5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Mit HIlfe der vier Bereiche der Entsprechenserklärung und den ihnen zugeordneten Kriterien, hat sich das Unternehmen auf den Weg gemacht, die Nachhaltigkeitsgrundsätze effizient und systematisch in seine strategischen Überlegungen und Wertschöpfungsprozesse zu integrieren.

Die Verantwortung dafür liegt bei der Unternehmensleitung, dem Eigentümer und Besitzer Herrn Malte Karau. Im Rahmen der Workshops zur Einführung des DNK und wurde Frau Boysen (Rezeption, Verwaltung) als Anprechpartnerin für allgemeine Fragen und Anliegen zur Nachhaltigkeit im Hotel- und Gastronomiebereich ernannt. Eine weitere Aufteilung der Zuständigkeiten nach Unternehmens- bzw. Arbeitsbereichen wurde nicht verfolgt. Dafür ist die Anzahl der Beschäftigten zu gering. Entpsrechende Themen werden nun in die regelmäßigen Teamsitzungen und Mitarbeitergesprächen aufgenommen.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Mit der Entsprechenserklärung des DNK ist der grundlegende Schritt zur systematischen Einführung einer ganzheitlichen Unternehmensentwicklung vollzogen. Im weiteren Verlauf wird es darum gehen, die Prozesse zu operationalisieren, die Leistungen durch geeingete Indikatoren zu überprüfen und die Kooperation mit den Stakeholdern zu erweitern.

Dazu gehört auch die Organisationsstruktur des Unternehmens periodisch kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen. Damit soll gewährleistet werden, dass Nachhaltigkeit als feste Unternehmensgröße im Management verankert wird. 

Ein weiterer Beitrag dazu kann die Einführung eines Vorschlagswesen für Mitarbeiter und Kunden sein. Die Mitarbeiter erhalten so die Möglichkeit, ihre Ideen und Kreativität in den eigenen Arbeitsalltag einzubringen. Dies führt zu einer proaktiven Wertschätzung von Mitgarbeitern und Geschäftsführung. Durch die Einbindung der Kunden, können gezielt nutzerspezifische Sichtweisen zur Nachhaltigkeit in den Unternehmensalltag eingeflochten werden. Das erhöht die Kundenbindung. Eine über das jeweilige Berichtsjahr begleitend durchgeführte Evaluation kann den Erfolg solcher Maßnahmen steigern. Das betrifft auch die Beziehungen mit Geschäftskunden.

Um die Strahlkraft und Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsstrategie zu stärken, wurde damit begonnen Unternehmenspartnerschaften aufzubauen. Über ein noch weiter zu entwickelndes gemeinsames "Nachhaltigkeits-Branding", lassen sich auch regionale und überregionale Leitbilder der Tourismuswirtschaft ("der echte Norden", "Glückswachstumsgebiet", etc.) leichter und mit größerer Effektivität im Marketing der beteiligten Partnerunternehmen abbilden.

Ab 2018 sollen dementsprechend Nachhaltigkeitsziele priorisiert und konkrete Umsetzungsschritte zur Zielerreichung festgelegt werden. Damit wird die Erstellung eines jährlichen Nachhaltigkeitsberichts einhergehen. Er wird die Grundlage für die periodische Aktualisierung des DNK/der Entsprechenserklärung bilden. Die damit verbundenen Aktivitäten und Maßnahmen werden online auf der Internetseite des Unternehmens dokumentiert. Die Einrichtung eines Blogs "Nachhaltigkeit", in einem weitergefassten Kontext von "Wattenmeer - Erholung - Unternehmensverantwortung", wird auch erörtert.

Diese Maßnahmen werden künftig eine zentrale Rolle in der Entwicklungs- und Kostenplanung des Unternehmens einnehmen. Sie betreffen alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden künftig in den jährlichen Nachhaltigkeitsberichten ausgewiesen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Das Unternehmen hat bisher keine Kennzahlen für Nachhaltigkeitsziele definiert, Im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2017 (zu erstellen in 2018) sollen daher klare Größen festgelegt werden, die die Fortschritte anhand von Leistungsindikatoren messbar machen. Als erster Schritt sollen die CO2-Emissionen pro Standort (CO2-Fußabdruck für ANker's Hörn und Hilligenley) ermittelt werden. In einem weiteren Schritt können die COs-Profile und ökologischen Fuißabdrücke der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) und Gäste erstellt werden. 

