5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die oberste Verantwortung für die Nachhaltigkeit liegt beim Bürgermeister selbst. In seinem direkten Umfeld ist auch das Nachhaltigkeitsmanagement sowie eine Mitarbeitering für Bildung Nachhaltige Entwicklung angesiedelt und damit sind es nur kurze Dienstwege. Im Organisationsplan wurden die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für die Nachhaltigkeit festgelegt.

Bereits seit Beginn seiner Amtszeit im Oktober 2005 hat der Bürgermeister Entscheidungsprozesse in Verbindung mit Politik, Einwohnern und Wirtschaft entsprechend gestaltet, um nachhaltig zu agieren. Sein wichtigstes Ziel war und ist die Entschuldung, denn nur so erhält die Stadt Geestland die Handlungsfreiheit und Möglichkeit, eine Zukunft auch für nachfolgende Generationen zu gestalten. Diese übergeordnete Zielvorstellung ist ein Leitmotiv, an dem alle Aktionen ausgerichtet sind. Nach erfolgter Haushaltskonsolidierung und Umstrukturierung  der Gebietskörperschaften (Fusion der Stadt Langen und der SG Bederkesa) tritt nun noch verstärkter das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Verantwortung für Mensch und Natur, Ökologie, Ökonomie und Soziales sind wichtige Themen für die Gestaltung unseres Gemeinwesens. Die Bilanzierung zur Gemeinwohl-Ökonomie-Gemeinde ist für 2019 geplant.

Um diesen Prozess noch erfolgreicher zu gestalten, absolvierte der Bürgermeister  zu Beginn des Jahres 2017 in Köln einen vom TÜV Rheinland angebotenen Lehrgang zum Nachhaltigkeitsmanager.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Bereits 2008 wurden von den Rechtsvorgängern der heutigen Stadt Geestland Grundsatzleitlinien zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit in der Zukunft verabschiedet. Die Punkte Bildung, Familie und Wirtschaft(-sförderung) waren anfangs die Ziele des ganzheitlichen Ansatzes unter Berücksichtigung der bekannten Herausforderungen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit. Diese Leitlinien verfügten bereits über eine nachhaltige Ausrichtung unter der Beachtung des vorhandenen finanziellen Spielraums. Anträge aus der Politik, deren Umsetzung finanzielle Auswirkungen nach sich zogen, waren stets mit einem Finanzierungsvorschlag zu versehen. Diese Leitlinien wurden dann 2012 um die Punkte Demografische Entwicklung, Energie und deren bezahlbarer Bereitstellung. Im Jahr 2016 wurden die Punkte Stärkung des Ehrenamtes, Integration und Inklusion, Landwirtschaft, solide Finanzen, Infrastruktur und Stadtentwicklung, Mobilität und Versorgung, Klima, Umwelt, Natur, Tourismus, Freizeit und Sport sowie Brandschutz erweitert. Eine permanente Fortschreibung ist notwendig und eine Anpassung erfolgt nach Bedarf.
Diese Leitlinien sind für alle Beschäftigen bindend.
Im Februar 2016 wurde das Handlungspapier "Geestland+" für das politische Agieren der gewählten Vertreter und für die Arbeit der Verwaltung entwickelt.
Anfang des Jahres 2017 wurde bei der Stadt Geestland das Nachhaltigkeitsmanagement eingeführt. Gemäß der Entsprechenserklärung des DNK wurden Verantwortliche benannt sowie entsprechende Zuständigkeiten zugewiesen und im Organisationsplan der Stadt Geestland verankert. Gemeinsam, Nachhaltig, Innovativ - das sind die Grundsätze für verantwortungsvolles Handeln in der Stadt Geestland.
Die Stadt Geestland entwickelt derzeit eine Nachhaltigkeitstrategie mit folgenden Themenfeldern:
Dazu wurden begleitend entsprechende Bürgerforen durchgeführt, der Beirat für Nachhaltigkeit der Stadt Geestland hat die Ideen und Vorschläge der einzelnen Foren gesichtet und die herausgesucht, die dem Rat der Stadt Geestland zur Beschlussfassung vorgelegt werden sollen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Zum aktuellen Zeitpunkt lässt sich aus den Untersuchungen im Zusammenhang mit der Zertifizierung bei der dena lässt noch kein brauchbare CO2-Emission pro Mitarbeiter entwickeln. Eher noch aus den Energieberichten der EWE bzw. aus dem Bericht zum Contracting: Dort wurden bundesweite „Vergleichskennwerte“ (VKW) herangezogen, allerdings nur für die einzelnen Liegenschaften (und nicht für die Mitarbeiter). Dieses haben wir auch in unserer Ausarbeitung aufgeführt. Die Stadt Geestland hat jetzt auch einen verwaltungsinternen Arbeitskreis Zero eingerichtet, hier werden Ideen für Reduzierung von CO2 erarbeitet und umgesetzt. Hier geht es z. B.um wirtschaftliches und umweltbewussetes Auto fahren (Dienstwagen), um Reduzierung des Papierverbrauchs, nachhaltige Beschaffung usw.

