4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Wertschöpfung im Kerngeschäft  

Als Finanzdienstleister erbringt die Kreissparkasse den größten Teil ihrer Wertschöpfung selbst. Ihr Kerngeschäft besteht aus dem Angebot von Finanzdienstleistungen. Geschäftspolitisches Ziel ist es, einen möglichst großen Teil der hereingenommenen Kundeneinlagen als Kredite an Wirtschaft und Bevölkerung der Region auszugeben. Lediglich ein kleiner Teil wird als Liquidität vorgehalten.  

Einen Orientierungsrahmen für die Entscheidungen im Kreditgeschäft bildet die Kreditrisikostrategie. In ihr wurden Grundsätze definiert, die sich auf Nachhaltigkeit im weiteren Sinne beziehen und regeln, wie das Kreditgeschäft unter der angemessenen Berücksichtigung von Risiken betrieben werden soll. So ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Kapitaldienstfähigkeit des Kreditnehmers die Grundvoraussetzung für eine Kreditvergabe. Existenzgründungen, Standortansiedlungen und Investitionen zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region sind Teil des Selbstverständnisses der Kreissparkasse. Die Finanzierung von Vorhaben, die gesellschaftlich z. B. aufgrund ihrer möglichen sozialen und/oder ökologischen Auswirkungen als bedenklich betrachtet werden, werden vor einer Entscheidung besonders kritisch gewürdigt.  

Das Eigenanlagegeschäft ist von untergeordneter Bedeutung und dient lediglich dazu, freie Liquidität aus dem Kundengeschäft zu investieren und die Liquidität zu steuern. Spekulative Anlagen gehören nicht zum Anlagespektrum. Kurzfristige Gewinnerzielungsabsichten stehen nicht im Fokus.  

Aufgrund der regionalen Beschränkung der Geschäftstätigkeit hat die Nachhaltigkeit in der Kundenbeziehung für die Kreissparkasse eine hohe Relevanz. Das Ziel ist eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen. Die Beratung mit Hilfe des S-Finanzkonzepts ermöglicht es, den Kunden bedarfsgerechte und auf die jeweilige Lebenssituation zugeschnittene Produktlösungen anzubieten. Um eine hohe Qualität in der Kundenberatung sicherzustellen, werden die Mitarbeiter kontinuierlich weitergebildet. Die Kreissparkasse hat den Auftrag, eine angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Dienstleistungen sicherzustellen. Das beinhaltet die Verpflichtung, allen Bevölkerungsschichten Finanzdienstleistungen anzubieten, unabhängig von deren sozialer Situation. Auch wirtschaftlich schwächere Privatpersonen können durch die Bereitstellung von Basis-Finanzdienstleistungen am Wirtschaftsleben teilhaben.    

Lieferkette  

Dienstleistungen bezieht die Kreissparkasse vorrangig von Unternehmen aus der S-Finanzgruppe. Eine Prüfung der Nachhaltigkeitsaspekte im Rahmen der Wertschöpfungskette bei diesen Dienstleistern ist nur insofern möglich, als dass hierfür auf öffentlich kommunizierte Aussagen zurückgegriffen wird. Bei wesentlichen Auslagerungen nach § 25b KWG erfolgt eine umfangreiche Risikoanalyse, die auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.  

Die IT-Ausstattung wird über den IT-Dienstleister Finanz Informatik GmbH & Co. KG angemietet. Dieser verpflichtet seine Lieferanten dazu, ökologische, ethische und soziale Mindestanforderungen einzuhalten. Dazu zählen unter anderem ein aktives Umweltmanagementsystem, die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen im Rahmen der ILO Kernarbeitsnormen, der Verzicht auf Kinder- und Zwangsarbeit und der Verzicht auf Korruption.  

Auch bei der Beschaffung der Betriebs- und Geschäftsausstattung spielen Nachhaltigkeitsaspekte für die Kreissparkasse eine Rolle. So sind die beiden Hauptlieferanten für Büromobiliar und der Büromateriallieferant zertifiziert nach DIN ISO 14001 und das verwendete Druckerpapier stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Der Lieferant von Büromaterial verpflichtet seine Lieferanten zur Einhaltung der Regeln des UN Global Compact, der UN Kinderrechtskonvention und der ILO Kernarbeitsnormen sowie dazu diese Regelungen auch bei Vorlieferanten nachzuhalten.  

Die beiden Hauptwerbemittellieferanten sichern zu, dass keine von Kindern gefertigten Produkte angeboten werden. Die Sparkassen-Einkaufsgesellschaft, über die die Kreissparkasse den größten Teil ihrer Werbemittel bezieht, bekennt sich zu einer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Sinne. Alle Lieferanten müssen sich zur Einhaltung des SEG-Kodexes verpflichten, der unter anderem Vorgaben zur Business-Ethik (z. B. Anti-Korruption), sozialen Verantwortung (z. B. Einhaltung der int. Menschenrechte) oder Umweltschutz beinhaltet.  

In den Bereichen Entsorgung, Trinkwasser und Energie halten wir alle gesetzlichen Standards ein. Bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen beachten wir die Vorgaben gemäß EEWärmeG und EnEV.  

Eine gezielte Kommunikation mit Geschäftspartnern über das Thema Nachhaltigkeit findet bisher nicht statt.