholder außerdem Investoren, die das Thema in der Bank treiben, und Ratingagenturen, die mit ihren externen Ansprüchen an unsere Nachhaltigkeitsleistungen aufzeigen, wo wir stehen.

Fragestellungen des Managements, die generell für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft interessant sind oder ausschließlich einzelne Branchen ansprechen (z. B. die ambulante und stationäre Altenhilfe), greifen wir durch eigene Veranstaltungsreihen auf und treten so mit unseren Kunden in direkten Kontakt. Zusätzlich vermitteln in Seminaren unseres Tochterunternehmens BFS Service GmbH und Vortragsveranstaltungen unserer Geschäftsstellen externe und interne Experten aktuelles Wissen für die Praxis unserer Kunden. Auf Tagungen und Kongressen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sind wir präsent: als Sponsor und Aussteller, mit eigenen Referenten oder als Mitveranstalter. 2016 betrug die Anzahl der Veranstaltungen der BFS 83. Kunden und andere Stakeholder hatten damit 1,66 Mal pro Woche die Möglichkeit, persönlich mit der BFS in Kontakt zu treten.

Aber nicht nur der Dialog mit Kunden stellt eine wichtige Quelle für Anregungen zur Weiterentwicklung der BFS dar. Experten aus Unternehmen und Verbänden der Sozial- und Gesundheitswirtschaft bilden den Zentralbeirat der BFS. Sie unterstützen den Vorstand der Bank mit Impulsen aus ihrer Praxis, insbesondere zu den Herausforderungen, vor denen die einzelnen Branchen stehen – und ihren Konsequenzen für unsere Bank.

Die Etablierung eines dauerhaften, speziell auf Themen der Nachhaltigkeit ausgerichteten Beirats wird derzeit geprüft.

Um die wesentlichen Themen für eine nachhaltige Entwicklung der BFS zu bestimmen, wurde im April 2016 erstmalig eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Von den insgesamt 288 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren 155 interne Stakeholder (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und 133 externe Stakeholder (Dienstleister, Kunden, Verbände, Medien/Presse, Ratingagenturen). Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse dienen der BFS als Orientierungspunkte für die weitere strategische Planung ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben.

Die Wesentlichkeitsanalyse zeigt klar, dass sowohl den externen als auch den internen Stakeholdern Themen der nachhaltigen Unternehmensführung (Kultur, Führung und Verhaltenskodizes) sowie aus dem Bereich Kunden und Produkte (Verbraucher- und Datenschutz, nutzenstiftende Kreditvergabe) für eine nachhaltige Entwicklung der BFS wichtig sind. Im Nachhaltigkeitsmanagement gilt es daher, auch weiche Faktoren stärker zu betrachten, dafür zu sensibilisieren und diese aktiv in die strategische Ausrichtung der Bank einzubeziehen.

Darüber hinaus ist das Kerngeschäft der Bank – mit seinem Fokus auf die Sozial- und Gesundheitswirtschaft – für die Stakeholder besonders wichtig. Die Kreditvergabe, der sensible und sichere Umgang mit Daten und die Zufriedenheit der Kunden zählen zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen, denen sich die BFS auch in Zukunft verstärkt widmen wird.

Bei der strategischen Betrachtung der Themen ist eine Unterscheidung zwischen internen und externen Stakeholdern zu beachten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen die Nachhaltigkeitsleistung der BFS auch im Umgang mit ihrer Belegschaft (Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten sowie Fort- und Weiterbildung). Ebenso wird das Thema Fundraising von den internen Stakeholdern als wesentlicher Aspekt eingeschätzt.

Externe Stakeholder heben die Verantwortung der BFS vor allem in der Einhaltung von Standards und Selbstverpflichtungen (Compliance, Richtlinien zur Nachhaltigkeit, Verhaltenskodizes) hervor und fordern externe Prüfungen von öffentlichen Angaben.

Die Erkenntnisse werden nicht nur in der weiteren strategischen Ausrichtung durch das Nachhaltigkeitsmanagement der BFS berücksichtigt, sondern auch im Kernteam weiter diskutiert und für die Ausrichtung der künftigen externen und internen Kommunikation leitend sein.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Unser Geschäftszweck prägt gleichzeitig die Wirkungen unseres Handelns. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen fördern wir aktiv die Sozial- und Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Dabei fördern wir diese nicht nur durch unser Kreditgeschäft, wir bieten unseren Kunden auch explizit nachhaltige Anlageprodukte an. Dafür nutzen wir unabhängige Bewertungen zur Nachhaltigkeit der Produkte. In Zusammenarbeit mit der oekom research AG überprüfen wir unser Anlageuniversum auf nachhaltige und soziale Kriterien. Individuelle Vorgaben sowie weitere Ausschlusskriterien können je nach Kundenwunsch berücksichtigt werden.

Mit unseren drei Nachhaltigkeitsfonds BfS Nachhaltigkeitsfonds Green Bonds, BfS Nachhaltigkeitsfonds Ertrag und dem 2017 ins Leben gerufenen BfS Nachhaltigkeitsfonds Aktien bieten wir unseren Kunden explizit nachhaltige Anlageprodukte an (Link).

Wir sind uns aber auch der Verantwortung bewusst, die wir dafür tragen, welche Wirkungen unsere Eigenanlagen haben können. So betreiben wir das Geschäft mit unseren Eigenanlagen hauptsächlich als Gegenwicht zu unserem Kerngeschäftsfeld, dem langfristigen Kreditgeschäft in der Sozial und Gesundheitswirtschaft. Im Rahmen der Handelsgeschäfte werden die Einlagen- und Liquiditätsüberschüsse in einem ausgewogenen Verhältnis von Rendite und Risiko angelegt. Wir betreiben unsere Eigenanlagen gemäß unserer risikobewussten „Buy-and-hold“-Strategie. Die Durchführung von Handelsgeschäften mit dem vorrangigen Ziel, einen Eigenhandelserfolg zu erzielen, ist für uns nicht zulässig. Strukturierte Produkte und intransparente Finanztransaktionen an den Kapitalmärkten sind für die BFS keine Option.

Der überwiegende Teil der Eigenanlagen ist in deutsche Staats- und Bundesanleihen mit einer vorwiegend sehr guten bis exzellenten Bonität investiert. Seit 2017 werden die Eigenanlagen der BFS einem Nachhaltigkeitsfilter unterzogen, bei dem sichergestellt wird, dass die im Depot A befindlichen Anleihen nicht gegen definierte Ausschlusskriterien verstoßen. Bei der Auswahl der Emittenten kooperiert die BFS mit der oekom research Nachhaltigkeitsratingagentur (Link).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

Die Eigenanlagen der Bank wurden 2016 erstmalig durch oekom research hinsichtlich definierter Nachhaltigkeitskriterien analysiert und bewertet. Seitdem durchlaufen alle Eigenanlagen einen Nachhaltigkeitsfilter.