Andere Indikatoren

Zum aktuellen Zeitpunkt bestehen in Teilbereichen andere Indikatoren in der Stadt Geestland: Beteiligungen an Wettbewerben für Kommunen in allen Bereichen, die das Thema Nachhaltigkeit betreffen. Dazu zählt u. a. der Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2017 /2018 in der Kategorie Mittlere Städte sowie der Gewinn des Jurypreises ZeitZeichen 2017.

Beantragung von Förderprogrammen mit Nachhaltigkeitshintergrund und Beantragung von Fördermitteln. Wirtschaftliche und soziale Indikatoren: Beschäftigungsquote, Versorgungsgrad mit Ärzten, Sicherheitsniveau. Ökologische Indikatoren: Flächenverbrauch, geschütze Gebiete des Naturschutzes, motorisierter Individualverkehr, Ausbau der erneuerbaren Energien. Nachhaltige Kommunalentwicklung: gesunde Struktur des öffentlichen Haushalts, gutes kommunales Energiemanagement, nachhaltige kommunale Beschaffung, Bürgerbeteiligung z.B. Wahlbeteiligung und hohes ehrenamtliches Engagement, Durchführung von Bürgerforen.

Die Kennzahlen der nachhaltigen Kommunalentwicklung werden als Vergleichswerte bereits herangezogen, wirtschaftliche und soziale sowie ökologische Indikatoren sind noch ausbaufähig.Insbesondere die Haushaltslage und der Verschuldungsgrad unterliegen der Kontrolle der Kommunalaufsicht des Landkreises. Über das Demografie-Cockpit werden tagesaktuelle Daten aus dem Melderegister anonym für die Anwendung aufbereitet und liefert der Stadt Geestland wichtige Informationen zur Planung von Maßnahmen zur Abfederung der demografischen Entwicklung. Nach diesen Indikatoren müssen wir unser Handeln richten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Leitlinien zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Stadt Geestland in der Zukunft

AGENDA 2030

dena-Zertifizierung

EWE-Energieberichte

Arbeitskreis Zero

Bewusstseinsbildung bei allen Mitarbeitern der Stadt Geestland und den Multiplikatoren

Durchführung von Bürgerforen

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Aktuell gibt es bei der Stadt Geestland kein Vergütungssystem, in dem Nachhaltigkeitsziele explizit integriert sind. Es gibt allerdings die sogenannte "Leistungsorientierte Bezahlung". Darin ist aber das Thema Nachhaltigkeit als Sonderzahlung nicht enthalten. Als weitere allgemeine Anreizsysteme sind zu nennen: Flexible Arbeitszeit, Gesundheitsmanagement sowie Beruf und Familie.

