5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Seit der Gründung des Terra Institute im Jahr 2010 ist Nachhaltigkeit Kerngeschäft des Unternehmens. Dementsprechend liegt das Verantwortungsbewusstsein dafür, dieses Thema voranzubringen bei allen Mitarbeitern. Die oberste Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit hatte bis Ende des Jahres das Terra Board inne. Dieses wurde für eine Periode von drei Jahren gewählt und bestand aus mindestens drei und maximal fünf Personen. Das Board hielt zweiwöchentlich Meetings ab, um relevante Themen sowie aktuelle Herausforderungen und Anliegen zu besprechen. Daraus abgeleitete Ziele und Maßnahmen wurden fortlaufend entwickelt und kontrolliert und der Geschäftsführung vorgelegt.
Mit Ende des Jahres ging die Verantwortung für Nachhaltigkeitsthemen an die Gründer und Geschäftsführer über, diese setzen die Arbeit des Boards gleichermaßen fort. Die Ziele und Maßnahmen werden nach wie vor zwei Mal jährlich bei den Generalversammlungen im Rahmen der Terra Days von allen Terra-Mitarbeitern und Beratern thematisiert und genehmigt.  

Seit der Gründung des Terra Instituteim Jahr 2010 ist Nachhaltigkeit Kerngeschäft des Unternehmens. Dementsprechend liegt das Verantwortungsbewusstseindafür, dieses Thema voranzubringen bei allen Mitarbeitern. Die oberste Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit hat das Terra Board inne. Dieses wird für eine Periode von drei Jahren gewählt und besteht aus mindestens dreiund maximal fünfPersonen. Zurzeit besetzen drei Terra Berater, die Geschäftsführerin und die Büroleiterin das Board. Das Board hält zweiwöchentlich Meetings ab, um relevante Themen sowie aktuelle Herausforderungen und Anliegen zu besprechen. Daraus abgeleitete Ziele und Maßnahmen werden fortlaufend entwickelt und kontrolliert und der Geschäftsführung vorgelegt. Letztere werden zwei Mal jährlich beiden Generalversammlungen im Rahmen der Terra Days von allen Terra-Mitarbeitern und Beratern thematisiert und genehmigt.  

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Das Terra Institute stellt die Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie durch verschiedene Regeln, Prozesse und Strukturen sicher. Analog zu einem Aufsichtsrat bildete das Terra Board  bis Mitte des Jahres 2018 den Hüter über die Mission, Kultur und Werte des Unternehmens. Ihm oblagen Entscheidungen über die Marke und das Branding des Unternehmens sowie die Entwicklung des Gesamtsystems. Das Board war außerdem verantwortlich für die Vorbereitung strategischer und langfristig wirkender Entscheidungen. Seit Ende 2018 hat die Geschäftsführung, bestehend aus Evelyn Oberleiter und Günther Reifer, diese Aufgaben übernommen. Die Generalversammlung im Rahmen der Terra Days bildet zwei Mal im Jahr ein weiteres Entscheidungsgremium. Im Rahmen der mehrtägigen Veranstaltung werden langfristige Ziele und die Strategie des Terra Institute diskutiert und konsentiert. Ebenso setzen sich die Terra Days mit ethischen Themen und Metabeziehungen, der Kommunikation im Team sowie der Persönlichkeitsarbeit auseinander. Die Geschäftsführer haben auch die operative Verantwortlichkeit sowie die Zeichnungsbefugnis inne. Die Terra Mitarbeitenden können auf individueller Ebene sowie in Arbeitskreisen auf Teamebene vertiefende Expertise zu Nachhaltigkeitsthemen leisten.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Institutionalisierte Strategien zur Messung und Verringerung der ökologischen Auswirkungen gibt es bisher nur in Teilbereichen (z.B. bei den CO2-Emissionen), das Terra Institute versucht aber mit jeder Tätigkeit und Entscheidung den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens so gering wie möglich zu halten. Es hat sich zum Ziel gesetzt, eine Gesamtstrategie zur Reduktion ökologischer Auswirkungen zu erarbeiten und im Zuge dessen den ökologischen Fußabdruck aller Mitarbeiter zu messen. Damit wollen die Terra Mitarbeitenden gezielt an ihrem Bewusstsein arbeiten und Konsequenz in der Umsetzung weiterer Verbesserungsmaßnahmen bei allen erwirken.

