5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Das Nachhaltigkeitsmanagement der DSD-Gruppe wird von einer holdingübergreifenden Abteilung gesteuert, die direkt an den CEO der Duales System Holding, Michael Wiener, berichtet.
Die Abteilung Business Development & Nachhaltigkeit unter der Führung von Dr. Markus Helftewes bündelt alle Themen der Gruppe mit Nachhaltigkeitsbezug.

 

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet die Abteilung Business Development & Nachhaltigkeit konkrete Aktionen und Programme, welche zusammen mit den unterschiedlichen Abteilungen weiterentwickelt und umgesetzt werden. 

Ein zentrales Steuerungsinstrument des Nachhaltigkeitsmanagement ist das Nachhaltigkeitshandbuch, welches intern entwickelt wurde und einzelne Aktivitäten transparent und im Überblick darstellen soll. Darin sind übergeordnete Projekte, Aktivitäten und Prozesse der einzelnen Abteilungen aufgeführt. Diese Daten werden in in regelmäßigen Interviews gesammelt. Die Erhebung und der Ausbau des Kennzahlensystems in Verbindung mit den GRI Indikatoren in Verbindung mit den Nachhaltigkeitshandbuch wird zur Zeit entwickelt und ausgebaut.

Das Nachhaltigkeitshandbuch wird regelmäßig aktualisiert und über die Intranet Plattform allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Um auch das eigene Handeln im Bereich Nachhaltigkeit regelmäßig überprüfen und ggf. anpassen zu können, beteiligt sich die DSD-Gruppe als Lieferant an Zertifizierungen (zum Beispiel EcoVadis) und pflegt über ihr Netzwerk und das Engagement in diversen Plattformen intensiven Kontakt zu relevanten Stakeholdern

Siehe auch Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014, Seite 34,
https://www.gruener-punkt.de/de/kommunikation/mediathek.html

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Die Erarbeitung weiterer, geeigneter Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit bzw. die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitskennzahlen, welche bereits erhoben werden, ist ein Ziel welches sich die DSD Gruppe für die nächsten Jahre gesetzt hat.

Die im Rahmen der verschiedenen Managementzertifizierungen Energie, Umwelt und Qualität  in den einzelnen Gesellschaften erhobenen Daten, sollen zu einem übergreifenden Kennzahlensystem weiterentwickelt werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation. Link

Die DSD-Gruppe stellt die Verantwortung für Mensch und Natur in den Mittelpunkt ihres wirtschaftlichen Handelns. Um ihr nachhaltiges Geschäftsmodell „Wir schließen Wertstoffkreisläufe“ langfristig erfolgreich umzusetzen, muss sie ein zukunftsfähiges Gleichgewicht zwischen ökomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen sowie dem Marktumfeld herstellen.

Unsere Mission: Unser Erfolg ist gleichzeitig ein Gewinn für Mensch und Umwelt
Vision: Wir wollen mehr Wertstoffe in einem Wirtschaftskreislauf halten

Folgende Leitsätze haben wir für unser Unternehmen aufgestellt:

Wir überzeugen unsere Kunden durch Qualität und Leistung.
Wir schätzen, fordern und fördern unsere Mitarbeiter.
Wir begegnen einander offen und mit Respekt.
Wir handeln nachhaltig-für eine lebenswerte Zukunft.
Wir streben nach der bestmöglichen Lösung.
Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln.
Wir haben Mut zu neuen Wegen. Stillstand ist Rückschritt.

Eine umfassende Compliance-Richtlinie sowie die Gestellung eines Compliance Beauftragten wurde in 2016 umgesetzt.

Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH hat weiterhin als Lieferant bei der Corporate Social Responsibility (CSR) Zertifizierung durch EcoVadis den Silber-Standard erreicht und gehört damit in der Kategorie Materials Recovery zu den besten 27 Prozent der teilnehmenden Unternehmen

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Eine faire und marktgerechte Vergütung der Mitarbeiter ist wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Ziel ist es, die Leistungen der Mitarbeiter angemessen zu honorieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der DSD-Gruppe sicherzustellen.
Um persönliche Einsatzbereitschaft und Teamerfolge zu belohnen, erhalten die Führungskräfte zusätzlich zu ihrem festen Gehalt leistungsabhängige Gehaltsbausteine.