Bei Klausurtagungen, an denen sämtliche Führungskräfte der Stadt teilnehmen, werden Ziele  festgelegt, die das Thema Nachhaltigkeit zum Inhalt haben. Der Hauptverwaltungsbeamte informiert die Politik über unsere Nachhaltigkeitsziele. Es wurde ein Nachhaltigkeitsbeirat gegründet, bestehend aus den hier zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Politikvertretern der Parteien sowie Bürgervertretern, Schulvertretern, Wirtschaftsvertreter sowie andere für uns relevante Vertreter*innen aus Vereinen und Verbänden.

Wir berichten unseren Organen, dem Verwaltungsausschuss und dem Rat der Stadt Geestland über unsere Zielerreichung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

a.
i. Vergütung erfolgt nach dem Niedersächsischem Beamtenrecht (Besoldungsgruppen) und dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Bereich VKA (Entgeltgruppen).   Eine leistungsbasierte Vergütung erfolgt nur im TVöD –VKA Bereich. Hier gibt es im Tarifvertrag eine Regelung über die Auszahlung einer Gesamtsumme, basierend auf den ständigen Monatsentgelten der im Tarifbereich Beschäftigten. Die Auszahlung erfolgt nach der Arbeitszeit, eine wirkliche Auszahlung über die Leistung erfolgt nicht.  
ii.  Werden bei der Stadt Geestland nicht gezahlt.
iii. Gab es bei der Stadt Geestland nicht.
iv. Gab es bei der Stadt Geestland nicht.
v. Die Altersversorgungsleistungen für die aktiven Beamten betrugen 30,51 % vom umlagepflichtigen Diensteinkommen und 6,45 % vom monatlichen Arbeitnehmerbrutto für alle nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Bereich VKA (Entgeltgruppen) Beschäftigten.

b. TVöD und NBG geben das nicht her

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Das ist für uns als Kommune nicht relevant

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.


Durch die Aufgaben, die die Stadt als Kommunalverwaltung zu erfüllen hat, werden unsere Anspruchsgruppen definiert. Dazu gehören gesetzlich übertragene Aufgaben, z. B. Kinderbetreuung, Bauordnungswesen, Brandschutz, Finanzwesen, Straßenbau, Bestattungswesen sowie freiwillige Leistungen, z. B. Musikschule, Tourismus, Vereinswesen, Bücherei, Schwimmbäder, Wirtschaftsförderung und sonstige öffentliche Einrichtungen.

Das Ziel unserer Kommune ist nicht nur vorausschauende Planung, sondern die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger im Sinne von Mitdenken, Mitreden, Mitmachen und Mitverantworten. Durch diesen langfristigen Dialogprozess in Form von innerkommunaler Kooperation und Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien wird die Kontinuität in der Weiterentwicklung gewährleistet.
Der Austausch erfolgt durch öffentliche Veranstaltungen, Empfänge, Schriftverkehr, Gästebetreuung, Werbung, Zeitschrift Geestland-Rundschau, örtliche Presse, soziale Netzwerke, Bearbeitung von Anträgen, politische Diskussion, Bürgeranfragen, Bürgermeister frei Haus, Bürgersprechstunde, direkter Draht zum Bürgermeister zu jeder Tages- und Nachtzeit an 365 Tagen im Jahr. Durch diese Maßnahmen steht die Stadt Geestland im ständigen Austausch mit ihren Anspruchsgruppen. Fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes haben Diensthandys, die meisten sind auch nach Dienstende und an Wochenenden erreichbar. Auch Mailanfragen werden nach Dienstende und am Wochenenden von vielen erledigt.