Die Kontrolle der Zielerreichung findet durch verschiedene Prozesse statt. Der aktuelle Stand der Nachhaltigkeitsbemühungen wird in den regelmäßigen Jour Fixes von Geschäftsleitung und Mitarbeitern analysiert. Im Rahmen der Terra Days, findet die Kontrolle der Nachhaltigkeitsbemühungen in der Generalversammlung von Mitarbeitenden und BeraterInnen statt.

Daten und Kennzahlen des Scope 1, 2 und 3 zur internen Steuerung und externen Kommunikation werden jährlich von den Verantwortlichen erhoben, geprüft und weitergegeben.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Das Terra Institute betrachtet soziale und ökologische Verantwortung sowie persönliche Sinnstiftung als die Erfolgsfaktoren des 21. Jahrhunderts, die nachhaltige Entwicklung bedingen und potenzieren. Sein Menschenbild basiert auf der Sichtweise, dass alle eins sind. Die Produkte und Dienstleistungen, die es anbietet, sind Handlungsanleitungen für Nachhaltigkeit.

Werte, die das Terra Institute in all seinem Tun leben und vermitteln möchte, sind Transparenz, Offenheit, Fairness und Kooperation. Um seiner Mission gerecht zu werden, hat es Kompetenzen in und für unterschiedliche Bereiche aufgebaut und sein Tun in eine Vielzahl von Partnern mit eingebunden. Im Zentrum stehen dabei immer das Bewusstsein um die ganzheitlichen und systemischen Kontexte und Zusammenhänge, sowie die Förderung eines natürlichen, nutzbringenden und solidarischen „Miteinander“.

Mit dem Terra Ethikkodex hat das Terra Institute einen Leitfaden für unternehmensinterne Verhaltensstandards zwischen den Mitarbeitern sowie im Umgang mit Kunden und Partnern ausgearbeitet. Der Ethikkodex besagt, dass die Zusammenarbeit integer und kompetent, respektvoll und transparent, nachhaltig sowie unabhängig, vertrauenswürdig bzw. vertraulich erfolgt. Es ist das Anliegen des Terra Institutes speziell die Zusammenarbeit mit den Kunden in Co-Kreation zielführend, fair, transparent, verantwortungsvoll und realistisch zu gestalten. 

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Im Vergütungssystem des Terra Institute findet die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen und die Orientierung an der langfristigen Wertschöpfung in der angemessenen, markt- und wettbewerbsgerechten Entlohnung Berücksichtigung.

Die oberste Führungsebene wird im Rahmen der Generalversammlungen evaluiert, die Überprüfung der Nachhaltigkeitsziele sind Bestandteil dieser Evaluation.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Geschäftsführung erhält ein monatliches Festgehalt, das nicht an Umsatz und Gewinn des Unternehmens gebunden ist. Die Gesellschafter erhalten je nach Ergebnis des Geschäftsjahres Dividendenzahlungen.
Es werden keine Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz gewährt, die Abfindungsauszahlung erfolgt nach gesetzlichen Bestimmungen. Rückforderungen sind erfolgt. Altersversorgungsleistungen erfolgen nach persönlichem Ermessen des Mitarbeiters.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Die Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters verhält sich zum mittleren Niveau der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten 3:1.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als wichtigste externe Anspruchsgruppen hat das Terra Institute Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner, die Standortgemeinde, die Zivilgesellschaft (welche auch die natürliche Umwelt vertritt), Medien, Politik und Staat identifiziert. Dies geschieht als fortlaufender Prozess in den verschiedenen Strategieprozessen, u.a. während der zweimal im Jahr stattfindenden Terra Days.

Das Terra Institute pflegt ein sehr umfangreiches Netzwerk von Kooperationspartnern. Es umfasst z.B. Universitäten, Bildungshäuser, gleichgesinnte Beratungsunternehmen, Dienstleister aus IT, Beratung und Grafikdesign. Weiters ist es im Dialog mit Gemeindevorständen und Politikern. Mit vielen Verbänden und NGO’s wird ein regelmäßiger Dialog gepflegt, bei einigen ist das Terra Institute auch Mitglied, wie der Stiftung "Be the Change", oder dem Dachverein für die Gemeinwohl-Ökonomie in Italien. Einzelne Terra Berater sind in den jeweiligen Leitungsgremien der Organisationen vertreten und bringen sich dort aktiv mit Nachhaltigkeitsthemen ein.