Mit Hilfe individueller Zielvereinbarungen wird die erbrachte Leistung beurteilt und die Zielerreichung durch die Geschäftsführung kontrolliert. Diese hat Einfluss auf die jährlich mögliche Bonuszahlung, die wiederum von der Erreichung des geplanten Geschäftserfolges abhängig ist. Als Anreizsystem für die Mitarbeiter erhalten diese, je nach Zielerreichungsgrad ihrer Vorgesetzten, anteilige Sonderzahlungen zu ihrem jeweiligen Gehalt.
Die Bonusregelungen sind in Betriebsvereinbarungen festgelegt und geregelt.

Mit der Einführung eines betrieblichen Vorschlagswesen in 2015 können die Mitarbeiter ihre Verbesserungsvorschläge wie z.B. zur, zur ökologischen Ausrichtung und Nachhaltigkeit der Arbeit, formlos über eine zentrale Stelle einreichen.
Als Anreiz sieht die Betriebsvereinbarung zum Vorschlagswesen auch eine mögliche Bonifizierung umgesetzter Vorschläge vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte. Link

Die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und der leitenden Führungskräfte unterliegt der Vertraulichkeit.

 

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land. Link

Die Vergütungspolitik der DSD Unternehmensgruppe unterliegt der Vertraulichkeit.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als zentraler Akteur der Kreislaufwirtschaft steht Der Grüne Punkt im Austausch mit einer Vielzahl von Interessengruppen. Dazu gehören z.B. Kunden, Mitarbeiter, Verbraucher, Verbände, Politik und Nichtregierungsorganisationen.
Auf nationaler und internationaler Ebene setzt sich die DSD-Gruppe für den konstruktiven Dialog ein, auch der Gruppen untereinander.

Ein wichtiges Element des Dialogs mit den Stakeholdern ist auch das Kuratorium der Duales System Holding, das sieben Mitglieder aus Wirtschaft und Politik bilden. In der Regel tagt das Gremium zwei- bis dreimal im Jahr und berät die Geschäftsführung sowie den Beirat in grundlegenden Fragen der Geschäftstätigkeit und der Unternehmenspolitik.

 Für den intensiven Austausch mit möglichst vielen Interessengruppen ist DSD weiterhin in zahlreichen Kooperationen und Verbänden aktiv (AGVU, BDE, ProE, etc.).

Siehe auch Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014, Seite 34/35
https://www.gruener-punkt.de/de/kommunikation/mediathek.html

Die DSD-Gruppe kooperiert seit vielen Jahren mit den Naturschutzexperten des NABU, um gemeinsam in Politik und Gesellschaft für Umwelt- und Ressourcenschutz zu werben. Über den laufenden Dialog hinaus engagieren sich DSD und NABU gemeinsam in zukunftsweisenden Projekten wie der Recyclat-Initiative von Werner & Mertz oder in der Vergangenheit im Projekt „Fishing for Litter“ zur umweltgerechten Entsorgung von Abfällen aus Nord- und Ostsee. Der enge und vertrauensvolle Austausch mit relevanten Stakeholdern, wie dem NABU, liefert der DSD-Gruppe regelmäßig neue Impulse für die nachhaltige Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells.

Weiterhin sind die NABU-Dialogforen wichtige Orte der Diskussion über den Stand der Umweltpolitik. Beim vierten NABU-Dialogforum Kreislaufwirtschaft im November 2014 in Berlin diskutierten 120 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über Stärken und Herausforderungen des Kunststoffrecyclings in Deutschland und den möglichen positiven Beitrag des lange erwarteten Wertstoffgesetzes. Geschäftsführer von Unternehmen der DSD-Gruppe erläuterten Stand und Chancen des Kunststoffrecyclings in Deutschland.
Das Forum machte deutlich, dass Produkte aus Sekundärplastik bereits heute sehr hohe Qualitätsansprüche erfüllen und sich die Nachfrage in der Industrie entsprechend erhöht hat. Die Politik müsse daher unterstützend tätig werden, um der Anbieterseite zu helfen, hohe Mengen dieser Rohstoffe in einer hohen Qualität zu generieren.