Kommunikation mit unserern Anspruchsgruppen

Aufgrund unserer Stellung als kommunale Gebietskörperschaft erfolgt die Kommunikation auf einer differenzierten Basis. Kommunikation als Behörde erfolgt aufgrund von rechtlichen Grundlagen, welche aber uns im Sinne einer umfangreichen Information interpretiert werden. In unserer Rolle als Dienstleister nutzen wir selbstverständlich die traditionellen Kommunikationswege, wie die direkte Ansprache, Veröffentlichungen in der Presse, einem örtlichen Mitteilungsblatt und Informationsbroschüren zu verschiedenen Themen. Die Stadt Geestland nutzt selbstverständlich auch moderne Wege der Kommunikation. Hierzu zählen ein Internetauftritt, Auftritte in diversen sozialen Medien und ein onlinebasierter Stadtdialog. Kontakte mit anderen Behörden erfolgen, soweit möglich, auf elektronischem Wege. Die Kommunikation mit den Hausbanken erfolgt ausschließlich elektronisch und verschlüsselt. Die Kommunikation mit den politischen Akteuren in der Stadt erfolgt überwiegend elektronisch über ein eigens hierfür eingerichtetes Internetportal, auf welches sowohl mittels eins gewöhnlichen PC aber auch vornehmlich über Tablets zugegriffen wird. Die gesamte Kommunikation der Stadt Geestland steht unter dem Grundsatz der Transparenz. Die jederzeitige Erreichbarkeit wird nicht zuletzt durch den Bürgermeister selbst, welcher sozusagen "24/7" erreichbar ist, dokumentiert.

Unsere Anspruchsgruppen identifizieren sich über unsere zu erfüllenden Pflichtaufgaben und Leistungen. Aufgrund dieser zu erfüllenden Aufgaben ergeben sich die Anspruchsgruppen aus allen Schichten der Gesellschaft. Dazu zählen u. a. Eltern und Kinder in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Musikschulen,Jugendeinrichtungen und Vereinen, Gäste im Tourismusbereich, Politiker, Einwohner,  Flüchtlinge, Senioren, Investoren, Bildungsträger,  andere Behörden und Institutionen, Ver- und Entsorger, kirchliche Einrichtungen, Banken und Sparkassen, Wirtschaft,  Lieferanten, Grundstückseigentümer, alle Steuerpflichtigen im Steuerbereich.

Zudem führen wir in einigen Bereichen auch Bürgerforen durch. Unsere Einwohner*innen sollen sich  mitgenommen fühlen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Wichtige Themen unserer Anspruchsgruppen, die sich über unsere zu erfüllenden Pflichtaufgaben ergeben:

- Gebühren (Müllabfuhr, Abwasser)
- Steuern (Grund- und Gewerbesteuer, Hundesteuer)
- Bauleitplanuung, Baulanderschließung
- Meldewesen
- Standesamtswesen
- Kindertageseinrichtungen  (Betreuungsangebote, Gebühren)
- Finanzwesen

Kommunikation mit unseren Anspruchsgruppen

Aufgrund unserer Stellung als kommunale Gebietskörperschaft erfolgt die Kommunikation auf einer differenzierten Basis. Kommunikation als Behörde erfolgt aufgrund von rechtlichen Grundlagen, welche aber uns im Sinne einer umfangreichen Information interpretiert werden. In unserer Rolle als Dienstleister nutzen wir selbstverständlich die traditionellen Kommunikationswege, wie die direkte Ansprache, Veröffentlichungen in der Presse, einem örtlichen Mitteilungsblatt und Informationsbroschüren zu verschiedenen Themen. Die Stadt Geestland nutzt selbstverständlich auch moderne Wege der Kommunikation. Hierzu zählen ein Internetauftritt, Auftritte in diversen sozialen Medien und ein onlinebasierter Stadtdialog. Kontakte mit anderen Behörden erfolgen, soweit möglich, auf elektronischem Wege. Die Kommunikation mit den Hausbanken erfolgt ausschließlich elektronisch und verschlüsselt. Die Kommunikation mit den politischen Akteuren in der Stadt erfolgt überwiegend elektronisch über ein eigens hierfür eingerichtetes Internetportal, auf welches sowohl mittels eins gewöhnlichen PC aber auch vornehmlich über Tablets zugegriffen wird. Die gesamte Kommunikation der Stadt Geestland steht unter dem Grundsatz der Transparenz. Die jederzeitige Erreichbarkeit wird nicht zuletzt durch den Bürgermeister selbst, welcher sozusagen "24/7" erreichbar ist, dokumentiert.