Als wichtige Orientierungsgrößen sollen künftig auch nationale und internationale Standards, wie z.B. die "Global Development Goals" der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, herangezogen werden. Eine Orientierung am "Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte" erscheint sinnvoll. Das "Global Compact Netzwerk Deutschland" (GCND) hat angefangen, speziell für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ein Unterstützungsangebot zu entwickeln. Ihre Eignung als Kontrollinstrumente für das Unternehmen soll überprüft werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation. Link

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat das Unternehmen keine Werte- und Verhaltensstandards schriftlich fixiert. Die Geschäftsführung ist bestrebt, ein verbindlichen Unternehmensleitbildes für die Mitarbeiter zu entwickeln. Das soll in den Mitarbeiter- und Teamgesprächen thematisiert werden. Darüber hinaus wird überlegt, über das Programm "unternehmensWert: Mensch", die Qualität im Personalwesen langfristig zu sichern. Gleichzeitig wäre dies ein Beitrag zur Einführung von standardisierten Bewertungsverfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und -qualifizierung.

Als ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem unternehmensspezifischen Werte- und Verhaltenskanon wird zunächst angestrebt, das persönliche Engagement der Mitarbeiter für Nachhaltigkeit im Unternehmen und Umfeld des Unternehmens zu festigen und weiter zu steigern. In diesem Zusammenhang wird auf die vorab gemachten Ausführungen zur Ermittlung der CO2-Emissionen verwiesen. Das gilt auch für die weiteren bereits genannten Orientierungsgrößen, wie die "Global Devlopment Goals" der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie den "Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte". Nicht zu vergessen die Formate des "Gloabl Compact Netzwerk Deutschland" (GCND), speziell für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Auf der Grundlage der Entsprechenserklärung geht es nun darum, für laufende Maßnahmen und Aktivitäten im Unternehmen Indikatoren einzusetzen, die eine effektive Kontrollfunktion ermöglichen. Im Prozess der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts für 2017 (in 2018) wird dies eine wesentliche Aufgabe sein. Die Einführung des DNK in Form der Entsprechenserklärung, markiert somit gleichzeitig den Beginn der systematischen Suche nach geeigneten und effektiven Maßnahmen- und Ergebnisktrollverfahren. Damit einher geht die Auswahl von unternehmens- und destinationsspezifischen Schlüssel- und Leistungsindikatoren. Im Verbund mit den Kontroll- bzw. Prüfmechanismen sollen sie in Zukunft die Operationalisierung der Entsprechenserklärung bzw. der darauf aufbauenden periodischen Nachhaltigkeitsberichterstattung gewährleisten.

Das Unternehmen ist darüber hinaus bestrebt, Partnerschaften mit ausgewählten nationalen und internationalen Formaten, wie z. B. der Nationalpark-Partnerschaft Wattenmeer, einzugehen.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter, die sich am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen orientieren. Für 2018 ist die Einführung von Nachhaltigkeitszielen in die Zielvereinbarungen mit den Mitarbeitern vorgesehen. Mögliche Anreize zur Erreichung der nachhaltigkeitsspezifischen Ziele, sollen im Rahmen der Mitarbeitergespräche jeweils individuell vereinbart werden. 

Grundsätzlich wird die Effektivität rein monetärer Anreize allerdings in Frage gestellt. Wichtiger erscheint der positiveTeamgeist im Unternehmen. Der ganzheitliche, abteilungsübergreifende Charakter des Nachhaltigkeitsparadigmas, soll noch einmal wichtige Impulse für den schon sehr positiven Teamgeist geben. Das betrifft insbesonder die Rolle der Mitarbeiter in der Halliggemeinschaft. Der Einsatz bei Flut- und Feuergefahr ist z. B. ein wichtiges Engagement, dass von der Geschäftsführung unerstützt wird.

Gegenwärtig wird ein neues Wohngebäude mit mehreren Woheinheiten nach neuesten Umweltstandards für die Mitarbeiter errichtet. Bei den künftig angestrebten Zielvereinbarungen zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen wird überlegt, den Mietzins der Mitarbeiterwohnungen in begrenzter Höhe  mit dem Erreichen nachhaltiger Zielvereinbarungen zu koppeln.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte. Link

Das Unternehmen veröffentlicht seine Vergütungspolitik nicht. Die Entlohnung der Geschäftsführung und Führungskräfte unterliegt nicht der Kontrolle durch externe Organe. In seiner Vergütungspolitik orientiert sich das Unternehmen an den Tarifrichtlinien des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA).