2012 wurde das Terra Institute von der Universität der UNO als Kompetenzzentrum für Bildung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung akkreditiert (RCE Europaregion Tirol). Damit hat es internationalen Zugang zu Anspruchsgruppen aus Wissenschaft, Forschung, Bildung und Politik.

Zwischen den Kunden und dem Terra Institute besteht ein reger und kontinuierlicher Austausch in allen Projektphasen.

Interne Anspruchsgruppen sind die Eigentümer, Angestellten, und die freien Berater/Trainer mit Kooperationsvertrag. Zwischen diesen wird ein regelmäßiger Dialog über mindestens drei mehrtägige Präsenztreffen pro Jahr gepflegt. Daneben gibt es regelmäßige, wöchentliche Telefonkonferenzen zu Fragen des gemeinsamen Nachhaltigkeitsprozesses, sowie anlassbezogene Meetings. Zwischen der Geschäftsführung und den Beratern/Trainern finden mindestens halbjährlich strukturierte Gespräche statt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Das Engagement des Terra Institute für die Gemeinwohl-Ökonomie hat dazu geführt, dass der Verein der Gemeinwohl-Ökonomie Italien maßgeblich vom Terra Institute mitgegründet wurde. In der Folge hat es viele Unternehmen in Südtirol und Vorarlberg bei der Gemeinwohlbilanzierung begleitet.

Der enge Dialog mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Verbänden, Gemeinden und Politikern in Südtirol ermöglichte es dem Terra Institute, die erste Gemeinwohlregion Europas im Vinschgau (Südtirol) aufzubauen  und dabei mitzuwirken, die Förderung der Gemeinwohlorientierung von Unternehmen im Südtiroler Landesrecht zu verankern.

Die Akkreditierung als RCE ermöglichte die Mitarbeit in internationalen Bildungs- und Forschungsprojekten zur Nachhaltigkeit wie z.B. CASE oder OPEDUCA, woraus mehrere Produkte für Unternehmen und Schulen entstanden.

Über seine Erfahrungen in vielen Nachhaltigkeitsprojekten hat das Terra Institute in einem Gemeinwohlbericht, in zwei Fachbüchern, beim mehrmals mit verschiedenen Anspruchsgruppen durchgeführten Nachhaltigkeitskongress „think more about“, und in den dazugehörenden Kongress-Magazinen berichtet. 

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Das Beratungsmodell des Terra Institutes basiert bei jedem Mandat auf der Entwicklung einer neuen, maßgeschneiderten Lösung gemeinsam mit und für den jeweiligen Kunden. Dies führt zu einem kontinuierlichen Innovationsprozess bei Dienstleistungen und Produktportfolio, die auf dem Fachwissen des Terra Teams basieren. Wir befähigen unsere Partner, sich selbst im Bereich Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln und als Multiplikatoren im eigenen Arbeitsumfeld und ihrer Branche zu wirken. Die sozialen Wirkungen sind also bekannt, jedoch genau wie die ökologischen Wirkungen nur begrenzt ermittel- bzw. schätzbar. Sicher ist, durch die Beratung unserer Parnter in Themen der Nachhaltigkeit fördern wir ihren sparsameren Umgang mit Ressourcen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Zur größeren Verbreitung der Dienstleistungen des Terra Institute werden die Preise so gestaltet, dass diese auch von weniger finanzkräftige Kunden wie NGO´s, Bildungseinrichtungen und Startups bzw. jungen Unternehmen in Anspruch genommen werden können. Dies beinhaltet Pauschalverträge, verlängerte Zahlungsziele, Zahlungen im Tauschverfahren sowie Preise die sich an den Selbstkosten orientieren.

Innovationen der unternehmerischen Nachhaltigkeit bei Terra selbst werden zum Beispiel in der Nutzung von Mobilität, beim Einsatz der Arbeitsmittel und bei nicht präsenzbasierten Kommunikations- beziehungsweise Weiterbildungsformen erzielt. Wichtige Veranstaltungen werden unter den Auflagen der „Green Events“ organisiert, wobei der nicht vermeidbare CO2-Ausstoß durch Kompensation ausgeglichen wird.

Zur Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens stehen sämtliche Mitarbeiter und freie Berater immer wieder unentgeltlich als Vortragende zur Verfügung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen.

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Das Terra Institute hält keine Finanzanlagen.