Ein Großteil der Themen und Anliegen erreicht die Stadt Geestland per Facebook oder telefonisch. Das sind u. a. Hinweise zur Illegalen Müllentsorgung oder Geschwindigkeitsbegrenzungen, Beschwerden über den Straßenzustand oder der Fußwege, ungepflegte Rabatten, Umbau eines Kreisverkehrs in Bad Bederkesa, Baumfällaktionen, Straßenbeleuchtung, ÖPNV:

Es wird auch fast unverzüglich reagiert, ebenfalls per Facebook oder telefonisch. Wir gehen den Anliegen auch schnell nach, zumindest was in unserer Zuständigkeit liegt, bei Straßen und Fußwegen ist teilweise das Land Niedersachsen Eigentümer, dann können wir diese Beschwerden nur weitergeben.
Der Müll wird von unsererm Bauhof entsorgt. Die ungepflegten Rabatte werden jetzt nach und nach in Blührabatten umstrukturiert. Unser Gebiet ist mit 356 km² so groß, dass wir hier nicht mehr die einzelnen Rabatte pflegen können. Bei den Baumfällaktionen geben wir  bereits vorher schon Pressemitteilungen heraus, wo und warum gerade Bäume gefällt werden. Straßenbeleuchtung können wir auch umgehend reagieren, wenn ein Ausfall ist.

Beim ÖPNV sind wir auf die Verkehrsverbünde angewiesen. Wir konnten einige Verbindungen in das Gebiet der ehemaligen SG Bederkesa einstellen und auch das AST (Anruf-Sammel-Taxi) hat dort Einzug erhalten.

Wie man lesen kann, sind das relativ "harmlose" Anliegen, aber das sind die Dinge, die die Menschen hier vor Ort (Lebenswirklichkeit und Lebenssituation) interessieren.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Am Beispiel des Energiemanagements wurden umfangreiche Erhebungen zum Energieverbrauch und dessen Reduzierung für eine DENA-Zertifizierung ermittelt. Die Umrüstung der kompletten Straßenbeleuchtung auf LED und der jetzige Einbau der Steuerungselektronik brachte eine deutlich messbare Reduzierung des Energieverbrauchs und CO2-Ausstoßes. Dieses Projekt bescherte der Kommune den Gewinn des GreenLightAwards. Im vergangenen Jahr hat es die Stadt Geestland unter die TOP 3 beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie: Mittlere Städte geschafft. Die Investitionen in die Kinderbetreuung der vergangenen Jahre lassen Rückschlüsse auf eine positive demografische Entwicklung entgegen dem bundesweiten Trend zu.

In regelmäßigen Dienstbesprechungen wird über die Zielerreichung bzw. Sachstand berichtet. Der Hauptverwaltungsbeamte und die Mitarbeiterin für das Nachhaltigkeitsmanagement stehen im intensiven Kontakt. Vom Nachhaltigkeitsmanagement besteht dann der direkte Kontakt zu den jeweiligen Verantwortlichen und Zuständigen bei der Stadt Geestland.

Die Stadt Geestland steht im vielfältigen Austausch mit Bund, Land, Landkreis, Unternehmen, Banken, anderen Behörden sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren, die mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst sind.

Bei Dienstreisen mit weiten Entfernungen wird auf ressourcenschonende Verkehrsmittel (Bahn) zurückgegriffen.

Weitere Innovationen und Prozesse für nachhaltige Dienstleistungen

Durch eine fortzuschreibende Berichterstattung wird der Stand und die Entwicklung der kommunalen Nachhaltigkeit dokumentiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

In der Stadt Geestland gibt es derzeit noch keine Finanzanlagen, die eine positve oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.