Eine Veröffentlichung der Vergütungspolitikl erfolgt nicht, da mit jedem Arbeitnehmer des Unternehmens eine individuelle Gehaltsregelung vereinbart wird (die jedoch mindestens der Höhe der tariflich vereinbarten Einkommen entspricht). Bisher hat sich diese Praxis im Unternehmen bewährt. Im Zuge der Einführung einer professionellen Nachhaltigkeitsberichterstattung im Unternehmen durch den DNK, soll künftig die Vergütungspolitik transparent gestaltet werden.

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land. Link

Als Folge der nicht-öffentlichen Vergütungspolitik für leitende Führungskräfte, kann auch das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land/an einem Standort nicht angeben werden.

Die Einführung des DNK und die Erstellung der Entsprechenserklärung hat dazu geführt, dass die "Bonuszahlungen für Nachhaltigkeitsinnovationen" für die Mitarbeiter überlegt werden.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die wichtigste wirtschaftliche Anspruchsgruppe für das Unternehmen sind die Haus- und Hotelgäste. Sie sollen in Zukunft über ein noch zu entwickelndes Kundenportal noch aktiver und umfassender in die Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens eingebunden werden. Auch heute schon können sie Einfluß nehmen, indem sie im Internet und vor Ort im Hotel eine Bewertung zum Gasthaus und zum Hotel- und Restaurantbetrieb abgeben. Weitere Anspruchsgruppen bilden Nachbarn und Halligbewohner, Lieferanten und Fährbetriebe (Reederei), Handwerker/ Handwerksbetriebe und Nationalparkverwaltung, Gemeinde/Verwaltung und Tourismusorganisationen - sowie natürlich die Mitarbeiter. Ihre Belange werden regelmäßig und gezielt im Rahmen von monatlichen Mitarbeitergesprächen erörtert. Bei den Gästen werden periodisch Befragungen zu ihrer Zufriedenheit und ihren Wünschen, bzw. Vorschlägen zur Verbesserung von Angebot und Service durchgeführt. 

Gegenwärtig betreibt das Unternehmen die Kunden- und Akteursansprache im Wesentlichen mit Hilfe der eigenen Internetseite, der Nutzung sozialer Netzwerke, sowie der klassischer Printmedien durch Hotelauslage und im Rahmen von Versandaktionen. Auf den Einsatz von Printmedien soll aber verzichtet werden, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen/Rohstoffe zu reduzieren. Um das Thema Nachhaltigkeit in seiner unternehmerischen Bedeutung deutlicher herauszuarbeiten, soll künftig verstärkt und gezielt professionelle Expertise für Marketing, Unternehmensstrategie und Nachhaltigkeitsmanagement hinzugezogen werden.

Die sozial- und naturräumlichen Besonderheiten einer Hallig machen es allerdings überlebenswichtig für das Unternehmen, einen besonders engen Austausch und kontinuierlichen Dialog mit den Nachbarn und Halligbewohnern zu pflegen. Denn ein aktives und funktionierendes Gemeinwesen, bildet die Grundlage 
für eine langfristige erfolgreiche Existenzsicherung von Unternehmen in einem derart vom Rythmus der Naturgewalten bestimmten geografischen Raum.
Der Geschäftsführer und Besitzer der beiden Lokalitäten steht durch seine Arbeit in der Kommunalpolitik sowie sein Engagement im Naturschutz und zum Erhalt des kulturellen Erbes, ohnehin im engen Austausch mit den lokalen und regionalen Schlüsselakteuren. Im Kontext kommunalpolitischer Gremien- und Verwaltungsarbeit werden deren Ansprüche entsprechend informell  "erhoben". 

Mit der Einführung des DNK wurde allerdings auch deutlich, dass hier noch ein großes Potenzial für beide Unternehmensstandorte zu erschließen ist. In den kommenden Jahren soll das Potenzial einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung noch gezielter erfasst und für die Unternehmensentwicklung aktiv genutzt werden. Dazu gehört auch die Entwicklung eines nachhaltigen Leitbildes.