Seit 2008 veranstaltet DSD selbst die Dialogreihe „Forum Grüner Punkt“. Unternehmensvertreter sowie namhafte Referenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und von Verbänden stellen aktuelle Trends und Positionen rund um die Themen duales System, Ressourceneffizienz sowie politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen vor. Diese werden im Anschluss am „Runden Tisch“ gemeinsam mit den exklusiv geladenen Gästen erörtert. Zuletzt stand der Dialog ganz im Zeichen des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des geplanten Wertstoffgesetzes.

Seit 25 Jahren beteiligt sich DSD in Deutschland und international an Veranstaltungen und Aktionen, um Wissen, Forschung und Entwicklung im Bereich Recycling und damit die Kreislaufwirtschaft insgesamt voranzubringen. Zudem setzt DSD auf Aufklärung, Information und Kommunikation mit dem Verbraucher. Denn ohne das Umweltbewusstsein der Gesellschaft und die Bereitschaft, Abfälle zu trennen, kann es nicht gelingen, mehr Wertstoffe im Kreislauf zu halten. Dafür hat die Unternehmensgruppe seit 2012 vor allem ihre Social-Media-Kanäle ausgebaut. Neben den Informationsportalen MeinGrünerPunktBlog und dem YouTube-Kanal des Grünen Punkts haben Bürger die Möglichkeit, über Facebook, Instagram, Google+ und Twitter direkt mit dem Unternehmen in Austausch zu treten.

Eine umfassende Stakeholderumfrage wurde Ende 2016 durchgeführt. Zu dieser Stakeholderumfrage wurden alle relevanten Stakeholdergruppen eingeladen, welche in einem internen Workshop ermittelt worden sind. Die zur Zeit laufende Auswertung der Ergebnisse soll die Grundlage einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Kunden
Austausch: intensive Betreuung durch Key Account Manager, regelmäßiger Newsletter, Zufriedenheitsumfragen, Workshops und Seminare zu unterschiedlichen Themen, jährliches Kundenforum, Kundenmagazin, Mailings, Messeauftritte
Themen und Anliegen: Wirtschaftlichkeit, höchste Qualität, Compliance, Umweltfreundlichkeit, soziales Engagement, Innovation, Kreislaufschließung, Entwicklung von hochwertigen Sekundärrohstoffen

Mitarbeiter
Austausch: jährliche Mitarbeitergespräche, Intranet, interne Mailings, Betriebsrat, Betriebsversammlungen
Themen und Anliegen: Gute Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima, Aus- und Weiterbildung, Umweltfreundlichkeit und soziales Engagement, Kontinuierliche Optimierung der Arbeitsprozesse

Politik und Behörden
Austausch: Veranstaltung von Foren und Tagungen zu aktuellen Themen, Besuch von Parteitagen, Publikation von Fachstudien, persönlicher Austausch, Messeauftritte, Verbandstagungen, Kommunikation mit Abfallberatern
Themen und Anliegen: Wirtschaftlichkeit, Transparenz, wettbewerbskonformes Verhalten, Qualität, Kommunikation, Ökologie, Klimaschutz, Recycling, Innovation, technische Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft


Gesellschaft – wirtschaftliche Akteure (Handelskammern, Verbände)
Austausch: Persönlicher Austausch, Kooperationen in Projekten, Veranstaltung von Tagungen und Workshops, Publikationen von Fachstudien
Themen und Anliegen: Wirtschaftlichkeit, ökologisches Verhalten, Transparenz, Innovationstreiber

Gesellschaft – Verbraucher, NGO‘s
Austausch: Internetauftritt, Soziale Medien, Unterstützung von regionalen Projekten,  Kommunikation mit Abfallberatern
Themen und Anliegen: Transparenz, Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung, ökologisches Verhalten, Recycling, Klimaschutz

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die DSD-Gruppe mit dem Grünen Punkt hat in den vergangenen Jahren ihr Portfolio an Dienstleistungen rund um das Wertstoffmanagement systematisch erweitert und verbessert. Für verschiedene Problem- und Aufgabenstellungen bieten die Unternehmen der Duales System Holding ihren Kunden nachhaltige Lösungen an. Diese reichen vom Rundumservice für Standorte und Filialen über die Ermittlung von Kosteneinsparungspotentialen bis hin zum nachhaltigen Design von Verpackungen und Produkten.