Der Dialog mit den Stakeholdern soll deshalb weiter intensiviert werden. Insbesondere sollen ausgesuchte Plattformen zum nachhaltigen Tourismus aktiv genutzt werden. Dazu gehören "bookitgreen", "tourcert", "renatour", "greenparts", "Forum Anders Reisen", "Green Pearls", "Tourismus Cluster Schleswig-Holstein", etc. p. p. Damit soll vor allem die Zielgruppe der LOHAS - der Personengruppe der Lifestyles of Health and Sustainability erreicht werden. Als weitere wichtige Zielgruppe steht die Gruppe der Natur- und Bildungsreisenden im Fokus der Kommunikation über das Nachhaltigkeitsprofil des Unternehmens. Weitere Initiativen wie die Durchführung der Qualifizierungsmaßnahmen "Unternehmenswert Mensch" und "Service Qualität Deutschland (SQD) dienen der konkreten Integration von Nachhaltigkeitsgrundsätzen in die Unternehmenspraxis. Hijzu kommt die Ausweitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch themenspezifische Nachhaltigkeitsberichte in Ergänzung zur DNK-Entpsrechenserklärung. Diese sollen in Zukunft parallel (und in Anlehnung) zu den Aktualisierungen der Entsprechenserklärung erstellt werden.

Last but not least soll Nachhaltigkeit als Unternehmensleitsatz bei Geschäftsvereinbarungen (z. B. mit Lieferanten) und Parnterschaften (z. B. mit anderen Partnern des "Naturerbes Wattenmeer") sowie öffentlichen und privaten Veranstaltungen stärker beworben werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Die systematische Erfassung von Stakeholderbeiträgen zu Nachhaltigkeitsthemen soll künftig im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung dokumentiert und evaluiert werden. Dazu sollern Gäste, Mitarbeiter und soweit wie möglich die anderen genannten Anspruchsgruppen, aktiv eingebunden werden.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die enge Verflechtung des Unternehmens mit den natur- und kulturräumlichen Gegebenheiten und Einflüssen führt per se dazu, dass das Unternehmen in vielen seiner Aktivitäten unmittelbare Auswirkungen auf das soziale und ökologische Geschehen im Lebensraum Hallig und Wattenmeer hat. Deshalb arbeitet es proaktiv an der Sensibilisierung der Gäste und Geschäftspartner gearbeitet, indem zum Beispiel Naturschutzführungen durchs Wattenmeer angeboten und untertützt werden. Das geschieht, u.a., durch Übernachtungsangebote/Reispakete mit kulinarischen Besonderheiten aus dem Nationalpark Wattenmeer. Bei Tagestouren werden die Teilnehmer aus der "Karauschen" Hotellerie und Gastronomie versorgt.

Das Gesamtpaket von Wanderung, natur- und kulturkundlicher Information (Bildung für einen nachhaltigen Umgang mit dem Natur- und Kulturerbe) und lokal und regional angepasster Wohlfühlatmosphäre bei Übernachtungen und Verpflegung, sind Ausdruck der sozialen und ökologischen Verantwortung des Unternehmens. Was bisher fehlt, ist eine systematische Ermittlung und Bewertung der sozialen und ökologischen Wirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. In 2018 und 2019 soll in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung, ein praxisorientiertes Bewertungsverfahren entwickelt werden. Als erstes jedoch soll der ökologische Fußabdruck bestimmter Dienstleistungen und Produkte erfasst werden. Eine Auswahl soll in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgen.

Neben der gezielten Ermittlung der (Aus)Wirkungen, steht die Verbesserung der Nachhaltigkeit von Dienstleistungen und Produkten für die Jahre 2018 und 2019 an. Hierzu gehört die Teilnahme an Wettbewerben, Qualitäts- und Weiterbildungsmaßnahmen. Die Einführung der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch den DNK, liefert dabei eine wertvolle Entscheidungsgrundlage und Impulse für soziale, ökologische und betriebswirtschaftliche Innovationen. Das Unternehmen plant bis zur nächsten Nachhaltigkeitsberichterstattung (Aktualisierung der Entsprechenserklärung), nachhaltige Produkt- und Serviceinnovationen zu entwickeln und erproben, die sich insbesondere an den Hallig-spezifischen Gegebenheiten und Prozessen orientieren.

Als methodisches Rüstwerk sollen Verfahren zur "nutzergesteuerten Innovation" und die "Design Thinking" Methode herangezogen werden. Dadurch soll eine möglichst effektive Verknüpfung von Unternehmensinteressen und Kunden-/Gästeansprüchen erreicht werden. Der Fokus liegt dabei auf der Herausarbeitung branchenspezifischer Schlüsselprodukte und -prozesse für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Ein geeignetes Monitoring soll es ermöglichen, die eingeleiteten Maßnahmen und Prozesse zur Produkt- und Service-Innovation begleitend zu evaluieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

Diese Daten werden zur Zeit nicht erhoben, da für das Unternehmen nicht relevant.