Beim Design for Recycling (D4R) steht die Gruppe ihren Kunden als Berater zur Seite und berät Unternehmen umfassend zu Fragen rund um die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen, beispielsweise mit Expertenworkshops und kundenspezifischen Sortierversuchen. Dabei geht es unter anderem um Materialkombinationen, Sortenreinheit, Bedruckungen oder die Demontierbarkeit. Gemeinsam mit Kunden werden Lösungen für eine recyclinggerechte Produktentwicklung und die Optimierung von Verpackungen erarbeitet. Ziel ist es, dass Verpackungen dem jeweils ökologisch effizientesten Verwertungsweg zugeführt werden und ein möglichst hoher Anteil der ursprünglich eingesetzten Materialien und Energie in Folgeverwendungen nutzbar gemacht werden kann. Seit 2014 unterhält DSD zudem eine exklusive Kooperation mit dem neu gegründeten „cyclos-HTP Institut für Recyclingfähigkeit und Produktverantwortung“.
Das Institut hat Bewertungsmethoden entwickelt, um die Recyclingfähigkeit von Verpackungen systematisch zu beurteilen und zu zertifizieren. So sollen die Rückkopplungseffekte der Produktverantwortung auf die Gestaltung ausgeweitet werden.

2014 hat die Gruppe am Standort Köln ein Technikum als zentrale Forschungs- und Entwicklungseinrichtung errichtet. Dort werden neue Produkte aus Kunststoffrezyklaten entwickelt, die den jeweiligen Kundenanforderungen entsprechen.
Dieses „Customizing“ (auch: Pull-Strategie) hat die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte deutlich
verbessert. Bisher wurden Rezyklate überwiegend auf Grundlage der verfügbaren Abfälle und Techniken erzeugt und dann erst eine mögliche Anwendung gesucht (Push-Strategie).

Auch dank der umfassenden Beratung können kunststoffverarbeitende Unternehmen Sekundärkunststoffe heute optimal in ihren Produktionsprozess integrieren und damit Primärrohstoffe ersetzen.
Damit Wertstoffe effizient in möglichst geschlossenen Kreisläufen geführt werden können, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich:

Wo fallen Abfälle bzw. Reststoffe an? Wie können diese bestmöglich erfasst und verwertet werden? Wo können die Stoffe im Anschluss erneut eingesetzt werden? Diese Fragen müssen verknüpft betrachtet und beantwortet werden, damit die einzelnen Wertschöpfungsstufen optimal koordiniert werden können.
Das Chain-Management, also die Vernetzung von Akteuren und Prozessen entlang der Wertschöpfungskette, ist einer der Schlüssel zur Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft. Als Bindeglied nehmen duale Systeme und allen voran Der Grüne Punkt als Marktführer eine zentrale Rolle ein: Durch die enge Anbindung an Hersteller und Handel auf der einen und Sortierer und Verwerter auf der anderen Seite sorgen die dualen Systeme dafür, dass recycelte Stoffe, die aus alten Produkten und Verpackungen gewonnen wurden, in neuen Produkten und Verpackungen eingesetzt werden – und dass diese so gestaltet werden, dass sie noch besser im Kreislauf geführt werden können. Ein reines Finanzierungsvehikel könnte diese Leistungen nicht erbringen: Die notwendigen Rückkopplungseffekte zwischen Produzentenverantwortung und Verwertungserfolgen würden verlorengehen.

Siehe auch Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014, Seite 12/13/14/15
https://www.gruener-punkt.de/de/kommunikation/mediathek.html

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

Dieses Kriterium stellt für den Berichtszeitraum ein nicht wesentliches Kriterium dar.